AHA setzt sich für Schutz, Erhalt und Entwicklung der Elbe ein

9-Torgau - Am Stadtpark - Blick Elbeabwärts nach Norden auf Eisenbahnbrücke (1)

Die Elbe, mit 1.091 Kilometern Länge der vierzehntlängste Fluss in Europa, entwässert ein Einzugsgebiet von etwa 148.000 Quadratkilometern. Auf Grund der Tatsache, dass die Elbe nicht in einen anderen Fluss, sondern ins Meer -Nordsee-mündet und eine gewisse Größe hat, gilt sie als Strom.

Entlang der Elbe befinden sich zahlreiche arten- und strukturreiche Auenlandschaften, wovon ein großer Teil naturnahe Strukturen besitzen. Weiter lesen


AHA fordert eine umweltgerechte Verkehrsplanung für die Stadt Halle (Saale) und Umland

Mit gewissem Unverständnis hat der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) die Umfrage der Bürgerinitiative Hochstraße Halle an der Saale e.V. zur Verkehrsplan Halle aufgenommen. Die sechs Fragen konzentrieren sich auf eine Verkehrsentwicklung, welche auf Kraftfahrzeugverkehr auf Straßen und Autobahnen beruht sowie vom Motorisierten Individualverkehr geprägt ist. Die in der Mitteldeutschen Zeitung vom 07.07.2017 auf Seite 9 veröffentlichten ersten Umfragewerte von 100 Einsendungen basieren auf den einseitig auf LKW und PKW basierenden Straßenverkehr und blenden zudem Öffentlichen Personennahverkehr, Bahnverkehr für Personen und Güter, Möglichkeiten von örtlichen und regionalen Wirtschaftskreisläufen sowie Verkehrsvermeidung komplett aus. Abgesehen davon, dass 150 Rücksendungen bei 239.738 Einwohnern Halles keinesfalls als repräsentativ angesehen werden kann. Weiter lesen


Asphaltierter Waldweg

Von der Meseberg Brücke unterhalb bis zur Schleuse wurde der Waldweg asphaltiert. Es war bisher ein geschotterter Weg, der zu fast jeder Jahreszeit begehbar war. Wie auf einem Bild zu sehen fahren sofort auch Autos entlang, da sich in diesem Bereich ein Anglergebiet befindet. Die Befürchtung ist, dass immer weiter in das Gebiet sowie in das angrenzende Naturschutzgebiet mit Fahrzeugen eingefahren wird. Zudem muss dieser Weg, wie auch schon in der Heide, laufend gesäubert und gepflegt werden. Dies ist Geldverschwendung.

Fotos J. Kneese

Asphaltierter Waldweg
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Asphaltierter Waldweg
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Asphaltierter Waldweg
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AHA fordert nachhaltigen Schutz, Erhalt und Betreuung sowie Umgang mit dem Harz, der Selke und ihrer Aue

AHA fordert nachhaltigen Schutz, Erhalt und Betreuung sowie Umgang mit dem Harz, der Selke und ihrer Aue

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) hat sich dieser Tage zum wiederholten Mal ab Stiege Teile des insgesamt ca. 70 km langen Laufes der Selke angeschaut.

Zu Beginn der Fahrradexkursion berieten die Mitglieder der Exkursionsgruppe folgende Themen:

Nachhaltiger Schutz des Harzes – Hängebrücke „Titan RT“

Mit großer Sorge verfolgt der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) verschiedene Vorhaben im 2.226 km² großen Mittelgebirge Harz, welche an verschiedenen Stellen den Bestand und die Entwicklung von Umwelt, Natur und Landschaft des bedeutsamen und vielseitigen Natur- und Landschaftsraum bedrohen. Dazu zählen insbesondere Pläne im Selketal zwei Hochwasserrückhaltebecken bei Weiter lesen


AHA führt Fahrradexkursion zur Mulde und nach Bad Düben durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führt am Samstag, den 12.08.2017 eine ca. siebenstündige Fahrradexkursion durch das Landschaftsschutzgebiet „Muldeaue Pouch-Schwemsal“ bis Bad Düben mit folgender Fahrtroute durch:
Stadt Bitterfeld, Bergbaufolgelandschaft und Tagebau-see „Goitzsche“, Mühlbeck, Pouch, Pouch /Kuhquellmühle, Lober, Das gelbe Wasser, Altwasser „Das Große Wasser“, Altwasser „Alte Mulde Roitzschjora“, Altwasser „Alte Mulde“, Altenhof 1 / 04849 Bad Düben, Stadt Bad Düben, Alaunwerksweg 38 B / 04849 Bad Düben, Brösa, Rösa, Muldetalhang Rösa, Pouch, Mühlbeck, Rückfahrt zum Bahnhof Bitterfeld oder über Friedersdorf, Muldenstein, Muldewehr, Mulde-Leine-Aue, Greppin nach Wolfen.

Im Rahmen dieser Exkursion ist vorgesehen die Bedeutung, Entwicklungsmöglichkeiten und die Schutzwürdigkeit der Gesamtlandschaft und der einzelnen Bereiche darzulegen. Ferner beabsichtigt der AHA Beeinträchtigungen bzw. Gefahren und deren Abwendung sowie eigene Vorstellungen zum Schutz, zur Entwicklung und zur Betreuung sowie Möglichkeiten der Mitwirkung Interessierter aufzuzeigen. Im dem Zusammenhang möchte der AHA seine ehrenamtliche Ortsgruppe Bitterfeld – Wolfen vorstellen und für eine Mitwirkung werben.

Die Exkursion beginnt um 10.00 Uhr am Bahnhof Bitterfeld.

Wer mehr zu der Fahrradexkursion und zu den Aktivitäten der ehrenamtlichen AHA- Ortsgruppe Bitterfeld – Wolfen erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Kontaktmöglichkeit:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Ortsgruppe Bitterfeld-Wolfen

Evangelisches Kirchspiel Wolfen
OT Wolfen
Leipziger Straße 81
06766 Bitterfeld-Wolfen
Tel.: 0173 – 9917836
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de


Der Pfingstteich bei Goddula

Es ist gut, dass die Natur— und Angelfreunde den Teich vom übermäßigem Schilfbestand befreit haben, denn das Gewässer war fast zugewachsen. Leider sind sie mit den Bemühungen auf halber Strecke stehen geblieben. Die gesamte Wasserfläche ist zwar vom Schilf befreit, es haben sich jedoch durch den Abbau organischer Stoffe die im Sediment abgelagert sind, in übermäßiger Weise Pflanzennährstoffe gelöst, die eine explosionsartige Entwicklung von Grünfadenalgen verursachten. Da Grünalgen im Gegensatz zu untergetauchten (submersen ) Pflanzen nur eine geringe Lebensdauer besitzen, absterben aber sich massenweise neu bilden, entwickelte sich eine beträchtliche Biomasse. Unterwasserpflanzen waren bisher nicht vorhanden. Unter normalen Verhältnissen wird die abgestorbene Biomasse von Bakterien und Protozoen abgebaut (mineralisiert). Die im Wasser gelösten Mineralien stehen dann wieder erneut als Nährstoffe für die Pflanzen zur Verfügung. Dabei wird allerdings Sauerstoff verbraucht. Durch die Massenentwicklung und Zersetzung abgestorbenen Materials tritt akuter Sauerstoffmangel ein. Die Sauerstoff benötigten (aeroben) Bakterien werden in der Anzahl weit zurück gehen und schließlich ganz verschwinden. Es treten immer mehr (anerobe) Sauerstoff meidende Bakterien auf den Plan. Die Zersetzung des organischen Materials erfolgt dann nur noch in unvollständiger Weise als Gärungen, wobei Schwefelwasserstoff, Methan, alkoholische Verbindungen (Methanol) und im schlimmsten Falle Ammoniak entstehen Die Ammoniakkonzentration erhöht sich mit der Steigerung der Menge des im Wasser gelösten Ammoniums, dem pH-Wert und der Wassertemperatur. Ammoniak ist ein starkes Gift alle im Wasser befindlichen Lebewesen. Die Faulschlammschicht auf dem Grund vermehrt sich, aus ihm lösen sich auch noch die anderen Gase im Wasser die den Effekt noch verstärken. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, dass alle im Wasser befindlichen Fische keine Lebensgrundlage mehr besitzen und schließlich absterben‚ Gegenwärtig haben sich in dem Gewässer zwei Schichten Grünfadenalgen gebildet.

Der Pfingstteich Bei Goddula 18.07
Der Pfingstteich Bei Goddula 18.07

Was sollte nun getan werden?

Viel Arbeit. Vollständige Beseitigung der „Algenteppiche“ aus dem Wasser. Das wird in einer einmaligen Aktion nicht genügen Deshalb muss auch die Faulschlammschicht mit beseitigt werden. Geschieht dies nicht, müssen die Algen so oft entfernt werden, bis die gelösten Nährstoffe im Wasser ein Minimum erreicht haben (aushungern sozusagen auf Diät setzen) Das ist allerdings mit viel Arbeit verbunden. Eine radikale aber mit viel Geld verbundene Lösung wäre eine vollständige Ausbaggerung des Teiches verbunden mit einer Neubildung des Untergrundes bestehend aus Sand und Feinkies. Ein kleiner Teil des Schilfes sollte im Wasser stehen bleiben, denn es bindet schädliche Verbindungen wie z.B. Schwermetalle. Ein Besetzen des Wasserkörpers mit verschiedenen Arten von Unterwasserpflanzen als Sauerstoffspender wäre günstig. Eine weitere regelmäßige Kontrolle der im Wasser gelösten Pflanzennährstoffe wie

Stickstoffverbindungen, Phosphate, Sulfate sowie Kontrolle des pH-Wertes und des Sauerstoffgehaltes wäre ratsam.

Horst Zeitz
Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle / Saale e.V.
Projektleiter Gewässerökologie.