Der Wegebau ist ein inakzeptabler menschlicher Eingriff in das FFH und NSG Peißnitznordspitze

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FFH- und NSG-Beschilderung: Verbot von Zer-/Störung der Tier- und Pflanzenwelt

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – fordert den sofortigen Stopp sämtlicher Baumaßnahmen im NSG „Peißnitznordspitze“ und der Verschwendung von Steuermitteln. Daher fordert der AHA das Ende der sogenannten Fluthilfen 2013.
Ebenfalls fordert der AHA die Überprüfung sämtlicher Genehmigungen für die Aussetzung der NSG-Verordnung für das NSG „Peißnitznordspitze“, u.a. auf  Interessenkonflikt.

Zitat aus der Verordnung der Bezirksregierung Halle über die Festsetzung des Naturschutzgebietes „Nordspitze Peißnitz“, Stadt Halle (Saale) vom 10.09.1993:

§ 4 Verbote

(1) Nach § 17 Abs. 2 NatSchG LSA sind im Naturschutzgebiet alle Handlungen verboten, die das Naturschutzgebiet oder einzelne seiner Bestandteile zerstören, beschädigen, verändern oder nachhaltig beeinträchtigen.

(2) Zur Vermeidung von Gefährdungen und Störungen sind im Naturschutzgebiet insbesondere folgende Handlungen untersagt:

1. das Naturschutzgebiet außerhalb der vor Ort gekennzeichneten Wege zu betreten,
2. wildlebenden Tieren nachzustellen, sie zu stören, zu füttern, zu fangen oder zu töten,
[ … ],
4. sämtliche Wege mit Motorfahrzeugen zu befahren,
[ … ],
6. bauliche Anlagen einschl. Deponien aller Art zu errichten sowie transportable Einrichtungen und Zelte aufzustellen,
7. gebietsfremde Tiere und Pflanzen in das Gebiet einzubringen,
8. Wege neu anzulegen und weitere Parkbänke oder Papierkörbe ohne Genehmigung der zuständigen Behörde aufzustellen,
9. mit Wasserfahrzeugen am Ufer des Naturschutzgebietes anzulegen, [ … ]

Artenschutz und Schutz der Biodiversität, kein Wunder dass die Arten schwinden, wenn die Menschen unter welchen Gründen immer wieder einzugreifen gedenken.

Einige einflussreiche Mitmenschen haben noch nicht verstanden, dass sich der Lebensraum des Menschen verändert, negativ verändert. Es ist unser aller Lebensraum.
Es ist zu bezweifeln, ob jene Mitmenschen, welche die Wegbaumaßnahmen beschlossen, seit 2013 überhaupt mal vor Ort waren.

Dazu einen Tipp: Gehen Sie hin und sehen Sie, für was Sie verantwortlich zeichnen!!
Wenn Sie verantwortlich handeln wollen, stoppen Sie die Maßnahmen und ziehen Sie den Beschluss zurück.

Das Projekt hat die Stadtverwaltung ausgesucht. Wenn man nicht mehr zurück kann, haben Sie Rückgrat und überdenken Sie alles, auch wenn es € 40.000,00 kostet. Die Natur sollte es uns Wert sein. Das Schottermaterial verändert die Eigenschaften des Weges. Verbockt hat es nicht die Natur. Wir müssen uns als Menschen aus der Natur heraushalten, weil es gut für uns Menschen ist.

Text und Fotos: Werner Zabel und AHA

Fotos von der Protestexkursion „Joggen gegen Schotter“ am Samstag, dem 10.10.2020

Man sieht auf den Bildern deutlich die „zerstörten Wege, welche mit Fluthilfemitteln unbedingt ausgebessert werden müssen“ die Ironie. Unsinn bleibt Unsinn, egal wer ihn begeht.


AHA sieht dringende Notwendigkeit beim besseren Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft in der Gemeinde Teutschenthal!

Die Gemeinde Teutschenthal ist nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) von einer vielfältigen Struktur an Landschaft und Natur geprägt. Daher trägt nach Ansicht des AHA auch der Gemeinderat sowie die Gemeindeverwaltung eine sehr große Verantwortung für den Schutz, den Erhalt und die Entwicklung von Umwelt, Natur und Landschaft. Alleine die Lage der 84,23 km² großen Gemeinde zwischen den Fluss- und Auenlandschaften von Saale, Salza und Würdebach, dem Seengebiet des Mansfelder Landes sowie dem Lintbusch und der Dölauer Heide beinhaltet sehr viel ökologisches Potenzial im Einzelnen, im Gesamten sowie im Grün- und Biotopverbund. So gilt es nach Auffassung des AHA alles Erdenkliche zu tun, dass die Entwicklungs- und Gestaltungsplanungen der Gemeinde Teutschenthal auf diese Notwendigkeiten Rücksicht nimmt und sogar noch Erweiterungsräume schafft. Überlegungen des Landkreises Saalekreises Biotopverbundräume über die Laucha bis zur Salza, zum Würdebach, zur Saale, der Mansfelder Seenlandschaft sowie zum Lintbusch und Dölauer Heide zu schaffen bzw. zu entwickeln, gilt es mit den Möglichkeiten und Kapazitäten der Gemeinde Teutschenthal zu begleiten und zu unterstützen.
Des Weiteren hält der AHA eine klare Positionierung aller Verantwortlichen von Politik und Verwaltung im Land Sachsen-Anhalt und den betroffenen Kommunen zu den Folgen des am 11.09.1996 erfolgten spontanen Pfeilerbruchs im westlichen Teil des Ostfeldes in der Grube Teutschenthal für dringend erforderlich, was auf einer Fläche von 2,5 km² zu einem dominoartigen Einbruch des gesamten Ostfeldes in Sekunden in einer Teufe von 620 bis 770 m verursacht und schlagartigen Deckgebirgsabsenkung um 0,5 m führte.
Die gegenwärtige Verfüllungspraxis der GTS Grube Teutschenthal erfüllt den Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) jedoch mit sehr großer Sorge.
Eine Verwendung von Sonder- bzw. Giftmüll jeglicher Art ist eindeutig abzulehnen. Die Schächte sind wasserbeeinflusst und weisen auf dem Weg eine umfassende Reaktionsfähigkeit auf. Insbesondere die als Schadstoffe aufgeführten Oxide von Magnesium, Kalium, Natrium und Kalzium könnten in Verbindung mit Wasser zu Hydroxiden reagieren, welche starke und sehr umweltbelastende Basen entstehen lassen können. Auf Grund der Tatsache, dass das Wasser der Schächte auch in das Umfeld austritt ist mit umfassenden und nachhaltigen Belastungen der Umwelt einer Region zu rechnen, wo ca. 300.000 Menschen leben. Zudem belastet Abluft die Region, welche mit Ausstoß von giftigem Feinstaub einhergeht.
Aus diesem Grund unterstützt der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) eine gemeinsame Demonstration von Bürgerinitiative gegen eine Giftmüllregion Halle (Saale) e.V. sowie Bürgerinitiativen in Aderstedt und Roitzsch am Donnerstag, dem 29.08.2019, vor dem Landtag des Landes Sachsen-Anhalt in der Landeshauptstadt Magdeburg.
Wer mehr zu Inhalt und Organisation der Demonstration erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Kontaktmöglichkeiten: E-Mail-Adresse: vorstand@giftmuellregion-halle.de bzw. unter der Telefonnummer 0345-6131728.

Der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA ist jedenfalls bereit im Rahmen seiner Möglichkeiten bei der Bewältigung der Aufgaben zum Schutz, Erhalt und Entwicklung der sehr vielfältigen Umwelt, Natur und Landschaft zu unterstützen.
Selbstverständlich kann die interessierte Bevölkerung im Rahmen einer ehrenamtlichen AHA-Ortsgruppe Teutschenthal daran mitwirken.
Wer Interesse hat kann sich an folgende Anschrift wenden:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

Tel.: 0345 – 2002746
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 23.08.2019


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