Initiative „Pro Baum“ und AHA nutzten Tag des Baumes um mehr Schutz für Umwelt, Natur und Landschaft anzumahnen

Die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führten am Dienstag, den 25.04.2017 planmäßig ihre gemeinsame Exkursion zum Tag des Baumes durch.

Mit dem Start am Peißnitzhaus bildete die Peißnitzinsel die erste Station im Verlauf der ca. fünfstündigen Exkursion.

Im Rahmen ihrer ständigen Beobachtungen zu dem skandalösen Baugeschehen auf der ca. 60 ha großen Peißnitzinsel und in der Saaleaue unterhalb der Weinberge haben die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) festgestellt, dass die Verwaltung der Stadt Halle (Saale) unter Führung des Oberbürgermeisters Dr. Bernd Wiegand, trotz zunehmender Proteste sowie mehrfach und nachdrücklich geäußerte Einwände, Bedenken und Warnungen vollkommen unbeeindruckt die Errichtung von Asphaltstraßen umsetzte.
Das diese zerstörerischen Eingriffe im 2.314 ha großen Landschaftsschutzgebiets „Saaletal in der kreisfreien Stadt Halle (Saale) und Einzugsgebiet des Hochwassers der Saale stattfinden und dabei auch das ca. 10 ha große Naturschutzgebiet „Nordspitze Peißnitz“ beschädigt, welches zusammen mit dem Naturschutzgebiet „Forstwerder“ das FFH-Gebiet „Nordspitze der Peißnitz und Forstwerder in Halle“ bildet, lässt die Funktionäre vollkommen kalt. Dazu zählen auch Pläne den Weg im Naturschutzgebiet „Nordspitze Peißnitz“ komplett neu auszubauen und zu schottern. Abgesehen davon, dass das unzulässige und unnötige bauliche Eingriffe darstellen, ist mit massiven Schädigungen der Wurzelbereiche der Altbäume zu rechnen. Bereits Probegrabungen können nachhaltige Schädigungen z.B. an den ca. 200 bis 300 Jahre alten Stieleichen und Platanen hervorrufen. Neben der Beschädigung der Wurzeln, welche dann Pilzen als Eintrittspforten dienen, ist mit Einschränkungen in der Nahrungsaufnahme und der Standfestigkeit zu rechnen.

Bild 01 Peißnitzhaus war Ausgang der Exkursion
Bild 01 Peißnitzhaus war Ausgang der Exkursion

Weiter lesen


AHA hält einen Schutz der Ilm und ihrer Aue dringend erforderlich

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führte planmäßig am Samstag, den 29.04.2017 eine ca. sechsstündige Fahrradexkursion entlang der Ilm bis zur Mündung in die Saale in Großheringen durch.

Die Fahrradexkursion bildet die Fortsetzung des ehrenamtlichen Engagements des AHA für den Schutz, den Erhalt und die Entwicklung des 128,7 km langen Flusses Ilm, welcher nach Saale, Werra und Unstrut der viertlängste Fluss Thüringens und viertlängste Nebenfluss der Saale ist. Es gilt die Ilm und ihre Aue als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, Überflutungsraum sowie Biotopverbund- und Naherholungsraum zu schützen, zu erhalten und womöglich umfassend zu erweitern. Dies erfordert einen umfassenden gesamtgesellschaftlichen Einsatz und eine Einbindung in die Schutzaktivitäten in der Saaleaue.

6-Apolda-Oberroßla_SüdlichGrenzeZuNiederroßla_BlickNachSüdwestenAufIlmAufwärts (1)
6-Apolda-Oberroßla_SüdlichGrenzeZuNiederroßla_BlickNachSüdwestenAufIlmAufwärts (1)

Die Fahrradexkursion begann in der Stadt Apolda führte durch ihre Stadtteile Oberroßla und Zottelstedt, die Ortsteile Niederroßla und Mattstedt der Landgemeinde Ilmtal-Weinstraße, den Stadteil Wickerstedt der Stadt Bad Sulza, die Gemeinde Eberstedt, die Gemeinde Niedertrebra, Ortsteil Darnstedt sowie durch die Stadt Bad Sulza und endete in deren Stadtteil Großheringen. Auf der gesamten Strecke des Ilmradwanderweges ist der Weg weitgehend asphaltiert oder verläuft z.B. zwischen Wickerstedt und Eberstedt über eine alte landwirtschaftliche Strecke bestehend aus Betonplatten. Das erhöht zwar die Fahrqualität, bildet aber eine nahezu unüberwindbare Barriere für Klein- und Kleinsttiere, erhöht den Versiegelungsgrad sowie stört das Landschaftsbild. Hier gilt es nach Meinung der Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer eine erneute Überprüfung geben.

Im Bereich von Oberroßla trafen die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer in Höhe einer Wasserkraftanlage auf die Ilm. An diesem Bauwerk war keine Möglichkeit für ungehindertes Wandern von Fischen erkennbar. Offenbar hatte man eine Stauanlage aus der DDR-Zeit unverändert übernommen und nur im notwendigsten Umfang baulich umgestaltet. Der weitere Verlauf der Ilm bis Niederroßla gestaltet sich weitgehend naturnah und ist von einer Vielfalt von Hang- und Auenwäldern und Wiesen eingerahmt. Erfreulicherweise haben die Waldgebiete die Möglichkeit sich sukzessiv zu verjüngen. Nach Auffassung der Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer gilt es wissenschaftlich fundiert zu prüfen, inwieweit eine Einbeziehung eines alten Ilmmäanders nördlich des derzeitigen Ilmverlaufs hydrologisch und ökologisch möglich und sinnvoll erscheint. Weiter lesen


AHA und Initiative „Pro Baum“ führen Exkursion zum Tag des Baumes durch

Zum Tages des Baumes führen der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. und die Initiative „Pro Baum“ am Dienstag, den 25.04.2017 eine ca. fünfstündige Exkursion ab Peißnitzinsel durch das NSG Peißnitznordspitze, entlang von Teilen des Gimritzer Dammes und der Heideallee sowie des Saugrabens bis zum Landschaftsschutzgebiet „Dölauer Heide“ in Halle (Saale) durch.

Im Rahmen der Exkursion ist angedacht die Bedeutung und Schutzwürdigkeit der gehölzreichsten Regionen in der Stadt Halle (Saale) darzulegen. Ferner ist vorgesehen die Folgen der Holzungen an der Halle-Saale-Schleife im Zusammenhang des inakzeptablen Plans zur Errichtung eines neuen Hochwasserdeiches in Augenschein zu nehmen und zu werten. Dabei erläutern beide Organisationen ihre Position zu diesem angedachten Vorhaben und den damit verbundenen Umgang mit Hochwasser und Gehölzen.

Ebenfalls gilt es auf die Überlegungen einzugehen, im Zuge von Umbauten an der Heideallee wieder Bäume fällen zu wollen.

Darüber hinaus möchten die Veranstalter den Zustand der Gehölzbestände analysieren und Möglichkeiten zu ihrem Erhalt, Pflege und Schutz zu erörtern. Dies angesichts der zerstörerischen Fällpraxis der Stadt Halle eine notwendige Angelegenheit.
Andrerseits beabsichtigen die Veranstalter Möglichkeiten aufzuzeigen, in welcher Form ehrenamtlich Interessierte mitwirken können, um die Gehölzbestände zu erhalten, zu sichern, zu schützen und zu erweitern.

Treff: 16.30 Uhr am Peißnitzhaus (ehem. Pionierhaus)


AHA führte Exkursion zu Goldgrundbach, Kliebigbach und Dippelsbach durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) hatte am Samstag, den 22.04.2017 eine ca. siebenstündige Exkursion u.a. entlang des Goldgrundbaches, des Kliebigbaches und des Dippelsbaches bis zur Bösen Sieben durchgeführt. Im Rahmen der Exkursion beabsichtigte der AHA die Vielfältigkeit von Fließgewässern, deren Schutz, Erhalt und Entwicklung darlegen.

Zu Beginn der Exkursion betrachteten die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer das momentan ausgetrocknete Bett des Saugrundbaches in Wimmelburg. Dabei erörterten sie die besondere geologische Situation und die eng damit verbundene Bergbaugeschichte der Region. Dazu gehören in Folge des Bergbaus veränderte Untergründe und hydrologischer Situationen. In dem Zusammenhang diskutierten die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer auch über die Notwendigkeit des Erhaltes und Schutzes der vielfältigen Halden. Dabei sind insbesondere die nunmehrige landschaftsgestalterische Wirkung sowie die Entstehung besonderer, häufig auf Schwermetallen und Salzen beruhender besonders wertvoller Biotope mit ihrer Fauna und Flora zu erwähnen. Daher darf es keinesfalls zur Zerstörung und Beseitigung der Haldenlandschaft kommen.
Im Bereich des Zusammenflusses von Saugrundbach und Wolferoder Graben bemängelten die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer den massiven Verbau der Ufer und Gewässersohle. Hier bedarf es einer wissenschaftlich fundierten Entsiegelung, um die beiden Fließgewässer naturnaher entwickeln lassen zu können. Dies entspricht u.a. auch dem Ansinnen der Wasserrahmenrichtlinie der EU.

Ebenso gilt es wissenschaftlich fundierte Überlegungen zum überbauten Bereich von Pfaffengrundbach und dem vollständigen versiegelten Mündungsbereich des Goldgrundbaches in die Böse Sieben.

39-Grenze Wimmelburg&Hergisdorf-Kreisfeld-Goldgrund Blick Auf Hunderücken Streuobstwiese Nach Südwesten (1)
39-Grenze Wimmelburg&Hergisdorf-Kreisfeld-Goldgrund Blick Auf Hunderücken Streuobstwiese Nach Südwesten (1)

Weiter lesen


Feldarbeit zur Erfassung des Arteninventars an Tieren und Pflanzen in ausgewählten Biotopen im Jahr 2017

Im Rahmen der Veranstaltungsplanung für das Jahr 2017 ist die Fortsetzung eines Projektes aus den Jahren 2014, 2015 und 2016 unter der Überschrift „Feldarbeit zur Erfassung des Arteninventars an Tieren und Pflanzen in ausgewählten Biotopen im Jahr 2017“ im Stadtgebiet von Bitterfeld-Wolfen vorgesehen. An 22 Tagen, jeweils aufgeteilt im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter beabsichtigt der AHA die Fauna und Flora im Erlen-Eschen-Wald „Reudener Busch“, im Salegaster Forst und im Auenwaldrest „Wolfener Busch“ zu untersuchen und zu erfassen. Hier kann jeder Interessierte daran mitwirken. Ganz besonders sind jedoch Schulen, die Kreisvolkshochschule Anhalt-Bitterfeld sowie Jugend- und Kinderinitiativen aufgerufen daran mitzuwirken.
Im Monat April 2017 ist folgende ca. vierstündige Erfassung der Avifauna geplant:

April
Samstag, den 29.04., um 10.00 Uhr
Erfassung der Avifauna des Salegaster Forstes im Frühling: Beobachtung der im Gebiet vorkommenden Vogelarten mit dem Fernglas und schriftliche Erfassung der gesichteten Tiere in Listen
Treffpunkt: Bahnhof Wolfen
Dauer: ca. 4 Stunden

Wer noch mehr zu dem Projekt „Feldarbeit zur Erfassung des Arteninventars an Tieren und Pflanzen in ausgewählten Biotopen im Jahr 2017“ sowie allen anderen Aktivitäten des AHA im Raum Bitterfeld-Wolfen erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Kontaktmöglichkeiten:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Ortsgruppe Bitterfeld-Wolfen
Evangelisches Kirchspiel Wolfen
OT Wolfen
Leipziger Straße 81
06766 Bitterfeld-Wolfen
Tel.: 0173 – 9917836
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: https://www.aha-halle.de


Die Dölauer Heide ist ein zu schützender Erholungswald!

Dölauer Heide (17) Hallweg, Gruppe der TeilnehmerInnen
Dölauer Heide (17) Hallweg, Gruppe der TeilnehmerInnen

An einem typischen Apriltag mit abwechselnden klaren Sonnenschein, stärkerem Wind und Schneeschauern am 19.04.2017 fanden sich mehrere Mitglieder und Freunde der Bürgerinitiative Heideweg, des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und der Initiative „Pro Baum“ zusammen. Folgende Ausgangssituation war der Anlass der Frühjahrsexkursion durch die Dölauer Heide ab der früheren „Knolls Hütte“ bis zum Heideweg, Zitat:
Weiter lesen