AHA sieht mit Sorge die schonungslose Nutzung der halleschen Ziegelwiese als Partymeile

Bekanntlich gehören Auenlandschaften zu den arten- und strukturreichsten Natur- und Landschaftsräumen der gemäßigten Zonen. Sie bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebens- und Rückzugsräume, Hochwasser der Flüsse und Bäche den notwendigen Ausbreitungsraum, tragen zur Steuerung des Wasserhaushaltes bei sowie ermöglichen den Menschen Erholung und Entspannung.

Diese vielfältigen Funktionen von Auen entlang von Flüssen und Bächen bedürfen nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) besonderer und umfassender Maßnahmen zum Schutz und Erhalt sowie zur Betreuung und Entwicklung. Dafür sich einsetzen sieht der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA als seine vorrangige Aufgabe an.

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Aus dem Grund verfolgt der AHA mit großer Sorge, wie sich das einstige Erholungsgebiet Ziegelwiese in Halles Saaleaue immer mehr in eine Partymeile mit Grill, Alkohol und Unmengen Müll verwandelt. Diese Nutzung ist offensichtlich Teil des gewässertouristischen Konzeptes der Stadt Halle (Saale). Anders kann sich der AHA nicht erklären, warum die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) ihrer Verantwortung für Umwelt, Natur und Landschaft nicht nachkommt und diesem Treiben ein Ende setzt.

In diesem Blickwinkel betrachtet, kritisiert der AHA den von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im halleschen Stadtrat im Oktober 2016 gestellten „Antrag zur Realisierung weiterer Strandbereiche an der Saale“. Dieser Antrag beinhaltet das Anliegen, dass die hallesche Stadtverwaltung prüft, „ob und unter welchen Voraussetzungen weitere Uferbereiche der Saale im Stadtgebiet als Strandbereiche für die Badesaison 2017 eingerichtet werden können.“ Ferner beinhaltet dieser Antrag das Anliegen, „ob ggf. Steganlagen in die Strandbereiche integriert werden können.“

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Offenbar haben die grünen Stadträtinnen und Stadträte in Halle (Saale) bedauerlicherweise nicht erkannt, dass diese gegenwärtige Entwicklung, hauptsächlich von jüngeren Leuten verantwortet, bei vermuteter Verschärfung dieser Nutzungsformen, unweigerlich zu massiven weiteren Schäden an Umwelt, Natur und Landschaft führt. Dieses Treiben hat nichts mit feiern und erholen, sondern eher mit um sich greifender Verantwortungslosigkeit und voranschreitendem Egoismus zu tun. In dem Zusammenhang eine Forcierung dieser Zustände und einen weiteren Verbau von Saaleabschnitten in Halle (Saale) zu fordern, hält der AHA für unverantwortlich, da neben der bisherigen Vermüllung und Verlärmung sowie Schädigung von Grün, eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes mit weiteren Steganlagen dazu käme. Wenn die grünen Politikerinnen und Politiker Anleger für Boote meinen, dann sei u.a. auf bestehende Anlagen an der Peißnitzbrücke und am Riveufer verwiesen.

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Der AHA fordert daher erneut und mit Nachdruck die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) auf, den Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft endlich ernst zu nehmen, ihren gesetzlichen Verpflichtungen und Aufgaben nachzukommen sowie unverzüglich diese Zustände zu beenden.

Ferner gilt es mehr für die Umweltbildung zu tun. So wäre es sinnvoll zu prüfen, inwieweit die Möglichkeit besteht Umweltsünder, zu Umweltschulungen zu verpflichten.

Darüber hinaus ruft der AHA die Bevölkerung auf, mehr auf den Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft zu achten.


AHA sieht mit Sorge die schonungslose Nutzung der halleschen Ziegelwiese als Partymeile

Bekanntlich gehören Auenlandschaften zu den arten- und strukturreichsten Natur- und Landschaftsräumen der gemäßigten Zonen. Sie bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebens- und Rückzugsräume, Hochwasser der Flüsse und Bäche den notwendigen Ausbreitungsraum, tragen zur Steuerung des Wasserhaushaltes bei sowie ermöglichen den Menschen Erholung und Entspannung.

Diese vielfältigen Funktionen von Auen entlang von Flüssen und Bächen bedürfen nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) besonderer und umfassender Maßnahmen zum Schutz und Erhalt sowie zur Betreuung und Entwicklung. Dafür sich einsetzen sieht der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA als seine vorrangige Aufgabe an.

1-Halle Ziegelwiese Nordwestteil Blick Nach Süden (1)
1-Halle Ziegelwiese Nordwestteil Blick Nach Süden (1)

Aus dem Grund verfolgt der AHA mit großer Sorge, wie sich das einstige Erholungsgebiet Ziegelwiese in Halles Saaleaue immer mehr in eine Partymeile mit Grill, Alkohol und Unmengen Müll verwandelt. Diese Nutzung ist offensichtlich Teil des gewässertouristischen Konzeptes der Stadt Halle (Saale). Anders kann sich der AHA nicht erklären, warum die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) ihrer Verantwortung für Umwelt, Natur und Landschaft nicht nachkommt und diesem Treiben ein Ende setzt.
Diese gegenwärtige Entwicklung, hauptsächlich von jüngeren Leuten verantwortet, führt bei vermuteter Verschärfung dieser Nutzungsformen, unweigerlich zu massiven Schäden an Umwelt, Natur und Landschaft. Dieses Treiben hat nichts mit feiern, sondern eher mit um sich greifender Verantwortungslosigkeit und voranschreitendem Egoismus zu tun.

3-Halle Ziegelwiese Nordwestteil Blick Nach Nordosten  (1)
3-Halle Ziegelwiese Nordwestteil Blick Nach Nordosten (1)

Der AHA fordert daher die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) auf, den Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft endlich ernst zu nehmen, ihren gesetzlichen Verpflichtungen und Aufgaben nachzukommen sowie unverzüglich diese Zustände zu beenden.
Ferner gilt es mehr für die Umweltbildung zu tun. So wäre es sinnvoll zu prüfen, inwieweit die Möglichkeit besteht Umweltsünder, zu Umweltschulungen zu verpflichten.
Darüber hinaus ruft der AHA die Bevölkerung auf, mehr auf den Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft zu achten.

2-Halle Ziegelwiese Nordwestteil Blick Nach Nordwesten Zu Peißnitznordspitze & Saale & Riveufer  (1)
2-Halle Ziegelwiese Nordwestteil Blick Nach Nordwesten Zu Peißnitznordspitze & Saale & Riveufer (1)

Fotos Andreas Liste


AHA hält umweltgerechte Nutzung der halleschen Ziegelwiese für dringend geboten

Bekanntlich gehört die hallesche Ziegelwiese, mit seinem künstlich angelegten See mit Fontänenanlage mit bis zu 40 m hohem Wasserstrahl und ausgedehnten Wiesen- und Rasenanlagen sowie Gehölzbeständen zu den meistbesuchtesten Naherholungsgebieten im Stadtgebiet von Halle (Saale).
Nunmehr sorgt sich der AHA, dass die Ziegelwiese, offenbar von Politik und Verwaltung gezielt toleriert, zu einer Party- und Saufmeile verkommt. Das nennt man dann Teil eines gewässertouristischen Konzeptes. Bereits jetzt dient die gesamte Ziegelwiese als Grillplatz, Partymeile mit teilweise lauter Musik sowie Ersatzort für Kneipe und öffentlicher Bier- und Schnapswiese. Als Stätten der Verrichtung der Notdurft fungieren die Gehölzflächen auf und an der Wiese. Die Folgen sind Vermüllung, Beschädigung von Gehölzen –Äste und Zweige finden Verwendung für Feuerstellen-, heruntergetretene Rasen-, Wiesen- und Uferzonen sowie zunehmende Unhygiene. Hinzu kommt, dass vor, während und im Anschluss an das weitgehend ungehemmte Partygeschehen die gesamte Ziegelwiese als eine unbegrenzte Hundewiese dient. Kontrollen durch Polizei und Ordnungsamt sind selten feststellbar und wenn, dann meistens außerhalb der Partyzeit.

Das Beispiel Ziegelwiese, welches sich u.a. getrost auf die Würfelwiese, das Saaleufer südwestlich der Klausberge, die Klausberge selbst und den Heinrich-Heine-Park ausweiten lässt, zeugt von der fortgesetzten fehlenden Bereitschaft der Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) hier ausreichend den Schutz und Erhalt von Umwelt, Natur sowie Landschaft und somit die Sicherung der Naherholung für die gesamte Bevölkerung zu gewährleisten und umzusetzen. Für den AHA ist es inakzeptabel, dass die Parks und Grünanlagen der Stadt Halle (Saale) zu „Ersatzkneipen“ und Orten des Vandalismus und der Verrichtung der Notdurft verkommen. Leider scheinen Politik und Verwaltung der Stadt Halle (Saale) eher die Zustände legalisieren zu wollen. Dazu soll nach Auffassung des AHA insbesondere das geplante gewässertouristische Konzept für Halle dienen.

Das nunmehr der Stadtschülerrat jegliche Verantwortung im Zusammenhang der Befreiung der Ziegelwiese von Müll und Unrat in Folge der alljährlichen Abifeiern von sich weist ist da nur folgerichtig, aber vollkommen inakzeptabel. Der AHA fordert daher konsequentes Handeln seitens der Verantwortlichen der Verwaltung der Stadt Halle (Saale), was im konkreten Fall nur das Verbot der Durchführung künftiger Abifeiern an einem öffentlichen Ort -wie der Ziegelwiese- bedeuten kann.

In dem Zusammenhang fordert der AHA den Stadtschülerrat auf, entweder selbst die Verantwortung der Durchführung der Veranstaltung wahrzunehmen oder an andere Organisationen bzw. Personen zu vergeben. Verantwortung bedeutet aber im konkreten Fall nicht nur die Beseitigung des in Folge der Abifeiern entstandenen Mülls und Unrats, sondern auch Vandalismus und Vermüllung zu verhindern bzw. zu unterbinden.
Andernfalls gilt es derartige Veranstaltung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und Möglichkeiten zu unterbinden.

Dieses Beispiel zeigt wieder einmal deutlich auf, dass nicht weniger, sondern mehr bürgerschaftliches Engagement dringend geboten ist.
Der AHA ruft daher die interessierte Bevölkerung auf, an einem Veranstaltungs- und Tourismuskonzept für die Stadt Halle (Saale) mitzuwirken, welches das Primat der Belange des Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes, des sanften Tourismus sowie der Wahrung der Lebens- und Wohnqualität der halleschen Einwohnerinnen und Einwohner beachtet und berücksichtigt.

Wer Interesse hat dazu mit dem AHA in Kontakt zu treten, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)

Tel.: 0345 – 2002746
Fax.: 01805-684 308 363
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet: https://www.aha-halle.de


AHA hält umweltgerechte Nutzung der halleschen Ziegelwiese für dringend geboten

Bekanntlich gehört die hallesche Ziegelwiese, mit seinem künstlich angelegten See mit Fontänenanlage mit bis zu 40 m hohem Wasserstrahl und ausgedehnten Wiesen- und Rasenanlagen sowie Gehölzbeständen zu den meistbesuchtesten Naherholungsgebieten im Stadtgebiet von Halle (Saale).
Nunmehr sorgt sich der AHA, dass die Ziegelwiese, offenbar von Politik und Verwaltung gezielt toleriert, zu einer Party- und Saufmeile verkommt. Das nennt man dann Teil eines gewässertouristischen Konzeptes. Bereits jetzt dient die gesamte Ziegelwiese als Grillplatz, Partymeile mit teilweise lauter Musik sowie Ersatzort für Kneipe und öffentlicher Bier- und Schnapswiese. Als Stätten der Verrichtung der Notdurft fungieren die Gehölzflächen auf und an der Wiese. Die Folgen sind Vermüllung, Beschädigung von Gehölzen –Äste und Zweige finden Verwendung für Feuerstellen-, heruntergetretene Rasen-, Wiesen- und Uferzonen sowie zunehmende Unhygiene. Hinzu kommt, dass vor, während und im Anschluss an das weitgehend ungehemmte Partygeschehen die gesamte Ziegelwiese als eine unbegrenzte Hundewiese dient. Kontrollen durch Polizei und Ordnungsamt sind selten feststellbar und wenn, dann meistens außerhalb der Partyzeit.

Der Arbeitseinsatz des AHA am Samstag, den 08.08.2015 bezog sich darauf, Vandalismus an den in den Jahren 2013 bis 2015 in ehrenamtlichen Aktionen gepflanzten Bäumen im Nordteil der Ziegelwiese zu beseitigen. Kraftmeier hatten Stützen und Hanfstricke beschädigt bzw. zerstört. Es ist unerträglich, welche Ausmaße der Schädigungen und Zerstörungen die offenbar außer Rand und Band geratenden Partygänger erkennen lassen.

Das Beispiel Ziegelwiese, welches sich u.a. getrost auf die Würfelwiese, das Saaleufer südwestlich der Klausberge, die Klausberge selbst und den Heinrich-Heine-Park ausweiten lässt, zeugt von der fortgesetzten fehlenden Bereitschaft der Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) hier ausreichend den Schutz und Erhalt von Umwelt, Natur sowie Landschaft und somit die Sicherung der Naherholung für die gesamte Bevölkerung zu gewährleisten und umzusetzen. Für den AHA ist es inakzeptabel, dass die Parks und Grünanlagen der Stadt Halle (Saale) zu „Ersatzkneipen“ und Orten des Vandalismus verkommen. Leider scheinen Politik und Verwaltung der Stadt Halle (Saale) eher die Zustände legalisieren zu wollen. Dazu soll nach Auffassung des AHA insbesondere das geplante gewässertouristische Konzept für Halle dienen.

Der AHA ruft daher die interessierte Bevölkerung auf, an einem Veranstaltungs- und Tourismuskonzept für die Stadt Halle (Saale) mitzuwirken, welches das Primat der Belange des Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes, des sanften Tourismus sowie der Wahrung der Lebens- und Wohnqualität der halleschen Einwohnerinnen und Einwohner beachtet und berücksichtigt.

Wer Interesse hat dazu mit dem AHA in Kontakt zu treten, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
Fax.: 01805-684 308 363
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet: https://www.aha-halle.de

Fotos Christine Fröhlich & Andreas Liste


AHA hält umweltgerechte Nutzung der halleschen Ziegelwiese für dringend geboten

Bekanntlich gehört die hallesche Ziegelwiese, mit seinem künstlich angelegten See mit Fontänenanlage mit bis zu 40 m hohem Wasserstrahl und ausgedehnten Wiesen- und Rasenanlagen zu den meistbesuchtesten Naherholungsgebieten im Stadtgebiet von Halle (Saale).
Die Geschichte der Ziegelwiese reicht weit zurück. Bereits im Stiftungsprivileg vom 05.07.1121 sprach der Erzbischof Rüdiger von Magdeburg die Ziegelwiese dem Kloster Neuwerk zu, welches einst auf der Höhe des heutigen Botanischen Gartens lag. Das Kloster nutzte die Insel als Grasweide für das Klostervieh. Damals führte das Weideland auch den Namen „Großer Weide“. Im Jahre 1530 löste Kardinal Albrecht das einflussreiche Kloster auf und ließ Kirche und andere Bauten abreißen. Der umfangreiche Landbesitz, wozu der „Große Werder“ gehörte, fiel nun unter die Verwaltung des Neuen Stifts. Bereits ab dem Jahre 1532 beanspruchte Kardinal Albrecht das reizvolle Saalegelände bis zur Moritzburg wieder für seine Zwecke. Nach der Reformation, welche mit dem Abzug des Kardinals Albrecht begann, kam der Werder schließlich zum Amt Giebichenstein.
Im 17. Jahrhundert nutzten die Administratoren des Erzstiftes Magdeburg die Wiese als Festplatz. Insbesondere der prunkliebende Herzog August von Sachsen veranstaltete hier manches Schauspiel. So ist in der halleschen Stadtchronik von Olearius „Halygraphia“ unter dem Tag 04.07.1667 zu lesen: „Abends um 10 Uhr/sind wegen der Fürstlichen Gemahlin Geburts Tages/Aufzuege: Ballett und Feuerwerk im Werder bey der Stein Mühlen praesentiert worden.“

Nach dem Jahre 1680, in brandenburgisch-preußischer Zeit, setzte wieder eine intensive wirtschaftliche Nutzung ein. Das Amt Giebichenstein errichtete in der Nähe des Kirchtores eine große Ziegelei, welche den von ihr benötigten Lehm von dem Werder holte. Von daher rührt auch der spätere Name „Ziegelwiese“. Ein Zugang zur Ziegelwiese seitens der Stadt bestand so gut wie gar nicht. Wer von der Würfelwiese an der Moritzburg über die Brücke zur Ziegelwiese wollte, musste bis zum Jahre 1868 dem Schleusenmeister einen „Dreier“ entrichten. Daraufhin erhielt der kleine Übergang den Namen „Dreierbrücke“.Ende des 19. Jahrhunderts nahm sich der hallesche Verschönerungsverein der Ziegelwiese und veranlasste an den Wegrändern Baumpflanzungen. Nach zahlreichen gärtnerischen Bemühungen um die Ziegelwiese, erwarb im Jahre 1911 die Stadt Halle (Saale) den Werder inmitten mehrerer Saalearme. Die Ziegelwiese war da schon in sportlicher Nutzung. Im Spätherbst setzte man die Nordhälfte der Ziegelwiese unter Wasser, um sie im Winter als Eisbahn verwenden zu können. Generationen von Hallensern haben hier das Schlittschuhfahren gelernt. Zu den bekanntesten Personen gehörte der berühmte Schauspieler und Schriftsteller Curt Goetz, welcher bis 1906 das Stadtgymnasium besuchte.

Diese Wiedervernässungsphase führte nach Auskunft zahlreicher Naturinteressierter zu teilweiser arten- und strukturreichen Entwicklungen dieses Bestandteils der Saaleaue. So berichtete man auch von Orchideenvorkommen. Im Vorfeld zu den 10. Arbeiterfestspielen im Zeitraum vom 14. 06.1968 bis 16.06.1968 legte man das Gelände mit Erd- und Bauaufschüttungen trocken und erbaute dabei den bereits erwähnten künstlichen See mit Fontänenanlage. Im Zuge dieser Arbeitsfestspiele nahm man u.a. die Fontänenanlage in Betrieb. In Nacharbeit der vom Arbeitskreis Umweltschutz Halle (AKUS) in der Gesellschaft für Natur und Umwelt (GNU) im Kulturbund der DDR (KB) bereits im Jahre 1985 aufgeworfenen ersten Diskussionen zur Umgestaltung der Ziegelwiese, legte einer seiner Nachfolger, der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) im Jahre 1994 Konzeptionelle Vorschläge für das Gebiet vor. Die Schwerpunkte der Konzeption liegen in der Entwicklung naturnaherer Wiesen mit partieller und unregelmäßiger Mahd sowie in der Wiederherstellung einer Feuchtwiese im Nordteil der Ziegelwiese. Neben einer kurzen nichtssagenden schriftlichen Antwort, widmete die Verwaltung der Stadt Halle (Saale) kurze Zeit später das Gebiet zur Hundewiese um. Das geschah wieder einmal ohne öffentliche Diskussion und Einholung von Stellungnahmen. Ein Musterbeispiel also dafür, wie eine echte Demokratie garantiert nicht funktionieren kann.

Nunmehr sorgt sich der AHA, dass die Ziegelwiese, offenbar von Politik und Verwaltung gezielt toleriert, zu einer Party- und Saufmeile verkommt. Das nennt man dann Teil eines gewässertouristischen Konzeptes. Bereits jetzt dient die gesamte Ziegelwiese als Grillplatz, Partymeile mit teilweise lauter Musik sowie Ersatzort für Kneipe und öffentlicher Bier- und Schnapswiese. Als Stätten der Verrichtung der Notdurft fungieren die Gehölzflächen auf und an der Wiese. Die Folgen sind Vermüllung, Beschädigung von Gehölzen –Äste und Zweige finden Verwendung für Feuerstellen-, heruntergetretene Rasen-, Wiesen- und Uferzonen sowie zunehmende Unhygiene. Hinzu kommt, dass vor, während und im Anschluss an das weitgehend ungehemmte Partygeschehen die gesamte Ziegelwiese als eine unbegrenzte Hundewiese dient. Kontrollen durch Polizei und Ordnungsamt sind selten feststellbar und wenn, dann meistens außerhalb der Partyzeit.

Der jüngste Höhepunkt der skandalösen Missnutzung der Ziegelwiese bildete die Abifete am Freitag, den 24.04.2015, wo laut Hallescher Wasser und Stadtwirtschaft GmbH allein 860 kg Müll angefallen ist. Neben der Tatsache, dass man der Umwelt massiven Schaden und einem begehrtem Naherholungsgebiet starke Beeinträchtigung zufügte, scheinen zudem die Folgekosten des unverantwortlichen Vergnügens Einzelner die Müllgebührenzahler der gesamten der Stadt Halle (Saale) mittragen zu dürfen.
Das Beispiel Ziegelwiese, welches sich u.a. getrost auf die Würfelwiese, das Saaleufer südwestlich der Klausberge, die Klausberge selbst und den Heinrich-Heine-Park ausweiten lässt, zeugt von dem Unvermögen der Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) hier ausreichend den Schutz und Erhalt von Umwelt, Natur sowie Landschaft und somit die Sicherung der Naherholung für die gesamte Bevölkerung zu gewährleisten und umzusetzen. Für den AHA ist es inakzeptabel, dass die Parks und Grünanlagen der Stadt Halle (Saale) zu „Ersatzkneipen“ und Orten des Vandalismus verkommen. Leider scheinen Politik und Verwaltung der Stadt Halle (Saale) eher die Zustände legalisieren zu wollen. Dazu soll nach Auffassung des AHA insbesondere das geplante gewässertouristische Konzept für Halle dienen.
Der AHA ruft daher die interessierte Bevölkerung auf, an einem Veranstaltungs- und Tourismuskonzept für die Stadt Halle (Saale) mitzuwirken, welches das Primat der Belange des Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes, des sanften Tourismus sowie der Wahrung der Lebens- und Wohnqualität der halleschen Einwohnerinnen und Einwohner beachtet und berücksichtigt.

Wer Interesse hat dazu mit dem AHA in Kontakt zu treten, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
Fax.: 01805-684 308 363
E-Mail: aha_halle@yahoo.de

Oder über das Kontaktformular unter Kontakt


Bäume pflanzen statt abholzen!

Am 02. März 2015 stellte der Vorsitzende des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) mit großem Entsetzen fest, dass am Ostrand des Mittelteils der Peißnitzinsel und Westufer der Saale zwei große, kerngesunde Hybridpappeln der Motorsäge zum Opfer gefallen sind. Es war nicht zu erkennen, wer diese deutlich sinn- und grundlosen Fällungen veranlasst und durchgeführt hatte. Somit erfolgte wieder einmal eine Zerstörung von zwei großen und gesunden Bäumen, welche z.B. dem Waldkauz immer wieder als Jagdansitz diente sowie landschaftsprägend den dortigen Uferab-schnitt der Saale prägten.

„Bäume pflanzen statt abholzen!“ – das ist daher das Motto unter dem die Initiative „Pro Baum“ (IPB) und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) zum siebentenmal auch am Karfreitag, den 03.04.2015 aufrufen, um Bäume auf die Ziegelwiese in Halle (Saale) zu pflanzen. Der Treff ist 10.00 Uhr an der Ochsenbrücke zwischen Riveufer und Ziegelwiese in Halle (Saale). Mit der Aktion möchten beide Organisationen erneut ein deutliches Zeichen für ein umfassendes mehr, statt weniger Gehölze setzen, welche eine große ökologische und landschaftsgestaltende Funktion besitzen.

Bäume und Sträucher dienen als Sauerstoffspender, verbessern den Gehalt an Luftfeuchtigkeit, bieten zahlreichen Tieren Lebensraum und Nahrung, filtern Kohlendioxid, Feinstaub, Ruß und Ozonsmog aus der Luft sowie spenden Schatten. Sie tragen somit entscheidend zur Verbesserung des Klimas bei.

Jedoch die Stadt Halle (Saale) geht rechtlich und praktisch einen anderen Weg. Die nunmehrige hallesche Baumschutzsatzung trägt keinesfalls zum angemessenen Schutz und Erhalt von Bäumen und Sträuchern bei. In der Praxis zeigt sich das mangelnde Schutzverständnis u.a. in den Massenfällungen am Saaleufer am Holzplatz/Pulverweiden, zwischen Genzmerbrücke und Karl-Meseberg-Straße, in der Beesener Straße, im und am Gelände des früheren Gesundbrunnenbades, am Gimritzer Damm, in der Delitzscher Straße, im Gelände des künftigen Sitzes der Leopoldina, in der Berliner Straße, in der Otto-Stomps-Straße, Fiete-Schulze-Straße, Paracelsusstraße, im Böllberger Weg und am Steintor sowie nicht zuletzt auch auf der Ziegelwiese. Nunmehr sind z.B. die Baumbestände in Teilen der Heideallee massiv bedroht.

Dieser inakzeptablen und katastrophalen Gehölzschutzpolitik Halles gegenüber Alternativen aufzuzeigen, dient die Aktion „Bäume pflanzen statt abholzen“. In Vorbereitung der Aktion rufen die Initiative „Pro Baum“ (IPB) und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) die hallesche Bevölkerung zur massiven Mitwirkung auf. Dazu können organisatorische und finanzielle Hilfe beitragen. Wer finanziell Unterstützung leisten möchte, -z.B. zum Kauf von Bäumen- kann dies unter folgender Bankverbindung des AHA tun:

  • Konto: 380 302 257 oder BIC: NOLADE21HAL
  • Bankleitzahl: 800 537 62 oder IBAN: DE 14 800 537 62 0380 302 257
  • Saalesparkasse
  • Verwendungszweck „Bäume“

Darüber hinaus können Interessenten auch organisatorisch und inhaltlich mitwirken und sich dazu an folgende Anschrift wenden:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/200 27 46
Fax.: 01805/684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
Internet: https://www.aha-halle.de
E-Mail: aha_halle@yahoo.de

Fotos: Andreas Liste


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