NSG „Nordspitze Peißnitz“ & Laternenfest

Am Samstag, den 29.08.2015 zum Laternenfest haben Frank Hahn, Torsten Nohr, Helmut Widmann und Andreas Liste gemeinsam mit zwei Mitarbeitern der Stadt Halle (Saale) das Naturschutzgebiet (NSG) „Nordspitze Peißnitz“ abgesperrt. Zu Beginn der Absperrung erfolgte seitens des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) eine Begehung, um eventuell Besucher und Besucherinnen zu bitten das Gebiet zu verlassen. Erfreulicherweise war dies notwendig, da sich Niemand in dem NSG befand. In der Wilden Saale musste man jedoch feststellen, dass offenbar Bootsfahrer mit ihrem Boot diesen besonders sensiblen befahren wollten. Ein Vorgeschmack auf den Wunsch von politischen Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) zur wassertouristischen Nutzung der Wilden Saale? Erfreulicherweise konnte man feststellen, dass der Regen der letzten Zeit zur Entspannung der Vegetation beigetragen hat.

Die Absperrung selbst war trotz aufgestellter Zaunfelder an den Eingängen zum Nordteil der Peißnitzinsel mit der Notwendigkeit von ernsthaften Hinweisen an Besucherinnen und Besucher verbunden. Das Aufstellen der Zaunfelder an den Wegen zum Nordteil der Peißnitzinselhat hat zwar spürbar zur Verbesserung der Situation beigetragen, jedoch wäre eine Platzierung in Höhe des Planetariums sinnvoller. Dann wäre a) die Abschirmung weiter nach Süden verlagert und b) eine bessere Einbeziehung von Polizei und Ordnungsamt möglich ist. Ein strahlender Vollmond rundete den Einsatz ab.

An der Stelle sei Frank Hahn, Torsten Nohr, Helmut Widmann und Andreas Liste für ihren Einsatz gedankt.

Fotos Andreas Liste

1a-Halle Nordspitze Peißnitz Absperrung Am Mittelweg (1)
1a-Halle Nordspitze Peißnitz Absperrung Am Mittelweg (1)
2a-Halle NSG Peißnitznordspitze Blick Nach Nordwesten Wilde Saale  (2)
2a-Halle NSG Peißnitznordspitze Blick Nach Nordwesten Wilde Saale (2)
4a-Halle NSG Peißnitznordspitze Ostteil Blick Nach Osten Rest Stieleiche  (2)
4a-Halle NSG Peißnitznordspitze Ostteil Blick Nach Osten Rest Stieleiche (2)
5a1-Halle Nordspitze Wiese Südlich NSG Peißnitznordspitze  Blick Nach Südosten Mond  (2)
5a1-Halle Nordspitze Wiese Südlich NSG Peißnitznordspitze Blick Nach Südosten Mond (2)

Haben die Herren Endt und Scholtyssek das Thema Umwelt- und Naturschutz entdeckt? Update

Update: Es handelt sich bei den Chef der „Jungen Liberalen“ in Halle (Saale) um Florian Endt und nicht um Phillip Edlich.

Eigentlich könnte der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) sich glücklich schätzen, dass nach langjähriger Ignoranz zum Thema Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz zwei Herren weltanschaulich ähnlicher Parteien –FDP und CDU- ihre Meinungen zu dem Thema kundtaten. Den Einstieg machte der Chef der sogenannten „Jungen Liberalen“ in Halle (Saale) Florian Endt und nun folgte in der „Mitteldeutschen Zeitung“ vom 25.08.2015 der hallesche CDU-Stadtrat Andreas Scholtyssek. Kann man da noch an Zufall glauben, wenn doch CDU und FDP im halleschen Stadtrat eine Fraktion bilden?

Es ist schon erstaunlich, wie beide Herren, deren Parteien immer wieder das hohe Lied der „Freiheit“ singen, aber dann mit einer herausstechenden aggressiven Art und Weise einen ehrenamtlichen Umweltverein angreifen, nur weil er nicht ihrer Weltanschauung folgt ? Es gut zu wissen, dass offenbar Meinungsfreiheit und bürgerschaftliches Engagement nur was wert sind, wenn sie den „Wertvorstellungen“ dieser beiden Parteien entsprechen. Warum soll eigentlich der AHA Lobeshymnen auf Entwicklungen in der Stadt Halle (Saale) anstimmen, wenn es dazu momentan aus der Sicht eines nachhaltigen Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes überhaupt gar keinen Grund gibt?

Beide Parteien im halleschen Stadtrat haben u.a. solche skandalösen umwelt- und naturfeindlichen Beschlüsse wie zum Hufeisensee und zum wassertouristischen Konzept mitzuverantworten. Beides Beispiele für eine fehlende wissenschaftlich-fachliche Herangehensweise, um alle Interessen und Notwendigkeit fundiert zueinander abzuwägen.
Ebenso hat der AHA immer wieder gegenüber den halleschen Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern angeregt zur Ausgestaltung und Umsetzung solcher Veranstaltungen wie Laternenfest und Salinefest Gedanken zu entwickeln, wo die berechtigten Anliegen und Bedürfnisse nach Spaß und Erlebnis im Einklang mit den Notwendigkeiten und Erfordernissen in Sachen Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz ihren jeweiligen Platz einnehmen können. Bis jetzt gibt es jedoch seitens der politischen Verantwortlichen leider keine ernsthaften Reaktionen darauf.

Die Herren Endt und Scholtyssek haben sich noch nicht einmal ansatzweise die Mühe geleistet, sich mit dem Anliegen des AHA auseinanderzusetzen, keiner der beiden Herren war jemals bei Exkursionen oder anderen Veranstaltungen des AHA dabei, obwohl auch die CDU/FDP-Fraktion im halleschen Stadtrat ständig davon Kenntnis erhält. Das hat nichts, aber rein auch gar nichts mit seriöser Politik und schon gar nicht mit sachlichem Umgang mit bürgerschaftlichem Engagement zu tun. So erscheinen wieder mal diesbezügliche Aufrufe als reine Makulatur und das sollte uns Allen zu denken geben. Die Wahl zum Landtag Sachsen-Anhalts im Frühjahr 2016 ist jedenfalls eine nächste Gelegenheit mit dem Stimmenzettel darüber abzustimmen.

An der Stelle sei auch mal auf den gebetsmühlenartig vorgetragenen Vorwurf eingegangen, dass der AHA doch keine Vorschläge geliefert habe. Seit dem Jahr 1987, also beginnend als Peißnitzgruppe des Arbeitskreises Umweltschutz Halle (AKUS) in der Gesellschaft für Natur und Umwelt im Kulturbund der DDR hat der heutige AHA insgesamt 91 Konzeptionen und Vorschläge, davon 27 an der Zahl für die Stadt Halle (Saale) vorgelegt. Darin sind die ungezählten Stellungnahmen zu Planungsvorhaben und anderen Ereignissen nicht enthalten. Diese Dokumente entstanden in ehrenamtlicher Arbeit und basieren auf dem sehr vielfältigen und fundierten Sach- und Fachverstand der Mitglieder des einstigen AKUS und des heutigen AHA. Wenn beide Herren sich die Mühe gemacht hätten das ernsthaft und ehrlich erfahren zu wollen, dann wären Anzahl und Inhalte der ebengenannten Konzeptionen und Vorschläge schnell gefunden gewesen. Das war und ist nach Stand der Dinge überhaupt nicht das Ziel der beiden Herren, weil sie sich offensichtlich lieber nur mit Pöbeleien in Stammtischmanier zu Wort melden wollten. Dabei haben jedoch beide Herren wieder einmal ihre fachlich-inhaltliche Inkompetenz in Sachen Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz sowie zu Sinn und Zweck von bürgerschaftlichen Engagement bestens zur Schau gestellt. An der Stelle sei es daher erwähnenswert, dass der CDU-Mann Scholtyssek im halleschen Stadtrat u.a. als Mitglied im Hauptausschuss sowie im Ausschuss für Ordnung und Umweltangelegenheiten wirkt.

Der AHA lädt aber beide Herren sehr gerne ein, sich direkt zu informieren, worauf zumindestens der hallesche Stadtrat Scholtyssek hätte von selbst kommen müssen. Hat er aber nicht, so dass man mit dem Jargon dieses Mannes gesprochen, wonach wohl das Kürzel CDU momentan für „Club der Umweltignoranten“ steht. Das kann man ja aber ändern! Der Ball liegt nun nicht nur bei den Herren Endt und Scholtyssek, sondern ebenfalls bei CDU und FDP in Halle (Saale) sowie bei der CDU/FDP-Fraktion in Halles Stadtrat.


AHA hält besonderen Schutz des Amselgrundes in Halle (Saale) für dringend notwendig

Der Amselgrund gehört nach Ansicht des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) zu den bedeutsamsten Natur- und Landschaftsbestandteilen der Stadt Halle (Saale). Das im Nordwesten Halles in Kröllwitz gelegene 15,2 ha große Geschützte Landschaftsbestandteil Amselgrund/Kreuzer Teiche ist ein ökologisch sehr wertvolle Gebiet nördlich der Saale und der halleschen Talstraße, welches von einer Wiese mit Feuchtgebiet, von Schluchtwäldern, von Porphyrhängen mit Trocken- und Halbtrockenrasengesellschaften sowie den drei Kreuzer Teichen geprägt. Seit dem Jahre 1984 vom Arbeitskreis Umweltschutz (AKUS) Halle in der Gesellschaft für Natur und Umwelt im Kulturbund der DDR betreut, legte dieser Ende 1986/Anfang 1987 eine wissenschaftlich fundierte Konzeption zum Schutz und zur Entwicklung des Amselgrundes und der Kreuzer Teiche vor. Darauf aufbauend führte der AKUS ab 1987 bis zu seiner Auflösung im Januar 1990 zahlreiche Arbeitseinsätze zur Entschlammung der oberen beiden Kreuzer Teiche durch. Dem waren auch Studentensommer der früheren Pädagogischen Hochschule gewidmet. Die Konzeption und die darauf aufbauenden Arbeitseinsätze fanden mit der Ausweisung des Gebietes als Geschützter Landschaftsbestandteil, der Entschlammung des unteren und größten Kreuzer Teichs, der weitgehenden Wiederbelebung des alten Abflusses über einen kleinen Bach und der damit verbundenen Wiederentstehung eines Feuchtgebietes am Nordrand im Westteil der Wiese im Auftrage der Stadt Halle (Saale) eine würdige Fortsetzung.

Die beiden Feuchtgebiete bieten nunmehr zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen Lebens- und Rückzugsraum. Besonders als Laichraum für Amphibien stellen sie eine umfassende Bereicherung im Stadtgebiet von Halle (Saale) dar.
Nach Auffassung des AHA ist daher dringend geboten, dass die Wiese aus Veranstaltungen aller Art herausgehalten bleibt. Zum letzten halleschen Laternenfest sorgte die sehr große Bühne des MDR mit sehr lautem Konzert am 30.08.2014 zu massiven Schädigungen der Wiese in Folge von Schäden durch Befahren und Massenbetreten der Wiese sowie umfassender Vermüllung aller Art. Derartige Schädigungen und Beeinträchtigungen müssen unbedingt der Vergangenheit angehören.
Die westlich angrenzenden Felsfluren sind als sehr wertvolle, arten- und strukturreiche Trocken- und Halbtrockenrasengesellschaften ausgeprägt, wo u.a. jetzt das Frühlingsfingerkraut und die Echte Küchenschelle in voller Blüte stehen. Jedoch bedrohen Betreten und Feuerstellen diese empfindlichen Lebensgesellschaften. Daher sind massive Kontrollen erforderlich, um diesem Frevel entgegenwirken zu können.

Noch besser wäre natürlich, wenn sich Einsicht und Rücksichtnahme durchsetzen könnten. Das Gesamtgebiet des Amselgrundes und der Kreuzer Teiche mit seinen Auenlandschaften, Hangwäldern, Teichen, Weihern, Feuchtwiesen, Trocken- und Halbtrockenrasengesellschaften sowie Hochstaudenbereichen bildet nicht nur einen sehr bedeutsamen Rückzugs- und Lebensraum, sondern dient zudem als sehr wichtiger Biotop- und Grünverbund zwischen der Saaleaue, der Dölauer Heide und den Brandbergen. Dies gilt es nach Auffassung des AHA umfassend zu schützen und zu erhalten. Auf jeden Fall möchte der AHA in Anknüpfung des AKUS eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe Amselgrund und der Kreuzer Teiche bilden.

Interessenten können sich an folgende Anschrift wenden:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: https://www.aha-halle.de
Tel.:: 0345 – 2002746

Oder über das Kontaktformular auf unserer Website.

Fotos: Andreas Liste


NSG Peißnitznordspitze ist zum Laternenfest gesperrt!

Wie seit nunmehr 23 Jahren, ist das ca. 10 ha große Naturschutzgebiet (NSG) Peißnitznordspitze auch zum Laternenfest am Samstag, den 24.08.2013 für den Besucherverkehr gesperrt. Diese Maßnahme ist zum Schutz und Erhalt der vielfältigen Fauna und Flora, zur Verhinderung des Zertretens der Uferzonen sowie der Vermüllung des gesamten NSG dringend und somit zur Sicherung des örtlichen Natur- und Landschaftsraumes geboten. Die Besucherinnen und Besucher des Laternenfestes werden hiermit dringend aufgefordert, dieses Verbot einzuhalten. Wer generell Interesse an dem Schutz, Erhalt und der Entwicklung des Naturschutzgebietes Peißnitznordspitze sowie der gesamten Peißnitzinsel hat, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)

Tel.: 0345 – 2002746
Fax.: 01805-684 308 363
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de


NSG Peißnitznordspitze ist zum Laternenfest gesperrt

Wie seit nunmehr 22 Jahren, ist das ca. 10 ha große Naturschutzgebiet (NSG) Peißnitznordspitze auch zum Laternenfest am Samstag, den 25.08.2012 für den Besucherverkehr gesperrt. Diese Maßnahme ist zum Schutz und Erhalt der vielfältigen Fauna und Flora, zur Verhinderung des Zertretens der Uferzonen sowie der Vermüllung des gesamten NSG dringend und somit der Sicherung des örtlichen Natur- und Landschaftsraumes geboten.
Die Besucherinnen und Besucher des Laternenfestes werden hiermit dringend aufgefordert, dieses Verbot einzuhalten.
Wer noch mehr Interesse an dem Schutz, Erhalt und der Entwicklung des Naturschutzgebietes Peißnitznordspitze sowie der gesamten Peißnitzinsel hat, wende sich bitte an folgende Mailadresse: aha_halle@yahoo.de


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