AHA und NABU laden zur mykologischen Exkursion ein

37 1500 DSC5977Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Fachgruppe „Mykologie“ des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Regionalverband Halle/Saalkreis e.V. führen am Samstag, dem 24.10.2020, eine ca. vierstündige gemeinsame Mykologische Exkursion in das Landschaftsschutzgebiet „Dieskauer Park“ durch. Neben vielen Wissenswerten aus der Welt der Pilze ist vorgesehen auf die ökologische Bedeutung des Dieskauer Parks sowie der Reide und ihrer Aue hinzuweisen.
Treff ist 10.00 Uhr am Eingang Dieskauer Schloss

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 16.10.2020


AHA hält weiterhin Erhalt, Schutz, Weiterentwicklung und räumliche Ausdehnung des Stadtgrüns in Berlin für dringend geboten!

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Berlin – Rotes Rathaus und Fernsehturm

Nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) gehört auch im Land Berlin ein umfassender Erhalt und Schutz sowie eine Weiterentwicklung und räumliche Ausdehnung von Stadtgrün zu einer sehr notwendigen Aufgabe. Bekanntlich bedeutet Stadtgrün eine Verbesserung der Luftqualität durch Sauerstoffproduktion und Erhöhung der Luftfeuchtigkeit sowie Absorbierung z.B. von Stick- und Kohlenoxiden sowie Feinstaub. Ferner dienen sie den Menschen als Erholungsraum, tragen zur Verbesserung des Stadtbildes sowie fungieren als Lebens- und Rückzugsräume für verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Stadtgrün stellt sich u.a. als Parkanlagen, Begleitgrün an Wegen und Straßen sowie als Gärten dar.
Eng damit verbunden die Oberflächengewässer Berlins, welche laut Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz eine Fläche von 58,9 km² bzw. 6,6 % der Berliner Gesamtfläche umfasst.
Die ökologische und stadtgestalterische Bedeutung erhöht sich, wenn neben Schutz, Erhalt und Weiterentwicklung einzelner Bereiche des Stadtgrüns und der Oberflächengewässer, Biotop- und Grünverbünde erhalten bleiben und eine umfassende Erweiterung erfahren sowie neue Verbindungen entstehen bzw. sich entwickeln können. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin durchfließen die Flüsse Spree, Dahme und Havel auf einer Strecke von 89 km die Bundeshauptstadt. Hinzukommen noch kleinere Nebenwasserläufe wie Panke, Fredersdorfer Fließ, Tegeler Fließ, Wuhle und Nordgraben mit einer Länge von ca. 75 km. Bei den Fließgewässern ist es u.a. dringend geboten, Sohl- und Uferbefestigungen zu erfassen und zu entfernen sowie damit Möglichkeiten für naturnahere, strukturreichere Entwicklungen zu schaffen.
Dagegen erfüllt den AHA die Wiederzunahme der Flächenversiegelung mit großer Sorge. Laut Umweltatlas Berlin 01.02 Versiegelung (Ausgabe 2017) ergeben sich folgende diesbezügliche Angaben.

JahrVersiegelung in ha%
199031.17335,3
200131.02134,7
200528.40831,9
201129.19032,8
201630.19233,9

Als Beispiel einer falschen baulichen Entwicklung ist der Beschluss des Abgeordnetenhaus Berlin vom 07.08.2019 zum „Bebauungsplan 8-66gemäß § 9 Abs. 8 BauGBfür das Gelände zwischen Gerlinger Straße, Buckower Damm, der Landesgrenze Berlin – Brandenburg und der östlichen Grenze des Grundstücks Gerlinger Straße 25/29im Bezirk Neukölln, Ortsteil Buckow“ zu sehen.

https://www.berlin.de/ba-neukoelln/politik-und-verwaltung/aemter/stadtentwicklungsamt/stadtplanung/bebauungsplaene/bebauungsplan-festgesetzt/artikel.844944.php

https://www.buckowerfelder.de/

Das Land Berlin äußert sich unter dem Link https://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/wohnungsbau/buckower-felder/index.shtml folgendermaßen, Zitat:

Das Gebiet Buckower Felder liegt im Bezirk Neukölln unmittelbar am südlichen Stadtrand Berlins im Ortsteil Buckow westlich der Gropiusstadt. Die etwa 16 Hektar große Fläche, die bis zum Beginn der Baumaßnahmen vorrangig landwirtschaftlich genutzt wird, gehört zu den wenigen landeseigenen Flächen mit großem Wohnungsbaupotential. Damit kommt dem Gebiet – das vom Buckower Damm, der Gerlinger Straße sowie dem Berliner Mauerweg umschlossen wird – eine besondere stadtentwicklungspolitische Bedeutung zu.

Das östliche Teilgebiet ist im Flächennutzungsplan (FNP) seit 1994 als Wohnbaufläche mit landschaftlicher Prägung dargestellt. Landschaftliche Prägung bedeutet, dass das Plangebiet in der Übergangszone zur freien Landschaft liegt. Die landschaftliche Prägung soll durch den Erhalt bzw. der Entwicklung von Freiräumen und Vegetationsstrukturen erreicht werden.

Festgesetzt durch den Bebauungsplan 8-66 ist eine drei- bis fünfgeschossige Wohnbebauung, die etwa 850 bis 900 Wohnungen ermöglichen. Mindestens 30 Prozent der Wohnungen werden öffentlich gefördert sein und einen Mietpreis von 6,50 EUR/m² haben. Das Vorhaben wird überwiegend durch das städtische Wohnungsunternehmen STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH umgesetzt. 20 Prozent der zulässigen Geschossfläche Wohnen werden von gemeinwohlorientierten Dritten (u.a. Genossenschaften) errichtet. Die Grundstücke werden hierbei von der STADT UND LAND in Erbpacht langfristig zur Verfügung gestellt.“, Zitat

Offenbar haben Abgeordnetenhaus und Senat des Landes Berlin noch immer nicht begriffen, dass nicht weitere Flächenversiegelung, sondern Flächenentsiegelungen notwendig sind. Im konkreten Fall zerstört man eine entwicklungsfähige Agrarfläche, welche u.a. zahlreichen Vogelarten Lebensraum bietet. In der Begründung des Bebauungsplans heißt es auf Seite 49, unter „Avifauna“, Zitat: Im Jahr 2013 wurde eine faunistische Standortuntersuchung im Plangebiet durchgeführt (ÖKOPLAN2013). Bei der Erfassung der Avifauna (Brutvögel) wurden im Plangebiet und seinem Umfeld insgesamt 17 Vogelarten nachgewiesen, davon vier Arten als Brutvögel mit Brutverdacht (Dorngrasmücke, Feldlerche, Feldschwirl und Grauammer). Alle vier Arten gelten als wertgebend, Zitat Ende

Diese Darstellung ist beispielhaft zu betrachten für die Schutzwürdigkeit und ökologische Entwicklungsfähigkeit dieser Agrarlandschaft an der Grenze zum Land Brandenburg. Ferner sind Gehölzstrukturen mit angrenzenden Kraut- und Staudenfluren als bedeutsam anzusehen. Eine entsprechende Entwicklung der intensiver genutzten Agrarfläche hat dann eine fortgesetzte und sich weiter gestaltende bedeutsame Funktion als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, Kaltluftentstehungsgebiet, Raum des Biotop- und Grünverbundes sowie damit verbundenen Erholungs- und Wohnraumfunktion für bestehende Wohngebiete. Darüber hinaus bleiben dem Gesamtgebiet verstärkte Ziel- und Quellverkehre durch Kraftfahrzeuge erspart.
Bei der Planung und angesetzten Umsetzung auf einen Flächennutzungsplan des Jahres 1994 zeugt davon, dass offensichtlich eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus und der rot-rot-grüne Senat noch immer nicht die dringende Notwendigkeit eines noch viel strengeren Schutzes von Umwelt, Natur, Landschaft und Klima erkannt haben.
Daher fordert der AHA diesen und ähnliche geplante bzw. beschlossene Bebauungspläne erneut auf den Prüfstand zu stellen und bestenfalls sofort zu stoppen bzw. zu beenden.
Ferner leitet sich für den AHA daraus ab, dass ein verstärkter Erhalt, Schutz, Weiterentwicklung und räumliche Ausdehnung des Stadtgrüns und der Oberflächengewässer dringend geboten sind. Ebenso gilt es dringend zu prüfen, wo nicht nur ein Stopp der Neuversiegelung erfolgen kann, sondern noch besser Rückbau und Flächenentsiegelungen möglich sein können.

Der AHA ist bereit im Rahmen seiner ehrenamtlichen und fachlichen Möglichkeiten bereit daran mitzuwirken. Ferner bietet sich der AHA als Sammelbecken für Interessierte an, welche sich ehrenamtlich für den Erhalt, Schutz, Weiterentwicklung und räumliche Ausdehnung des Stadtgrüns und der Oberflächengewässer einsetzen möchten.
Wer Interesse daran hat, wende sich bitte an folgende zentrale Anschrift des ehrenamtlichen und gemeinnützigen AHA:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA
)
Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Telefon & WhatsApp: 0176 643 623 67

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 11.10.2020


AHA hält verstärkte Maßnahmen zum Schutz und Entwicklung der Helme für erforderlich

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Berga – Blick zum Fernsehturm Kulpenberg

Im Rahmen von zahlreichen Fahrradexkursionen entlang der Helme, des Helmestausees, der Zorge und Teilen der Thyra im Raum zwischen der Stadt Nordhausen sowie den Orten Berga – Kelbra und Auleben greift der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) immer wieder intensiv das Thema Schutz und Entwicklung des Gesamtgebietes auf.
Dabei stellt der AHA immer wieder heraus, dass die ca. 74 km lange Helme einst zu den arten- und strukturreichsten Flüssen Mitteldeutschlands gehörte. Insbesondere prägend waren die umfassenden Mäander und der durchaus damit verbundene Fischreichtum. In Folge eines starken Sommerhochwassers im Jahre 1956 nahm man massive Begradigungen vor sowie errichtete in den Jahren 1962 bis 1965 ein Stausee mit einem Fassungsvermögen von 35,6 Millionen Kubikmeter, welcher offiziell im Jahre 1969 seine Eröffnung erfuhr.
Damit hat man der Helme bereits einen schweren Schaden zugefügt. Nunmehr muss der AHA feststellen, dass sich die unerlaubten Einleitungen von Abwasser häufen und offensichtlich die Verursacher keinen Willen zeigen derartige Zustände zukünftig auszuschließen und zur Aufklärung beizutragen. So konnten bisher unbestraft die Firma Schatz Umwelt GmbH zweimal im Monat August 2020 die Helme sowie der Wasserverband Südharz wegen eines mutmaßlichen Defekts der Pumpstation der Mischwasserentlastung die ca. 17 km lange Gonna mit massiv verunreinigten Flüssigkeiten schwer belasten.
Die Staatsanwaltschaft Halle hatte mit Schreiben vom 25.08.2020 die Ermittlungen eingestellt und als Begründungen das Unvermögen des Umweltamtes des Landkreises Mansfeld-Südharz am Tag der Verschmutzung der Helme überhaupt sowie der Polizei fachlich korrekt zur Laboranalytik geeignete Wasserproben zu entnehmen, herangezogen. Diese Vorgehensweise der Staatsanwaltschaft Halle ist als unverantwortlich anzusehen, da auch eine spätere Entnahme von Wasserproben zu mindestens anhand der Einleitungsstellen, den Nachweis der Ursache der Umweltstraftaten ermöglicht. Es ist schon skandalös genug, dass es erst einer Strafanzeige des Kreisanglervereins Sangerhausen e.V. bedarf, um überhaupt Ermittlungen in Gang zu setzen. Weder die Landrätin des Landkreises Mansfeld-Südharz, noch der für die Helme verantwortliche Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz des Landes Sachsen-Anhalt scheinen diesen Schritt gegangen zu sein bzw. gehen zu wollen.
Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) geht davon aus, dass die Helme und ihre Nebengewässer schon massiven Belastungen durch Einträge von Nährstoffen und Pestiziden aus der angrenzenden Landwirtschaft ausgesetzt ist. Derartige Verschmutzungen haben ebenso wenig in den Fließgewässern zu suchen, wie Einträge von Öl, Fäkalien und anderen schwersten Belastungen von Wasser und Boden.
Nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) sind nunmehr umfassende Untersuchungen des Wassers und des Bodens von Helme und Gonna an den Einleitungsstandorten und bis zur Mündung in die Unstrut erforderlich, um daraus Sanierungsmaßnahmen ableiten zu können. Ferner sieht der AHA die Notwendigkeit der Firma Schatz Umwelt GmbH die Betriebserlaubnis zu entziehen und den Wasserverband Südharz so technisch und personell auszustatten, dass derartige schwere Belastungen von Umwelt, Natur und Landschaft nicht mehr auftreten können.
Darüber hinaus hält es der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) für dringend geboten, dass der Freistaat Thüringen und das Land Sachsen-Anhalt gezielt und sofort nach illegalen Einleitungsstellen in die Helme und ihre Nebengewässer fahnden, diese zurückbauen lassen und die Verursacher zur Verantwortung ziehen oder ziehen lassen.
Die Staatsanwaltschaft Halle fordert der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) auf, die Ermittlungen zu den fortgesetzten schwersten Verschmutzungen in Helme und Gonna sofort und vollumfänglich aufzunehmen. Es muss Schluss sein, solche schwersten Verunreinigungen mehr oder minder als Kavaliersdelikte zu betrachten.
Im Zusammenhang mit den dringend erforderlichen Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen hält es der AHA ebenfalls für sehr sinnvoll bzw. dringend notwendig, eine sehr komplexe, wissenschaftlich fundierte Schutz- und Entwicklungskonzeption für die ca. 74 km lange Helme, die etwa 38 km lange Zorge, die ca. 20 km lange Thyra, die ca. 17 km lange Gonna sowie für die insgesamt 22,8 km lange Rohne und ihrer Einzugsgebiete sowie direkt angrenzender Räume entwickeln zu lassen. Dabei sollte auch die Wirkung und perspektivische Entwicklung des Helmerückhaltebeckens Bestandteil und Inhalt der Untersuchungen sowie eine wirksame Verhinderung des Eintrages von Verunreinigungen aller Art sein.
Als Partner können dazu die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die Hochschule Anhalt in Bernburg und die Fachhochschule Nordhausen dienen. Der AHA ist bereit im Rahmen seiner ehrenamtlichen und gemeinnützigen Möglichkeiten diese wissenschaftliche Bearbeitung zu initiieren und zu begleiten.
Perspektivisch kann sich der AHA vorstellen, dass in Kelbra eine Helme-Konferenz stattfindet, wo Politik, Verwaltung, Wissenschaft sowie die Bevölkerung und Interessenten und ihre Initiativen und Vereine gemeinsam über die Entwicklung des ca. 74 km langen Flusses und seines Einzugsgebietes beraten können. Ziel muss es dabei sein, alle Interessen und Notwendigkeiten ökologisch nachhaltig zusammenzuführen. Im Rahmen der Fahrradexkursion am 26.10.2019 tauschte sich die Exkursionsgruppe dazu auch mit dem Geschäftsführer des Kreisanglerverbandes Sangerhausen e.V. Frank Gabriel aus. Man kam überein so schnell wie möglich das Thema zu konkretisieren.

Darüber hinaus möchte der AHA auf folgende Fahrradexkursion hinweisen, zu welchen alle Interessenten und Verantwortlichen recht herzlich eingeladen sind:

Samstag, den 31.10., um 10.00 Uhr
Fahrradrundexkursion zur Helme, zum Helmestausee bei Berga-Kelbra und zur Thyra
Treff : Bahnhof Berga-Kelbra
Dauer: ca. 4 Stunden

Auf Grund der vielfältigen, sehr bedeutsamen Aufgaben zum Schutz, Erhalt und Entwicklung der Helme, ihrer Aue, ihres Einzugsgebietes, Nebengewässer und angrenzenden Gebiete beabsichtigt der AHA eine länderübergreifende Arbeitsgruppe Helme bzw. Regionalgruppe Nordhausen-Sangerhausen zu bilden, welche ehrenamtlich Interessierten die Möglichkeit eröffnet, sich im Interesse des Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes einbringen zu können.
Wer Interesse hat, wende sich bitte an folgende zentrale Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 12.09.2020


Gewässerökologie – ein Generationen übergreifendes Projekt

1500 01 -09-2020 Gewässerökologie Die Pfütze - unweit des Herrenteiches DSC01887
Die Pfütze – unweit des Herrenteiches

von Sabine Schauer

Seit Jahrzehnten arbeitet Horst Zeitz, inzwischen neunzigjährig, mit Schülern zusammen, um an sieben Stillgewässern im Umkreis von Bad Dürrenberg und dem Ellerbach chemische Analysen zur Ermittlung der Wassergüte durchzuführen. Begleitend werden diese Arbeiten mit der Kamera gefilmt.

Der Herrenteich, unweit von Tollwitz, wurde für das Jahr 2020 für gewässerökologische Untersuchungen ausgewählt. Alle acht Wochen werden dafür Wasserproben entnommen.

Am Sonntag, dem 06.09.2020, war es wieder soweit. Horst Zeitz und die Schüler Julian, Jeremy und Simon begannen 14.00 Uhr mit den Vorbereitungen. Die Aufgaben der einzelnen Schüler waren genau festgelegt. Julian führte die Kamera, Jeremy und Simon entnahmen die Gewässerproben und führten Messungen vor Ort durch. Dazu gehörten die Bestimmung der Gewässertemperatur des Herrenteiches und die Temperatur der Gewässerproben. Mittels spezifischer Messgeräte wurde der pH-Wert, der gelöste Sauerstoffgehalt, die Sauerstoffsättigung und die elektrische Leitfähigkeit des Gewässers der Proben ermittelt und die erfassten Daten protokolliert.

Julians Aufgabe bestand darin, alle Details der einzelnen Arbeitsschritte mit der Kamera zu filmen.

Zur Gewinnung des Gewässerplanktons für spezifische Untersuchungen, kam ein Plankton-Netz zum Einsatz.

Weiterführende chemische Analysen der entnommenen Gewässerproben und des Planktons, Betrachtungen unter dem Mikroskop, die genaue Datenerfassung und Auswertung sowie die exakte Schnittführung und Zusammensetzung der einzelnen Filmsequenzen zu einem Dokumentarfilm sind Arbeiten, die sich in dem Analyse-Raum von Horst Zeitz anschließen. Dazu treffen sich alle Beteiligten wöchentlich an einem festgelegten Tag.

Darüber wird noch zu berichten sein.

Es war beeindruckend, dieses pädagogisch und naturwissenschaftlich so wertvolle Projekt naturnah zu beobachten.


Biotop Abraumhalden im Mansfelder Land

Nach 800 Jahren Bergbau: Die Wiederbelebung der Steinwüsten

Die Halden des Bergbaus sind ikonisch für das Mansfelder Land. Doch die Überbleibsel des „tauben Gesteins“ sind nicht so lebensfeindlich, wie sie scheinen. Denn inzwischen hat sich die Natur den Berg zurückerobert.

TV-Beitrag von MDR Sachsen-Anhalt heute (19.08.2020)

 


Stellungnahme zur Genehmigungsplanung zum Vorhaben Talsperre Zeulenroda – Vorsperre Riedelmühle – Sedimentberäumung der Stauwurzel und Errichtung einer Grundschwelle

Zu     1        VERANLASSUNG
Zu     3       EINORDNUNG DES PLANUNGSGEBIETES

Erwartungsgemäß führen Fließgewässer Sedimente mit, welche diese in ihrem Weiterverlauf im Flussbett, aber bei Hochwasser, in ihrer Aue platzieren. Dies ist ein sehr wichtiger Vorgang bei der Entwicklung des Fließgewässers und ihrer Aue sowie der damit eng verbundenen Landschaft, Natur und Umwelt. Infolge der Verlangsamung der Fließgeschwindigkeit an Querbauwerken und in derartigen Talsperren entziehen diese den Fließgewässern die sehr bedeutsamen Sedimente und führen somit zur empfindlichen Störung der Fließgewässer. Das führt zur Verringerung oder gar Ende des Sedimenttransportes und „Einbaus“ im Flussbett und in der Aue. Somit besteht die akute Gefahr, dass das jeweilige Fließgewässer abgelagerte Sedimente aus der Gewässersohle aufgreift und weitertransportiert und somit eine Gewässereintiefung auslöst. Dadurch kann eine weitere Austrockung des Umlandes erfolgen, da das sich immer mehr eintiefende Fließgewässer zunehmend Wasser aus den angrenzenden Landschaften entzieht. Ferner ist schwieriger oder gar keine ordnungsgemäße sowie ökologisch und hydrologisch dringend notwendige Überflutung und Verteilung des Hochwassers in der Aue möglich. In der Regel nehmen derartig mit Hochwasser aufgefüllte Fließgewässer noch mehr Hochwasser auf und treffen dann verstärkt auf Siedlungsgebiete.
Eine derartige Entwicklung gilt es auszuschließen bzw. ggf. zu beenden.
Andrerseits zeugen Sedimenttransporte von zunehmender Bodenerosion in Folge kultur- und fruchtfolgearmer Landwirtschaft mit verstärkten Monokulturanbau von Humuszehrern und gehölzarmen Agrarlandschaften. Hier sind grundsätzliche Veränderungen erforderlich.

Zu     4       ART UND UMFANG DES GEPLANTEN VORHABENS
Zu     5       BAUDURCHFÜHRUNG UND TECHNOLOGISCHE ANGABEN

Entgegen der Darstellungen ist mit massiven Eingriffen in Fauna und Flora zu rechnen. Bereits ein Ablassen von Wasser kann zu massiven Schädigungen von Fauna und Flora bzw. zu Zerstörungen am gegenwärtigen Bestand führen. Die Zuwegung mit ihren angedachten Bodenversiegelungen und Gehölzrodungen bedeuten weitere massive Eingriffe in Natur, Landschaft und Umwelt. Ggf. gilt es zu prüfen, inwieweit eine umfassende Reduzierung des Sedimentbestandes unter Erhalt und Schutz der gegenwärtig entwickelten Fauna und Flora im und am Gewässer erfolgen kann. Dazu gilt es Verfahren durch Absaugungen zu prüfen. Ferner ist es wichtig darauf einzuwirken, dass eine nachhaltigere Landwirtschaft zu weniger Einträgen von Sedimenten, Nährstoffen und Pestiziden führen. Dafür ist aber eine generell nachhaltigere Herangehensweise erforderlich.
Darüber hinaus ist anzuregen, im Rahmen einer wissenschaftlich fundierten Konzeption die Möglichkeit der Durchleitung der Sedimente durch die Vorsperre Riedelmühle und die Talsperre Zeulenroda zu ermöglichen, um die Weida besser mit Sedimenten versorgen zu können.
Ein korrekter Umgang mit Hochwasser erfordert Ausschluss von Neuversiegelungen, Rückbau von bestehenden Versiegelungen, eine nachhaltigere Landwirtschaft sowie die Zulassung einer strukturell vielfältigeren Agrarlandschaft.

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 03.08.2020

Deckblatt
Inhaltsverzeichnis
Erläuterungsbericht_200401brm
Anl. 1_0101_ÜLP
Anl. 1_0102_ÜLP Staufläche_352_75
Anl. 1_0601_LP_1000
Anl. 1_0602_LP_500
Anl. 1_0603_LP_1000-50
Anl. 3.1.1 Hydraulik – Aufstau
Anl. 3.1.2 Hydraulik – Durchlässigkeit
Anl. 4.1 Baumkataster
Anl. 5.1.1 V170622brm UNB
Anl. 5.1.2 V170803brm OWB
Anl. 5.1.3 V170809brm OWB
Anl. 5.1.6 181022 Stn TLVwA 22.10.2018
Anl. 5.1.7 190906 Stgn TLUBN VS Riedelmühle
Anl. 5.2 Medienauskunft
Anl. 6.1 Grundstücksverzeichnis


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