AHA begrüßt grundsätzlich erste Planungen zum Umgang mit Hochwasser zwischen BAB 4 und Landesgrenze Thüringen/Sachsen-Anhalt

Der gemeinnützige und ehrenamtliche Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) setzt sich bekanntlich sehr intensiv für den Schutz, Erhalt und naturnahe Entwicklung von Fluss- und Auenlandschaften sowie angrenzender Natur- und Kulturlandschaften ein. Dies geschieht in Form von Stellungnahmen, Vorschlägen, Exkursionen sowie Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit.

Dazu zählen im mitteldeutschen Raum ganz besonders die Fluss- und Auenlandschaften zwischen der 413 km langen Saale, der 257 km langen Weißen Elster/Luppe, der 90 km langen Pleiße sowie der 27,2 km langen Rippach. Hier handelt es sich um einen sehr vielfältigen Raum. Insbesondere die Fluss- und Auenlandschaften der besagten Fließgewässer bilden bedeutsame Lebens- und Rückzugsräume für Fauna und Flora sowie das Rückgrat für Biotop- und Grünverbundräume.

Nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) gehört der fach- und umweltgerechte sowie nachhaltige Umgang mit Hochwasser zu den wichtigsten Aufgaben der öffentlichen Planungen. Der AHA forderte und fordert daher immer wieder einer länderübergreifende, flussbezogene Erarbeitung einer wissenschaftlich-fundierte Konzeption zum Umgang mit Hochwasser.

Im Rahmen seiner monatlich stattfindenden Mitgliederversammlungen thematisiert der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) immer wieder das große Themenfeld Umgang mit Hochwasser. Dieses Thema ist immer wieder u.a. eng mit den Themenfeldern Schutz, Erhalt und Entwicklung von Auenlandschaften, der Versiegelung von Böden, Nachhaltigkeit in Forst- und Landwirtschaft sowie nicht zuletzt länderübergreifender konzeptioneller Arbeit verknüpft.

In dem Zusammenhang bildete in der Mitgliederversammlung des AHA am Montag, den 01.06.2015 die Vorstellung des gegenwärtigen Standes des geplanten Vorhabens „Hochwasserschutz und gewässerstrukturverbessernde Maßnahmen an der Weißen Elster zwischen BAB A 4 und Landesgrenze Thüringen/Sachsen-Anhalt“ durch Herrn Marcel Möller von der Thüringer Landgesellschaft einen sehr wichtigen fachlich-inhalt-lichen Höhepunkt.

Die dabei beispielhaft vorgestellten Planungen zwischen der Stadt Gera bis zur Landesgrenze Thüringen/Sachsen-Anhalt beinhalten u.a. mit der Rückgabe von Überflutungsräumen an die Weiße Elster, Überlegungen zur Neueinbeziehung von Gewässeraltarmen sowie Bereithaltung von Sukzessionsräumen für Auenwälder nach Meinung des AHA grundsätzlich betrachtet die richtigen Ansätze. Darüber hinaus erscheint es für den AHA sehr wichtig, die biologische und gewässerökologische Durchgängigkeit der Weißen Elster wiederherzustellen, wozu auch das Ende des Fortbestandes des Elsterwehres in Crossen gehören muss. Andrerseits ist der AHA aber auch bereit über Lösungen zu beraten, welche eine Wiederbelebung des Floßgrabens für rein ökologische Zwecke ermöglicht.

Von daher begrüßt der AHA die grundsätzlichen Ansätze der von der Thüringer Landgesellschaft im Auftrag des Freistaates Thüringen erstellten ersten Planungen zum „Hochwasserschutz und gewässerstrukturverbessernde Maßnahmen an der Weißen Elster zwischen BAB A 4 und Landesgrenze Thüringen/Sachsen-Anhalt“. Der AHA ist bereit das Vorhaben im Rahmen seiner ehrenamtlichen Möglichkeiten, sachlich-kritisch zu begleiten. In dem Zusammenhang erhofft sich der AHA den bereits am 09.04.2015 begonnenen Dialog und Meinungsaustausch mit der Thüringer Landgesellschaft nicht nur fortzusetzen, sondern noch zu vertiefen.

Darüber hinaus beabsichtigt der AHA Interessenten zu gewinnen, welche daran ehrenamtlich mitwirken möchten, was letztendlich zur Bildung von Regional- und Ortsgruppen in der Region führen soll. In diesen AHA-Gruppen können sich ehrenamtliche Interessenten unabhängig von Alter, Geschlecht, Bildung und Beruf einbringen. Wer Interesse hat, wende sich bitte an folgende Kontaktmöglichkeiten:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
Fax.: 01805-684 308 363
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: https://www.aha-halle.de

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Regionalgruppe Leipzig und Umland
Otto-Adam-Straße 14
04157 Leipzig
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet: https://www.aha-halle.de

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg
Weiße Mauer 33
06217 Merseburg
Tel.: 0176 – 52562945
Fax.: 0180-5684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail UBM: ubh2004@yahoo.de


AHA thematisiert Hochwasser bei Mitgliederversammlung am 01.06.2015

Im Rahmen seiner monatlich stattfindenden Mitgliederversammlungen thematisiert der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) immer wieder das große Themenfeld Umgang mit Hochwasser. Dieses Thema ist immer wieder u.a. eng mit den Themenfeldern Schutz, Erhalt und Entwicklung von Auenlandschaften, der Versiegelung von Böden, Nachhaltigkeit in Forst- und Landwirtschaft sowie nicht zuletzt länderübergreifender konzeptioneller Arbeit verknüpft.

In dem Zusammenhang bildet in der Mitgliederversammlung des AHA am Montag, den 01.06.2015 die Vorstellung des gegenwärtigen Standes des geplanten Vorhabens „Hochwasserschutz und gewässerstrukturverbessernde Maßnahmen an der Weißen Elster zwischen BAB A 4 und Landesgrenze Thüringen/Sachsen-Anhalt“ durch Herrn Marcel Möller von der Thüringer Landgesellschaft einen sehr wichtigen inhaltlichen Höhepunkt.
Nach dem Vortrag von Herrn Marcel Möller ist auch Zeit für Fragen und Diskussionen vorgesehen. Ferner beabsichtigt der AHA sich im Anschluss daran zu dem Vorhaben zu positionieren.
Die Mitgliederversammlung findet in 06108 Halle (Saale), Holzplatz 07a (ehemaliges Kulturhaus „Kurt Wabbel“) statt und beginnt 19:00 Uhr.

Wer dazu mit dem AHA Kontakt aufnehmen möchte, kann dies unter folgender Anschrift tun:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
Fax.: 01805-684 308 363
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: https://www.aha-halle.de

Oder über das Kontaktformular unter Kontakt


Für Initiative „Pro Baum“ und AHA gehört Talstraße in Halle (Saale) zum Überflutungsgebiet der Saale

Bekanntlich hat das Hochwasser im Juni 2013 mit 8,11 m am Pegel Halle-Trotha neue Wasserstände in der jüngeren Geschichte erreicht. Ganz besonders betroffen in der Stadt Halle (Saale) war u.a. die Talstraße in Halle (Saale). Die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) haben jahrelang immer wieder darauf hingewiesen, dass es dringend erforderlich ist länderübergreifend und nach Flusssystemen geordnet, u.a. wissenschaftlich fundierte Konzeptionen im Umgang mit Hochwasser und den Ursachen seines Entstehen zu erstellen sind. Leider können beide Organisationen noch immer nicht erkennen, dass es derartige Aktivitäten gibt. Das Gleiche trifft für die länderübergreifende behördliche Organisation nach dem Prinzip der einstigen 7 bzw. 5 nach Flusssystemen geordneten Wasserwirtschaftsdirektionen aus Zeiten der DDR zu.

Konkret in der Stadt Halle (Saale) erfolgen stattdessen Planungen und Baumaßnahmen, welche davon zeugen, dass man offenbar zu mindestens aus den Hochwassersituationen seit dem Jahr 1994 nichts gelernt zu haben scheint. An erster Stelle steht der richtigerweise nun erstmal vorläufig vom Verwaltungsgericht Halle gestoppte Neubau eines 1.500 m langen, drei Meter hohen und 30 m breiten Deiches im Bereich des Sandangers und der Halle-Saale-Schleife. Dieser Neubau führt, im Falle seiner Umsetzung, zum Verlust einer Fläche im Umfang von 7,84 ha Aue und Überflutungsraum der Saale.

Jedoch gibt es ebenfalls andere Baumaßnahmen, welche die räumlichen Realitäten nicht erkennen und entgegen jeglicher Logik und Vernunft auch noch dafür öffentliche Unterstützung aus Steuer- und Spendenmitteln erhalten. Dazu zählt unweigerlich der Anbau an die im Jahr 1848 errichtete Kefersteinsche Villa in der Talstraße in Halle-Kröllwitz, welche zurzeit den Kunstverein Talstraße beherbergt. Dabei haben die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) bereits mehrfach öffentlich davor gewarnt einen derartigen Bau mitten in das Hochwassergebiet der Saale zu errichten. Ferner führte der Bau zum Verlust eines wertvollen Baumbestandes und beeinträchtigt die historische Kulisse der Kefersteinschen Villa.

Die Bedenken beider Organisationen fanden klare Bestätigung, als die Baustelle des nunmehr 1,3 Millionen Euro teuren Baus im Hochwasser versank. Jedoch zog man daraus nicht die richtigen Schlussfolgerungen. Nunmehr soll eine ca. 120.000 Euro teure, ca. 40
lange, auf einem ca. 70 cm hohen Fundament ruhende und 1,70 m hohe Flutmauer künftiges Hochwasser abhalten.

Die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) halten es für skandalös, dass a) der Bau mitten im Hochwassereinzugsgebiet entstehen konnte und b) nun noch obengenannte Hochwasserschutzmauer mit Pumpenanlage das Hochwasser auf das nächste Grundstück weiterschaufeln kann. Es ist schon ein Unding, dass Spendenmittel der Johanniter Unfallhilfe und der Diakonie-Katastrophenhilfe so einen Skandalbau mitfinanziert haben. Die Krönung bildet die Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt, welche noch mit Steuermitteln Baumaßnahmen im Hochwassereinzugsgebiet unterstützen. Offenbar ist in der Landesregierung immer noch nicht angekommen, was weitere Verbauungen in Hochwassergebieten zur Folge haben. Das aber auch noch mit Steuermitteln zu unterstützen ist ein Skandal erster Klasse. Nunmehr fordern die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) den Rückbau des Gesamtbaus im Interesse der Allgemeinheit zu prüfen sowie Aufklärung bzw. Offenlegung aller öffentlichen und gemeinnützigen Organisationen, wieviel Spenden- und Steuermittel dafür bereitgestellt worden. Ferner halten es beide Organisationen für erforderlich, dass sich die Rechnungshöfe der EU, des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt, aber auch der Deutsche Bundestag, der Landtag des Landes Sachsen-Anhalt und die zuständige Staatsanwaltschaft der Angelegenheit annehmen. Dazu gehört aber auch die Untersuchung und Prüfung des gesamten Genehmigungsverfahrens seitens der Stadt Halle (Saale), welches dem ursprünglichen Ansinnen des Bebauungsplans Nr. 100 „Talstraße Halle – Kröllwitz“ widerstrebt.

Die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) stellen leider immer wieder fest, dass es viel zu oft in allen gesellschaftlichen Ebenen an notwendiger Lernfähigkeit, Weitsicht, Vernunft und Sinn für das Anliegen der Allgemeinheit fehlt. Das trifft nicht nur im Umgang mit Hochwasser zu. Im Übrigen was möchte man tun, wenn das nächste Saalehochwasser am Unterpegel Halle-Trotha zum Beispiel die Marke von 9,00 m überschreitet?

Darüber hinaus rufen Initiative „Pro Baum“ und AHA weiter interessierte Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Halle (Saale) zur aktiven Mitwirkung auf, sich mit einzubringen. Interessenten können folgendermaßen zum AHA Kontakt aufnehmen:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: https://www.aha-halle.de
Tel.:: 0345 – 2002746


Initiative „Pro Baum“ und AHA begrüßen Entscheidung des Verwaltungsgerichts Halle zum vorläufigen Stopp der Bauarbeiten für den angedachten Hochwasserdeich in Halle an der Halle – Saale – Schleife

Mit Genugtuung habe Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Halle zum Eilantrag auf Baustopp des vom Landesverwaltungsamt des Landes Sachsen-Anhalt genehmigten Baus eines gesamt 1.500 m langen, drei Meter hohen und 30 m breiten Deiches im Bereich des Sandangers und der Halle-Saale-Schleife aufgenommen. Diese Entscheidung stoppt erst einmal die skandalöse Fortsetzung der mit Bescheid vom 26.09.2014 vom Landesverwaltungsamt des Landes Sachsen-Anhalt genehmigten vorzeitigen Baubeginn für einen Abschnitt von 400 m hat. Somit hat das Verwaltungsgericht Halle dem vom Land Sachsen-Anhalt nachträglich legitimierten illegal und widerrechtlich vom halleschen Oberbürgermeister einst am 12.07.2013 auf Kosten des Steuerzahlers baulich begonnenen Vorhaben zur Errichtung eines 1.500 m langen, drei Meter hohen und 30 m breiten Deiches im Bereich des Sandangers und der Halle-Saale-Schleife in unmittelbarer Nähe der Saale ein Stoppzeichen gesetzt.

Nach Auffassung beider Organisationen beruhen die nunmehr seit einiger Zeit laufenden Bauarbeiten für den skandalösen Deich, auf Grundlage falscher Messungen, Berechnungen und Planungsunterlagen. Wie Initiative „Pro Baum“ und AHA bereits immer wieder betont haben, bedarf der angedachte Verlust von 7,84 ha Aue und Überflutungsraum der Saale einer umfassenden Umweltverträglichkeitsprüfung. Der Argumentation ist das Verwaltungsgericht Halle verständlicher- und richtigerweise in seiner Stattgabe zu dem Eilantrag gefolgt.

Nach Auffassung von Initiative „Pro Baum“ und AHA gilt es alles zu stoppen, was entgegen jeglicher fachlichen und moralischen Vernunft an Retentionsflächen weiter einschränkt und so zur Verstärkung der Bedrohung der Altstadt östlich und nordöstlich der Saale führt.
Aller Voraussicht nach ist nämlich davon auszugehen, dass das Hochwasser zum einen in dem eingeengten Raum zurückgestaut und zum anderen in andere Bereiche hinübergedrängt wird. Der AHA und die Initiative „Pro Baum“ gehen davon aus, dass insbesondere verstärkt die hallesche Altstadt, die Peißnitzinsel, Giebichenstein, aber auch Kröllwitz mit der Talstraße davon betroffen sein könnten.

Ferner hat das Land Sachsen-Anhalt bisher zum Ausdruck gebracht, dass es nicht gewillt ist, eine nachhaltige, zukunftsfähige, landesweite und länderübergreifende nach Fließgewässern orientierte Konzeption zum Umgang mit Hochwasser anzugehen.
Stattdessen verbaut das Land Sachsen-Anhalt Steuergelder aus Bund und Land im bisher angegebenen Umfang von 4,9 Millionen Euro für einen unverantwortlichen Umwelt- und Naturfrevel. Es ist nach Auffassung von Initiative „Pro Baum“ und des AHA Zeit, dass sich nunmehr der Bundestag, der Landtag, der Bundesrechnungshof und der Landesrechnungshof, aber auch die Staatsanwaltschaft Halle der Verschwendung von Steuergeldern annehmen und dafür Sorge tragen, dass das Bauvorhaben endlich seinen endgültigen Stopp und Ende erfährt.

Die gegenwärtige Landesregierung Sachsen-Anhalts und das nachgeordnete Landesverwaltungsamt sind entgegen jeglicher Vernunft, offenkundig von sich aus dazu nicht in der Lage.

Beide Organisationen fordern daher wiederholt und mit Nachdruck endlich die Erstellung einer nachhaltigen, zukunftsfähigen, landesweiten und länderübergreifende nach Fließgewässern orientierte Konzeption zum Umgang mit Hochwasser ein, welche u.a. die Erweiterung von Retentionsflächen und die Verringerung von Versiegelungsflächen beinhalten sollte und es auf breiter Basis öffentlich zu diskutieren gilt. Die jüngste Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Halle bietet dazu eine weitere, sehr wichtige Basis.

Darüber hinaus rufen Initiative „Pro Baum“ und AHA weiter interessierte Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Halle (Saale) zur aktiven Mitwirkung auf, sich mit einzubringen. Interessenten können folgendermaßen zum AHA Kontakt aufnehmen:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: https://www.aha-halle.de
Tel.:: 0345 – 2002746


Initiative „Pro Baum“ und AHA fordern sofortigen Stopp der Bauarbeiten für den angedachten Hochwasserdeich in Halle an der Halle – Saale – Schleife!

Mit großer Sorge und Unverständnis hatten Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) aufgenommen, dass das Landesverwaltungsamt des Landes Sachsen-Anhalt den Bau der gesamten 1.500 m langen, drei Meter hohen und 30 m breiten Deiches im Bereich des Sandangers und der Halle-Saale-Schleife genehmigt hat. Diese Entscheidung ist eine skandalöse Fortsetzung der mit Bescheid vom 26.09.2014 vom Landesverwaltungsamt des Landes SachsenAnhalt genehmigten vorzeitigen Baubeginn für einen Abschnitt von 400 m hat. Somit beabsichtigt das Land Sachsen-Anhalt das einst am 12.07.2013 vom halleschen Oberbürgermeister widerrechtlich, auf Kosten des Steuerzahlers baulich begonnene Vorhaben zur Errichtung eines 1.500 m langen, drei Meter hohen und 30 m breiten Deiches im Bereich des Sandangers und der Halle-Saale-Schleife in unmittelbarer Nähe der Saale rechtlich zu legitimieren. Nunmehr laufen seit einiger Zeit die Bauarbeiten für den skandalösen Deich, welcher offenbar ein neues Wohngebiet „schützen“ soll, welches vermutlich auf dem Gelände der bisherigen Eissporthalle und der angrenzenden Sporthalle entstehen und vermarktet werden sollen. Es ist anzunehmen, dass dieses unverantwortliche Vorhaben der eigentliche Hintergrund für den Bau des neuen Deichs darstellt. Alles Gerede vom „Hochwasserschutz“ für Halle-Neustadt erscheint dabei in einem vollkommen anderen Licht.

Initiative „Pro Baum“ und AHA fordern sofortigen Stopp der Bauarbeiten für den angedachten Hochwasserdeich in Halle an der Halle – Saale – Schleife!
1-Bauschild Deich Gimritzer Damm Halle

Dafür opfert man auf der Basis falscher Messungen, Berechnungen und Planungsunterlagen 7,84 ha Aue, welche somit u.a. der Saale als Überflutungsraum verlorengeht. Entgegen jeglicher fachlichen und moralischen Vernunft engt man so weiter Retentionsflächen ein und bedroht sogar verstärkt die Altstadt östlich und nordöstlich der Saale. Aller Voraussicht nach ist nämlich davon auszugehen, dass das Hochwasser zum einen in dem eingeengten Raum zurückgestaut und zum anderen in andere Bereiche hinübergedrängt wird. Der AHA und die Initiative „Pro Baum“ gehen davon aus, dass insbesondere verstärkt die hallesche Altstadt, die Peißnitzinsel, Giebichenstein, aber auch Kröllwitz mit der Talstraße davon betroffen sein könnten.

Ferner hat das Land Sachsen-Anhalt zum Ausdruck gebracht, dass es nicht gewillt ist, eine nachhaltige, zukunftsfähige, landesweite und länderübergreifende nach Fließgewässern orientierte Konzeption zum Umgang mit Hochwasser anzugehen. Stattdessen verbaut das Land Sachsen-Anhalt Steuergelder aus Bund und Land im bisher angegebenen Umfang von 4,9 Millionen Euro für einen unverantwortlichen Umwelt- und Naturfrevel. Es ist nach Auffassung von Initiative „Pro Baum“ und des AHA Zeit, dass sich nunmehr der Bundestag, der Landtag, der Bundesrechnungshof und der Landesrechnungshof, aber auch die Staatsanwaltschaft Halle der Verschwendung von Steuergeldern annehmen und dafür Sorge tragen, dass das Bauvorhaben endlich seinen endgültigen Stopp und Ende erfährt. Die gegenwärtige Landesregierung Sachsen-Anhalts und das nachgeordnete Landesverwaltungsamt sind entgegen jeglicher Vernunft, offenkundig von sich aus dazu nicht in der Lage.

Beide Organisationen fordern daher wiederholt und mit Nachdruck endlich die Erstellung einer nachhaltigen, zukunftsfähigen, landesweiten und länderübergreifende nach Fließgewässern orientierte Konzeption zum Umgang mit Hochwasser ein, welche u.a. die Erweiterung von Retentionsflächen und die Verringerung von Versiegelungsflächen beinhalten sollte und es auf breiter Basis öffentlich zu diskutieren gilt.

Initiative „Pro Baum“ und AHA fordern sofortigen Stopp der Bauarbeiten für den angedachten Hochwasserdeich in Halle an der Halle – Saale – Schleife!
2-Baustelle Parallel Halle-Saale-Schleife Blick Von Gimritzer Damm Nördlich Mansfelder Straße Nach Norden

Darüber hinaus rufen Initiative „Pro Baum“ und AHA interessierte Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Halle (Saale) zur aktiven Mitwirkung auf, sich mit einzubringen. Interessenten können folgendermaßen zum AHA Kontakt aufnehmen:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Tel.:: 0345 – 2002746


Funktion von Auen nicht verstanden

Mit Entsetzen hat der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) die Pressemitteilung im „Neuen Deutschland“ vom 20./21.12.2014 aufgenommen, dass das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern die Ursache des Hochwassers 2013 im zunehmenden Bewuchs im Vorland der Deiche sieht. Die daraus resultierenden Maßnahmen wie das flächendeckende Abholzen in einem 5,6 ha großen Gebiet im „Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe“ im Bereich der Mündung der 85 km langen Sude in die Elbe, zeugt von falscher Ursachenermittlung und –feststellung und lässt Zweifel an fachlichen Kompetenzen aufkommen.

Mit über 3.400 Quadratkilometer gehört das 1997 durch die Weltorganisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) als internationales UNESCOBiosphärenreservat anerkannte Elbegebiet zu den größten Schutzgebieten im deutschen Binnenland und zu den größten Biosphärenreservaten in Europa. Der mecklenburgische Teil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats umfasst 397 Quadratkilometer und erstreckt sich auf einer Länge von ca. 65 km entlang der niedersächsischen Grenze zwischen Boizenburg und Dömitz. Die Sudeaue gehört mit den zwei Schutzgebieten „Sude mit Zuflüssen“ und „Elbtallandschaft und Sudeniederung bei Boizenburg“ zu insgesamt acht Gebieten nach der europäischen FaunaFlora-Habitat-Richtlinie (FFH) im „Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe – Mecklenburg-Vorpommern“. Somit verdeutlicht sich der besondere Schutzcharakter als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier-und Pflanzenarten, als Biotopverbundraum sowie auch als natürlicher Überflutungsraum. Zu den Schutzzielen gehört u.a. der Erhalt der Wald-Lebensraumtypen Auenwälder. Dazu muss aber aus Gründen eines nachhaltigen Natur- und Landschaftsschutzes der sukzessive Aufwuchs dieses Wald-Lebensraumtypen gehören. Die geplanten Abholzungsmaßnahmen stören bzw. zerstören gar diesen sehr wichtigen Prozess. Bekanntlich gehören Auenwälder zu den arten- und strukturreichsten Landschaftsstypen in den gemäßigten Zonen. Sie dienen als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier-und Pflanzenarten, regulieren den Wasserhaushalt sowie verringern die Fließgeschwindigkeit des Hochwassers. Eine Verringerung der Fließgeschwindigkeit führt zur Reduzierung der zerstörerischen Kraft des Hochwassers. Dabei tragen die Auenlandschaften zudem zur Reinigung des Hochwassers von Schlick, Schwebteilen sowie von mittransportierten Schwemmgut – wie z.B. Holz aller Arten und Größen- bei. Darüber hinaus halten Auen das Wasser in der Fläche und geben es schrittweise an den Fluss zurück. So versorgt sich die Aue mit Wasser sowie Nährstoffen und schränkt so die Hochwasserkatastrophengefahr erheblich ein. Diese Funktion der Aue verstärkt sich je größer der Gehölzbestand in Form von Auenwäldern und einzelnen Gehölzen ungehindert entwickeln und ausbreiten können. Die angedachten Abholzungen führen also somit noch zur Mehrung von Hochwasserkatastrophengefahren.

Was die Ursachen von Hochwasser angeht liegen diese bereits in den Ursprungsgebieten der Fließgewässer begründet und setzen sich bis zur Mündung fort. Als konkrete Ursachen seien z.B. Kahlschlagungen in bzw. von Wäldern, Anbau von landwirtschaftlichen Monokulturen mit Verdichtungen der Böden sowie die zunehmende Flächenversiegelung genannt. Laut Statistischem Bundesamt und Umweltbundesamt umfasst die tägliche Neuversiegelung in Deutschland einen Umfang von 81 ha, was einer Fläche von etwa 116 Fußballfeldern entspricht. Die Anlage und das Betreiben von Deichen zu nah an den Fließgewässern verschärft den Prozess, da keine ungehinderte Verbindung zwischen Flüssen und Bächen zu den Auen mehr bestehen und somit die so abgetrennten Flächen kein Hochwasser mehr aufnehmen können. Somit erhöhen sich die Scheitelpunkte des Hochwassers, was letztendlich zu Hochwasser in der Dimension des Jahres 2013 führen kann.

Wenn das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern das wider besseren Wissens nicht erkennt, führt das zu solchem Aktionismus wie das sinnfreie Abholzen von Gehölzen in der Aue. Ein derartiges Herangehen ruft beim AHA große Sorge hervor. Daher fordert der AHA ein sofortiges Umdenken und ein damit verbundenen Stopp jeglicher Abholzungen. Stattdessen gilt es über Beseitigung von Versiegelungen, Deichrückverlegungen und Schaffen eines Rahmens zu naturnahen Entwicklungen in der Aue nachzudenken und letztendlich auch zuzulassen. Bekanntlich hat der Mensch Hochwasser zur Katastrophe gemacht. Das muss ja nicht immer so bleiben.


Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen