AHA hält strukturelle Veränderungen im Bereich des Gimritzer Dammes für notwendig

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) verfolgt mit Sorge und Unverständnis die gegenwärtig geführten Diskussionen und Planungen im Bereich des Gimritzer Dammes in Halle (Saale). Diese Diskussionen und Planungen sind nicht neu, haben aber im Ergebnis des Hochwassers Anfang Juni 2013 neue Nahrung erhalten und zeugen von einer nicht realistischen Auswertung der letzten Hochwasserereignisse und der daraus resultierenden Schlussfolgerungen
.
Nach Auffassung des AHA beruhen die gegenwärtigen Diskussionen und Planungen auf einer vollkommen falschen Herangehensweise. So kann der AHA Pläne der Stadt Halle (Saale) und der Betreiber nicht nachvollziehen, dass man beabsichtigt die stark hochwassergeschädigte Eissporthalle am Gimritzer Damm abzureißen und an gleicher Stelle wieder aufzubauen. Offenbar haben die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) sich immer noch nicht ernsthaft mit den Hochwassersituationen seit 1994 auseinandergesetzt. Dabei hätte man feststellen können, dass das die gegenwärtige Struktur des Terrains der Eissporthalle und des angrenzenden Teils des früheren Kulturparks zum Rückstau und teilweisen Strömungsverstärkung auf den Gimritzer Damm beiträgt. Ein Neubau der Eissporthalle mit Neuverlegung des Deiches drumherum würde womöglich die Strömungsverstärkung auf den restlichen Gimritzer Damm einschränken, aber die Rückstausituation um ein wesentliches verstärken und somit den Abfluss des Hochwassers massiv behindern. Aus dem Grund sind Überlegungen zu einer weiteren Einschränkung des Hochwasserraumes von vornherein auszuschließen. Der AHA schlägt stattdessen erneut vor eine Eissporthalle zum Beispiel im Messegelände in Halle-Bruckdorf oder gar in das Gelände des früheren Schlachthofes in der Freiimfelder Straße neu zu errichten. So könnte Überflutungsraum im Bereich des Gimritzer Dammes zurückgewonnen und dieser bei Hochwasser auch noch entlastet werden.

Darüber hinaus gilt es alle Aufschüttungen, welche im Zusammenhang mit der Errichtung der Halle-Saale-Schleife, der Eissporthalle und des einstigen Kulturparkes mit IL-14-Cafe entstanden sind, komplett und ersatzlos zu entfernen, um auch dadurch entstandene Rückstausituationen und Abflusshindernisse zu beseitigen.
Hinsichtlich des Gimritzer Dammes verweist der AHA darauf, dass bereits bei den vorangegangenen Hochwassersituationen der Gehölzbestand zum Bestand des Bauwerkes beigetragen hatte. Schwachpunkte bilden stattdessen die teilweise recht stark ausgeprägten Trampelpfade und die Flächen, wo Abholzungen stattfanden. Abgesehen davon, dass immer wieder das über die Grund- und Schichtwasser herangeführte und unter dem Damm hindurchfließende Qualm- oder Druckwasser ebenfalls zu Überflutungen führen können. Daher schlägt der AHA vor, dass nach der Errichtung des neuen Finanzamtgebäudes und des Abrisses des alten Gebäudes der Staatsicherheit komplett von jeglicher Bebauung freizuräumen und freizuhalten ist. Aus dem Grund regt der AHA zudem einen Umzug der Stasiunterlagenbehörde an. Die mit der Beseitigung der Unterbauten der Gebäude entstandenen Mulden gilt es zu erhalten, um so im Übergangsbereich der Auen von Saale und Saugraben die ursprünglichen Vernässungsräume wiederherstellen zu können. Perspektivisch sollte eine Fortsetzung der baulichen Beräumung in dem gesamten bisher bebauten Raum in Richtung Passendorf ihre Fortsetzung finden. Somit wäre ein weiteres Stück der Saaleaue wieder von Bebauung beräumt und ein Durchströmen von Hochwasser bzw. Abfluss von Qualm- oder Druckwasser möglich.
Ferner hat der AHA immer wieder vorgeschlagen die einstigen Bögen der Elisabethsaale und der Wilden Saale, welche einst durch das Gebiet des Holzplatzes und des Sandangers flossen und in der Zeit von 1968 bis 1978 verfüllt worden sind, wieder zu beleben, um einen Abfluss der Hochwasser besser vorantreiben zu können. Darüber hinaus sind schrittweise alle Bauten aus dem Sandangergebiet zu entfernen, um ein ungehindertes Ausbreiten von Hochwasser zu ermöglichen.

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) hält es daher für dringend geboten für die Stadt Halle (Saale) eine aktuelle und nachhaltige Hochwasserkonzeption zu erstellen, welche in eine Gesamthochwasserkonzeption der Saale und ihrer Nebengewässer einzubetten ist. Hier gilt es Maßnahmen zu erarbeiten und zu ergreifen, welche zum einem eine Rückgabe von Hochwasserausbreitungsräumen beinhaltet und somit zur Entschärfung von Hochwassersituationen beiträgt sowie zum Anderen dafür Sorge trägt einer Verschärfung von Hochwasserereignissen entgegenzuwirken.

Der AHA ist jedenfalls bereit im Rahmen seiner ehrenamtlichen Möglichkeiten an der Prüfung und Erarbeitung einer aktuellen und nachhaltigen Hochwasserkonzeption mitzuwirken. Darüber hinaus ruft der AHA zur aktiven Mitwirkung interessierter Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Halle (Saale) auf, sich mit einzubringen. Interessenten können folgendermaßen zum AHA Kontakt aufnehmen:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Tel.:: 0345 – 2002746


AHA hält aktuelle und nachhaltige Hochwasserkonzeption für Halle (Saale) für dringend geboten

Der Juni 2013 war von einem umfassenden Hochwasser zahlreicher Flüsse wie z.B. Elbe, Donau, Saale und Mulde sowie ihre Nebengewässer geprägt. Diesmal ausgelöst durch umfassende Niederschlagswasser, verschärft sich immer wieder die Situation durch umfassend versiegelte Flächen, ausgeräumte Landschaften, überbaute und verschüttete Bäche und Flussarme sowie fehlende Hochwasserausbreitungsräume entlang der Fließgewässer.
In dem Zusammenhang war auch die Stadt Halle (Saale) von einem massiven Hochwasser betroffen, welches am 04.06.2013 am Unterpegel Trotha Werte der Saale in Höhe von 8,11 m aufwies.
Nunmehr hält der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) jedoch eine aktuelle und nachhaltige Hochwasserkonzeption für die Stadt Halle (Saale) für dringend geboten. Hier gilt es Maßnahmen zu ergreifen, welche zum einem dem Hochwasser mehr Raum geben und zum Anderen die Situation nicht noch weiter verschärft.
So hält der AHA Maßnahmen, insbesondere im Saalebereich ab Pulverweiden/Holzplatz über Salinehalbinsel, Peißnitz/Ziegelwiese sowie Saalwerder in Halle-Kröllwitz und ehemaligen Schweinemastanlage in Halle-Kröllwitz bishin zu Die Aue/Roitzschwerder, für dringend geboten.
So hat der AHA immer wieder vorgeschlagen die einstigen Bögen der Elisabethsaale und der Wilden Saale, welche einst durch das Gebiet des Holzplatzes und des Sandangers flossen und in der Zeit von 1968 bis 1978 verfüllt worden sind, wieder zu beleben, um einen Abfluss der Hochwasser besser vorantreiben zu können. Darüber hinaus sind schrittweise alle Bauten aus dem Sandangergebiet zu entfernen, um ein ungehindertes Ausbreiten von Hochwasser zu ermöglichen.
Die Wohnbauten und Kleingärten im Bereich der Pulverweiden gehörten ebenso auf den Prüfstand, wie die Wohnbebauung im früheren Gut Gimritz auf der Peißnitzinsel. Hier spielen die Sicherheit der Bewohner und Nutzer eine zusätzlich entscheidende Rolle.
Ebenso gilt es z.B. alle Aufschüttungen aus den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts im Bereich der Hafenstraße einschließlich der Restbauten der Verkaufseinrichtungen komplett zurückzubauen, um weiteren Hochwasserausbreitungsraum der Saale zurückzugeben. Im gleichen Raum sind nun endlich alle Pläne und Baumaßnahmen zur Neuerrichtung eines neuen Radwanderweges in der Saaleaue endgültig zu stoppen. Hier ist der fortgeschrittenen Auenwaldsukzession Raum zu lassen. Ebenfalls gehört der Wohnungsbau am alten Hafen zu beenden sowie die riesige Steganlage mit seinen Nebenbauten zurückgebaut.
Ebenso kann der AHA Pläne der Stadt Halle (Saale) und der Betreiber nicht nachvollziehen, dass man beabsichtigt die stark hochwassergeschädigte Eissporthalle am Gimritzer Damm abzureißen und an gleicher Stelle wieder aufzubauen. Der AHA schlägt stattdessen vor eine Eissporthalle zum Beispiel im Messegelände in Halle-Bruckdorf oder gar in das Gelände des früheren Schlachthofes in der Freiimfelder Straße neu zu errichten. So könnte Überflutungsraum im Bereich des Gimritzer Dammes zurückgewonnen und dieser bei Hochwasser auch noch entlastet werden.
Auf der Peißnitzinsel bedarf es des dringenden Rückbaus des Raumflugplanetariums, um es an einem anderen geeigneteren Standort neu errichten zu können. Im Rahmen der Sanierung des Peißnitzhauses sollte der Förderverein Peißnitzhaus e.V. Mittel aus der Hochwasserschutzförderung erhalten, um ein zügiges Freiräumen der Gewölbe im Erdgeschoss ermöglichen zu können, damit das Wasser unter dem Gebäude durchströmen kann.
Die hochwasserbeeinflussten Kleingartenanlagen am Saalwerder in Halle-Kröllwitz und in der Aue zwischen Halle-Lettin und Salzmünde gilt es schrittweise zu beräumen. Dies kann durch Nichtneuverpachtung aufgegebener Gärten oder gezieltes Neuangebot an anderen Standorten erfolgen. Zudem sollte die Aue eine umfassende Renaturierung erfahren, indem eine wechselvolle Auenlandschaft aus Sukzessivauenwald, extensiv nutzbaren Wiesenflächen und Feuchtgebieten entstehen kann bzw. entsteht.
Darüber hinaus fordert der AHA die Erstellung einer umfassenden Konzeption, welche die komplette Beräumung der früheren Schweinemastanlage in Halle-Kröllwitz beinhaltet. Eine vollständige Beräumung des Geländes mit Rücknahme der umfassenden Aufschüttungen könnte laut AHA spätestens bis zum Jahre 2020 erfolgt sein.
Der AHA ist bereit im Rahmen seiner ehrenamtlichen Möglichkeiten an der Prüfung und Erarbeitung einer aktuellen und nachhaltigen Hochwasserkonzeption mitzuwirken. Darüber hinaus ruft der AHA zur aktiven Mitwirkung interessierter Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Halle (Saale) auf, sich mit einzubringen. Interessenten können folgendermaßen zum AHA Kontakt aufnehmen:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Tel.: 0345 – 2002746


AHA hält aktuelle und nachhaltige Hoch- und Grundwasserkonzeption in Leipzig und Umland für dringend geboten

Letztmalig führten zahlreiche Flüsse wie z.B. Elbe, Donau, Saale und Mulde sowie ihre Nebengewässer sehr umfassendes Hochwasser im Juni 2013. Dazu zählen auch ganz klar und deutlich Weiße Elster/Nahle/Luppe, Pleiße und Parthe. Diesmal ausgelöst durch umfassende Niederschlagswasser –aber auch in Folge umfassender Schmelzwasser möglich- , verschärft sich immer wieder die Situation durch umfassend versiegelte Flächen, ausgeräumte Landschaften, überbaute und verschüttete Bäche und Flussarme sowie fehlende Hochwasserausbreitungsräume entlang der Fließgewässer.
Mit dem Anstieg der Grundwasser in Folge der Flutung der früheren Tagebaue ist zudem mit umfassenden Wiederanstiegen der Grundwasserstände zu rechnen.
Nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) gilt es daher auch im Raum der Städte Leipzig, Markkleeberg und Schkeuditz in verantwortlicher Zusammenarbeit mit dem Freistaat Sachsen, Begleitung durch wissenschaftliche Einrichtungen sowie massiver Einbeziehung der Bevölkerung und ihrer Vereine, Verbände und Initiativen unverzüglich eine aktuelle und nachhaltige Hoch- und Grundwasserkonzeption zu entwickeln.
Schwerpunkte sollten an erster Stelle die Einstellung bzw. der Ausschluss von Verbauungen und Versiegelungen in bestehenden Auen und Altauen sowie in Bereichen von verschütteten Altgewässern sein. Ferner ist es erforderlich bestehende versiegelte Flächen zu überprüfen, ob ein Rückbau erfolgen kann.
Eine besondere große Bedeutung kommt zudem der Rückverlegung von Deichen zu. Dies führt zur Erweiterung von Hochwasserausbreitungsraum, Verringerung von Hochwasserhöhen und damit einer Verringerung der Hochwasserkatastrophengefahr sowie nicht zuletzt auch zur wichtigen Wiederherstellung einer direkten ökologischen und hydrologischen Verbindung zwischen Aue und Fließgewässer. Insbesondere die Auen an Elster, Luppe und Nahle im Norden von Leipzig und im angrenzenden Schkeuditz würden ganz besonders davon profitieren.
Mit dem angedachten Ausbau des Nahleausbauwerkes setzt die Landestalsperrenverwaltung weiterhin auf einen wasserbaulichen Hochwasserschutz aus Beton und Stahl. Ebenso wie die zuletzt seit 2011 durchgeführten Massenabholzungen –welche selbst europäische Schutzgebiete und Naturschutzgebiete wie die Burgaue nicht verschonten- zeugen diese Maßnahmen nicht von einem zukunftsfähigen und nachhaltigen Hochwasserschutz. Daher erübrigt sich dieses Bauwerk mit einem umfassenden und flächendeckenden Deichrückverlegungsprogramm
Auch im Bereich der Elster – Pleiße – Aue sowie der in Flutung begriffenen Alttagebaue in den Städten Leipzig und Markkleeberg bedürfen einer Einbeziehung in das Hoch- und Grundwasserkonzept. Neben Hochwasser ist mit Wiederanstieg von Grundwasser zu rechnen. Hier sollte nach Auffassung des AHA zum Beispiel der Raum zwischen Markkleeberger See und Pleiße unter Einbeziehung bzw. Berücksichtigung des Geländes der Agra eine besondere Rolle erhalten. So könnte u.a. die Wiederherstellung des alten Verlaufes der Mühlpleiße in Erwägung gezogen werden, um das Wasserabflusssystem zu verbessern sowie zudem eine weitere landschaftliche und ökologische Aufwertung des Raumes zu ermöglichen. Ferner ist das gesamte Gebiet von neuen Verbauungen freizuhalten und zu prüfen, inwieweit bestehende Verbauungen und Versiegelungen einen vollständigen bzw. zumindestens einen teilweisen Rückbau erfahren können.
Der AHA warnt jedoch davor die Alttagebaue verstärkt als Auffangbecken für Hochwasser zu nutzen. Mit einer, laut Leipziger Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal, bestehenden Aufnahmekapazität des Zwenkauer Sees im Umfang von 15 Millionen Kubikmetern Flutwasser sind nach Auffassung des AHA aber auch massive Gefahren durch Eintrag von in die Weiße Elster eingespülten Sedimenten, Nährstoffen und Pestiziden verbunden. Diese sind gerade während solcher massiven Hochwasser wie Anfang Juni 2013 in dem Fließgewässer enthalten und könnten langfristig die Wasserqualität beeinträchtigen sowie zur schrittweisen Verlandung beitragen. Zudem sei zu bedenken, dass mit Ende der Flutung im Jahr 2014 der dann ca. 10 km² große Zwenkauer See ein Fassungsvermögen von 172 Millionen Kubikmeter haben soll und sich somit ausreichend gefüllt sein dürfte. Da niemand konkret Häufigkeit und Höhe von Hochwasser voraussagen kann ist dann womöglich mit massiven Wasserschwankungen in einem noch instabilen Alttagebau zu rechnen. Der Concordiasee in Nachterstedt sollte trotz aller räumlicher Unterschiede und Dimensionen Warnung genug sein und zu Vorsicht mahnen, da die Bodensetzungen und Umformungen in der Bodenstruktur noch umfassend vieler Jahre bedürfen. Es ist durchaus mit Zeiträumen zwischen 50 und 100 Jahren zu rechnen. Die Zeitrechnung beim Zwenkauer See beginnt mit Beendigung des Braunkohleabbaus im Jahre 1999.
Der Ansatz zur Wiederherstellung des verschütteten Elsteraltarmes zwischen zwei Abschnitten des Elstermühlengrabens, welche Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal als eine mögliche Hochwasserschutzmaßnahme anführt, klingt sehr interessant und gilt es gründlich zu prüfen. Dazu zählen neben der Streckenführung, der künftige Zustand, die Schaffung von Gewässerschonstreifen sowie die damit verbundene Einbindung in das Umland. Eine Umsetzung erst im Jahr 2027 anzusetzen, hält der AHA für nicht angemessen. Eine umfassende Konzipierung sollte bereits in diesem Jahr beginnen bzw. Fortsetzung finden und mittelfristig eine Umsetzung bis zum Jahr 2020 erfolgen.
Hinsichtlich der Parthe könnte der AHA sich vorstellen zu prüfen, inwieweit eine Umsiedlung von Gewerbeflächen sowie der Kleingartenanlage „An der Parthe“ entlang des Fließgewässers zwischen Vollbedingstraße, Mariannenpark, Rackwitzer Straße und Brandenburger Straße mit einhergehender nachfolgender Entsiegelung der Flächen und des Fließgewässers möglich ist. Darüber hinaus gilt es eine schrittweise Beräumung der Garten- und Sportanlagen im Mündungsgebiet der Parthe in die Weiße Elster im Raum nordwestlich des Heuweges bis Slevogtstraße und Luppe sowie südöstlich bis Waldstraße zu untersuchen. Die Gartenanlagen könnten beispielsweise schrittweise durch Nichtneuverpachtung aufgegebener Gärten reduziert werden, bis sie letztendlich komplett beräumt sind und eine Rückgabe als Überflutungsraum für Weiße Elster/Luppe und Parthe möglich ist.
Für die Pleiße gilt es unbedingt den naturnahen Zustand im Bereich des Südlichen Auenwaldes zu erhalten, um dem Fließgewässer seine Strukturvielfalt zu erhalten, verbunden mit der Retentionsfläche ein schnelles Einströmen in das engere Stadtgebiet von Leipzig auszuschließen sowie durch die Wechselwirkung Prall- und Gleithang dem Wasser Energie zu nehmen. Das gleiche muss auch für alle Nebengewässer der Pleiße gelten. Der südliche Leipziger Auenwald, welcher Bestandteil des Landschaftsschutzgebietes „Leipziger Auwaldes“ ist und wo sich mit den beiden Naturschutzgebieten „Elster-Pleiße-Auwald“ und „Lehmlache Lauer“ zwei besonders bedeutsame Bereiche der Aue befinden, sollte zudem künftig unbedingt noch umfassender wieder mehr der Aufnahme von Hochwasser dienen.
Der AHA ist bereit im Rahmen seiner ehrenamtlichen Möglichkeiten an der Prüfung und Erarbeitung einer aktuellen und nachhaltigen Hoch- und Grundwasserkonzeption mitzuwirken. Darüber hinaus ruft der AHA zur aktiven Mitwirkung interessierter Bürgerinnen und Bürger in den Städten Leipzig, Markkleeberg und Schkeuditz auf, sich mit einzubringen. Interessenten können folgendermaßen zum AHA Kontakt aufnehmen:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Otto-Adam-Straße 14
04157 Leipzig
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Dienstag: von 19.00 – 20.00 Uhr telefonisch:
Tel.:: 0176-84001924 (Handytarife aus allen Netzen)


AHA fordert naturnahe Entwicklung der Sprohne

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) hält es für dringend erforderlich, dass Auenwälder sich naturnah entwickeln können. Dazu zählen auch die Saaleauenwälder im Salzlandkreis, wozu u.a. der Hasselbusch bei Groß Rosenburg, der Severin bei Gnölbzig, der Dröbelsche Busch in der Stadt Bernburg sowie nicht zuletzt die Naturschutzgebiete Auwald bei Plötzkau und Sprohne in der Stadt Nienburg gegenüber der Einmündung der Bode in die Saale.

Eine naturnahe Entwicklung ist dringend notwendig, um eine stabile und standortgerechte Entwicklung der Fauna und Flora zu ermöglichen. Gerade in Naturschutzgebieten muss das ganz besonders möglich sein, um dem Schutzzielen gerecht werden zu können. Die Natur kann sich am vielfältigsten ohne Eingriffe des Menschen entwickeln. In den Auenwäldern gehört zudem noch dazu, dass bei Hochwasser eine vollständige Überflutung möglich ist. Dies ist auch ein Teil nachhaltigen Hochwasserschutzes.

In dem Blickfeld betrachtet hält der AHA die Abholzungsmaßnahmen im Naturschutzgebiet Sprohne für vollkommen ungeeignet, um arten- und strukturreiche Entwicklungen des Saaleauenwaldes zuzulassen. Neben dem Entfernen von wichtigen Gehölzen, wozu nun mal auch die Esche und die Hainbuche gehören, sorgt der Einsatz von „Holzvollerntemaschinen“ für umfassende Bodenverfestigungen. Diese Bodenverfestigungen, einhergehend mit zu großem Lichteinfall erschweren beispielsweise eine sukzessive Entwicklung der Stieleiche, welche in der frühsten Phase Halbschattenbedingungen und lockere Bodenstrukturen benötigen. Ebenfalls haben die alten Pappeln, welche zwar einer verfehlten Forstwirtschaft vergangener Zeiten zu verschulden sind, eine große Bedeutung als Horst- bzw. Nistbäume und Jagdwarten z.B. für Raubvögel sowie bieten auch Insekten Unterschlupf.

Daher fordert der AHA die sofortige Einstellung aller Abholzungen im Naturschutzgebiet und hält es stattdessen für dringend notwendiger Deichrückverlegungsmaßnahmen zu prüfen, damit der Auenwald wieder vollständig in das Hochwasserregime der Saale Eingang finden kann. Dies ist für eine naturnahere, arten- und strukturreiche Weiterentwicklung des Naturschutzgebietes Sprohne viel sinnvoller, als massive forstwirtschaftliche Eingriffe.

Der AHA möchte sich im Rahmen seiner im Aufbau begriffenen Regionalgruppe Wettin-Könnern-Bernburg weiter verstärkt für die Auenlandschaften einsetzen. Dazu zählen eben insbesondere die stark schutzbedürftigen Auenwälder Hasselbusch bei Groß Rosenburg, der Severin bei Gnölbzig, der Dröbelsche Busch in der Stadt Bernburg sowie nicht zuletzt die Naturschutzgebiete Auwald bei Plötzkau und Sprohne in der Stadt Nienburg gegenüber der Einmündung der Bode in die Saale.


Zur Werkzeugleiste springen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen