Ein besonderes Biotop – das Naturschutzgebiet Salegaster Forst AHA führte eine Herbstwanderung zum Schlangenberg bei Jeßnitz durch

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Mäanderung des Schlangengrabens

von Sabine Schauer

Der Herbst stellt mit seiner Laubfärbung der Wälder immer eine besondere Jahreszeit dar. So hatte auch dieses Jahr der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – zu einer Herbstwanderung in den Salegaster Forst eingeladen.
Start war am Samstag, dem 17.10.2020, um 10.00 Uhr, der Bahnhof in Wolfen.
Die Wanderung führte zuerst durch den Auen-Restwald „Wolfener Busch“, einer Hartholz-Aue, geprägt u.a. von Stieleiche, gemeiner Esche und Ahorn, sowie gewöhnlicher Schneebeere, rotem Hartriegel und Weißdorn.
Die großflächige komplette Rodung des Busch- und Baumbestandes nordöstlich des Gemeinschaftsklärwerkes Bitterfeld-Wolfen auf dem Weg zum Salegaster Forst, löste Entsetzen und Unverständnis bei uns, den Teilnehmern der Wanderexkursion aus. Mit dieser Rodung wurde eine mögliche ökologische Brückenbildung für ein geschlossenes Waldökosystem „Wolfener Busch“ – Salegaster Forst zerstört.
Die Wanderung im Salegaster Forst und entlang des Wanderweges am Schlangengraben war ein Erlebnis. Überall sichtbar war, neben dem vorhandenen Waldbestand, eine Naturverjüngung u.a. von Hainbuchen, Stieleichen und Ahorn, ebenso dichtes Strauch- und Buschwerk am Waldrand in unterschiedlichster Laubfärbung. Im saftigen Grün der Wiesen auf Lichtungen fanden wir u.a. Spitzwegerich, gewöhnliches Leinkraut, Vogelwicke, Heil-Ziest und Kanadische Goldrute. Wir konnten wunderbare Flugbilder von Kranichen mit ihren markanten Rufen beobachten. Besonders beeindruckend war immer wieder das Pfaffenhütchen mit seiner stellenweise kräftigen roten Laubfärbung.
Entlang des Schlangengrabens konnten wir den Rufen von Grün-, Bunt- und Schwarzspechten lauschen. Der Gesang des Kleibers hat uns streckenweise begleitet. Im freiliegenden Wurzelwerk eines Baumes am Prallhang des Schlangengrabens haben wir einen Zaunkönig aus unmittelbarer Nähe beobachten können. Der Schlangengraben ist geprägt durch eine Vielzahl an Windungen mit seinen steilen Prallhängen, als günstiges Brutgebiet des Eisvogels und Kiesbänken. Je nach Wasserstand waren unterschiedliche Algen, dichte Teppiche der kleinen Wasserlinse und Verockerungen an den Kiesbänken zu sehen. Am Schlangenberg angekommen, führte unser Rundweg nach Wolfen zurück.
Vogelgesang, sanftes Blätterrauschen und Stille – wir wollen diese Wanderung im Frühjahr wiederholen.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Fotos: Dietmar Hörner

Fotos: Sabine Schauer



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