AHA fordert weiterhin nachhaltige Behandlung des Ostrauer Parks

Die Bilder stammen zwar vom 01.08.2007, aber die aufgenommenen Bereiche haben sich kaum geändert. Der AHA begrüßt dies und wünscht sich weiterhin eine nachhaltige Behandlung des Parks.

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Presseerklärung:

Bekanntlich gehören Schloss und Park Ostrau zu den bedeutsamsten historischen Orten und Denkmalen des Landes Sachsen-Anhalt.

Der Park zählt mit seinen zahlreichen botanischen Besonderheiten und als Rückzugsraum für zahlreiche Tierarten aber auch zu den wertvollsten Naturdenkmalen, welchen es gilt mit besonderer Sensibilität zu behandeln. Beeinflusst und durchflossen vom Fuhnenebengewässer Rieda hat der Park auch eine wichtige Funktion als Biotop- und Grünverbundraum der Region.

In dem Zusammenhang sieht der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) mit gewisser Sorge und Skepsis, wenn solche Aktivitäten des Vereins Gartenträume wie vom 14.-16.10.2011 im Rahmen eines Gartenträume-Seminars dazu führen, Altbäume und Mauern freizulegen sowie Sichtachsen zu schneiden. Derartig auf eine rein denkmalpflegerische Entwicklung und Gestaltung orientierte Aktivitäten, führen zu unverantwortlichen Eingriffen in die Natur des Parks.

Am 30.10.2011 nahmen Mitglieder des AHA den Park in Augenschein. Die dort getätigten Abholzungen haben zum Teil umfassend in Gehölzbestände eingegriffen. Eine Fortsetzung einer derartigen „Parkpflege“ ist daher nicht akzeptabel. Daher hält es der AHA für dringend und zwingend geboten auch dem Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz einen grundsätzlichen Raum bei der Zukunftsvision des Ostrauer Schlossparks einzuräumen. Nach der Auffassung des AHA gilt es den gesamten Tier- und Pflanzenbestand des Parks, seine vielfältige ökologische Funktion –u.a. als Biotopverbundraum im Rahmen der Fließgewässer Rieda und Fuhne-  zu erfassen, zu werten und zu berücksichtigen.

In dem Blickfeld betrachtet, fordert der AHA mehr ökologischen Sach- und Fachverstand bei der Zukunftskonzipierung des Parks. Dazu zählt nach Meinung des AHA die Erstellung einer wissenschaftlich fundierten Schutz- und Entwicklungskonzeption, welche dann einer breiten öffentlichen Beratung und Diskussion zu unterziehen ist.

Der AHA sieht hier ganz besonders den Landkreis Saalekreis, als zuständige untere Naturschutzbehörde, in der Verantwortung dafür Sorge zu tragen, dass der auch naturschutzrechtlich geschützte Park keinen weiteren Schaden nimmt und besagte Schutz- und Entwicklungskonzeption die Richtlinie des Handelns bestimmt.

Der AHA jedenfalls ist weiterhin bereit, im Rahmen seiner ehrenamtlichen Möglichkeiten an der Erstellung einer Schutz- und Entwicklungskonzeption mitzuwirken. Dazu könnte sich der AHA vorstellen eine Arbeitsgruppe Park Ostrau zu bilden, in welcher Interessenten mitwirken können. Wer daran Interesse hat, wende sich bitte an folgende Anschrift:

 

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.:    0345 – 2002746
Fax.:   01805-684 308 363
E-Mail:          aha_halle@yahoo.de
Internet:       https://www.aha-halle.de
Sprechzeiten:
Dienstag:      von 17.00 bis 19.00 Uhr
Mittwoch:     von 16.00 bis 18.00 Uhr

AHA führt Exkursion durch Halles Saaleaue durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führt am Samstag, den 28.01.2012 eine ca. fünfstündige Exkursion zum Park der früheren Papierfabrik Kröllwitz, zum Ochsenberg, zum Saalwerder, zur Kiesgrube Kröllwitz und zum Hechtgraben durch. Im Rahmen der Exkursion beabsichtigt der AHA seine Positionen zu Bebauungen in der Talstraße, zum Kinderspielplatz in der gleichen Straße, zur Zukunft und Entwicklung der früheren Papierfabrik sowie zum Schutz, Erhalt und Weiterentwicklung des Parks zur früheren Papierfabrik und des Ochsenberges, des Saalwerders, des Kiesgrubengebietes in Kröllwitz, zur künftigen Entwicklung der früheren Schweinemastanlage in der Äußeren Lettiner Straße und des Mündungsbereiches des Hechtgrabens in die Saale darzulegen und zu erläutern. Ebenso thematisiert wird die Frage Hochwasser, Wechselbeziehung zwischen Aue und Fluss sowie Maßnahmen, welche erforderlich sind, um Hochwassereinzugsräume zu sichern und zu erweitern sowie was der AHA diesbezüglich für erforderlich hält. Bei den Betrachtungen gilt es ebenfalls auf die vielfältigen Biotop- und Grünverbundfunktionen einzugehen, welche eines besonderen Schutzes bedürfen. Ferner möchte der AHA für seine im Aufbau begriffenen ehrenamtlichen Gruppen in Kröllwitz und am Hechtgraben werben.

Treff ist 10.00 Uhr am Eingang der Bergschenke in der Kröllwitzer Straße, unweit der Giebichensteinbrücke.


AHA fordert naturnahe Entwicklung der Sprohne

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) hält es für dringend erforderlich, dass Auenwälder sich naturnah entwickeln können. Dazu zählen auch die Saaleauenwälder im Salzlandkreis, wozu u.a. der Hasselbusch bei Groß Rosenburg, der Severin bei Gnölbzig, der Dröbelsche Busch in der Stadt Bernburg sowie nicht zuletzt die Naturschutzgebiete Auwald bei Plötzkau und Sprohne in der Stadt Nienburg gegenüber der Einmündung der Bode in die Saale.

Eine naturnahe Entwicklung ist dringend notwendig, um eine stabile und standortgerechte Entwicklung der Fauna und Flora zu ermöglichen. Gerade in Naturschutzgebieten muss das ganz besonders möglich sein, um dem Schutzzielen gerecht werden zu können. Die Natur kann sich am vielfältigsten ohne Eingriffe des Menschen entwickeln. In den Auenwäldern gehört zudem noch dazu, dass bei Hochwasser eine vollständige Überflutung möglich ist. Dies ist auch ein Teil nachhaltigen Hochwasserschutzes.

In dem Blickfeld betrachtet hält der AHA die Abholzungsmaßnahmen im Naturschutzgebiet Sprohne für vollkommen ungeeignet, um arten- und strukturreiche Entwicklungen des Saaleauenwaldes zuzulassen. Neben dem Entfernen von wichtigen Gehölzen, wozu nun mal auch die Esche und die Hainbuche gehören, sorgt der Einsatz von „Holzvollerntemaschinen“ für umfassende Bodenverfestigungen. Diese Bodenverfestigungen, einhergehend mit zu großem Lichteinfall erschweren beispielsweise eine sukzessive Entwicklung der Stieleiche, welche in der frühsten Phase Halbschattenbedingungen und lockere Bodenstrukturen benötigen. Ebenfalls haben die alten Pappeln, welche zwar einer verfehlten Forstwirtschaft vergangener Zeiten zu verschulden sind, eine große Bedeutung als Horst- bzw. Nistbäume und Jagdwarten z.B. für Raubvögel sowie bieten auch Insekten Unterschlupf.

Daher fordert der AHA die sofortige Einstellung aller Abholzungen im Naturschutzgebiet und hält es stattdessen für dringend notwendiger Deichrückverlegungsmaßnahmen zu prüfen, damit der Auenwald wieder vollständig in das Hochwasserregime der Saale Eingang finden kann. Dies ist für eine naturnahere, arten- und strukturreiche Weiterentwicklung des Naturschutzgebietes Sprohne viel sinnvoller, als massive forstwirtschaftliche Eingriffe.

Der AHA möchte sich im Rahmen seiner im Aufbau begriffenen Regionalgruppe Wettin-Könnern-Bernburg weiter verstärkt für die Auenlandschaften einsetzen. Dazu zählen eben insbesondere die stark schutzbedürftigen Auenwälder Hasselbusch bei Groß Rosenburg, der Severin bei Gnölbzig, der Dröbelsche Busch in der Stadt Bernburg sowie nicht zuletzt die Naturschutzgebiete Auwald bei Plötzkau und Sprohne in der Stadt Nienburg gegenüber der Einmündung der Bode in die Saale.


Neujahrswanderung zum Hakel

An der Neujahresexkursion am 14.01.2012 nahmen ca. 30 Personen teil, um sich an dem sonnigen Samstag ein Bild von der Entwicklung des Naturschutzgebietes Hakel zu verschaffen. Daran nahmen zwei Vertreter des Forstes, Anwohner aus Heteborn, der Kreisnaturschutzbeauftragte des Landkreises Harz sowie Mitglieder der Bürgerinitiative Hakelwald und des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) teil.

Besonders unterschiedliche Auffassung zeigten sich bei den Besichtungen der Abholzungsgebiete. Während die beiden Förster umfassend und nachdrücklich für die massiven Abholzungen als „Waldpflegemaßnahmen“ warben, drückten insbesondere die Mitglieder der Bürgerinitiative Hakelwald und des AHA ihre sehr große Sorge über die Abholzungen aus und forderten endlich das ca. 1.400 ha große Naturschutzgebiet Hakel einer naturnahen Entwicklung zu überlassen.
Es gab auch recht interessante und sehr entwicklungsfähige gemeinsame Schnittpunkte zwischen allen Teilnehmern der Exkursion. Dazu zählen die Entwicklung eines naturnahen Tourismus, Erarbeitung eines Konzeptes für einen Naturerkenntnispfades durch den Hakel, Ausweitung des Waldgebietes, Schaffung von Räumen zur Entstehung von Gehölzachsen durch die ausgeräumte Agrarlandschaft, reichhaltigerer Kultur- und Fruchtanbau auf den landwirtschaftlichen Flächen sowie weitere Heraushebung der Funktion des Hakel als Bestandteil eines großen Biotopverbundraumes zwischen Bode, Selke, Wipper und Eine bis hin zum Harz.
Es ist auf jeden Fall geplant, die seit dem 01.01.2011 bestehende Tradition von Neujahreswanderungen in den Hakel beizubehalten und ggf. auch perspektivisch Oster- und Pfingstexkursionen ins Leben zu rufen.
Auf jeden Fall ist es wünschenswert, dass sich noch viele Interessenten für den Schutz und Erhalt des Naturschutzgebietes Hakel einsetzen. Räumlicher Anlaufpunkt ist u.a. die AHA-Ortsgruppe Gatersleben.

Bilder und Bildrechte: Hartwig Hoppe

Andreas Liste
Vorsitzender des AHA


Ein deutliches Zeichen für den Erhalt der Dölauer Heide

Mit 40 Stimmen, also über 80%, setzen die Bürger ein klares Zeichen für den Erhalt der Dölauer Heide und gegen die Abholzung durch Großtechnik wie einen Harvester. Lediglich 9 Stimmen, was noch nicht einmal 20% der eingereichten Stimmen entspricht, haben die Besucher unserer Homepage ein klares Zeichen gegen die Abholzung gesetzt. An dieser Stelle ein Danke an alle Abstimmer, die sich so zahlreich beteiligt haben. Die MZ und das halleforum haben uns unterstützt, indem sie von der Umfrage berichteten. Auch hier ein Danke.

  • Hintergrund zur Dölauer Heide:

Bekanntlich ist das 740 große Landschaftsschutzgebiet „Dölauer Heide“ eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete in der näheren Umgebung der Stadt Halle (Saale). Zusammen mit der Saaleaue stellt die Dölauer Heide ein wichtiges Vernetzungswerk für die Entwicklung von Biotop-Verbundsystemen dar. Sie erfüllt vielfältige ökologische Funktionen, zum Beispiel die Lufthygiene, und schafft günstige Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Dies drückt sich u.a. auch in dem 62 ha großen Naturschutzgebiet Bischofswiese und an die Dölauer Heide angrenzende 16 ha große Naturschutzgebiet Lintbusch aus. Ferner ist die Dölauer Heide ein sehr bedeutsames Naherholungsgebiet für die Menschen der Region.

Vor dem menschlichen Eingriff hatte die Heide einen winterlindenreichen Traubeneichen-Hainbuchenwald Bestand, welcher typisch ist für einen Standort auf wasserdurchlässigem Lockergestein mit vereinzelten tonigen, wasserundurchlässigen Schichten (z.B. Herthateich und Rehteich) im Regenschatten des Harzes. Davon sind jedoch nur noch Restbestände erhalten. Heute überwiegen zu 60 Prozent Kiefern und Eichen (28 Prozent). Auf Buche, Birke, Linde, Ahorn und Esche verteilt sich der Rest. Zwei Drittel des Baumbestands sind älter als 80 Jahre.

  • Der AHA zur Abholzung:

Nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) sollte die Vegetation der Dölauer Heide eine naturnahere Entwicklung in Richtung eines standorttypischen winterlindenreichen Traubeneichen-Hainbuchenwaldes erfahren. Dies ist möglich, wenn die Dölauer Heide immer mehr einer sukzessiven Entwicklung überlassen wird und Bewirtschaftungsmaßnahmen sich immer mehr auf die Freihaltung von Wegen und Plätzen sowie der damit verbundenen Gefahrenabwehr beschränken.

Der AHA hält daher weiterhin die fortgesetzten und massiven flächendeckenden und punktuell größeren Abholzungen in der Dölauer Heide für vollkommen ungeeignet, um eine Umwandlung des Waldes herbeizuführen. Gerade unter dem Dach größerer lichter Gehölze, wie der Waldkiefer, ist oft eine Junggehölzentwicklung sehr gut möglich. Insbesondere Stiel- und Traubeneichen mögen im Jungstadium einen derartigen halbschattigen Zustand. Daher sind die Darstellungen und Rechtfertigungen der Abholzungen durch den Leiter des halleschen Grünflächenamtes vollkommen haltlos und fachlich nicht exakt.

Daher sollte nach Meinung des AHA der wirtschaftliche Nutzen der Dölauer Heide sich weg von einer intensiver betriebenen Waldwirtschaft mit Beteiligung an Holzauktionen, hin zu einem sach- und fachkundigen, umwelt- und naturverträglichen sanften Tourismus entwickeln. Daher hat der AHA der Stadt Halle (Saale) umfassende Vorschläge für eine Neustrukturierung des 1932 entstandenen Naturlehrpfades vorgelegt und zudem angeregt ein neues Wegekonzept zu entwickeln. Der AHA fordert, endlich gemeinsam mit der Bevölkerung der Stadt Halle (Saale) sowie der angrenzenden Saalekreisgemeinde Salzatal und ihren Vereinen, Verbänden und Initiativen die Basis für eine Entwicklung eines naturnaheren, arten- und strukturreichen Wald mit einem natur- und umweltschonenden Tourismus zu schaffen. Dazu gehört zuerst der sofortige und unverzügliche Stopp aller Abholzungen sowie die Erstellung einer aktuellen, fachlich-wissenschaftlichen und zusammenfassenden Schutz- und Entwicklungskonzeption für die Dölauer Heide.

 


Arbeitseinsatz vom 17.12.2011

Am 17.12.2011 haben wir mit 6 Studenten der Universität Halle- Wittenberg das BUMMI- Haus auf der Peißnitzinsel entrümpelt, das wir als AHA als Geräteschuppen nutzen. Durch das Hochwasser im Frühjahr 2011 wurde das Haus bis zum Dach überschwemmt und der Inhalt des Hauses ist fast vollständig zerstört. Das Werkzeug blieb unversehrt, aber Zwischenböden aus Holz sind eigestürzt und Vogelhäuser, die dort gelagert sind, sind zum Teil durch die stehende Feuchtigkeit verschimmelt. Mit Hilfe der Studenten konnten wir den Sperrmüll rausholen und die Geräte sichern und wieder für die Nutzung zur Verfügung stellen. Trotz der anstrengenden und schmutzigen Arbeit hatten wir alle viel Spaß und ein lecker Mittagessen am Peißnitzhaus. Vielen Dank an alle Freiwilligen: Anna- Maria Madaj, Sarah Krug, Sebastian Muzs, Martin Henkel, Juliane Kneese, Gregor Mundt

Hier ein paar Impressionen:

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