Exkursion von Bornstedt durch das Ackertal nach Klosterrode und zurück

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle/Saale e.V. (AHA) hatte am 12.09.2021, zum Tag des offenen Denkmals und in unmittelbarem Zusammenhang zum Tag des Geotops 2021, zu einer Exkursion von Bornstedt durch das Ackertal nach Klosterrode eingeladen. Die Ortschaft Bornstedt, unweit der Lutherstadt Eisleben gelegen, ist weithin durch den Bergfried der Burganlage „Burg Bornstedt“ (Schweinsburg) sichtbar. Treffpunkt war um 10.00 Uhr an der Ev. Kirche „St. Pancratius“ in Bornstedt. Eine Teilnahme am Gottesdienst (Beginn 9.30 Uhr) ermöglichte eine intensive Wahrnehmung des Kircheninneren. Nach dem Gottesdienst schloß sich eine Führung in der Kirche an.

Gekennzeichnet ist das Exkursionsgebiet durch den ehemaligen Bergbau und Landwirtschaft. Die Bergbautätigkeit ergab sich durch die Vorkommen von Braunkohle, Rotsandstein und Alaunerz. Unsere Wanderung führte uns entlang der Rohne durch den Ort. Rotsandstein galt als wichtiges Baumaterial. Spuren davon, waren noch zu sehen. Die Wanderung durch das Ackertal, mit seiner üppigen Flora und Fauna, war für uns alle ein Genuss. Wir konnten uns an einem Steinbruch des Rotsandsteins (Rotliegend) die Gesteinsformationen und Gesteinsschichten aus unmittelbarer Nähe ansehen.
Das Kloster Rode war im 12. Jahrhundert eine Wirkstätte des Prämonstratenser-Ordens. Anlässlich des 900-jährigen Bestehens dieses Ordens, findet eine Sonderausstellung statt. Durch den Umbau der Stiftsgebäude entstand im 16. Jahrhundert das „Schloss Klosterrode“. Zum Tag des offenen Denkmals, waren die Kellergewölbe und das Kreuzrippen – Gewölbe zu besichtigen. Eine Dauerausstellung präsentiert landwirtschaftliche Geräte und bäuerliche Alltags-und Gebrauchsgegenstände dieser Gegend.
Der Rückweg führte uns durch Bornstedt-Neuglück. Im 19. Jahrhundert war dieser Ortsteil eine bedeutende Industriesiedlung. Durch den Abbau von Braunkohle und Alaunerz, sowie Ton und Quarzsand war es der Eigentümerfamilie Müller möglich, eine Ziegelei, eine Teerschwelerei und eine Alaunfabrik zu errichten. Die zahlreichen Ruinen lassen diesen prosperierenden Standort nur noch erahnen. Das ehemalige Herrenhaus ist noch erhalten und wurde saniert. Eine Halde des Alaunerz-Abbaus ist, wegen der üppigen Vegetation, nur von Ortskundigen zu entdecken.

Was bleibt: durch die thematische Breite erhielten wir umfassende Informationen, hatten viele interessante Gespräche und sehr abwechslungsreiche Eindrücke.

Text und Fotos: Sabine Schauer



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