AHA sieht dringende Notwendigkeit beim besseren Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft in der Gemeinde Teutschenthal!

Die Gemeinde Teutschenthal ist nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) von einer vielfältigen Struktur an Landschaft und Natur geprägt. Daher trägt nach Ansicht des AHA auch der Gemeinderat sowie die Gemeindeverwaltung eine sehr große Verantwortung für den Schutz, den Erhalt und die Entwicklung von Umwelt, Natur und Landschaft. Alleine die Lage der 84,23 km² großen Gemeinde zwischen den Fluss- und Auenlandschaften von Saale, Salza und Würdebach, dem Seengebiet des Mansfelder Landes sowie dem Lintbusch und der Dölauer Heide beinhaltet sehr viel ökologisches Potenzial im Einzelnen, im Gesamten sowie im Grün- und Biotopverbund. So gilt es nach Auffassung des AHA alles Erdenkliche zu tun, dass die Entwicklungs- und Gestaltungsplanungen der Gemeinde Teutschenthal auf diese Notwendigkeiten Rücksicht nimmt und sogar noch Erweiterungsräume schafft. Überlegungen des Landkreises Saalekreises Biotopverbundräume über die Laucha bis zur Salza, zum Würdebach, zur Saale, der Mansfelder Seenlandschaft sowie zum Lintbusch und Dölauer Heide zu schaffen bzw. zu entwickeln, gilt es mit den Möglichkeiten und Kapazitäten der Gemeinde Teutschenthal zu begleiten und zu unterstützen.
Des Weiteren hält der AHA eine klare Positionierung aller Verantwortlichen von Politik und Verwaltung im Land Sachsen-Anhalt und den betroffenen Kommunen zu den Folgen des am 11.09.1996 erfolgten spontanen Pfeilerbruchs im westlichen Teil des Ostfeldes in der Grube Teutschenthal für dringend erforderlich, was auf einer Fläche von 2,5 km² zu einem dominoartigen Einbruch des gesamten Ostfeldes in Sekunden in einer Teufe von 620 bis 770 m verursacht und schlagartigen Deckgebirgsabsenkung um 0,5 m führte.
Die gegenwärtige Verfüllungspraxis der Grube Teutschenthal Sicherungsgesellschaft (GTS) Grube Teutschenthal erfüllt den Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) jedoch mit sehr großer Sorge.
Eine Verwendung von Sonder- bzw. Giftmüll jeglicher Art ist eindeutig abzulehnen. Die Schächte sind wasserbeeinflusst und weisen auf dem Weg eine umfassende Reaktionsfähigkeit auf. Insbesondere die als Schadstoffe aufgeführten Oxide von Magnesium, Kalium, Natrium und Kalzium könnten in Verbindung mit Wasser zu Hydroxiden reagieren, welche starke und sehr umweltbelastende Basen entstehen lassen können. Auf Grund der Tatsache, dass das Wasser der Schächte auch in das Umfeld austritt ist mit umfassenden und nachhaltigen Belastungen der Umwelt einer Region zu rechnen, wo ca. 300.000 Menschen leben. Zudem belastet Abluft die Region, welche mit Ausstoß von giftigem Feinstaub einhergeht.
Aus diesen Gründen haben der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Bürgerinitiative gegen eine Giftmüllregion Halle (Saale) e.V. vereinbart ihre Zusammenarbeit zu vertiefen und zu optimieren.
In dem Zusammenhang beschloss die Mitgliederversammlung des AHA am 03.09.2019 die Bürgerinitiative gegen eine Giftmüllregion Halle (Saale) e.V. als kooperatives Mitglied aufzunehmen. Für den AHA ist eine sehr große Freude und ebenso ausgeprägte Ehre auf dieser Art und Weise die verdienst- und verantwortungsvolle sowie fachlich fundierte und sehr engagierte ehrenamtliche und gemeinnützige Arbeit der Mitglieder der Bürgerinitiative gegen eine Giftmüllregion Halle (Saale) e.V. begleiten und unterstützen zu können.
In dem Blickwinkel betrachtet fand zu dem Thema eine Exkursion am Samstag statt, welche am Zscherbener Landgasthof im Haus zu den 3 Herzen startete und in der Gemarkung des Ortsteiles Angersdorf endete.
Zu Beginn der Exkursion nahm die Exkursionsgruppe die jahrelangelang berechtigt umstrittene L 164n, welche als Autobahnzubringer zur Bundesautobahn (BAB) 143 fungiert, dabei für eine umfassende Zerschneidung im Bereich des Kuhgrabentals geführt und eine umfassende Neuversiegelung zur Folge hatte. Ferner führt diese selbst am Samstag vielbefahrene Straße die unwahre Theorie ad absurdum, dass Autobahnen zur Verkehrsentlastung der Orte beitragen. Im Gegenteil, eine zunehmende Frequentierung haben einen zunehmenden Kraftfahrzeugsverkehr zur Folge. Abgesehen von den Schäden für Umwelt, Natur und Landschaft, einhergehend mit verstärkter Lärm-, Abgas- und Feinstaubleistung, führt eine derartige Verkehrs- und Baupolitik keinesfalls zur Entlastung der immer angespannteren Klimaveränderungen. Daher bekräftigt der AHA eine grundlegende Änderung der Verkehrs-, Bau- und Umweltpolitik um Kraftfahrzeugsströme massiv auszudünnen, Transportwege durch Regionalisierungen von Wirtschaftskreisläufen umfassend zu reduzieren bzw. auszuschließen sowie letztendlich Beförderung eines attraktiven Öffentlichen und Schienenpersonennahverkehrs.
Daher sieht der AHA auch keine Notwendigkeit und Rechtfertigung des Weiterbaus der BAB 143 und fordert daher den sofortigen Stopp der Planungs- und Bauaktivitäten.
Im Bereich der Anlagen der Grube Teutschenthal Sicherungsgesellschaft (GTS) in der Salzstraße in Angersdorf griffen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkursion die fachlich fundierte und berechtigte Argumentation der Bürgerinitiative gegen eine Giftmüllregion Halle (Saale) e.V. auf, welche die massive und flächendeckende Gefährdung geißelt, die von der unvermindert fortgesetzten Einlagerung von Sonder- bzw. Giftmüll jeglicher Art ausgeht.
Die Bürgerinitiative gegen eine Giftmüllregion Halle (Saale) e.V. hat die aktuelle Situation treffend folgendermaßen zusammengefasst, Zitat

  • Die Gestank- und Feinstaubbelastung hält seit Anfang 2018 unvermindert an (saisonal bedingt in den Wintermonaten schwächer als in der heißeren Jahreszeit)
  • Die Einlagerung von hochgiftigen Stoffen hält weiter an
  • Das in Teutschenthal gerichtlich geschlossene Freilager wurde nach Delitz unter anderer behördlicher Aufsicht verlagert bei analoger Umweltgefährdung
  • Der Einsatz von Dickstoffversatz (Ursache für die extremen Ausgasungen) wird trotz angekündigter Einstellung Ende 2020 fortgeführt
  • Ein geplanter Schornstein soll die kontaminierte Abluft (Wetterung) weit über das Stadtgebiet von Halle verteilen, Filter wurden von den Genehmigungsbehörden nicht gefordert
  • Die Novellierung der Strahlenschutzverordnung erlaubt seit 2019 auch die Einlagerung von sog. freigemessenen Abbruchmassen aus kerntechnischen Anlagen in Versatzbergwerken. Die GTS hatte mit eigenen Textpassagen diese Novellierung mit vorangetrieben. Alles deutet darauf hin, dass die Landesregierung über das LAGB dies in Kürze genehmigen wird.
  • Die Explosionsursache vom 08.11.2019 wurde als „Arbeitsunfall“, aber nicht als systematisch technologiebedingtes Folgeereignis (Wasserstoffbildung bei Dickstoffversatz) verharmlost
  • Das Grubengebäude der GTS droht weiterhin mangels ordentlicher Wasserhaltung abzusaufen, was zwangsläufig eine Kontamination der Biosphäre bedeuten würde
  • Durch unkontrollierte Lösungsprozesse („Salzpfeiler“) steigt das Risiko von Einstürzen und Gebirgsschlägen entgegen des öffentlichen Auftrages der GTS zur Bergwerksstabilisierung durch Versatz

Zitat Ende

Dabei machte der AHA deutlich, dass er sich die nachfolgenden Forderungen der Bürgerinitiative gegen eine Giftmüllregion Halle (Saale) e.V. vollumfänglich zu eigen macht, Zitat: „

  • Verfüllung des Wasser- und laugeneinbruchsgefährdeten Grubenfeldes Angersdorf mit nicht giftigem/gefährlichem Material
  • Einhaltung des Langzeitsicherheitsnachweises
  • Verhinderung des Absaufens der verfüllten Grubenfelder und Eindringen der Kontaminationen in die Biosphäre
  • Schließung des Freilagers in Delitz aufgrund der gleichen Gefährdungen wie in Teutschenthal
  • Kontinuierliche Kontrolle der Abluft aus dem Bergwerk
  • Errichtung eines Schornsteins mit Filterung der Abluft
  • Kontrolle und Unterbindung der Freilagerhaltung der Filterstäube am Standort Delitz durch die zuständigen Behörden
  • Offenlegung der Untersuchungsergebnisse der Abluftmessung und Staubdepositionsmessungen
  • Lückenlose Aufklärung des Explosionsunglückes vom 08.11.2019 in Teutschenthal und Ergreifen der notwendigen Konsequenzen
  • Verhinderung der Verfüllung dieses Bergwerkes mit sogenannten freigemessen Materialien aus kerntechnischen Anlagen, die zwar nur schwachradioaktiv sind, jedoch eine Strahlung abgeben:
    • Sachsen-Anhalt hat keine Atomkraftwerke und soll hier Material entsorgen?
    • Das Material bringt bei der Entsorgung sehr viel Geld für die Betreiber!
    • Freigemessen bedeutet: alle 1000 t Material erfolgt eine Messung, der Abfall kann aber so lange gemischt werden, bis er die Strahlung von 10 µS/cm einhält, die Messungen und Kontrollen führen die Betreiber selbst durch

Zitat Ende

Die Mitglieder der Exkursionsgruppe berieten im Bereich des Tals des Kuhgrabens und seiner Aue, dass der Abfluss des Wassers vom Grubengelände der GTS weg in Richtung Saale führt und dabei die dringende Gefahr der starken Kontaminierung von Wasser und Boden nicht nur in der Agrarlandschaft und den Auen von Saale und ihrer Nebengewässer besteht, sondern auch in Richtung der Wohngebiete in Holleben, Angersdorf und Halle (Saale) besteht. Die Stadt Halle (Saale) kann es über das Vordringen von Qualmwasser bei Hochwasser treffen. Insofern muss klar sein, dass nicht nur das Gebiet der Gemeinde Teutschenthal bedroht ist, sondern auch saaleabwärts alle nachfolgenden Gebiete. Darüber muss Klarheit bestehen, weil ansonsten das Ausmaß der Bedrohungen einer unverantwortlichen und gefährlichen Fehleinschätzung unterliegt.

Darüber hinaus fiel den Mitgliedern der Exkursionsgruppe auf, dass der Saumbereich des Verbindungsweges zwischen Salzstraße und der Verbindung von bzw. nach Angersdorf über die Karl-Liebknecht-Straße, welche durch das Tal des Kuhgrabens führt, von verstärkter Inanspruchnahme durch feldwirtschaftliche Nutzung geprägt ist. Das verstärkte Heranpflügen an beide Seiten des Weges beseitigt Raum für Wegbegleitgrün in Form von Gehölzen, Stauden- und Wiesensaum. Restbestände haben u.a. unter unqualifizierten Schnittmaßnahmen zu leiden.
Daher ergeht die dringende Empfehlung einen mindestens 5 m breiten Saumstreifen beiderseits des Weges zuzulassen, um bestehende Gehölzbestände zu schützen und zu entlasten sowie neue Abschnitte mit Obstbäumen zu bepflanzen der bzw. sukzessiv entwickeln zu lassen.
Eine solche Entwicklung des Erhaltes und Schutzes bestehender und Wiederherstellung einstiger Lebens-, Nahrungs- und Rückzugsräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sowie der Verbesserung des Landschaftsbildes und des Klimas.

Den Abschluss der Exkursion bildete der Aufenthalt in dem 8 ha großen Weinbergholz, welches nach der Verordnung über die Unterschutzstellung des geschützten Landschaftsbestandteiles „Weinbergholz“ in der Gemarkung Holleben im Landkreis Saalkreis vom 30. Juli 1993, Veröffentlichung im Amtsblatt für den Reg.-Bez. Halle vom 10. September 1993 einen besonderen Schutz genießt. Neben der sehr großen Arten- und Strukturvielfalt des Laubmischwaldes ist das einer der wenigen zusammenhängenden Waldgebiete in der sonst sehr stark ausgeräumten Agrarlandschaft.
Die Mitglieder der Exkursionsgruppe mussten jedoch mit Entsetzen und Empörung feststellen, dass man quer durch das gesamte Waldgebiet ein Befahren mit schwerer Räumtechnik erfolgte. Dabei beschädigte man nicht nur die betroffenen Wege, sondern verletzte zahlreiche Wurzeln und Stammbereiche. Ferner entdeckten die Mitglieder der Exkursionsgruppe umfassende Abholzungen im zentralen Südostbereich des Waldes im Übergangsbereich zum Wohngebiet an der Weinbergstraße. Mit der Abholzung der Bäume und der damit verbundenen verstärkten Sonneneinstrahlung ist eine massive Schädigung der Vegetation und Verfestigung des Bodens erkennbar und besteht nunmehr die Gefahr der verstärkten Austrocknung, was zu massiven Beeinträchtigung der Vegetation führen kann. Davon sind die Feld- und Baumschicht gleichermaßen betroffen.
Daher fordern die Mitglieder der Exkursionsgruppe fordern nunmehr eine lückenlose Aufklärung dieser Zerstörungen und Beschädigungen sowie das die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen sind.
Ferner ist die Erstellung einer wissenschaftlich fundierten Schutz- und Entwicklungskonzeption für das Weinbergholz und sein näheres Umfeld für dringend geboten. Dabei gilt es ebenfalls zu prüfen, inwieweit eine sukzessive Erweiterung des Weinbergholzes in nördlicher, westlicher und südlicher Richtung möglich und sinnvoll erscheint.

Der AHA sieht hier verstärkte Aktivitäten zum Schutz, zum Erhalt und zur Entwicklung von Umwelt, Natur und Landschaft auch in diesen Teilen der Gemeinde Teutschenthal für dringend geboten.

Wer mehr zu Inhalt und Aktivitäten der Bürgerinitiative gegen eine Giftmüllregion Halle (Saale) e.V. erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Kontaktmöglichkeit: E-Mail-Adresse: vorstand@giftmuellregion-halle.de

Der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA ist jedenfalls bereit im Rahmen seiner Möglichkeiten bei der Bewältigung der Aufgaben zum Schutz, Erhalt und Entwicklung der sehr vielfältigen Umwelt, Natur und Landschaft zu unterstützen.
Ferner ruft der AHA die interessierte Bevölkerung auf in der Bürgerinitiative gegen eine Giftmüllregion Halle (Saale) e.V. sowie in einer angedachten AHA-Ortsgruppe Teutschenthal mitwirken.
Wer Interesse hat kann sich bitte an folgende Anschrift wenden:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

Tel.: 0345 200 27 46

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 28.03.2021

Fotos: Isabell Schneider



„Stoppt den Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle!“

Das Aktionsbündnis gegen den Flughafenausbau und die Bürgerinitiative „Gegen die neue Flugroute“ rufen zur Kundgebung aufGegenLärm_271x354

Montag, den 15. Februar 2021 um 14:30 Uhr vor der Landesdirektion Sachsen, Leipzig

Mit dem derzeit laufenden Planfeststellungsverfahren will DHL seine Kapazität am Flughafen um 67% erweitern. Das bedeutet eine massive Zunahme der Lärm- und Klimabelastung, sowie des Ausstoßes von Ultrafeinstaub, nicht nur für Leipzig, sondern für die ganze Region. Wir sagen deshalb:
Der Flughafenausbau muss gestoppt werden!

Die Bürgerbeteiligung zu den Ausbauplänen für den Frachtflughafen Leipzig/Halle ist bisher völlig fehlgeschlagen: Vor gut einem Jahr gab es Informationsveranstaltungen zum Ausbauvorhaben, bei denen Fragen und Diskussionen unterbunden wurden. Mit dem Stadtratsbeschluss vom 10. Juni wurde eine Informationsveranstaltung beschlossen, die nie umgesetzt wurde. Seit dem 16. November 2020 läuft die „öffentliche Auslegung“ der endlos langen und für Laien unverständlichen Pläne zum Ausbauvorhaben. Dabei wird einfach so getan, als ob es keinen Corona-Lockdown gebe. Und schließlich hat die Landesdirektion Sachsen (LDS) in ihren Bekanntmachungen über die Auslegung auch noch ihre eigene Adresse falsch angegeben! Ein solches Verfahren ist unzumutbar!

Am 15. Februar endet die Einspruchsfrist gegen das ausgelegte Planfeststellungsverfahren (PFV). Wir lassen dieses scheindemokratische Desaster nicht unkommentiert und rufen daher erneut zum Protest gegen den Flughafenausbau auf!

Wir freuen uns, wenn von allen uns wohlgesonnen Gruppen Vertreter und Vertreterinnen erscheinen. Überlegen Sie sich aber, ob es in diesen Zeiten ratsam ist, in großer Zahl aufzuschlagen.

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Demo gegen den Flughafenausbau am 24. Juli 2020 in Leipzig, Quelle: Leipziger Zeitung

Wann? Am 15. Februar 2021 um 14:30 Uhr
Wo? Leipzig, Braustraße 2 vor der Landesdirektion Sachsen
Was? Kundgebung mit Redebeiträgen und Übergabe einer Protestnote
Wie? Mit 1,5m Abstand untereinander und FFP2-Masken

Matthias Zimmermann, Pressesprecher BI „Gegen die neue Flugroute“
Elisabeth Reckmann, Aktionsbündnis gegen Flughafenausbau


Der Wegebau ist ein inakzeptabler menschlicher Eingriff in das FFH und NSG Peißnitznordspitze

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FFH- und NSG-Beschilderung: Verbot von Zer-/Störung der Tier- und Pflanzenwelt

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – fordert den sofortigen Stopp sämtlicher Baumaßnahmen im NSG „Peißnitznordspitze“ und der Verschwendung von Steuermitteln. Daher fordert der AHA das Ende der sogenannten Fluthilfen 2013.
Ebenfalls fordert der AHA die Überprüfung sämtlicher Genehmigungen für die Aussetzung der NSG-Verordnung für das NSG „Peißnitznordspitze“, u.a. auf  Interessenkonflikt.

Zitat aus der Verordnung der Bezirksregierung Halle über die Festsetzung des Naturschutzgebietes „Nordspitze Peißnitz“, Stadt Halle (Saale) vom 10.09.1993:

§ 4 Verbote

(1) Nach § 17 Abs. 2 NatSchG LSA sind im Naturschutzgebiet alle Handlungen verboten, die das Naturschutzgebiet oder einzelne seiner Bestandteile zerstören, beschädigen, verändern oder nachhaltig beeinträchtigen.

(2) Zur Vermeidung von Gefährdungen und Störungen sind im Naturschutzgebiet insbesondere folgende Handlungen untersagt:

1. das Naturschutzgebiet außerhalb der vor Ort gekennzeichneten Wege zu betreten,
2. wildlebenden Tieren nachzustellen, sie zu stören, zu füttern, zu fangen oder zu töten,
[ … ],
4. sämtliche Wege mit Motorfahrzeugen zu befahren,
[ … ],
6. bauliche Anlagen einschl. Deponien aller Art zu errichten sowie transportable Einrichtungen und Zelte aufzustellen,
7. gebietsfremde Tiere und Pflanzen in das Gebiet einzubringen,
8. Wege neu anzulegen und weitere Parkbänke oder Papierkörbe ohne Genehmigung der zuständigen Behörde aufzustellen,
9. mit Wasserfahrzeugen am Ufer des Naturschutzgebietes anzulegen, [ … ]

Artenschutz und Schutz der Biodiversität, kein Wunder dass die Arten schwinden, wenn die Menschen unter welchen Gründen immer wieder einzugreifen gedenken.

Einige einflussreiche Mitmenschen haben noch nicht verstanden, dass sich der Lebensraum des Menschen verändert, negativ verändert. Es ist unser aller Lebensraum.
Es ist zu bezweifeln, ob jene Mitmenschen, welche die Wegbaumaßnahmen beschlossen, seit 2013 überhaupt mal vor Ort waren.

Dazu einen Tipp: Gehen Sie hin und sehen Sie, für was Sie verantwortlich zeichnen!!
Wenn Sie verantwortlich handeln wollen, stoppen Sie die Maßnahmen und ziehen Sie den Beschluss zurück.

Das Projekt hat die Stadtverwaltung ausgesucht. Wenn man nicht mehr zurück kann, haben Sie Rückgrat und überdenken Sie alles, auch wenn es € 40.000,00 kostet. Die Natur sollte es uns Wert sein. Das Schottermaterial verändert die Eigenschaften des Weges. Verbockt hat es nicht die Natur. Wir müssen uns als Menschen aus der Natur heraushalten, weil es gut für uns Menschen ist.

Text und Fotos: Werner Zabel und AHA

Fotos von der Protestexkursion „Joggen gegen Schotter“ am Samstag, dem 10.10.2020

Man sieht auf den Bildern deutlich die „zerstörten Wege, welche mit Fluthilfemitteln unbedingt ausgebessert werden müssen“ die Ironie. Unsinn bleibt Unsinn, egal wer ihn begeht.


Initiative „Pro Baum“ und AHA fordern mehr naturnahere Entwicklung und Schutz der Saaleaue im Zentrum bis Süden Halles!

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Rabeninsel – die Märchenwiese

Der heutige Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) begrüßt schon seit dem Jahre 1980 wissenschaftlich-fachlich fundierte Schritte, welche dem Schutz, der Entwicklung, dem Erhalt und der Betreuung der halleschen Auenlandschaft dienen. Bekanntlich prägen die Auenlandschaften von Saale, Weißer Elster, Reide, Hechtgraben, Götsche, Saugraben, Roßgraben und ihrer Nebengewässer umfassend Natur, Landschaft, Umwelt, Klima, Stadtbild sowie Naherholung und Tourismus der Stadt Halle (Saale). Neben der Tatsache, dass diese Fluss- und Auenlandschaften in ein sehr großes Netz bundesweit bzw. länderübergreifend derartiger sehr bedeutsamer, arten- und strukturreicher Landschaften eingebettet ist und somit Teil einer Gesamtverantwortung darstellt, ist eine sehr gut überlegte Herangehensweise dringend geboten. Dazu gehören aber solche Erkenntnisse, dass eine enge Korrelation zwischen Fließgewässern und Auen bestehen, Auenlandschaften zu den arten- und strukturreichsten Landschaften der gemäßigten Zonen gehören, als Lebens- und Rückzugsraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten, natürliche Retentionsflächen der Fließgewässer und Wasserspeicherraum dienen sowie daher unbedingt einer naturnaheren, naturnahen bis natürlichen Entwicklung bedürfen.
Einen sehr wichtigen Teil der halleschen Saaleaue im zentralen und südlichen Teil der Stadt Halle (Saale) nimmt das ca. 91 ha große Naturschutzgebiet „Rabeninsel und Saaleaue bei Böllberg“, wozu u.a. die Untere Aue und die Rabeninsel gehören. Das Naturschutzgebiet ist zudem Bestandteil des EU SPA „Saale-Elster-Aue südlich Halle“ und des FFH-Gebietes „Saale-, Elster-, Luppe-Aue zwischen Merseburg und Halle“.
Die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) nehmen immer wieder mit Genugtuung die voranschreitende sukzessive Entwicklung in der Unteren Aue zur Kenntnis. Gleiches gilt für den ca. 41 ha großen Restauenwald Rabeninsel. Hier ist aus Sicht der Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) der Natur die alleinige Regie für die Entwicklung des Auenwaldes zu überlassen. Dazu zählen auch für die einst im vergangenen Jahrhundert angepflanzten Pappelbestände. Hier zeigt sich erfreulicherweise eine schrittweise Umentwicklung zu einem naturnahen, standortgerechten Auenwald. Die alten Pappeln dienen zurzeit noch mit ihren hohen Bäumen und Höhlen als Nistplatz sowie Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tierarten und dienen als „Schutzschirm“ für die Sukzession. Von daher ist von einer Fällung abzuraten, welche zudem die sukzessive Wiederentstehung besagten Auenwaldes empfindlich stören könnte.
Nunmehr plant die Stadt Halle (Saale) die Abholzung von zwei mit Hybridpappeln bewachsenen Flächen im Nordteil der Rabeninsel. Laut des von der Stadt Halle (Saale) beauftragten Planungsbüros „RANA“, umfassen die Fläche 1 eine Größe zwischen 6.800 bis 7.000 m² und die Fläche 2 eine Größe zwischen 2.400 bis 2.500 m². Im Anschluss daran beabsichtigt man Monokulturen von Stieleichen anzulegen.

Die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) sehen bereits in diesen Planungen eine massive Bedrohung für den Auenwald im Nordteil der Rabeninsel. Da diese Abholzungen bereits im Herbst 2020 vorgesehen sind und eine Beteiligung der Öffentlichkeit noch nicht stattgefunden hat, ist nach Auffassung beider Organisationen schnelles Handeln geboten.

Daher riefen die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) am Mittwoch, den 26.08.2020 zu einer ca. dreistündigen Fahrradprotestexkursion zur Rabeninsel auf, welche um 18.00 Uhr an der Kreuzung Holzplatz/Mansfelder Straße, Ecke Kaufhaus begann.

Nach dem Befahren der Rabeninsel gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fahrradprotestexkursion auf die durchgeführte Aufschüttung des Weges mit Porphyrbrechsand und einer einhergehenden Verbreiterung der Wege ein. Diese Wege stellen sich nunmehr als naturfern und nicht standortgerecht dar. Es ist davon auszugehen, dass das in einem Steinbruch gewonnene Material bei einem Hochwasser wegspült sich im Auenwald verteilt. So dass diese steuerlich finanzierten Baumaßnahmen nicht nur Umwelt, Natur und Landschaft schaden, sondern als Verschwendung öffentlicher Mittel zu betrachten ist.
Darüber hinaus haben beidseitige Mahdarbeiten mit einer jeweiligen Breite von ca. 1 m nicht nur sehr wichtige Kraut- und Staudensaumen abgemäht, sondern auch Sukzessivbestände der Stieleiche zerstört. Dabei haben die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) immer wieder auf die Bedeutung dieser Randstreifen beispielsweise für Insekten und als Sukzessionsbereich für Stieleiche hingewiesen.
Mit Genugtuung haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fahrradprotestexkursion die voranschreitende Sukzession in den von der Abholzung bedrohten beiden Hybridpappelbeständen im Norden der Rabeninsel in Augenschein genommen. Insbesondere Gemeine Esche, Feld- und Flatterulme, Feldahorn, Winterlinde, Bergahorn, Frühblühende Traubenkirsche und Schwarzer Holunder sind hier prägende Gehölze, welche auen- und standorttypisch sind. Die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fahrradprotestexkursion gaben zu bedenken, dass die Entwicklung und der Bestand der Stieleiche im Zuge des Klimawandels und der damit verbundenen Zunahme an sommerlicher Hitze und Trockenheit sowie weitgehend ausbleibender Winter stark gefährdet ist. An diesen Ausgangsbedingungen können auch plantagenartig gepflanzte Stieleichenmonokulturen nichts ändern. Abgesehen davon, dass in der Regel Baumschulware mit gekappten Pfahlwurzeln zur Pflanzung kommen. Diese gekappten Pfahlwurzeln wachsen in der Regel nicht weiter und führen dazu, dass die Wassererschließung in tieferen Schichten nicht mehr möglich und die Standsicherheit gefährdeter ist.
Die angedachten Abholzungen mit Einsatz von schwerer Technik können zudem zu massiven Schäden des angrenzenden Pflanzenbestandes führen sowie starke Verdichtungen des Bodens hervorrufen. Ferner ist es vollkommen normal in einem Wald, dass einzelne Bäume umbrechen, kleinere Lichtungen schaffen und das Holz im Rahmen der Wiedereingliederung in den Stoffkreislauf Insekten, Spinnen, Pilzen und Mikroorganismen als Lebensraum bzw. als Nahrung dienen. Ferner dienen diese kleineren Lichtungen u.a. als Sukzessions- und Entwicklungsraum für neue Gehölze. Das befördert nicht nur den Arten- sondern auch den Strukturreichtum.
Die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fahrradprotestexkursion sind sich daher einig, dass eine Aufforstung von Stieleichen nicht zielführend ist und zu massiven Eingriffen in Umwelt, Natur und Landschaft führen.
Alternativ haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fahrradprotestexkursion den Vorschlag der Initiative „Pro Baum“ und des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) aufgegriffen, zum richtigen Zeitpunkt auf den Wegen der Rabeninsel Eicheln zu sammeln und in das Gebiet der Hybridpappeln einzubringen oder zu stecken. Eine Erfolgsgarantie gibt es zwar nicht, da Stieleichen nicht zur Massenvermehrung neigen, aber eine gewisse Chance naturnah diese Art zu verbreiten. Derartige Einsätze lassen sich sehr gut mit Kindern und Jugendlichen umsetzen und tragen so noch zur Umweltbildung bei.
Gleiches gilt auch für die Märchenwiese “, ebenfalls im Nordteil der Rabeninsel gelegen, mit Kopfweiden bestanden und durchaus von einem naturnaheren Wiesenbestand geprägt, in Erscheinung tritt. Jedoch halten es die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fahrradprotestexkursion für sinnvoll das Schnittgut als Steckhölzer zur weiteren Verjüngung der Kopfweidenbestände in dem Bereich der Rabeninsel zu verwenden. Der AHA legte dazu zum 01.11.2000 eine „Konzeption zur Pflege und Entwicklung der Wiese und des dort wachsenden Kopfweidenbestandes im Nordostteil der Rabeninsel“ vor. Im Rahmen der Exkursion bekräftigte der AHA sein Interesse die Betreuung und Pflege der „Märchenwiese“ zu übernehmen.

Ferner appellieren Initiative „Pro Baum“ und AHA aus den obengenannten Gründen an alle Interessenten aktiv beim Schutz und Erhalt von Umwelt, Landschaft und Umwelt mitzuwirken. Interessenten können folgendermaßen zur Initiative „Pro Baum“ und zum AHA Kontakt aufnehmen:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 27.08.2020

Fotos: Dietmar Hörner

Beitrag und Fotos: Werner Zabel

Bei einer Begehung der Hybridpappelbestände der Rabeninsel am 19.08.2020 mit PD Volker Neumann wurde bekannt:
1. dass die Bestände in grossen Teilen noch vital sind
2. dass es schon nach kurzer Zeit einige Nachweise seltener Käferarten am Totholz der Pappeln gibt (Feuerkäfer und Bockkäfer)
3. eine Nachsuche sich mindestens über eine Vegetationsperiode erstrecken müsste.


Initiative „Pro Baum“ und AHA fordern mehr naturnahere Entwicklung und Schutz der Saaleaue im Zentrum bis Süden Halles!

1500 DSC8387Mittwoch, den 26.08.2020, um 18.00 Uhr
Fahrradprotestexkursion zur Rabeninsel
Treff: Kreuzung Holzplatz/Mansfelder Straße, Ecke Kaufhaus
Dauer: ca. 3 Stunden

Der heutige Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) begrüßt schon seit dem Jahre 1980 wissenschaftlich-fachlich fundierte Schritte, welche dem Schutz, der Entwicklung, dem Erhalt und der Betreuung der halleschen Auenlandschaft dienen. Bekanntlich prägen die Auenlandschaften von Saale, Weißer Elster, Reide, Hechtgraben, Götsche, Saugraben, Roßgraben und ihrer Nebengewässer umfassend Natur, Landschaft, Umwelt, Klima, Stadtbild sowie Naherholung und Tourismus der Stadt Halle (Saale). Neben der Tatsache, dass diese Fluss- und Auenlandschaften in ein sehr großes Netz bundesweit bzw. länderübergreifend derartiger sehr bedeutsamer, arten- und strukturreicher Landschaften eingebettet ist und somit Teil einer Gesamtverantwortung darstellt, ist eine sehr gut überlegte Herangehensweise dringend geboten. Dazu gehören aber solche Erkenntnisse, dass eine enge Korrelation zwischen Fließgewässern und Auen bestehen, Auenlandschaften zu den arten- und strukturreichsten Landschaften der gemäßigten Zonen gehören, als Lebens- und Rückzugsraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten, natürliche Retentionsflächen der Fließgewässer und Wasserspeicherraum dienen sowie daher unbedingt einer naturnaheren, naturnahen bis natürlichen Entwicklung bedürfen.
Einen sehr wichtigen Teil der halleschen Saaleaue im zentralen und südlichen Teil der Stadt Halle (Saale) nimmt das ca. 91 ha große Naturschutzgebiet „Rabeninsel und Saaleaue bei Böllberg“, wozu u.a. die Untere Aue und die Rabeninsel gehören. Das Naturschutzgebiet ist zudem Bestandteil des EU SPA „Saale-Elster-Aue südlich Halle“ und des FFH-Gebietes „Saale-, Elster-, Luppe-Aue zwischen Merseburg und Halle“.
Die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) nehmen immer wieder mit Genugtuung die voranschreitende sukzessive Entwicklung in der Unteren Aue zur Kenntnis. Gleiches gilt für den ca. 41 ha großen Restauenwald Rabeninsel. Hier ist aus Sicht der Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) der Natur die alleinige Regie für die Entwicklung des Auenwaldes zu überlassen. Dazu zählen auch für die einst im vergangenen Jahrhundert angepflanzten Pappelbestände. Hier zeigt sich erfreulicherweise eine schrittweise Umentwicklung zu einem naturnahen, standortgerechten Auenwald. Die alten Pappeln dienen zurzeit noch mit ihren hohen Bäumen und Höhlen als Nistplatz sowie Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tierarten und dienen als „Schutzschirm“ für die Sukzession. Von daher ist von einer Fällung abzuraten, welche zudem die sukzessive Wiederentstehung besagten Auenwaldes empfindlich stören könnte.
Nunmehr plant die Stadt Halle (Saale) die Abholzung von zwei mit Hybridpappeln bewachsenen Flächen im Nordteil der Rabeninsel. Laut des von der Stadt Halle (Saale) beauftragten Planungsbüros „RANA“, umfassen die Fläche 1 eine Größe zwischen 6.800 bis 7.000 m² und die Fläche 2 eine Größe zwischen 2.400 bis 2.500 m². Im Anschluss daran beabsichtigt man Monokulturen von Stieleichen anzulegen.

Die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) sehen bereits in diesen Planungen eine massive Bedrohung für den Auenwald im Nordteil der Rabeninsel. Da diese Abholzungen bereits im Herbst 2020 vorgesehen sind und eine Beteiligung der Öffentlichkeit noch nicht stattgefunden hat, ist nach Auffassung beider Organisationen schnelles Handeln geboten.

Daher rufen die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) am Mittwoch, den 26.08.2020zu einer ca. dreistündigen Fahrradprotestexkursion zur Rabeninsel auf.
Treff: um 18.00 Uhr Kreuzung Holzplatz/Mansfelder Straße, Ecke Kaufhaus

Ferner appellieren Initiative „Pro Baum“ und AHA aus den obengenannten Gründen an alle Interessenten aktiv beim Schutz und Erhalt von Umwelt, Landschaft und Umwelt mitzuwirken. Interessenten können folgendermaßen zur Initiative „Pro Baum“ und zum AHA Kontakt aufnehmen:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

AndreasListe
Vorsitzender

Halle (Saale), den 20.08.2020

Fotos: Werner Zabel


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