Gewässerökologie – Die Pfütze

Das Stillgewässer „Pfütze“ wird 2021 von der Arbeitsgruppe Gewässerökologie des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V., untersucht. Es handelt sich ebenfalls um ein Tagebau-Restloch, wie der Herrenteich. Beide liegen unweit voneinander entfernt. Der Herrenteich und die Pfütze gehören zu dem Gewässer-Biotop-Verbund des Ellerbaches, südöstlich von Bad Dürrenberg, bei Tollwitz. Beide Gewässer haben weder einen Zu- noch einen Abfluss. Ihre Wasserspeisung erfolgt sowohl durch Oberflächen-Schichtquellen, als auch durch Oberflächen-und Niederschlagswasser. Der Wasserspiegel ist erheblich von den herrschenden Witterungserscheinungen abhängig.
Die Pfütze ist flach. Das Erscheinungsbild gleicht einer Mulde. Es ist umgeben von einem Schilfgürtel, Sträuchern und vereinzelt stehenden Baumgruppen.

Wir trafen uns am 28.08.2021 um 14.00 Uhr am Ufer der Pfütze. Simon entnahm eine Wasserprobe für die chemische Analyse und eine Wasserprobe mit Plankton für die mikroskopische Untersuchung.
Vor Ort wurden die Wassertemperatur, der gelöste Sauerstoff, die Sauerstoff-Sättigung, der pH-Wert und die Leitfähigkeit bestimmt.
Die Wassertemperatur gibt Auskunft über die mögliche Sauerstoffsättigung des Gewässers. Mit zunehmender Temperatur nimmt die Fähigkeit des Wasser, Sauerstoff zu binden, ab. Der Gehalt an Sauerstoff gibt Auskunft über die Selbstreinigungskraft des Gewässers. Das Überleben von Mikroorganismen ist unmittelbar an den Sauerstoffgehalt gebunden. Der pH-Wert bestimmt das Verhältnis von Wasserstoff-Ionen zu Hydroxyl-Ionen und sollte im Bereich von 6,5 – 8,5 liegen. Er ist die Voraussetzung für einen störungsfreien Stoffwechsel der pflanzlichen und tierischen Organismen des Planktons. Die Leitfähigkeit, zeigt den Anteil elektrisch geladener Teilchen (Ionen) im Gewässer an. Damit ist eine Aussage über den Gehalt an Mineralien (Salzen) im Gewässer möglich.

Zu einem späteren Zeitpunkt werden die im Wasser gelösten Pflanzennährstoffe ermittelt. Dazu gehören u.a. die Phosphate, Ammonium, Nitrit und Nitrat. Ein zu hoher Nährstoffgehalt bewirkt ein übermäßiges Wachstum von Wasserpflanzen. Das Gewässer befindet sich dann in einem eutrophen Zustand.

Des Weiteren wird die Wassergüte anhand vorhandener pflanzlichen und tierischen Bestandteile im Plankton des Gewässer beurteilt. Sie bilden die sogenannten Bioindikatoren. Diese Bestimmung erfolgte am darauffolgenden Sonntag.
Am 29.08.2021 trafen wir uns um 14.00 Uhr bei Horst Zeitz. Das Digitalmikroskop mit dem Monitor wurde für die mikroskopische Arbeit vorbereitet und die Zentrifuge montiert. Das zentrifugierte Untersuchungsmedium mit seinen lebenden und abgestorbenen Bestandteilen konnte anschließend mikroskopisch untersucht werden. Es war sehr interessant, die Bewegungen der Kleinstlebewesen in ihrem Medium zu beobachten. Die mikroskopischen Präparate wurden bewertet und fotografiert.
Die weiterführende Dokumentation aller Daten steht anschließend zur vergleichenden Analyse zur Verfügung.

Text & Fotos: Sabine Schauer



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