Förster-Sprechstunden Leipziger Stadtwald

„Begleitend zu den Maßnahmen der Waldbewirtschaftung werden am 29. November 2017, 17 bis 18 Uhr und am 6. Dezember 2017, 16:30 bis 17:30 Uhr im Umweltinformationszentrum (Technisches Rathaus, Prager Straße 118-136) zwei „Stadtförster-Sprechstunden“ angeboten, in denen die Stadtförster Rede und Antwort zu Fragen der Waldbewirtschaftung und der Jagd stehen.“

https://www.leipzig.de/news/news/alljaehrliche-pflegearbeiten-im-leipziger-stadtwald-beginnen/

Es wäre schade, wenn man von den Förster-Sprechstunden erst nachträglich aus der Zeitung erfährt.
Wer die offiziellen Erklärungen zu den sogenannten „Alljährlichen Pflegearbeiten“ im Leipziger Auwald hinterfragen möchte, kann Herrn Sickert hier persönlich zur Rede stellen.
Mittwoch, 29.11., 17:00 Uhr
Mittwoch, 06.12., 16:30 Uhr
im Technischen Rathaus, im Umweltinformationszentrum


Asphaltierter Waldweg

Von der Meseberg Brücke unterhalb bis zur Schleuse wurde der Waldweg asphaltiert. Es war bisher ein geschotterter Weg, der zu fast jeder Jahreszeit begehbar war. Wie auf einem Bild zu sehen fahren sofort auch Autos entlang, da sich in diesem Bereich ein Anglergebiet befindet. Die Befürchtung ist, dass immer weiter in das Gebiet sowie in das angrenzende Naturschutzgebiet mit Fahrzeugen eingefahren wird. Zudem muss dieser Weg, wie auch schon in der Heide, laufend gesäubert und gepflegt werden. Dies ist Geldverschwendung.

Fotos J. Kneese

Asphaltierter Waldweg
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Asphaltierter Waldweg
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Asphaltierter Waldweg
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Grundsätze im Umgang mit Hartholzauenwäldern

An:

Kulturstiftung Dessau-Wörlitz
Vorstand & Direktorin
Frau Brigitte Mang
Ernst-Zindel-Straße 08
06847 Dessau-Roßlau

Sehr geehrte Frau Mang,
wie am 12.07.2017 abgesprochen, erhalten Sie nachfolgend von uns formulierte „Grundsätze im Umgang mit Hartholzauenwäldern“ sowie Grobkonzeptionelle Überlegungen zum Park am Sieglitzer Berg und zur Nutzung der wiederentstehenden Solitude vom 05.05.2008, den Antrag auf Erweiterung des NSG „Untere Mulde“ und Vogelschutzgebietsneuausweisungen vom 04.11.2008 und den Rahmenplan zur Erstellung einer Schutz- und Entwicklungskonzeption für den Großen Busch, Stadt Coswig (Anhalt) im Landkreis Wittenberg vom 02.08.2010.
Wir bitten um Kenntnisnahme und dringende Beachtung.
Grundsätze im Umgang mit Hartholzauenwäldern
Aus naturschutzfachlicher Sicht handelt es sich um sehr sensible und wertvolle Waldökosysteme, die eine große Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen beherbergen. Hartholzauenwälder sind inzwischen – aufgrund der großflächigen Zerstörung dieser Auwaldökosysteme im europäischen Maßstab – auf der roten Liste der geschützten Biotope zu finden. Deshalb ist aus unserer Sicht im Falle dieser Auwaldökosysteme die Einstellung der forstwirtschaftlichen Nutzung dringend geboten, damit sie sich – frei von anthropogener Einflussnahme – zu Naturwaldreservaten weiterentwickeln können. Wir möchten dies wie folgt begründen:

  • Der Einsatz des Harvesters (Holzvollernter) wird als alternativlos angesehen, obwohl wissenschaftliche Studien vorliegen, welche die enorme Schadwirkung dieser Erntetechnik auf die Waldböden und die im Arbeitsbereich dieser Maschine stehenden Bäume (Verletzungen durch Schlagwirkung) belegen.
  • Es wird zu wenig Rücksicht auf störungsempfindliche Tierarten genommen, wie z.B. Rotmilan u.a. Tierarten.
  • Für die Bewohner der Baumkronen wie Habicht, Wespenbussard, Mäusebussard, Stammbewohner wie unsere heimischen Spechtarten, Höhlenbrüter wie Hohltaube, Waldkauz, Meisen und Schnäpper sind ältere Baumbestände von großer Bedeutung.
  • Von 86 vom Aussterben bedrohten Vogelarten sind allein für 24 alte Wälder unverzichtbar.
  • Etwa 37 Tierarten sind als „Nachmieter“ auf Spechthöhlen angewiesen.
  • Für die Glieder der Waldlebensgemeinschaft, die alte, starke, beschädigte, absterbende oder tote Bäume benötigen (z.B. Hirschkäfer u. Eichenbock), ist zu befürchten, dass ihre Ansprüche nicht hinreichend berücksichtigt werden.
  • Da es in Mitteleuropa kaum noch Urwälder gibt, sollten aus unserer Sicht die möglichst naturnah zusammengesetzten Auwälder als Naturwaldreservate ihrer eigenen Entwicklung überlassen werden.
  • Denn Naturnähe, Strukturreichtum, Diversität, und Reife sehen wir als wichtige Voraussetzungen für die Sicherung der vielfältigen Funktionen der Auwälder, wie Boden/Klima/Wasserspeicherung und für die Arterhaltung.

Für eine Antwort Ihrerseits wären wir sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Liste
Vorsitzender

Anhang:


Der AHA auf dem 49. Merseburger Schlossfest

Der AHA  auf dem 49. Merseburger Schlossfest

Am Samstag, den 10.06.2017 präsentierte sich der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. AHA mit der Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ erneut anlässlich des traditionellen Schlossfestes unter den alten Kastanien und Linden im Schlosspark. Im Merseburger Land sind es die Saaleauen mit der „Fasanerie“, die Tagebauseen östlich und westlich von Merseburg und natürlich die Umweltbibliothek, die in Merseburg einen idealen Standort hat, für das sich der AHA engagiert.

Die vielen Besucher bestimmten Vogelarten an ihrem Gesang und „fischten“ Kleinstlebewesen aus dem „Wasser“, um anschließend unter Anleitung die Art zu bestimmen. Für die Kinder gab es dabei auch kleine Überraschungen zu gewinnen. Aus eigener Herstellung waren Schlüsselanhänger und Vogelfederunruhen im Angebot.

Das Interesse der Besucher, vor allem der Kinder, bestätigte, wie wichtig das Engagement mit Exkursionen und Vorträgen zum Schutz unseres Lebensraums ist.
Interessierte wenden sich bitte an:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Regionalgruppe Merseburg – Leuna – Bad Dürrenberg & Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ (UBM)

Weiße Mauer 33
06217 Merseburg
Tel.: 0176 – 52562945
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail UBM: ubh2004@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de
Sprechzeit nach telefonischer Vereinbarung



AHA fordert nachhaltige Entwicklungskonzeption für die Region Sangerhausen

Bekanntlich besitzt der Feldhamster den Status „streng zu schützende Tierart von gemeinschaftlichem Interesse“ gemäß des Anhangs IV der FFH-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG). Ferner ist bekannt, dass ein wesentliches Ziel der FFH-Richtlinie in der die Sicherung des günstigen Erhaltungszustandes der dort gelisteten Arten und Lebensräume besteht. So haben gemäß Artikel 11 der FFH-Richtlinie die Mitgliedstaaten den Erhaltungszustand der in Artikel 2 genannten Arten und Lebensräume zu überwachen. Über die Ergebnisse der Überwachung ist gemäß Artikel 17 durch die Mitgliedstaaten alle sechs Jahre ein Bericht zu erstellen. Der Erhaltungszustand wird in Artikel 1 näher spezifiziert.
Seit längerem hatte sich abgezeichnet, dass der sogenannte „Investor“ Charlottes Garden selbst seinen Vorauszahlungspflichten im Höhe von 100.000,00 Euro zur Umsiedlung der Hamster und zur Einrichtung von Flächen zur „hamsterfreundlichen Bewirtschaftung“ nicht nachkommt.
Von daher fordert der AHA den Landkreis Mansfeld-Südharz und die Stadt Sangerhausen auf, dass Vorhaben endlich einzustellen. Ferner regt der AHA beide öffentliche Körperschaften an, ein nachhaltiges Konzept zur Sicherung und Erweiterung von Arbeitsplätzen in der Region zu erstellen, welches im Einklang mit dem Schutz und Erhalt von Umwelt, Natur und Landschaft steht.
Hier sich einzubringen sollte Auftrag an die Bevölkerung sowie an politische Gremien und Behörden sein.
Der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA bietet dahingehend Interessenten Raum im Rahmen von territorialen Regional- und Ortsgruppen bzw. thematischen Arbeits- und Interessengruppen –wie z.B. die Arbeitsgruppe Feldökologie- mitzuwirken.
Wer noch mehr zu den diesbezüglichen Aktivitäten des AHA erfahren möchte, wende sich bitte an folgende zentrale Kontaktmöglichkeiten:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de