Initiative „Pro Baum“ trifft sich

Am Montag, den 17.09.2018 findet mit dem 162., das neunte Treffen der Initiative „Pro Baum“ im Jahr 2018 statt. Bei dem Treffen gilt es über Maßnahmen und Aktivitäten zum Schutz und Erhalt der Gehölze zu beraten. Bei dem Treffen steht weiterhin thematisch mit an erster Stelle die beabsichtigte Umgestaltung der Thomasiusstraße mit Pflanzung von 61 Bäumen nach dem voraussichtlichen Ende der Bauarbeiten im Juni 2018. Ebenfalls zählt ganz akut dazu, die vom Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale) Dr. Bernd Wiegand am 12.07.2013 veranlassten, vom Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt, genehmigten und nunmehr im Eilverfahren erst einmal vom Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt in Magdeburg gestoppten Abholzungs- und Baumaßnahmen für einen neuen Deich zwischen Gimritzer Damm und Wilder Saale zu thematisieren. Dabei gilt es mit Sorge die vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt vorangetriebenen Planungen für den obengenannten Deich zu betrachten. Ferner ist vorgesehen, in Anknüpfung an die gemeinsamen Protestexkursionen von Initiative „Pro Baum“ und Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) am 29.09.2015 und der Exkursion am 03.02.2018 zum Hufeisensee sowie am 21.10.2015 und 31.10.2016 zum Gimritzer Damm und der Heideallee weitere Aktivitäten auszuloten. Insbesondere im Hinblick auf die weit fortgeschrittenen Abholzungen und Bauarbeiten, um die Straßenausweitung fortzusetzen. Ebenso zählt die angedachte, überdimensionale Wohnbebauung der GWG im Bereich des Geländes des nunmehr beseitigten Heideschlösschens in Halle – Dölau und der massiven Bedrohung des Gehölzbestandes vor Ort sowie des Biotop- und Grünverbundes zwischen Dölauer Heide, Hechtgrabenaue und Umland. Hier gilt es mit der Bürgerinitiative zusammen zu wirken. Auch hier haben bereits massive Abholzungen begonnen. Darüber hinaus stellt einen weiteren Beratungsschwerpunkt die Entwicklung und Gestaltung der Landsberger Straße nach ökologischen sowie kulturell-künstlerischen Aspekten dar. In dem Blickwinkel betrachtet trifft das auch auf das angrenzende Gelände des früheren Schlachthofes zu. Die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) hatten bereits mehrfach ihre sehr großer Sorge bezüglich der aktuellen Pläne zum Umbau des Gimritzer Dammes zwischen Rennbahnkreuz und Heideallee, des Abschnittes der Heideallee bis zur Kreuzung mit der Walter-Hülse-Straße und dem Weinbergweg sowie deren Umbau zum Kreisel ausgedrückt. Mit den der Öffentlichkeit vorliegenden großzügigen Verkehrsplanungen, gehen im Falle der Umsetzung, massive Zerstörungen und Beschädigungen von sehr wichtigen Gehölz- und Wiesenbeständen einher. So beabsichtigt man den Gehölzbestand südlich bzw. südwestlich des gesamten Gimritzer Dammes, insbesondere zwischen Zur Saaleaue und Übergang zur Heideallee, komplett zu zerstören. Der Gehölzbestand nördlich bzw. nordöstlich des Gimritzer Damm im Übergangsbereich zur Heideallee und im Bereich der Einmündung der Halle-Saale-Schleife ist ebenfalls massiv von der Säge bedroht. Der weitere Knackpunkt bildet der geplante Kreisel im Kreuzungsbereich von Heideallee, Walter-Hülse-Straße und dem Weinbergweg. Hier sehen die Planungen alleine für den Umbau und im direkten Anschlussbereich in Heideallee und Brandbergweg die Vernichtung von mindestens 33 Bäumen vor. Hierzu gilt es unbedingt zu beraten und das künftige Vorgehen abzustimmen. Ebenso akut ist das Thema der flächendeckenden, massiven Massenabholzungen im Gesamtgebiet der Stadt Halle (Saale), z.B. in den Klausbergen, am Steintor, in Halle – Neustadt und im Bereich der Freiimfelder Straße. Weitere Themenschwerpunkte bilden u.a. die Folgen der Abholzungen und Bauarbeiten am Steintor und im Böllberger Weg sowie die Entwicklungen in der Gartenstadt Gesundbrunnen und im Pestalozzipark, die Aktivitäten zum Solbad und Park Wittekind, Aktivitäten im Medizinerviertel, in der Landsberger Straße und im Gelände des früheren Schlachthofes, Möglichkeiten der Optimierung der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, die weitere Erfassung von möglichen Standorten von Straßenbäumen sowie die allgemeine Entwicklung des Gehölzschutzes in der Stadt Halle (Saale).

In diesem Zusammenhang gilt es den Beschluss des halleschen Stadtrates vom 27.06.2018 zur Durchführung der vorbereitenden Untersuchung nach § 141 Baugesetzbuch (BauGB) sowie den vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 191 „Kröllwitz, Wohnbebauung Untere Papiermühlenstraße“ – Aufstellungsbeschluss des halleschen Stadtrates vom 27.06.2018 zur möglichen Festsetzung eines Sanierungsgebietes im Medizinerviertel Halle (Saale) zu thematisieren.

Als Thema steht ebenfalls der im Rahmen der halleschen Stadtratssitzung am 26.09.2018 geplante „Variantenbeschluss Hochwasserfolgemaßnahmen Riveufer“ auf der Tagesordnung. In den Planungsunterlagen gibt man als Bestand der Baumallee 146 Linden und 9 Rosskastanien, also gesamt 155 Bäume an. Fällen möchte man insgesamt 99 Bäume, davon 28 Alleebäume. Das sind 18.06 % der Alleebäume. Vorgeschobene Gründe sind angebliche bauliche Notwendigkeiten und der Denkmalschutz.

Als einer der größten angedachten Zerstörungen an Umwelt, Natur und Landschaft im Interesse von Partikularinteressen von offenbar sehr einflussreichen Lobbyisten auf Politik und Verwaltung in der Stadt Halle (Saale) ist die Vorlage zur halleschen Stadtrat am 26.09.2018 mit dem eher unscheinbaren Titel „Bebauungsplan Nr. 158 Freizeit- und Erholungsraum `Hufeisensee´, 1. Änderung – Aufstellungsbeschluss. Dieses Machwerk trotzt von Missachtung des Schutzes von Umwelt, Natur und Landschaft, Gefälligkeitsdiensten für Lobbyisten, Zynismus sowie Ignoranz und fachlicher Inkompetenz.

Als Beratungsthema ist ferner der geplante „Baubeschluss Freiflächengestaltung Universitätsring“ vorgesehen, welcher bei der halleschen Stadtratssitzung am 26.09.2018 stehen soll und die Fällung von mindestens 17 Bäumen beinhaltet.

Ebenfalls gilt es den „Vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 178 `Trotha, Solarpark Aschedeponie“ – Beschluss zur öffentlichen Auslegung“ zu thematisieren, welcher auch am 26.09.2018 auf der Tagesordnung des halleschen Stadtrates steht.

Eng damit verbunden steht ebenso die Schaffung von territorialen und thematischen Arbeitsstrukturen der Initiative „Pro Baum“ auf der Tagesordnung. Ferner gilt darüber zu beraten, welche Verbesserung zur Vorbereitung und Durchführung künftiger hallescher Laternenfeste erforderlich sind, um den Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft korrekt und verantwortungsvoll gewährleisten zu können.

Eine große Bedeutung hat die mögliche Fortsetzung der bisher gemeinsam mit dem AHA durchgeführten zehn Aktionen „Bäume pflanzen statt abholzen“ am Karfreitag, den 19.04.2019.

Darüber hinaus ist die angedachte Förderung der Fassadenbegrünung in der Stadt Halle (Saale) durch Politik und Verwaltung ein sehr wichtiges Beratungsthema.
Das Treffen der Initiative „Pro Baum“ am 17.09.2018 beginnt 19.00 Uhr und der Veranstaltungsort ist der Versammlungsraum des Reformhauses Halle in der Großen Klausstraße 11 in 06108 Halle (Saale).


Gimritzer Damm

So sieht noch gegenwärtig der Gimritzer Damm gesäumt mit Gehölzen aus. Eine Umsetzung der gegenwärtigen Deichpläne läuft auf die totale Vernichtung dieser Gehölze hinaus. Dabei kann dieser Deich kein Hochwasser zu 100 Prozent aufhalten aufhalten. Das ermöglichen aber eher der Stopp von Neuversiegelungen und die Rückgabe von Auen an die Fließgewässer.

05-Halle-Gimritzer Damm-Höhe Abzweig Halle-Saale-Schleife & An der Wilden Saale-Blick nach Südosten (1)
05-Halle-Gimritzer Damm-Höhe Abzweig Halle-Saale-Schleife & An der Wilden Saale-Blick nach Südosten (1)
04-Halle-Gimritzer Damm-Höhe Abzweig Halle-Saale-Schleife & An der Wilden Saale-Blick nach Nordwesten (1)
04-Halle-Gimritzer Damm-Höhe Abzweig Halle-Saale-Schleife & An der Wilden Saale-Blick nach Nordwesten (1)

AHA fordert Schutz der Fluss- und Auenlandschaften in der Stadt Halle (Saale) sowie weiterhin Stopp der Schiffbarmachung der Wilden Saale

AHA fordert Schutz der Fluss- und Auenlandschaften in der Stadt Halle (Saale) sowie weiterhin Stopp der Schiffbarmachung der Wilden Saale

Im Vorfeld dieses rechtswidrigen und skandalösen Eröffnens der Wilden Saale für den Bootsverkehr am 08.06.2018, hatte das Wasser- und Schifffahrtsamt des Bundes im Auftrag der Stadt Halle (Saale) massive Aus- und Abholzungen in der Wilden Saale vorgenommen. Nach Ansicht des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA)verletzten somit Wasser- und Schifffahrtsamt des Bundes und Stadt Halle (Saale) mit diesen Eingriffen mitten in der Brutzeit in und am ca. 10 ha großen Naturschutzgebiet (NSG) Peißnitznordspitze, welches in enger Korrelation mit dem Naturschutzgebiet ”Forstwerder“ zusammen das FFH-Gebiet „Nordspitze der Peißnitz und Forstwerder in Halle“ bildet, gegen geltendes Naturschutzrecht der EU, der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Sachsen-Anhalt. Diese Eingriffe führten zu unzulässigen Verschlechterungen im und am NSG und FFH-Gebiet.

In dem Zusammenhang fordert der AHA weiterhin diese rechtswidrige Handlungen sofort zu beenden ! Darüber hinaus hält der AHA ein sofortiges Eingreifen von EU-Kommission und der Staatsanwaltschaft Halle für dringend geboten. Es ist ungeheuerlich, dass zwei öffentliche, vom Steuerzahler finanzierte Einrichtungen derartige Rechtsbrüche begehen und somit sich anmaßen über Recht und Ordnung stehen zu können. Daher sieht der AHA ebenfalls unverzügliche personelle Konsequenzen für erforderlich ! Darüber hinaus gilt es weitere Aktionen zu prüfen, um diesen Frevel zu stoppen ! Weiter lesen



Arbeitskreis Hallescher Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. auf dem Schlossfest in Merseburg am 09.Juni 2018

Unser Verein erweckte auch in diesem Jahr wieder reges Interesse auf dem Schlossfest in Merseburg, was vor allem der Arbeit unserer Ehrenamtlichen zu danken ist.

Dabei geht es uns vor allem um den Erhalt der naturnahen Auenlandschaften um Merseburg wie z.B. in der Elster-Luppe-Aue in Richtung Leipzig, im Saaletal oder in der Geiselniederung in Richtung Geusa.

Besonderes viel Spaß an unserem Stand machte den Kindern die Erkennung von Vogelstimmen und die Bestimmung der „selbst geangelten Tiere„, wofür es auch kleine Belohnungen gab.

In der Umweltbibliothek Merseburg, in der Weißen Mauer 33, die von unserem Verein unterhalten wird, ist zu allen relevanten Natur- und Umweltschutz-Fragen umfangreiches Informationsmaterial vorhanden, wodurch sich jeder selbst ein Bild machen kann. Auch unsere Exkursionen sind dazu bestens geeignet.

Auf unserer Website sind Kontaktdaten und aktuelle Informationen immer griffbereit.

Fotos Christine Fröhlich und Torsten Nohr


Vorhaben zum Kriegerdenkmal Köthen – Unterstützung Voting

… In der Vergangenheit haben sich einige Mitglieder mit der historischen Erforschung des ehemaligen „Kriegerdenkmals“ beschäftigt, das bis nach Ende des 2. Weltkrieges auf dem Marktplatz unserer Stadt Köthen (Anhalt) stand. Im Jahr 1947 wurde es zu Sicherungszwecken im Garten neben der Kirche St. Maria vergraben. Die Katholische Kirchengemeinde hat sich bereit erklärt, die von ihr nun geborgene Gedenksäule zum Denkmal herauszugeben, wenn eine Aufstellung an einem exponierten, öffentlichen Ort in Köthen (Anhalt) gewährleistet ist. …

Die Köthen Energie GmbH stellt im Rahmen der Aktion „Vereinstaler“ insgesamt 15.000,00 EUR für Vereinsprojekte zur Verfügung. Auch das Bürgerbündnis hat sich mit einem Vorhaben beworben.

Bitte lesen und für die Nummer 9 stimmen (Voting läuft noch bis Ende Mai 2018).

Hier der Link zum Voting auf der Seite der Köthen Energie:

https://www.koethenergie.de/service/vereinstaler/


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