Arbeiteinsatz auf der Peißnitz und auf der Ziegelwiese

Am Samstag, dem 15.8.2020, hatte der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – 10.00 Uhr zum Arbeitseinsatz auf die Peißnitz aufgerufen. Es fand sich eine kleine Gruppe von 5 Mitgliedern ein, um die gestellten Aufgaben in Angriff zu nehmen.
Zuerst wurde am Bummihaus Müll eingesammelt, der hauptsächlich aus sehr vielen Glasscherben, abgerissenen Dachpappenstücken, jede Menge Kronkorken und allerlei Plastikverpackungen bestand.
Etwas später musste wieder einmal einen zerbrochenen Pfosten, an einem, vom AHA auf der Ziegelwiese gepflanzten Bäumen, ausgetauscht werden. Mit Erdbohrer und Pfahlramme ging die Arbeit relativ gut voran. Außerdem befanden sich auf einem ca. 25m² großen Wiesenareal allerhand Flaschenverschlüsse, die eingesammelt und in die !!sehr nahe!! stehenden Mülleimer entsorgt wurden.
Als dritten Teil nahmen wir die Absperrungen im NSG Peißnitz Nordspitze in Augenschein. Hier waren etliche Trampelpfade, vom Weg Richtung Saale mit Astwerk zu schließen.
Gegen 12.15 Uhr ließen wir die erfolgreiche Arbeit mit einem kleinen Imbiss im Peißnitzhaus ausklingen.

Der nächste Arbeitseinsatz ist für Samstag, den 19.9.2020, 10.00 Uhr am Forstwerder geplant. Treffpunkt ist an der Bogenbrücke zum Forstwerder. Auch hier sind alle Interessierten herzlich willkommen.

Text: Isabell Schneider
Fotos: Isabell Schneider & Dietmar Hörner


4. Ernteeinsatz

1500 20200806_172321Die Vierte und auch letzte Klarapfelernte in diesem Jahr auf der Streuobstwiese in Dessau-Roßlau fand unter hochsommerlichen Temperaturen statt.

Eine nette, ältere Dessauerin war mit ihrem Fahrrad gekommen, um sich für den Eigenbedarf einige Äpfel aufzulesen. Die Information und gleichzeitige Einladung zu einer Exkursion vor Ort, hat sie mit großem Interesse angenommen. Nachdem knappe 50kg Äpfel geerntet und im Auto verstaut waren, blieb noch Zeit, am Wiesenrand bunt blühende kleine Klappertöpfe (Foto) zu bewundern und Insekten, wie Kleinlibellen und Schwärme von kleinen Grashüpfern zu beobachten. Hornissen, Bienen, Schwebfliegen und vieles mehr bevölkerten zahlreich das gefallene Obst und hatten zum Teil schon ganze Arbeit geleistet.

Auch die Bäume der anderen Apfelsorten tragen reichlich Früchte, da wird es im Herbst noch viel zu tun geben.

Fotos & Text: Isabell Schneider



Apfelernte auf der Streuobstwiese Dessau

Wenn der Monat Juli dem Ende entgegen geht, wird die erste Apfelsorte im Jahr erntereif – der Klarapfel.
Auf der vom AHA gepachteten und betreuten Streuobstwiese in Dessau/Roßlau am Landhaus, stehen etliche Bäume dieser Apfelsorte, die in diesem Jahr reichlich Früchte tragen. Die Erntezeit ist relativ kurz, da die Äpfel schnell reifen und nicht gelagert werden können, also zum sofortigen Verzehr bestimmt sind. Am Sonntag, dem 26.07.2020, wurden deshalb ca. 100 kg Äpfel gepflückt und am darauf folgenden Montag in 2 hallesche Geschäfte mit biologischem Obst- und Gemüseangebot gebracht.
Ein weiterer Einsatz ist in kürzerer Zeit geplant.

Die Äpfel eignen sich hervorragend als Belag für Kuchen und zur Musherstellung.

Im Herbst werden dann die Saftäpfel reif.

Ein Blick auf die Streuobstwiese Braunsche Lache mahnt dringend zum sofortigen Handeln, um gute Obstbäume doch noch zu retten, das Areal zu pflegen und so Insekten und Vögel Nahrung zu geben.

Fotos & Text: Isabell Schneider

Streuobstwiese „Am Landhaus“

Situation Braunsche Lache


Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese am „Landhaus“ in Dessau-Roßlau

1500 DSC05800Am 18.07.2020 fand der 16. Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese am „Landhaus“ in Dessau-Roßlau statt. Es galt, die am 20.06.2020 begonnenen Mahdarbeiten fortzusetzen. Wie im Juni fanden sich AHA-Mitglieder und Gäste ein, um mit Motor- und Handsensen auch diesmal demhohen Gras mit all seinen Verkrautungen Herr zu werden. Dies forderte aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Einiges ab. Neben Erdwespen, die sich durch die Arbeiten gestört fühlten und ensprechend reagierten, war auch diesmal wieder eine große Anzahl von Schmetterlingen und kleinen Grasbewohnernzu beobachten, die sich auf und in der Streuobstwiese tummelten. An einigen Apfelbäumen waren reichlich Äpfel zu sehen, die auf eine gute Ernte hoffen lassen.

Bei einem stärkenden Picknick fanden sich alle noch einmal zusammen und zogen eine positive Bilanz des Arbeitseinsatzes.

Der nächste Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese „Am Landhaus“ in Dessau-Roßlau findet am 17.10.2020 statt.

Fotos: Esther Zalm
Text: Christine Fröhlich


Initiative „Pro Baum“ trifft sich

Montag, den 27.07., um 19.00 Uhr
Versammlung der Initiative „Pro Baum“
LOGO pro Baum 1000Treffpunkt: Versammlungsraum Reformhaus e.V., Große Klausstraße 11

Am Montag, dem 27.07.2020, findet mit dem 180., das dritte Treffen der Initiative „Pro Baum“ im Jahr 2020 statt. Bei dem Treffen gilt es über Maßnahmen und Aktivitäten zum Schutz und Erhalt der Gehölze zu beraten. Dazu zählt ganz akut, die vom Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale) Dr. Bernd Wiegand am 12.07.2013 veranlassten, vom Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt, genehmigten und nunmehr im Eilverfahren erst einmal vom Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt in Magdeburg gestoppten Abholzungs- und Baumaßnahmen für einen neuen Deich zwischen Gimritzer Damm und Wilder Saale zu thematisieren. Dabei gilt es mit Sorge die vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt vorangetriebenen rechtswidrigen Abholzungen und begonnenen Bauarbeiten für den obengenannten Deich zu betrachten. Ferner ist vorgesehen, in Anknüpfung an die gemeinsamen Protestexkursionen von Initiative „Pro Baum“ und Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) am 29.09.2015 und der Exkursion am 02.02.2019 zum Hufeisensee sowie am 21.10.2015 und 31.10.2016 zum Gimritzer Damm und der Heideallee weitere Aktivitäten auszuloten. Insbesondere im Hinblick auf die nunmehr umgesetzten Massenabholzungen Abholzungen und weitgehend abgeschlossenen Bauarbeiten zur Ausweitung des Gimritzer Dammes und von Teilen der Heideallee. Ebenso zählt die in Umsetzung begriffene überdimensionale Wohnbebauung der GWG im Bereich des Geländes des nunmehr beseitigten Heideschlösschens in Halle – Dölau und der massiven Zerstörungen des Gehölzbestandes vor Ort sowie des Biotop- und Grünverbundes zwischen Dölauer Heide, Hechtgrabenaue und Umland. Hier gilt es mit der Bürgerinitiative zusammen zu wirken. Auch hier erfolgten massive Abholzungen und Bauarbeiten. Darüber hinaus stellt einen weiteren Beratungsschwerpunkt die Entwicklung und Gestaltung der Landsberger Straße nach ökologischen sowie kulturell-künstlerischen Aspekten dar. In dem Blickwinkel betrachtet trifft das auch auf das angrenzende Gelände des früheren Schlachthofes zu. Die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) hatten bereits mehrfach ihre sehr großer Sorge bezüglich der aktuellen Pläne zum Umbau des Gimritzer Dammes zwischen Rennbahnkreuz und Heideallee, des Abschnittes der Heideallee bis zur Kreuzung mit der Walter-Hülse-Straße und dem Weinbergweg sowie deren Umbau zum Kreisel ausgedrückt. Mit den der Öffentlichkeit vorliegenden großzügigen Verkehrsplanungen, gehen im Falle der Umsetzung, massive Zerstörungen und Beschädigungen von sehr wichtigen Gehölz- und Wiesenbeständen einher. So hat man den Gehölzbestand südlich bzw. südwestlich des gesamten Gimritzer Dammes, insbesondere zwischen Zur Saaleaue und Übergang zur Heideallee, komplett zerstört. Der Gehölzbestand nördlich bzw. nordöstlich des Gimritzer Damm im Übergangsbereich zur Heideallee und im Bereich der Einmündung der Halle-Saale-Schleife ist ebenfalls massiv von der Säge bedroht. Der weitere Knackpunkt bildet der geplante Kreisel im Kreuzungsbereich von Heideallee, Walter-Hülse-Straße und dem Weinbergweg. Hier sehen die Planungen alleine für den Umbau und im direkten Anschlussbereich in Heideallee und Brandbergweg die Vernichtung von mindestens 33 Bäumen vor. Die Abholzungen dazu hatte man im Dezember 2018 vorgenommen. Hierzu gilt es unbedingt zu beraten und das künftige Vorgehen abzustimmen. Ebenso akut ist das Thema der flächendeckenden, massiven Massenabholzungen im Gesamtgebiet der Stadt Halle (Saale), z.B. in den Klausbergen, am Steintor, in Halle – Neustadt, in der Kirchnerstraße und im Bereich der Freiimfelder Straße. Weitere Themenschwerpunkte bilden u.a. die Folgen der Abholzungen und Bauarbeiten am Steintor und im Böllberger Weg sowie die Entwicklungen in der Gartenstadt Gesundbrunnen und im Pestalozzipark, die Aktivitäten zum Solbad und Park Wittekind, Aktivitäten im Medizinerviertel, in der Landsberger Straße, zur Zukunft des Geländes vom einstigen GRAVO-Druck am Reileck und im Gelände des früheren Schlachthofes, Möglichkeiten der Optimierung der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, die weitere Erfassung von möglichen Standorten von Straßenbäumen sowie die allgemeine Entwicklung des Gehölzschutzes in der Stadt Halle (Saale).
In diesem Zusammenhang gilt es den Beschluss des halleschen Stadtrates vom 27.06.2018 zur Durchführung der vorbereitenden Untersuchung nach § 141 Baugesetzbuch (BauGB) sowie den vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 191 „Kröllwitz, Wohnbebauung Untere Papiermühlenstraße“ – Aufstellungsbeschluss des halleschen Stadtrates vom 27.06.2018 zur möglichen Festsetzung eines Sanierungsgebietes im Medizinerviertel Halle (Saale) zu thematisieren.
Als Thema steht ebenfalls der zerstörerische Umgang der Deutschen Bahn und der Stadt Halle (Saale) mit dem Trothaer Wäldchen, wo bereits zahlreiche Ringelungen von Robinien stattgefunden haben.
Ebenfalls im Fokus stehen bereits im Herbst des Jahres 2020 angedachte Massenabholzungen im ca. 91 ha großen Naturschutzgebiet „Rabeninsel und Saaleaue bei Böllberg“, welches zudem Bestandteil des nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie geschützten Gebietes „Saale-, Elster-, Luppe-Aue zwischen Merseburg und Halle“ ist. Hier gilt es schnellstmöglich eine Position zur naturnahen Entwicklung des Gebietes und zur Unterlassung dieser massiven Eingriffe zu erarbeiten.
Mit fortgesetzter sehr großer Sorge verfolgen die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) die weitgehend bisher der Öffentlichkeit entzogenen Planungen zur Umsetzung der Stufe 3 des Straßenbahnbahnprogramms in Halle-Giebichenstein. Diese Planungen, welche offensichtlich schon seit dem Jahr 2011 überwiegend in Hinterzimmern der Stadt Halle (Saale) und der Stadtwerke Halle GmbH ablaufen, bezwecken umfassende Veränderungen in der Straßenbahnführung in der Bernburger Straße, am Reileck, in der Richard-Wagner-Straße, am bzw. durch den Rosa-Luxemburg-Platz, in der Triftstraße, in der Großen Brunnenstraße sowie im Kreuzungsbereich Burgstraße, Seebener Straße und Fährstraße. Dabei drohen offensichtlich massive Umbauten, welche mit Zerstörungen in den Grünbereichen und Gehölzbeständen sowie in der Bausubstanz Giebichensteins einhergehen sollen.
Diese Planungen gilt es zu werten und über geeignete Aktionen zu planen, um den Erhalt und Schutz des Gehölz- und Parkbestandes in den Bereichen einzufordern.
Als einer der größten angedachten Zerstörungen an Umwelt, Natur und Landschaft im Interesse von Partikularinteressen von offenbar sehr einflussreichen Lobbyisten auf Politik und Verwaltung in der Stadt Halle (Saale) ist die Vorlage zur halleschen Stadtrat am 26.09.2018 mit dem eher unscheinbaren Titel „Bebauungsplan Nr. 158 Freizeit- und Erholungsraum `Hufeisensee´, 1. Änderung – Aufstellungsbeschluss. Dieses Machwerk trotzt von Missachtung des Schutzes von Umwelt, Natur und Landschaft, Gefälligkeitsdiensten für Lobbyisten, Zynismus sowie Ignoranz und fachlicher Inkompetenz.
Als Beratungsthema ist ferner der geplante „Baubeschluss Freiflächengestaltung Universitätsring“ vorgesehen, welcher bei der halleschen Stadtratssitzung am 26.09.2018 stehen soll und die Fällung von mindestens 17 Bäumen beinhaltet.
Ebenfalls gilt es den „Vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 178 `Trotha, Solarpark Aschedeponie“ – Beschluss zur öffentlichen Auslegung“ zu thematisieren, welcher auch am 26.09.2018 auf der Tagesordnung des halleschen Stadtrates steht.
Ferner gilt es die Abholzungen auf dem früheren Gelände des halleschen Jugendamtes zu thematisieren.
Eng damit verbunden steht ebenso die Schaffung von territorialen und thematischen Arbeitsstrukturen der Initiative „Pro Baum“ auf der Tagesordnung.
Darüber hinaus ist die angedachte Förderung der Fassadenbegrünung in der Stadt Halle (Saale) durch Politik und Verwaltung ein sehr wichtiges Beratungsthem

Das Treffen der Initiative „Pro Baum“ am 27.07.2020 beginnt 19.00 Uhr und der Veranstaltungsort ist der Versammlungsraum des Reformhauses Halle in der Großen Klausstraße 11 in 06108 Halle (Saale).

Andreas Liste
vorsitzendes Mitglied des Sprecherrates

Halle (Saale), den 18.07.2020


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