AHA warnt vor weiterem Fahrradstraßenbau im Saalekreis

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) betrachtet mit großer Sorge die gegenwärtige Art und Weise des Ausbaus des Radwegenetzes. Das heißt im konkreten Fall, dass neben dem bestehenden umfassenden Bandes aus Fahrradstraßen bestehend aus Beton, Asphalt, Schotter und Splitt, weitere derartige Trassen hinzufügen. Dabei haben beispielsweise die Verantwortlichen des Saalekreises zusammen mit zahlreichen Städten und Gemeinden entgegen jeglicher ökologischer Vernunft ein flächendeckendes Zerschneiden wertvoller Landschaften im unteren Saaletal mit Asphalttrassen zu verantworten. Das jüngste Beispiel ist der asphaltierte Weg zwischen Morl und Beidersee.

Derartige als Radwanderwegbau deklarierte steuerfinanzierte Vorhaben tragen weiter dazu bei einst unversiegelten Boden komplett zu versiegeln. Somit werden für Klein- und Kleinstlebewesen fast unüberwindbare Hindernisse geschaffen, welche sich im Sommer aufheizen und keine Tarnung gegenüber Fraßfeinden bieten. Darüber hinaus haben Beispiele mit derartigen Kleinstraßen gezeigt, dass verstärkt Motorräder und Mopeds die Wege nutzen. Solche Missbräuche gefährden nicht nur Fuß- und Radwanderer, sondern beeinträchtigen Umwelt und Natur. Dabei schreckt man noch nicht einmal vor Naturschutzgebieten zurück.

In dem Zusammenhang machten sich ausgiebige Bepollerungen der Wege notwendig, um das ungehinderte Befahren mit Kraftfahrzeugen aller Art zu verhindern, aber die Nutzung durch landwirtschaftliche Fahrzeuge, Maschinen und Geräte zu ermöglichen. Nur so konnte auch die Gefahr für die Fahrradfahrer und Fußwanderer gesenkt werden.

Ferner tragen derartige Baumaßnahmen kräftig zum deutschlandweiten Trend bei, welcher besagt, dass laut Statistischem Bundesamt und Umweltbundesamt in Deutschland tagtäglich zwischen 120 und 130 ha Boden neu versiegelt werden. Das entspricht in etwa einer Fläche von 66 Fußballfeldern und im Jahr in etwa einer Fläche von zwischen 43.800 ha und 47.450 ha. Im Vergleich dazu die Fläche der Stadt München, welche 31 042,96 ha beträgt.

Aus diesem Grund hat der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) von Anfang an die Verantwortlichen aufgefordert, die knappen öffentlichen Mittel nicht noch zur flächendeckenden Zerschneidung wertvoller arten- und strukturreicher Landschaften zu verwenden und daher den asphaltierten Wegebau sofort zu stoppen. Stattdessen gilt es dafür Sorge zu tragen, dass der motorisierte Individualverkehr die unbefestigten Wege nicht weiter nutzen und zerfahren kann. Außerdem sind ordnungsgemäße Beschilderungen und Kontrollen vonnöten.

Ferner gilt es die Beschilderung zu optimieren, mögliche Stätten der Gastronomie und Übernachtung zu befördern sowie kulturelle, wirtschaftliche und ökologische Angebote vor Ort besser darzustellen und zu kommunizieren.

Abgesehen davon hält es der AHA für dringend geboten, innerhalb der Ortschaften die Bedingungen des Radwegenetzes zu verbessern. Dazu gehören die Beseitigung baulicher Schäden, Regelmäßiges Reinigen von Schmutz, Glassplittern und anderem Unrat, Beendigung der häufigen Degradierung zu Parkstreifen für Kraftfahrzeuge, Abstell- und Lagerplatz für Materialien sowie eine umfassende Winterberäumung.


AHA führt Winterexkursion in Halles Saaleaue durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führt am Samstag, den 11.02.2012 eine ca. vierstündige Winterexkursion zum Holzplatz, zu den Pulverweiden, zur Unteren Aue und zur Rabeninsel durch.

Im Rahmen der Exkursion möchte der AHA seine Vorstellungen zum Schutz, Erhalt und Weiterentwicklung der genannten Teile der Saaleaue darlegen und Interessierte anregen an der Umsetzung mitzuwirken. Ebenfalls ist vorgesehen auf Ursachen, Bedeutung und Umgang mit Hochwasser umzugehen einzugehen und diesbezügliche Ideen des AHA darzulegen. Aber auch die Nennung bedrohlicher Vorhaben und Aktionen ist Bestandteil der Exkursion. Dazu zählen die noch immer existenten Überlegungen für einen Wildwasserkanal, Vorstellungen zur Verlegung von Verkehrstrassen, freiherumlaufende Hunde, das Befahren mit Kraftfahrzeugen und das ungehemmte Angeln an den Ufern.

Ebenso dazu gehören die fortgesetzten unangemessenen Abholzungen am Saaleufer zwischen Genzmer Brücke und Karl-Meseberg-Brücke sowie die damit verbundene Gefahr weitere Wege zu asphaltieren und somit weitere Flächen zu versiegeln.

In dem Zusammenhang beabsichtigt der AHA für seine ehrenamtlichen Arbeitsgruppen Pulverweiden und Rabeninsel werben.

Treff:  um 10.00 Uhr Kreuzung Holzplatz/Mansfelder Straße, Ecke Karstadt


AHA fordert keine Zerschneidung der Partheaue

Die insgesamt ca. 48 km lange Parthe gehört zu den bedeutsamsten Fließgewässern in Leipzig und Umland. Große Teile des Fließgewässers sind naturnaher bzw. naturnah oder bergen das Entwicklungspotenzial dahingehend in sich. Insbesondere im Raum der Städte Leipzig und Taucha stellen sich das Fließgewässer und seine Aue recht vielfältig sowie arten- und strukturreich dar. Ebenso hat die Parthe eine entscheidende Rolle als Biotop- und Grünverbund sowie Kalt- und Frischluftentstehungsgebiet mit den dazu gehörenden Ventilationsbahnen. Dies hat nicht nur Bedeutung als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sondern insbesondere auch als Siedlungs- und Erholungsgebiet für zahlreiche Menschen im Einzugsgebiet der Parthe.

Das die wichtige Bedeutung der Parthe und ihrer Aue Anerkennung und Würdigung findet, zeigt beispielsweise die flächendeckende Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet.

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. beabsichtigt im Rahmen seiner Regionalgruppe Leipzig und Umland sich verstärkt dem Schutz, der Entwicklung und dem Erhalt der Parthe und ihrer Aue anzunehmen. Dazu gehört unter anderem Möglichkeiten zu finden, die Aue von ihrem weitläufigen, naturfernen Korsett in Teilen der Stadt Leipzig zu befreien.

Gegenwärtig besteht bekanntlich eine ganz andere, umfassende Bedrohung, welche in dem geplanten Neubau der Bundesstraße 87 zwischen Torgau und Leipzig liegt. Die bisher bekannten Pläne lassen erkennen, dass das planende Autobahnamt Sachsen offenbar eine mindestens 28 m breite, vierspurige Trasse durch die Partheaue treiben möchte. Eine Umsetzung derartiger Vorhaben führt nach Auffassung des AHA, unweigerlich zu einer Zerschneidung der Partheaue mit allen obengenannten Funktionen. Ferner sieht der AHA einen weiteren Schritt in Sachen zukunftsunfähiger Verkehrspolitik, welche wider jeder umwelt- und klimapolitischen Vernunft, weiter auf neue Straßen setzt. Anstatt qualitativ das Verkehrssystem zu verbessern, in dem das vorhandene Schienennetz optimaler einbezogen wird, plant man quantitativ Landschafts-, Natur-, Lebens- und Erholungsräume zu zerschneiden, zu versiegeln und im Falle einer Umsetzung des Vorhabens die Region mit weiteren Lärm, Abgasen und Feinstaub zu belasten. Als ob bestehender Flug- und Verkehrslärm sowie das gegenwärtig laut Umweltbundesamt und Statistischem Bundesamt deutschlandweit täglich zwischen 120 bis 130 ha Boden neu versiegelt werden, nicht Belastung genug wären. Der ebengenannte Umfang der täglichen Neuversiegelung in Deutschland entspricht übrigens in etwa einer Fläche von 66 Fußballfeldern und in einem Jahr ca. der Fläche der Stadt München.

Der AHA fordert daher das Vorhaben B 87n bereits in der Planung zu stoppen und stattdessen eher den Schienenfernverkehr, Schienenpersonennahverkehr und den Öffentlichen Personennahverkehr zu befördern, den hier lebenden Menschen keine weiteren Belastungen bestehend aus weiterem Lärm, Abgasen und Feinstaub zuzumuten sowie der Partheaue als Bestandteil einer vielfältigen Umwelt, Natur und Landschaft keine weiteren Zerschneidungen und Versiegelungen aufzubürden.

In dem Zusammenhang hält der AHA ggf. auch Protestaktionen als geeignetes Mittel, um den umfassenden Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Wer sich ebenfalls dem Widerstand gegen die Pläne zur B 87n anschließen und sich somit auch dem Schutz, Erhalt und der Entwicklung der gesamten Partheaue von der Quelle nördlich von Bad Lausick bis zu ihrer Mündung in die Weiße Elster in Leipzig einsetzen möchte, benutzt bitte das Kontaktformular unter Kontakt.


AHA fordert naturnahere Entwicklung von Hechtgraben und Hassgraben in Halle

Im Rahmen zahlreicher Exkursionen des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) zum Hechtgraben zwischen Heide-Nord und Halle-Kröllwitz bzw. zwischen Nordstraße und Salzmünder Straße –so auch am 28.01.2012-  verschafften sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer regelmäßig einen umfassenden Überblick zum Zustand und zur Entwicklung des Fließgewässers. Erfreulicherweise ist immer wieder zu beobachten, dass die begonnene sukzessive Gehölzentwicklung recht gut vorangekommen ist. Es ist deutlich eine arten- und strukturreiche Gehölzstruktur zu erkennen, welche sich z.B. aus Stieleichen, Gemeinen Eschen, Birken, Silber-, Sal- und Purpurweiden, Silberpappeln, Hundsrosen, Blutrotem Hartriegel sowie Schwarzen Holunder zusammensetzt. Dieses Gehölzband gedeiht gegenwärtig fast komplett den gesamten Hechtgraben entlang und festigt den Charakter eines „Grünen Bandes“ zwischen Dölauer Heide und Saaleaue. Ebenfalls stabilisierte sich bisher erfreulicherweise die sehr vielfältige Gehölz- und Staudenstruktur im Zwischenraum zwischen dem Bereich des Mündungsgebietes des Schachtgrabens in den Hechtgraben, den Regenwasserrückhaltebecken und dem Neubaugebietes Dölau-Ost. Somit steigerte sich der ökologische, landschaftliche und städtebauliche Wert des Hechtgrabens und seines Einzugsgebietes. Eine Entwicklung, welche der heutige AHA schon seit Ende der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts verfolgt. Nunmehr gilt es Entwickeln keinesfalls zu stören bzw. gar zu zerstören, sondern massiv zu befördern. Neben dem Schutz der Entwicklung der Vegetation gehören zu einer weiteren ökologischen, städtebaulichen und landschaftsräumlichen Aufwertung der Rückbau der angrenzenden Aufschüttungen der einstigen Kaserne Halle-Lettin, die Einbeziehung des einstigen Berufsschulgeländes am Weißbuchenweg, die endgültige Verhinderung neuer und Beseitigung bestehender Müllablagerungen sowie die Zurückdrängung der Bestände von Riesenbärenklau und Japanischem Knöterich.

Die nunmehr massiven Eingriffe, welche zu umfassenden Vernichtungen der Gehölzbestande führen, sich durch Bauarbeiten an bzw. in den Sohl- und Uferbereichen von Hechtgraben und seinem Nebengewässer Hassgraben zeigen sowie den Fließgewässern der Möglichkeit einer naturnahen Entwicklung beraubt, finden die massive Ablehnung des AHA. Es ist unlogisch und unverantwortlich, dass im Rahmen von sogenannten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die Bundesautobahn 14 derartig massive Eingriffe in gewachsene Pflanzen- und Gewässerstrukturen erfolgten. Während die Beseitigung der Betoneinfassungen im Mündungsbereich des Hechtgrabens in die Saale als begrüßenswert anzusehen ist, erscheint es unverständlich diese Sohl- und Uferbefestigungen durch Steinschotterpackungen zu ersetzen und somit erneut zu verbauen.

Dabei hat der AHA immer wieder ganz deutlich auf die Bedeutung von Hechtgraben und Hassgraben als Lebens- und Rückzugsraum von zahlreichen Tier- und Pflanzenarten sowie Biotop- und Grünverbund zwischen Saale und Dölauer Heide sowie in die Stadtteile Heide-Nord, Lettin und Dölau hingewiesen.

Der AHA fordert daher erst einmal alle weiteren Bauaktivitäten sofort einzustellen, von weiteren Pflanzaktivitäten Abstand zu nehmen und die Schotteraufschüttungen sofort aus dem Ufer- und Sohlbereich von Hecht- und Hassgraben zu entfernen.

Beide Fließgewässer und ihre Auen gilt es stattdessen einer naturnaheren und sukzessiven Entwicklung zu überlassen.

Der AHA beabsichtigt daher nunmehr seine ehrenamtlichen Aktivitäten in den Bereichen von Hechtgraben und Hassgraben weiter zu verstärken. Dazu befindet sich eine entsprechende AHA-Gruppe Hechtgraben in Bildung. Wer Interesse hat in dieser AHA-Gruppe mitzuwirken benutzt bitte das Kontaktformular.

Anhang:

Stellungnahme zum Bebauungsplan Kaserne Lettin


AHA führt Exkursion in die untere Geiselaue durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führt am Samstag, den 04.02.2012 eine ca. dreistündige Exkursion zum Naturschutzgebiet „Untere Geiselniederung“ zwischen Merseburg und Geusa, Ortsteil Zscherben durch. Der Weg soll auch in die Klyegrabenaue führen. Im Rahmen dieser Exkursion beabsichtigt der AHA die Bedeutung und Schutzwürdigkeit dieser Auenlandschaften mit ihren Fließgewässern, Wiesen, Gehölzen, Hochstaudenflächen und Streuobstbeständen zu erläutern. Ferner möchte der AHA eigene konzeptionelle Überlegungen zu Schutz und Entwicklung der Auenlandschaften von Geisel und Klyegraben darlegen sowie für eine diesbezügliche ehrenamtliche Mitwirkung in der Ortsgruppe Merseburg werben.

Treff ist 10.00 Uhr am Bahnhof Merseburg


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