AHA fordert naturnahere Entwicklung von Hechtgraben und Hassgraben in Halle

Im Rahmen zahlreicher Exkursionen des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) zum Hechtgraben zwischen Heide-Nord und Halle-Kröllwitz bzw. zwischen Nordstraße und Salzmünder Straße –so auch am 28.01.2012-  verschafften sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer regelmäßig einen umfassenden Überblick zum Zustand und zur Entwicklung des Fließgewässers. Erfreulicherweise ist immer wieder zu beobachten, dass die begonnene sukzessive Gehölzentwicklung recht gut vorangekommen ist. Es ist deutlich eine arten- und strukturreiche Gehölzstruktur zu erkennen, welche sich z.B. aus Stieleichen, Gemeinen Eschen, Birken, Silber-, Sal- und Purpurweiden, Silberpappeln, Hundsrosen, Blutrotem Hartriegel sowie Schwarzen Holunder zusammensetzt. Dieses Gehölzband gedeiht gegenwärtig fast komplett den gesamten Hechtgraben entlang und festigt den Charakter eines „Grünen Bandes“ zwischen Dölauer Heide und Saaleaue. Ebenfalls stabilisierte sich bisher erfreulicherweise die sehr vielfältige Gehölz- und Staudenstruktur im Zwischenraum zwischen dem Bereich des Mündungsgebietes des Schachtgrabens in den Hechtgraben, den Regenwasserrückhaltebecken und dem Neubaugebietes Dölau-Ost. Somit steigerte sich der ökologische, landschaftliche und städtebauliche Wert des Hechtgrabens und seines Einzugsgebietes. Eine Entwicklung, welche der heutige AHA schon seit Ende der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts verfolgt. Nunmehr gilt es Entwickeln keinesfalls zu stören bzw. gar zu zerstören, sondern massiv zu befördern. Neben dem Schutz der Entwicklung der Vegetation gehören zu einer weiteren ökologischen, städtebaulichen und landschaftsräumlichen Aufwertung der Rückbau der angrenzenden Aufschüttungen der einstigen Kaserne Halle-Lettin, die Einbeziehung des einstigen Berufsschulgeländes am Weißbuchenweg, die endgültige Verhinderung neuer und Beseitigung bestehender Müllablagerungen sowie die Zurückdrängung der Bestände von Riesenbärenklau und Japanischem Knöterich.

Die nunmehr massiven Eingriffe, welche zu umfassenden Vernichtungen der Gehölzbestande führen, sich durch Bauarbeiten an bzw. in den Sohl- und Uferbereichen von Hechtgraben und seinem Nebengewässer Hassgraben zeigen sowie den Fließgewässern der Möglichkeit einer naturnahen Entwicklung beraubt, finden die massive Ablehnung des AHA. Es ist unlogisch und unverantwortlich, dass im Rahmen von sogenannten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die Bundesautobahn 14 derartig massive Eingriffe in gewachsene Pflanzen- und Gewässerstrukturen erfolgten. Während die Beseitigung der Betoneinfassungen im Mündungsbereich des Hechtgrabens in die Saale als begrüßenswert anzusehen ist, erscheint es unverständlich diese Sohl- und Uferbefestigungen durch Steinschotterpackungen zu ersetzen und somit erneut zu verbauen.

Dabei hat der AHA immer wieder ganz deutlich auf die Bedeutung von Hechtgraben und Hassgraben als Lebens- und Rückzugsraum von zahlreichen Tier- und Pflanzenarten sowie Biotop- und Grünverbund zwischen Saale und Dölauer Heide sowie in die Stadtteile Heide-Nord, Lettin und Dölau hingewiesen.

Der AHA fordert daher erst einmal alle weiteren Bauaktivitäten sofort einzustellen, von weiteren Pflanzaktivitäten Abstand zu nehmen und die Schotteraufschüttungen sofort aus dem Ufer- und Sohlbereich von Hecht- und Hassgraben zu entfernen.

Beide Fließgewässer und ihre Auen gilt es stattdessen einer naturnaheren und sukzessiven Entwicklung zu überlassen.

Der AHA beabsichtigt daher nunmehr seine ehrenamtlichen Aktivitäten in den Bereichen von Hechtgraben und Hassgraben weiter zu verstärken. Dazu befindet sich eine entsprechende AHA-Gruppe Hechtgraben in Bildung. Wer Interesse hat in dieser AHA-Gruppe mitzuwirken benutzt bitte das Kontaktformular.

Anhang:

Stellungnahme zum Bebauungsplan Kaserne Lettin


AHA führt Exkursion in die untere Geiselaue durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führt am Samstag, den 04.02.2012 eine ca. dreistündige Exkursion zum Naturschutzgebiet „Untere Geiselniederung“ zwischen Merseburg und Geusa, Ortsteil Zscherben durch. Der Weg soll auch in die Klyegrabenaue führen. Im Rahmen dieser Exkursion beabsichtigt der AHA die Bedeutung und Schutzwürdigkeit dieser Auenlandschaften mit ihren Fließgewässern, Wiesen, Gehölzen, Hochstaudenflächen und Streuobstbeständen zu erläutern. Ferner möchte der AHA eigene konzeptionelle Überlegungen zu Schutz und Entwicklung der Auenlandschaften von Geisel und Klyegraben darlegen sowie für eine diesbezügliche ehrenamtliche Mitwirkung in der Ortsgruppe Merseburg werben.

Treff ist 10.00 Uhr am Bahnhof Merseburg


Arbeitseinsatz vom 21.01.2012

Am 21.01.12 fand auf der Peißnitzinsel der Januar- Arbeitseinsatz statt. Neben dem BUMMI- Haus befindet sich auf der Wiese eine Baumgruppe mit einem Trampelpfad in Richtung zum Wald. Um eine Sukzession auf dieser Fläche zu ermöglichen, haben wir mit totem Holz den Zugang abgesperrt, Bilder gemacht und werden in den nächsten Wochen bei der Stadt anmelden, dass wir im Herbst mit dem Ausbringen von Eicheln den Neubewuchs unterstützen wollen.
Bei der Begehung des umliegenden Gebietes ist uns aufgefallen, dass Stellen als illegale Feuerstelle genutzt wird. Dabei bleibt Müll und Zerstörung zurück.
Hier ein paar Bilder vom besagten Einsatz:
[nggallery id=9]

AHA fordert weiterhin nachhaltige Behandlung des Ostrauer Parks

Die Bilder stammen zwar vom 01.08.2007, aber die aufgenommenen Bereiche haben sich kaum geändert. Der AHA begrüßt dies und wünscht sich weiterhin eine nachhaltige Behandlung des Parks.

[nggallery id=8]

 

Presseerklärung:

Bekanntlich gehören Schloss und Park Ostrau zu den bedeutsamsten historischen Orten und Denkmalen des Landes Sachsen-Anhalt.

Der Park zählt mit seinen zahlreichen botanischen Besonderheiten und als Rückzugsraum für zahlreiche Tierarten aber auch zu den wertvollsten Naturdenkmalen, welchen es gilt mit besonderer Sensibilität zu behandeln. Beeinflusst und durchflossen vom Fuhnenebengewässer Rieda hat der Park auch eine wichtige Funktion als Biotop- und Grünverbundraum der Region.

In dem Zusammenhang sieht der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) mit gewisser Sorge und Skepsis, wenn solche Aktivitäten des Vereins Gartenträume wie vom 14.-16.10.2011 im Rahmen eines Gartenträume-Seminars dazu führen, Altbäume und Mauern freizulegen sowie Sichtachsen zu schneiden. Derartig auf eine rein denkmalpflegerische Entwicklung und Gestaltung orientierte Aktivitäten, führen zu unverantwortlichen Eingriffen in die Natur des Parks.

Am 30.10.2011 nahmen Mitglieder des AHA den Park in Augenschein. Die dort getätigten Abholzungen haben zum Teil umfassend in Gehölzbestände eingegriffen. Eine Fortsetzung einer derartigen „Parkpflege“ ist daher nicht akzeptabel. Daher hält es der AHA für dringend und zwingend geboten auch dem Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz einen grundsätzlichen Raum bei der Zukunftsvision des Ostrauer Schlossparks einzuräumen. Nach der Auffassung des AHA gilt es den gesamten Tier- und Pflanzenbestand des Parks, seine vielfältige ökologische Funktion –u.a. als Biotopverbundraum im Rahmen der Fließgewässer Rieda und Fuhne-  zu erfassen, zu werten und zu berücksichtigen.

In dem Blickfeld betrachtet, fordert der AHA mehr ökologischen Sach- und Fachverstand bei der Zukunftskonzipierung des Parks. Dazu zählt nach Meinung des AHA die Erstellung einer wissenschaftlich fundierten Schutz- und Entwicklungskonzeption, welche dann einer breiten öffentlichen Beratung und Diskussion zu unterziehen ist.

Der AHA sieht hier ganz besonders den Landkreis Saalekreis, als zuständige untere Naturschutzbehörde, in der Verantwortung dafür Sorge zu tragen, dass der auch naturschutzrechtlich geschützte Park keinen weiteren Schaden nimmt und besagte Schutz- und Entwicklungskonzeption die Richtlinie des Handelns bestimmt.

Der AHA jedenfalls ist weiterhin bereit, im Rahmen seiner ehrenamtlichen Möglichkeiten an der Erstellung einer Schutz- und Entwicklungskonzeption mitzuwirken. Dazu könnte sich der AHA vorstellen eine Arbeitsgruppe Park Ostrau zu bilden, in welcher Interessenten mitwirken können. Wer daran Interesse hat, wende sich bitte an folgende Anschrift:

 

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.:    0345 – 2002746
Fax.:   01805-684 308 363
E-Mail:          aha_halle@yahoo.de
Internet:       https://www.aha-halle.de
Sprechzeiten:
Dienstag:      von 17.00 bis 19.00 Uhr
Mittwoch:     von 16.00 bis 18.00 Uhr

Neujahrswanderung zum Hakel

An der Neujahresexkursion am 14.01.2012 nahmen ca. 30 Personen teil, um sich an dem sonnigen Samstag ein Bild von der Entwicklung des Naturschutzgebietes Hakel zu verschaffen. Daran nahmen zwei Vertreter des Forstes, Anwohner aus Heteborn, der Kreisnaturschutzbeauftragte des Landkreises Harz sowie Mitglieder der Bürgerinitiative Hakelwald und des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) teil.

Besonders unterschiedliche Auffassung zeigten sich bei den Besichtungen der Abholzungsgebiete. Während die beiden Förster umfassend und nachdrücklich für die massiven Abholzungen als „Waldpflegemaßnahmen“ warben, drückten insbesondere die Mitglieder der Bürgerinitiative Hakelwald und des AHA ihre sehr große Sorge über die Abholzungen aus und forderten endlich das ca. 1.400 ha große Naturschutzgebiet Hakel einer naturnahen Entwicklung zu überlassen.
Es gab auch recht interessante und sehr entwicklungsfähige gemeinsame Schnittpunkte zwischen allen Teilnehmern der Exkursion. Dazu zählen die Entwicklung eines naturnahen Tourismus, Erarbeitung eines Konzeptes für einen Naturerkenntnispfades durch den Hakel, Ausweitung des Waldgebietes, Schaffung von Räumen zur Entstehung von Gehölzachsen durch die ausgeräumte Agrarlandschaft, reichhaltigerer Kultur- und Fruchtanbau auf den landwirtschaftlichen Flächen sowie weitere Heraushebung der Funktion des Hakel als Bestandteil eines großen Biotopverbundraumes zwischen Bode, Selke, Wipper und Eine bis hin zum Harz.
Es ist auf jeden Fall geplant, die seit dem 01.01.2011 bestehende Tradition von Neujahreswanderungen in den Hakel beizubehalten und ggf. auch perspektivisch Oster- und Pfingstexkursionen ins Leben zu rufen.
Auf jeden Fall ist es wünschenswert, dass sich noch viele Interessenten für den Schutz und Erhalt des Naturschutzgebietes Hakel einsetzen. Räumlicher Anlaufpunkt ist u.a. die AHA-Ortsgruppe Gatersleben.

Bilder und Bildrechte: Hartwig Hoppe

Andreas Liste
Vorsitzender des AHA


Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen