AHA sieht mit sehr großer Sorge die fortgesetzte schonungslose Nutzung der halleschen Ziegelwiese als Partymeile

Wie immer wieder dargelegt, gehören bekanntlich Auenlandschaften zu den arten- und strukturreichsten Natur- und Landschaftsräumen der gemäßigten Zonen. Sie bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebens- und Rückzugsräume, Hochwasser der Flüsse und Bäche den notwendigen Ausbreitungsraum, tragen zur Steuerung des Wasserhaushaltes bei sowie ermöglichen den Menschen Erholung und Entspannung.

Diese vielfältigen Funktionen von Auen entlang von Flüssen und Bächen bedürfen nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) besonderer und umfassender Maßnahmen zum Schutz und Erhalt sowie zur Betreuung und Entwicklung. Dafür sich einsetzen sieht der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA als seine vorrangige Aufgabe an.

1-Halle Nordteil Ziegelwiese - Blick nach Südosten
1-Halle Nordteil Ziegelwiese – Blick nach Südosten

Aus dem Grund verfolgt der AHA weiterhin und verstärkt mit großer Sorge, wie sich das einstige Erholungsgebiet Ziegelwiese in Halles Saaleaue immer mehr in eine Partymeile mit Lärm, Grill, Alkohol Gestank und Unmengen Müll verwandelt. Diese Nutzung ist offensichtlich Teil des gewässertouristischen Konzeptes der Stadt Halle (Saale). Anders kann sich der AHA nicht erklären, warum die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) ihrer Verantwortung für Umwelt, Natur und Landschaft sowie für das Recht aller Bevölkerungsgruppen auf Naherholung nicht nachkommt und diesem Treiben ein Ende setzt.

2-Halle Nordteil Ziegelwiese - Blick nach Süden
2-Halle Nordteil Ziegelwiese – Blick nach Süden

Der AHA kann die immer wieder im Gleichschritt von Verwaltung der Stadt Halle (Saale) und der Mitteldeutschen Zeitung –u-a. am 08./09.07.2017, Seite 7, Autorin Katja Pausch- vorgetragenen Hurrarufe auf die Nutzung des „Saalestrandes“ in keiner Weise mittragen.
Für den AHA ist es unverständlich, wie ignorant man sein muss, die wiederholt vorgetragenen Mahnungen zu umgehen bzw. zu missachten. Bei Fortsetzung dieser verheerenden Umweltpolitik sieht der AHA die Notwendigkeit mit anderen Mitteln und Methoden dem Anliegen des Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes den notwenigen Durchbruch zu verschaffen.

Dieses gegenwärtige, langjährige Treiben auf der Ziegelwiese hat nichts mit feiern und erholen, sondern eher mit um sich greifender Verantwortungslosigkeit und voranschreitendem Egoismus zu tun. In dem Zusammenhang eine Forcierung dieser Zustände und einen weiteren Verbau von Saaleabschnitten in Halle (Saale) zu fordern, hält der AHA für unverantwortlich, da neben der bisherigen Vermüllung und Verlärmung sowie Schädigung von Grün, eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes mit Budendörfern und weiteren Steganlagen dazu käme. Nunmehr befahren immer mehr „Partygäste“ mit Kraftfahrzeugen die Ziegelwiese, um bequemer vor Ort zu gelangen.

3-Halle Nordteil Ziegelwiese - Blick nach Nordwesten
3-Halle Nordteil Ziegelwiese – Blick nach Nordwesten

Momentan zeichnet sich ab, dass die gesamte Ziegelwiese immer mehr zu einem rechtsfreien Raum des Vandalismus, der Verlärmung, der Vermüllung und des Gestankes inmitten in der Stadt Halle (Saale) abgleitet, wo bestimmte Personengruppen glauben und meinen sich alles erlauben zu können. Kontrollen durch Polizei und Ordnungsamt finden selten bzw. gar nicht statt.

2-Halle Nordteil Ziegelwiese Blick nach Osten
2-Halle Nordteil Ziegelwiese Blick nach Osten

Der AHA muss in letzter Zeit verstärkt feststellen, dass dabei der Vandalismus immer mehr zunimmt. So beschädigen die Partyleute u.a. Gehölze und zerstören Stützpfähle von Jungbäumen. Es kann nicht sein, dass sich im zunehmenden Maße eine „Arbeitsteilung“ dahingehend entwickelt, dass Partygäste ihr zerstörerisches Werk verrichten und ehrenamtliche AHA-Mitglieder das in ihrer Freizeit wieder in Ordnung bringen !

4-Halle Nordteil Ziegelwiese - Blick nach Südosten
4-Halle Nordteil Ziegelwiese – Blick nach Südosten

Der AHA fordert daher erneut und mit Nachdruck die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) auf, den Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft sowie die Befriedigung des Bedürfnisses der Naherholung für alle Bevölkerungsgruppen endlich ernst zu nehmen, ihren gesetzlichen Verpflichtungen und Aufgaben nachzukommen sowie unverzüglich diese Zustände zu beenden. Nach Auffassung des AHA ist eine Fortsetzung dieser Entwicklung nicht mehr tolerierbar und bedarf eines entsprechenden Handelns. Ferner vertritt der AHA die Auffassung, dass die Stadt Halle (Saale) eine Veranstaltungs- und Naherholungskonzeption benötigt, welches sich den Belangen des Schutzes, des Erhaltes und der Entwicklung von Umwelt, Natur und Landschaft sowie des fachgerechten Umgangs mit Hochwasser unterordnet.

5-Halle Nordteil Ziegelwiese - Blick nach Südwesten
5-Halle Nordteil Ziegelwiese – Blick nach Südwesten

Aber auch die „Mitteldeutsche Zeitung“ trägt hier eine klare Verantwortung. Diese kritiklose Hurraberichterstattung ist aus der Sicht des AHA vollkommen inakzeptabel bzw. verantwortungslos und befördert zudem u.a. den obengenannten Vandalismus. Daher richtet die ehrenamtliche und gemeinnützige Umweltorganisation einen sehr dringenden Appell an die zuständigen Redaktionen der Mitteldeutschen Zeitung in der Stadt Halle (Saale) derartige Berichterstattungen auf den Prüfstand zu stellen.

6-Halle Nordteil Ziegelwiese - Blick nach Südosten
6-Halle Nordteil Ziegelwiese – Blick nach Südosten

Ferner gilt es mehr für die Umweltbildung zu tun. So wäre es sinnvoll zu prüfen, inwieweit die Möglichkeit besteht Umweltsünder, zu Umweltschulungen zu verpflichten.

Darüber hinaus ruft der AHA die Bevölkerung auf, mehr auf den Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft zu achten.

Fotos Isabell Schneider


Erfolgreicher Arbeitseinsatz auf Streuobstwiese am Landhaus in Dessau-Roßlau am 08.07.2017

am Samstag, den 08.07.2017 fanden sich 6 AHA-Mitglieder und eine Helferin aus Köthen ein, um bei hochsommerlichen Temperaturen und bei prallen Sonnenschein in der ca. 5.400 m² großen, aus Apfelbäumen bestehenden Streuobstwiese am Landhaus den Wiesenbestand zu mähen. Der angagierte Arbeitseinsatz führte zu einer Mahd von mehr als 75 % der Fläche. Im Rahmen des Arbeitseinsatzes nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Bestand an Äpfeln in Augenschein und berieten über Formen und Aktivitäten des unbehandelten Bio-Obstes.

3-Dessau-Roßlau-Blick nach Norden auf Streuobstwiese am Landhaus (1)
3-Dessau-Roßlau-Blick nach Norden auf Streuobstwiese am Landhaus (1)

Erfreulicherweise war zu Beginn des Arbeitseinsatzes ein Fotograf der „Mitteldeutschen Zeitung“ erschienen, welcher in künstlerisch korrekter Aufstellung Teilnehmer des Arbeitseinsatzes beim Sensen fotografierte.

Ebenfalls besuchte ein Pächter einer Streuobstwiese in Roßlau den Arbeitseinsatz, um sich über die Aktivitäten zu informieren. In dem sehr intensiven, fachlich fundierten und genauso sehr interessantem Gespräch standen fachlich-inhaltliche, aber auch organisatorisch-strukturelle Themen auf der Beratungsliste. Man vereinbarte im engen Kontakt zu bleiben.

2-Dessau-Roßlau-Blick nach Osten auf Streuobstwiese am Landhaus & Parkplatz (1)
2-Dessau-Roßlau-Blick nach Osten auf Streuobstwiese am Landhaus & Parkplatz (1)

Ein weiterer kleiner Höhepunkt war das Ausbringen von Saatgut von Klatschmohn und Akelei auf dem Gelände des gepachteten Kleingartens, welcher sich genau zwischen den Streuobstwiesen an der Braunschen Lache und am Landhaus befindet.

Nach einer genüsslichen Mittagspause und damit verbundener intensiver Gespräche endete der sehr engagiert ausgeführte Arbeitseinsatz. Im Anschluss daran, nahmen einige AHA-Mitglieder den sehr bedrohlichen Zustand der ca. 6.000 m² großen, vorrangig von Pflaumen geprägten Streuobstwiese an der Braunschen Lache in Augenschein. Der AHA hatte ja bereits gegenüber der Stadt Dessau-Roßlau sein Interesse zur Übernahme der Pflegschaft. Jedoch gestaltet sich der Prozess, um die dem Land Sachsen-Anhalt gehörenden, bedeutsamen Landstrich sehr problematisch. Der Wunsch einer schnellen Klärung ist eng mit dem Erhalt der Streuobstwiese verbunden.

1-Dessau-Roßlau-Blick nach Norden auf Streuobstwiese an Braunscher Lache (1)
1-Dessau-Roßlau-Blick nach Norden auf Streuobstwiese an Braunscher Lache (1)

Beim Heimweg stellten die AHA-Mitglieder mit sehr großem Unbehagen das große Aufkommen von parkenden Auto am Landhaus fest. Das dringende Erfordernis der Beendigung dieser Zustände hatte der AHA jüngst in einem Brief an den Oberbürgermeister zum Ausdruck gebracht.
Im Ergebnis des sehr aktiven Tages, sei noch einmal an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein großer Dank ausgesprochen. Ferner verdeutlichen Arbeitseinsatz, Beratungen und Beobachtungen, dass noch viel Raum und Umfang für ein vielfältiges Engagement dringend geboten sind.

1-Dessau-Roßlau-Blick nach Nordosten auf Streuobstwiese am Landhaus

Fotos: Andreas Liste und Isabell Schneider


Arbeitseinsatz am 11.03.2017

Am Samstag, den 11.03.2017 fand planmäßig der Arbeitseinsatz auf der halleschen Peißnitzinsel statt. Dabei erhielt die Absperrung im Nordteil der Peißnitzinsel Verstärkung und erfolgte die erneute Montage eines Verschlusses am Bummihaus.
Eine kulinarische kleine Geburtstagsfeier für und mit Friederike bildete den krönenden Abschluss des Frühlingstages.

Fotos Dr. Friederike Fiedler und Christine Fröhlich


NSG „Nordspitze Peißnitz“ & Laternenfest

Am Samstag, den 29.08.2015 zum Laternenfest haben Frank Hahn, Torsten Nohr, Helmut Widmann und Andreas Liste gemeinsam mit zwei Mitarbeitern der Stadt Halle (Saale) das Naturschutzgebiet (NSG) „Nordspitze Peißnitz“ abgesperrt. Zu Beginn der Absperrung erfolgte seitens des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) eine Begehung, um eventuell Besucher und Besucherinnen zu bitten das Gebiet zu verlassen. Erfreulicherweise war dies notwendig, da sich Niemand in dem NSG befand. In der Wilden Saale musste man jedoch feststellen, dass offenbar Bootsfahrer mit ihrem Boot diesen besonders sensiblen befahren wollten. Ein Vorgeschmack auf den Wunsch von politischen Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) zur wassertouristischen Nutzung der Wilden Saale? Erfreulicherweise konnte man feststellen, dass der Regen der letzten Zeit zur Entspannung der Vegetation beigetragen hat.

Die Absperrung selbst war trotz aufgestellter Zaunfelder an den Eingängen zum Nordteil der Peißnitzinsel mit der Notwendigkeit von ernsthaften Hinweisen an Besucherinnen und Besucher verbunden. Das Aufstellen der Zaunfelder an den Wegen zum Nordteil der Peißnitzinselhat hat zwar spürbar zur Verbesserung der Situation beigetragen, jedoch wäre eine Platzierung in Höhe des Planetariums sinnvoller. Dann wäre a) die Abschirmung weiter nach Süden verlagert und b) eine bessere Einbeziehung von Polizei und Ordnungsamt möglich ist. Ein strahlender Vollmond rundete den Einsatz ab.

An der Stelle sei Frank Hahn, Torsten Nohr, Helmut Widmann und Andreas Liste für ihren Einsatz gedankt.

Fotos Andreas Liste

1a-Halle Nordspitze Peißnitz Absperrung Am Mittelweg (1)
1a-Halle Nordspitze Peißnitz Absperrung Am Mittelweg (1)
2a-Halle NSG Peißnitznordspitze Blick Nach Nordwesten Wilde Saale  (2)
2a-Halle NSG Peißnitznordspitze Blick Nach Nordwesten Wilde Saale (2)
4a-Halle NSG Peißnitznordspitze Ostteil Blick Nach Osten Rest Stieleiche  (2)
4a-Halle NSG Peißnitznordspitze Ostteil Blick Nach Osten Rest Stieleiche (2)
5a1-Halle Nordspitze Wiese Südlich NSG Peißnitznordspitze  Blick Nach Südosten Mond  (2)
5a1-Halle Nordspitze Wiese Südlich NSG Peißnitznordspitze Blick Nach Südosten Mond (2)


Feldarbeit zur Erfassung des Arteninventars an Tieren und Pflanzen in ausgewählten Biotopen im Jahr 2015

Im Rahmen der Veranstaltungsplanung für das Jahr 2015 ist die Fortsetzung eines Projektes aus dem Jahr 2014 unter der Überschrift „Feldarbeit zur Erfassung des Arteninventars an Tieren und Pflanzen in ausgewählten Biotopen im Jahr 2015“ im Stadtgebiet von Bitterfeld-Wolfen vorgesehen. An 18 Tagen, jeweils aufgeteilt im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter beabsichtigt der AHA die Fauna und Flora im Erlen-Eschen-Wald „Reudener Busch“, im Salegaster Forst und im Auenwaldrest „Wolfener Busch“ zu untersuchen und zu erfassen. Hier kann jeder Interessierte daran mitwirken. Ganz besonders sind jedoch Schulen, die Kreisvolkshochschule AnhaltBitterfeld sowie Jugend- und Kinderinitiativen aufgerufen daran mitzuwirken.

Als zweiten Tag findet nunmehr am Samstag, den 24.01.2015 eine ca. vierstündige Erfassung der Avifauna des Salegaster Forstes im Winter: Beobachtung der im Gebiet vorkommenden Vogelarten mit dem Fernglas und schriftliche Erfassung der gesichteten Tiere in Listen statt. Treff: 10.00 Uhr am Bahnhof Wolfen

Wer noch mehr zu dem Projekt „ Feldarbeit zur Erfassung des Arteninventars an Tieren und Pflanzen in ausgewählten Biotopen im Jahr 201 5 “ sowie allen anderen Aktivitäten des AHA im Raum Bitterfeld-Wolfen erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Ortsgruppe Bitterfeld-Wolfen
über Stadt Bitterfeld-Wolfen, Ortsteil Bitterfeld
im historischen Rathaus
Markt 07, Büro in der Tourismusinformation
06749 Bitterfeld-Wolfen
Tel.: 0173 – 9917836
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de