AHA fordert Erhalt des Schulumweltzentrums Halle-Franzigmark

Mit großer Sorge und absolutem Unverständnis verfolgt der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) das Vorhaben der Stadtverwaltung Halle (Saale) alles Erdenkliche zu tun, um das Schulumweltzentrum Halle-Franzigmark doch noch schließen zu können. Das altbewährte Schulumweltzentrum Halle-Franzigmark, was für seine fachlich sehr fundierte, praxis- und ortsnahe Umweltbildungsarbeit seit Jahrzehnten bei jung und alt be- bzw. anerkannt und beliebt ist, gilt es eher verstärkt zu fördern. Gerade in der heutigen Zeit, wo immer mehr Folgen der Störungen bzw. Zerstörungen an Umwelt, Landschaft und Natur zu Tage treten, ist eher eine verstärkte Umweltbildungsarbeit erforderlich.

Nach Auffassung des AHA leitet sich nicht nur aus den Rahmenrichtlinien und Lehrplänen für verschiedene Fächer, der Richtlinie zur ökologischen Bildung und dem eng damit verbundenen Erlasses des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt zu „Öko-Schulen in Sachsen-Anhalt“ und des entsprechenden darauf aufbauenden  Kooperationsvertrag zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle (Saale), eine Pflichtaufgabe ab, sondern unweigerlich ebenfalls aus der Pflicht zur präventiven Daseinsfürsorge für die Bevölkerung der Stadt Halle (Saale) und des benachbarten Landkreises Saalekreis ab.

Die einst vom Stadtrat der Stadt Halle (Saale) festgelegte Übergabe der freien Trägerschaft an den Bund für Natur- und Umweltschutz (BUND) ist nach Auffassung des AHA unverzüglich umzusetzen. Eine andere Herangehensweise ist als Wortbruch zu betrachten.

Der AHA hält es zum Beispiel ebenso für vorteilhaft und dringend geboten im zunehmenden Maße auch den Landkreis Saalekreis und die angrenzenden Saalekreisgemeinden mit ins Boot zu holen. Immerhin könnten dann u.a. auch verstärkt Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und Interessenten des Landkreises Saalekreis und der angrenzenden Saalekreisgemeinden das umfassende und fundierte Angebot nutzen.

In dem Zusammenhang erklärt der AHA seine massive Unterstützung aller Aktionen, welche die weitere Existenz des Schulumweltzentrums Halle-Franzigmark zum Ziel hat.


AHA hält Schutz von Natur und Landschaft im Geiseltalgebiet für dringend geboten

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) sieht in der Entwicklung des Seengebietes in Mitteldeutschland, welches vom Leipziger Südraum bis vor die Tore der Lutherstadt Eisleben reicht, eine große und einmalige Chance für eine überregionale, beispielhafte, vielfältige und nachhaltige Entwicklung in Sachsen-Anhalt und Sachsen.

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) erinnert sich weiterhin mit Entsetzen und Trauer an die Ereignisse um den früheren Braunkohlentagebau bei Nachterstedt, welche 3 Menschen das Leben gekostet sowie vielen Menschen den Wohnraum genommen haben.

Die massiven Erdrutsche z.B. in der Stadt Seeland und auch am Geiseltalsee sind jedoch nach Auffassung des AHA ein klarer Ausdruck dafür, dass man nicht ausreichend genug sach- und fachgerecht und sorgfältig mit Bergbaufolgelandschaften umgegangen ist bzw. umgeht.

Aus diesen Fehlern gilt zu lernen. Das trifft auch für die Bergbaufolgelandschaft Geiseltal zu, welche einst auf der Basis eines landschafts- und naturzerstörenden Bergbau entstanden ist. Somit gehört es zu einer Form der Wiedergutmachung großzügig der Natur sukzessive Entwicklungsräume zu lassen, welche im ca. 1.156 ha großen Naturschutzgebiet „Bergbaufolgelandschaft Geiseltal“ ihr Kerngebiet haben müssen. Das bedeutet nicht, dass kein Tourismus möglich ist, aber eben in natur-, landschafts- und umweltverträglichen Ausmaßen und Formen. Der AHA warnt jedoch vor einer Fortsetzung alter landschafts- und naturzerstörender Aktivitäten im Geiseltal, wozu ungehemmte Verbauungen für Wohn-, Verkehrs- und Tourismuszwecke gehören. Leider zeichnen sich genau diese besorgniserregenden Tendenzen ab.

Daher fordert der AHA alle Verantwortlichen und Interessenten auf ein diesbezügliches sofortiges Umdenken und Handeln zu beginnen, um zu alten, keine neuen Fehler hinzuzufügen.


AHA und Initiative „Pro Baum“ halten naturnahere Entwicklung der Dölauer Heide für absolut dringend geboten

Bekanntlich ist das 740 große Landschaftsschutzgebiet „Dölauer Heide“ eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete in der näheren Umgebung der Stadt Halle (Saale). Zusammen mit der Saaleaue stellt die Dölauer Heide ein wichtiges Vernetzungswerk für die Entwicklung von Biotop-Verbundsystemen dar. Sie erfüllt vielfältige ökologische Funktionen, zum Beispiel die Lufthygiene, und schafft günstige Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Dies drückt sich u.a. auch in dem 62 ha großen Naturschutzgebiet Bischofswiese und an die Dölauer Heide angrenzende 16 ha große Naturschutzgebiet Lintbusch aus. Ferner ist die Dölauer Heide ein sehr bedeutsames Naherholungsgebiet für die Menschen der Region.

Vor dem menschlichen Eingriff hatte die Heide einen winterlindenreichen Traubeneichen-Hainbuchenwald Bestand, welcher typisch ist für einen Standort auf wasserdurchlässigem Lockergestein mit vereinzelten tonigen, wasserundurchlässigen Schichten (z.B. Herthateich und Rehteich) im Regenschatten des Harzes. Davon sind jedoch nur noch Restbestände erhalten. Heute überwiegen zu 60 Prozent Kiefern und Eichen (28 Prozent). Auf Buche, Birke, Linde, Ahorn und Esche verteilt sich der Rest. Zwei Drittel des Baumbestands sind älter als 80 Jahre. Diese Entwicklung war einer jahrzehntelangen intensiven, schnellen und umfassenden Holzgewinnung seit etwa 1850 geschuldet. Dieser Prozess scheint erneut Oberhand zu gewinnen.

Nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und der Initiative „Pro Baum“ sollte die Vegetation der Dölauer Heide eine naturnahere Entwicklung in Richtung eines standorttypischen winterlindenreichen Traubeneichen-Hainbuchenwaldes erfahren. Dies ist möglich, wenn die Dölauer Heide immer mehr einer sukzessiven Entwicklung überlassen wird und Bewirtschaftungsmaßnahmen sich immer mehr auf die Freihaltung von Wegen und Plätzen sowie der damit verbundenen Gefahrenabwehr beschränken.

Der AHA und die Initiative „Pro Baum“ halten daher weiterhin die fortgesetzten und massiven flächendeckenden und punktuell größeren Abholzungen in der Dölauer Heide für vollkommen ungeeignet, um eine Umwandlung des Waldes herbeizuführen. Gerade unter dem Dach größerer lichter Gehölze, wie der Waldkiefer, ist oft eine Junggehölzentwicklung sehr gut möglich. Insbesondere Stiel- und Traubeneichen mögen im Jungstadium einen derartigen halbschattigen Zustand.

Daher sollte nach Meinung des AHA und der Initiative „Pro Baum“ der wirtschaftliche Nutzen der Dölauer Heide sich weg von einer intensiver betriebenen Waldwirtschaft mit Beteiligung an Holzauktionen, hin zu einem sach- und fachkundigen, umwelt- und naturverträglichen sanften Tourismus entwickeln. Daher hat der AHA der Stadt Halle (Saale) umfassende Vorschläge für eine Neustrukturierung des 1932 entstandenen Naturlehrpfades vorgelegt und zudem angeregt ein neues Wegekonzept zu entwickeln. Der AHA und die Initiative „Pro Baum“ fordern, endlich gemeinsam mit der Bevölkerung der Stadt Halle (Saale) sowie der angrenzenden Saalekreisgemeinde Salzatal und ihren Vereinen, Verbänden und Initiativen die Basis für eine Entwicklung eines naturnaheren, arten- und strukturreichen Wald mit einem natur- und umweltschonenden Tourismus zu schaffen. Dazu gehört zuerst der sofortige und unverzügliche Stopp aller Abholzungen sowie die Erstellung einer aktuellen, fachlichwissenschaftlichen und zusammenfassenden Schutz- und Entwicklungskonzeption für die Dölauer Heide. Dem dient nunmehr die gemeinsam von AHA und Initiative „Pro Baum“ gestartete Unterschriftenkampagne. Diese Unterschriftenkampagne soll den Forderungen Nachdruck verleihen.

Um sich selbst umfassend in den Schutz und die Entwicklung der Dölauer Heide einbringen zu können, hat der AHA eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe Dölauer Heide/Lintbusch gebildet. Wer Interesse hat in dieser ehrenamtlichen Arbeitsgruppe mitzuwirken, benutzt bitte das Kontaktformular, zu finden unter Kontakt.

Ihr könnt euch auch mit einer Unterschrift beteiligen. Hier die Unterschriftenliste. Bitte legt die Unterschriftenlisten überall aus, wo es möglich ist und viele Leute kommen. Leitet sie bitte an Verwandte, Freunde und Bekannte weiter.


Protest des AHA und der Initiative “Pro Baum” gegen den weiteren Kahlschlag in der Otto- Stomps- Straße

Mit Unverständnis und Entsetzen reagieren der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale)e. V. (AHA) sowie die Initiative “Pro Baum” auf den – von einem Tag auf den anderen angekündigten- weiteren Kahlschlag: die Massenabholzung schöner, alter Bäume und damit die gnadenlose Liquidierung einer herrlichen, über 100 Jahre alten, Lindenallee in der Otto-Stomps-Straße. Die unsachgemäße, von den Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) nicht kontrollierte, Arbeit einer Baufirma nahmen genannte Verantwortliche zum offensichtlich willkommenen Anlass, im November mit dem Kahlschlag zu beginnen, um damit absolute Baufreiheit für eine überdimensionierte Verkehrsinfrastruktur zu schaffen. Widersprüchliche Baumgutachten, die im Kern die reale Erhaltensmöglichkeit der Allee bei entsprechender rücksichtsvoller Vorgehensweise durch die Baufirmen erkennen ließen, dienten dabei als Feigenblatt.

Proteste des AHA, der Initiative “Pro Baum”, vieler Anwohner, Natur- und Umweltfreunde sowie ihre Stadt Halle (Saale) liebende Bürger, ausgesprochen in den Medien, während Protestexkursionen, in Anfragen und Leserbriefen, gegen die Abholzung der Lindenallee und für ihren Erhalt, stießen bei den Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) auf “taube Ohren”. Mit großer Ignoranz wurden sachlich- kompetente Einwendungen, der Unmut der Bürger über diesen Frevel, ihre Trauer über das sinnlose Zerstören dieser schönen Allee; dieses Naturdenkmals, weggewischt. Die Inaugenscheinnahme von Baumexperten des AHA und der Initiative “Pro Baum” ergab, dass das Erscheinungsbild der Linden, die auch den heftigen, orkanartigen Novemberstürmen des vorigen Jahres getrotzt, die den Baumassnahmen der HWA – 2005- guten Widerstand entgegengesetzt hatten, als durchaus vital und standsicher zu bezeichnen ist. Von den bereits gefällten und von den lebenden Bäumen in der Otto-Stomps-Straße und in der Fiete-Schulze-Straße gingen bzw. gehen keinerlei Gefahren aus.

Wir fordern rücksichtsvoll vorgehende Baumassnahmen!! Investorenfreundlichkeit muss doch kein Gegensatz zur Umwelt sein. Zukunftsfähiges Wirtschaftswachstum für die Menschen kann nur dort gedeihen, wo man sorgsam mit Umwelt und Natur umgeht, die Menschen atmen können. Wir fordern: sofortigen STOPP des frevelhaften Kahlschlages in der Otto- Stomps- Straße und Erhalt der Linden in der Fiete- Schultze -Straße sowie unverzügliche Nach- und „Ersatz“-Pflanzungen für die bereits gefällten Bäume!



AHA warnt vor weiterem Fahrradstraßenbau im Saalekreis

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) betrachtet mit großer Sorge die gegenwärtige Art und Weise des Ausbaus des Radwegenetzes. Das heißt im konkreten Fall, dass neben dem bestehenden umfassenden Bandes aus Fahrradstraßen bestehend aus Beton, Asphalt, Schotter und Splitt, weitere derartige Trassen hinzufügen. Dabei haben beispielsweise die Verantwortlichen des Saalekreises zusammen mit zahlreichen Städten und Gemeinden entgegen jeglicher ökologischer Vernunft ein flächendeckendes Zerschneiden wertvoller Landschaften im unteren Saaletal mit Asphalttrassen zu verantworten. Das jüngste Beispiel ist der asphaltierte Weg zwischen Morl und Beidersee.

Derartige als Radwanderwegbau deklarierte steuerfinanzierte Vorhaben tragen weiter dazu bei einst unversiegelten Boden komplett zu versiegeln. Somit werden für Klein- und Kleinstlebewesen fast unüberwindbare Hindernisse geschaffen, welche sich im Sommer aufheizen und keine Tarnung gegenüber Fraßfeinden bieten. Darüber hinaus haben Beispiele mit derartigen Kleinstraßen gezeigt, dass verstärkt Motorräder und Mopeds die Wege nutzen. Solche Missbräuche gefährden nicht nur Fuß- und Radwanderer, sondern beeinträchtigen Umwelt und Natur. Dabei schreckt man noch nicht einmal vor Naturschutzgebieten zurück.

In dem Zusammenhang machten sich ausgiebige Bepollerungen der Wege notwendig, um das ungehinderte Befahren mit Kraftfahrzeugen aller Art zu verhindern, aber die Nutzung durch landwirtschaftliche Fahrzeuge, Maschinen und Geräte zu ermöglichen. Nur so konnte auch die Gefahr für die Fahrradfahrer und Fußwanderer gesenkt werden.

Ferner tragen derartige Baumaßnahmen kräftig zum deutschlandweiten Trend bei, welcher besagt, dass laut Statistischem Bundesamt und Umweltbundesamt in Deutschland tagtäglich zwischen 120 und 130 ha Boden neu versiegelt werden. Das entspricht in etwa einer Fläche von 66 Fußballfeldern und im Jahr in etwa einer Fläche von zwischen 43.800 ha und 47.450 ha. Im Vergleich dazu die Fläche der Stadt München, welche 31 042,96 ha beträgt.

Aus diesem Grund hat der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) von Anfang an die Verantwortlichen aufgefordert, die knappen öffentlichen Mittel nicht noch zur flächendeckenden Zerschneidung wertvoller arten- und strukturreicher Landschaften zu verwenden und daher den asphaltierten Wegebau sofort zu stoppen. Stattdessen gilt es dafür Sorge zu tragen, dass der motorisierte Individualverkehr die unbefestigten Wege nicht weiter nutzen und zerfahren kann. Außerdem sind ordnungsgemäße Beschilderungen und Kontrollen vonnöten.

Ferner gilt es die Beschilderung zu optimieren, mögliche Stätten der Gastronomie und Übernachtung zu befördern sowie kulturelle, wirtschaftliche und ökologische Angebote vor Ort besser darzustellen und zu kommunizieren.

Abgesehen davon hält es der AHA für dringend geboten, innerhalb der Ortschaften die Bedingungen des Radwegenetzes zu verbessern. Dazu gehören die Beseitigung baulicher Schäden, Regelmäßiges Reinigen von Schmutz, Glassplittern und anderem Unrat, Beendigung der häufigen Degradierung zu Parkstreifen für Kraftfahrzeuge, Abstell- und Lagerplatz für Materialien sowie eine umfassende Winterberäumung.


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