Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese in Dessau

von Isabell Schneider

Am 16.10.2021 trafen sich gegen 10.00 Uhr sechs Mitglieder des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder (AHA) an der Streuobstwiese/Landhaus in Dessau, zum angekündigten Arbeitseinsatz.
Mit Leitern, Apfelpflückern und vielen Kisten ausgerüstet, wurde der Hauptteil, der im Herbst reif werdenden Äpfel von den Bäumen gepflückt. Um an die besonders reifen und großen Exemplare in den oberen Bereichen der Bäume zu gelangen, kam es sogar zu kleinen Klettereien im Geäst.
Deutliche Wühlspuren von Wildschweinen ließen darauf schließen, dass auch sie dem Geschmack dieser Bioäpfel sehr zugetan sind.
Gegen 13.00 Uhr konnten wir am naheliegenden Gartenhäuschen des AHA bei einem mittäglichen Imbiss den Einsatz ausklingen lassen.
Am Abend wurde die umfängliche Ernte gleich zur Mosterei in Nietleben gebracht, die für uns – wie schon im Vorjahr – leckeren Apfelsaft pressen wird.
Der nächste Arbeitseinsatz auf dieser Streuobstwiese, wird am Samstag, dem 20.11.2021 stattfinden, bei der die verbliebenen, noch nachgereiften Früchte geerntet werden sollen.
Ab 10.00 Uhr kann jeder Interessierte sich am Landhaus Dessau einfinden und mitmachen.

Fotos: Esther Zalm

Fotos: Christine Fröhlich


AHA führt Rundexkursion in das Unterluch in Dessau-Roßlau durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) am Samstag, dem 09.10.2021, eine ca. fünfstündige Rundexkursion in das Unterluch in Dessau-Roßlau mit Aufenthalt an der Mündung der Rossel in die Elbe sowie Blick zum Naturschutzgebiet „Saalberghau“ und zur Mündung der Mulde in die Elbe durch.
Im Rahmen der Rundexkursion beabsichtigt der AHA die dringende Schutzwürdigkeit und die vielfältige ökologische Bedeutung des ca. 270 ha Unterluches darzulegen. Dabei möchte der AHA auch auf den von ihm am 04.05.2009 beschlossenen „Rahmenplan zur Erstellung einer Schutz- und Entwicklungskonzeption für das „Unterluch Rosslau“ in der Stadt Dessau-Rosslau“ eingehen.
Treff ist um 10.00 Uhr am Bahnhof Roßlau
Wer noch mehr zu der Exkursion und zu Aktivitäten der ehrenamtlichen AHA-Ortsgruppe Dessau-Roßlau erfahren möchte, kann sich auch an folgende Adresse wenden:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Ortsgruppe Dessau – Roßlau

E-Mail: aha_halle@yahoo.de

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 01.10.2021


Eine Wanderexkursion auf dem Carl-Hebener Weg zwischen der Lutherstadt Eisleben und Wimmelburg

Eine Wanderexkursion auf dem Carl-Hebener Weg zwischen der Lutherstadt Eisleben und Wimmelburg
Zum Tag des Geotops 2021

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führte anlässliche des Tages des Geotops 2021 eine weitere Wanderexkursion auf den Halden zwischen der Lutherstadt Eisleben und Wimmelburg, auf dem Carl-Hebener-Weg, durch. Wir trafen uns am 26.09.2021, um 10.00 Uhr, in der Lutherstadt Eisleben an der Ecke Friedensstraße/Fritz-Wenkstraße.

Schwerpunkt war die bergbauliche Nutzung des sogenannten Baugrundes.
Im geologischen Sinne bedeutet es, das sich aus den über Jahrmillionen entwickelten tektonischen Verschiebungen, Schollenbildungen und Ablagerungen entwickelten Strukturen, in Sachsen-Anhalt und speziell im Raum Mansfeld, Hettstedt und Eisleben die sogenannte Mansfelder Mulde gebildet hat. Sie ist u.a. gekennzeichnet durch Kupferschiefer und Zechstein.
Der Zechstein, bestehend aus Anhydrit und Gips, Stein-und Kalisalz, hat auf Grund seiner Wasserlöslichkeit, einen großen Einfluß auf die Entstehung eines spezifischen Reliefs, sowohl oberflächlich, als auch im Untergrund. Man spricht deshalb auch von einer einzigartigen Gipskarstlandschaft. Durch unterirdische hydrologische Auslaugungen (Verkarstung), sind Hohlräume entstanden, die sogenannten Schlotten. Kupferschiefer in dieser Region zu bergen, bedeutete auch immer, sich mit den Gegebenheiten dieser Karstlandschaft auseinanderzusetzen. Anhand von geologischen Karten, bekamen wir einen Überblick über die Ausdehnung dieser unterirdischen Schlotten.
Unser Wanderweg auf den Halden der Otto-Schächte und der weite Blick über die Haldenlandschaft der Region Eisleben-Wimmelburg verdeutlichte die Bergbautätigkeit der letzten Jahrhunderte.
Wenn wir diesen Weg gehen, tauchen wir nicht nur in die Geschichte der Geologie und des Bergbaus ein, sondern erleben die durch den Bergbau verursachte Veränderung des Landschaftsbildes. So handelt es sich z.B. bei dem Hünekessel um einen sogenannten Erdfall, auch Bruchverformung, einer Schlotte. In diesem Zusammenhang wurden wir auf einen aktuellen Erdfall an der Verbindungsstraße zwischen Wimmelburg und Wolferode, in unmittelbarer Nähe der Eisenbahnbrücke, aufmerksam gemacht.
Die Bedeutung von Carl-Hebener (1891-1985) und des nach ihm benannten Weges besteht darin, dass auf seine Initiative hin, 1937 mit der Bepflanzung einer der Halden der Otto-Schächte begonnen wurde.
Es ist dieser Kontrast zwischen Vegetation und Halde, der einen Innehalten läßt. Diese durch den Menschen geschaffene Haldenlandschaft erfährt nun nicht nur eine Nachnutzung durch Errichtung von Photovoltaikanlagen, sondern bringt auch neue Biotope hervor.
Der sogenannte Kupferrasen wird gebildet von dem Taubenkropf-Leimkraut, dem Kupferblümchen (Frühlingsmiere) und der Kupfernelke (Grasnelke). Wir konnten Orchideen und die ausgezeichnet angepaßte Blauflügelige Ödlandschrecke entdecken.

Es war eine besondere und kurzweilige Exkursion, die von den interessierten Teilnehmern sehr positiv aufgenommen wurde.

Text & Fotos: Sabine Schauer


Verheizte Schätze – Auf dem Braunkohlenpfad von der Halleschen Saline nach Lieskau-Waldheil

Verheizte Schätze – Auf dem Braunkohlenpfad von der Halleschen Saline nach Lieskau-Waldheil
Zum Tag des Geotops am 19.09.2021

Der Nietlebener Heimatverein e.V., unterstützt durch das Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt in Halle, hatte am 19.09.2021, zum Tag des Geotops, zu einer Fahrradexkursion entlang des Braunkohlenpfades bei Halle eingeladen. Gekennzeichnet ist dieser Pfad durch Wegweiser und Informationstafeln von Teutschenthal über Langenbogen – Zappendorf – Bennstedt – Lieskau/Waldheil – Heidesee – Försterei „Habichtsfang“- Weinberg-Campus Halle – Schwanenbrücke an der Wilden Saale bis zur Saline in Halle. Treffpunkt war um 10.30 Uhr an der Saline in Halle.
In unmittelbar Nähe der Saline, ist die ehemalige Eisenbahnbrücke zur Überquerung der Saale der „Pfännerschaftlichen Kohlenbahn“ als Relikt noch zu sehen.
Die Streckenführung der „Nietlebener Pferdekohlenbahn“ verband die Nietlebener Braunkohlengrube Neuglücker Verein (der heutige Heidesee) mit der Wilden Saale, unweit der Schwanenbrücke. Mitte des 19.Jahrhunderts wurde mit dem Bau der von Pferden gezogenen Schmalspurbahn begonnen. Auf einer Strecke von knapp vier Kilometern wurde die Braunkohle von der Grube bis zur sogenannten Kohlenschurre (Kohlenrutsche) an der Wilden Saale transportiert und auf Lastkähne verladen. Der Standort der ehemaligen Kohlenrutsche an der Wilden Saale ist befestigt markiert. Abnehmer der Braunkohle war u.a. die „Cröllwitzer Papiermühle“. Die Gleise führten dabei nicht nur über Nietlebener Flure, sondern unterquerten auch die Anhöhe nordwestlich der „Provinzial-Irrenanstalt“ von Nietleben, mit einem Tunnel von 300 Meter Länge, sowie den Weinberg, in der Nähe der Heideallee, mit einer Länge von 80 Metern. Eine Lüftungsöffnung des Nietlebener Tunnels ist noch sichtbar. Sechzig Jahre lang war die Pferdeeisenbahn in Betrieb.
An den unterschiedlichen Standorten vor Ort versuchten wir uns anhand von historischen Bildaufnahmen in den damaligen Zustand des Gebietes hineinzudenken. Sowohl umfassende Überbauungen, als auch landschaftliche Veränderungen lassen nur eine vage Vorstellung zu.
An der Freifläche neben der ehemaligen Försterei „Habichtsfang“ kann man sich den dort gelegenen Kohle-Lagerplatz vorstellen. Auf dem Gelände des vor kurzem eingeweihten „Ameisen-Spielplatzes“ befand sich eine Schwelerei und eine Paraffin-Fabrik. Eine Besonderheit in westlicher Richtung gegenüber des Heidesees, stellt die damalige komplette Verlegung des „Gutes Granau“ um ca. 300 nach Süden dar, um die sich dort befindenden Braunkohlevorkommen zu heben. Das Gebiet des Heidesees ist heute eine Bergbau-Folgelandschaft. Bei unserem Weg am Rande der Dölauer Heide wurden wir auf mehrere Erdeinbrüche aufmerksam gemacht. Es handelt sich um ehemalige Stollen. Zur Förderung der Kohle in der heutigen Dölauer Heide sind Stollen bis zu einer Tiefe von 40 Metern getrieben worden. Nach Darstellungen des Nietlebener Heimatvereins e.V. sind davon ca. ein Viertel verschüttet worden.
Es ging weiter am Granauer Friedhof vorbei zum Granauer Berg. Dem Lößhohlweg folgend bis zum Bergmannssteig, hatten wir auf der Bergkuppe einen weiten Blick auf das südöstlich gelegene Halle-Neustadt. Die Bergleute nutzten den Bergmannssteig als Trampelpfad, um von den Zscherbener Braunkohlengruben nach Dölau zu gelangen. Heute ist es ein Naturlehrpfad. Wir gelangten über den Granauer Weg nach Lieskau Waldheil. Unsere Exkursion endete an der 2013 errichteten Stele „Straße der Braunkohle“. Sie erinnert u.a. an den ersten Braunkohlenfund 1382.

Diese Exkursion vermittelte ein Stück Bergbau – und Industriegeschichte, denn die im Umland von Halle gehobenen Bodenschätze haben diese Region im 19. und 20. Jahrhundert zu einem prosperierenden Industrie- und Wirtschaftsstandort in Mitteldeutschland gemacht.

Text & Fotos: Sabine Schauer


AHA setzt sich für Schutz und Erhalt der Weißen Elster zwischen Leipzig und Zeitz ein

Samstag, den 25.09., um 10.00 Uhr
Fahrradexkursion durch die Aue der Weißen Elster
zwischen Zeitz und Leipzig
Im Rahmen der Fahrradexkursion ist ein Aufenthalt im FahrradStop Gö­bitz mit Imbissversorgung vorgesehen. Daher wird um Voranmeldung gebeten.
Treffpunkt: Bahnhof Zeitz, Ausgang Baenschstraße
Dauer: ca. 6 Stunden

Die 245,4 km lange Weiße Elster, welche im tschechischen Teil des Erzgebirges in As entspringt, dann das Vogtland, Ostthüringen zwischen Greiz und Gera, die Leipziger Tieflandbucht zwischen Zeitz und Leipzig, auf einer Länge von 23 km die Stadt Leipzig durchfließt sowie westlich von Schkeuditz wieder Sachsen-Anhalt erreicht und letztendlich bei Halle-Beesen in die Saale mündet, bildet trotz bergbaulicher Eingriffe ein sehr vielfältiges, bedeutsames und schützenswertes Fluss- und Auensystem. Die vielfältigen Auenwälder, Auenwiesen, Feuchtgebiete und Gewässersysteme haben daher einen sehr vielfältigen Schutzstatus. Sie dienen als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sowie stressgeplagten Menschen zur Erholung und Entspannung.
Der gemeinnützige und ehrenamtliche Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) setzt sich daher sehr intensiv für den Schutz, Erhalt und naturnahe Entwicklung der Weißen Elster, ihrer Fluss- und Auenlandschaften, ihrer Nebengewässer sowie angrenzender Natur- und Kulturlandschaften ein. Dies geschieht in Form von Stellungnahmen, Vorschlägen, Exkursionen sowie Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit.
Im Rahmen dieser räumlich, fachlich-inhaltlich und organisatorisch umfassenden ehrenamtlichen Tätigkeit beabsichtigt der AHA nunmehr auch seine Aktivitäten auf die Weiße Elster zwischen den Städten Zeitz und Leipzig zu intensivieren.
Dabei bilden der Erhalt, Schutz und die Entwicklung weiterer Abschnitte zu naturnahen Natur- und Landschaftsräumen und eines umwelt- und naturverträglichen Tourismuskonzeptes, die Entwicklung eines breitgefächerten Umweltbildungskonzeptes sowie die Unterstützung des Vorhabens der Ausweisung großer Teile des Gebietes der Weißen Elster ab Zeitz, über Markkleeberg, Leipzig, den angrenzenden Landkreisen bis nach Halle (Saale) zur Ausweisung zum UNESCO-Weltkulturerbe, die ersten Arbeitshauptschwerpunkte. So lassen sich ökologische, geologische, archäologische, historische, kulturelle, wissenschaftliche, ökonomische, soziale und kulturelle Aspekte umfassender und günstiger ins Verhältnis bringen, um so angemessen zukunftsfähig länderübergreifend eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Perspektivisch erscheint es in dem Zusammenhang sinnvoll zu sein, die Gebiete über Gera, Greiz und Plauen bis ins Erzgebirge nach Tschechien ins Quellgebiet auszuweiten.
Nun möchte der AHA diese Gedanken einer interessierten Öffentlichkeit sowie den Verantwortlichen im Land Sachsen-Anhalt und in dem Freistaat Sachsen erneut und vertieft vorstellen. Dabei soll es nach Auffassung des AHA auch verstärkt gelingen, die Bevölkerung in den Schutz, Erhalt und die Entwicklung des vielfältigen Einzugsbereiches der Weißen Elster einzubeziehen und somit für eine intensive, ehrenamtliche Mitarbeit zu gewinnen. Dazu möchte der AHA die Aktivitäten seiner Regionalgruppen Leipzig und Umland sowie Gera-Zeitz erläutern und aufzeigen, dass sie geeignete Plattformen zur ehrenamtlichen Mitwirkung darstellen.
Dazu hat der AHA vorgesehen am Samstag, den 25.09.2021, eine ca. sechsstündige Fahrradexkursion durch die Aue der Weißen Elster zwischen Zeitz und Leipzig durchzuführen. Die Fahrradexkursion beginnt 10.00 Uhr am Bahnhof Zeitz, Ausgang Baenschstraße unweit der Weißen Elster und endet am „Leipziger Eck“, wo die Pleiße in das Elsterflutbett einmündet.
Im Rahmen der Fahrradexkursion ist vorgesehen im FahrradStop, Bornitzer Weg 01 in 06729 Göbitz/Gemeinde Elsteraue ein Halt einzulegen, um ggf. bei einem Imbiss Erläuterungen zu den Vorhaben in der Elsteraue geben zu können. Dazu zählen Vorschläge zum Schutz, zum Erhalt und der Entwicklung der Weißen Elster, ihrer Aue sowie ihrer Nebengewässer und angrenzender Landschaften.
Wer mehr zur Fahrradexkursion sowie zu den generellen Aktivitäten des AHA erfahren möchte, wende sich bitte an seine folgende Anschrift.

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Regionalgruppe Leipzig und Umland
Otto-Adam-Straße 14

04157 Leipzig

E-Mail: aha_halle@yahoo.de

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 17.09.2021


Exkursion von Bornstedt durch das Ackertal nach Klosterrode und zurück

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle/Saale e.V. (AHA) hatte am 12.09.2021, zum Tag des offenen Denkmals und in unmittelbarem Zusammenhang zum Tag des Geotops 2021, zu einer Exkursion von Bornstedt durch das Ackertal nach Klosterrode eingeladen. Die Ortschaft Bornstedt, unweit der Lutherstadt Eisleben gelegen, ist weithin durch den Bergfried der Burganlage „Burg Bornstedt“ (Schweinsburg) sichtbar. Treffpunkt war um 10.00 Uhr an der Ev. Kirche „St. Pancratius“ in Bornstedt. Eine Teilnahme am Gottesdienst (Beginn 9.30 Uhr) ermöglichte eine intensive Wahrnehmung des Kircheninneren. Nach dem Gottesdienst schloß sich eine Führung in der Kirche an.

Gekennzeichnet ist das Exkursionsgebiet durch den ehemaligen Bergbau und Landwirtschaft. Die Bergbautätigkeit ergab sich durch die Vorkommen von Braunkohle, Rotsandstein und Alaunerz. Unsere Wanderung führte uns entlang der Rohne durch den Ort. Rotsandstein galt als wichtiges Baumaterial. Spuren davon, waren noch zu sehen. Die Wanderung durch das Ackertal, mit seiner üppigen Flora und Fauna, war für uns alle ein Genuss. Wir konnten uns an einem Steinbruch des Rotsandsteins (Rotliegend) die Gesteinsformationen und Gesteinsschichten aus unmittelbarer Nähe ansehen.
Das Kloster Rode war im 12. Jahrhundert eine Wirkstätte des Prämonstratenser-Ordens. Anlässlich des 900-jährigen Bestehens dieses Ordens, findet eine Sonderausstellung statt. Durch den Umbau der Stiftsgebäude entstand im 16. Jahrhundert das „Schloss Klosterrode“. Zum Tag des offenen Denkmals, waren die Kellergewölbe und das Kreuzrippen – Gewölbe zu besichtigen. Eine Dauerausstellung präsentiert landwirtschaftliche Geräte und bäuerliche Alltags-und Gebrauchsgegenstände dieser Gegend.
Der Rückweg führte uns durch Bornstedt-Neuglück. Im 19. Jahrhundert war dieser Ortsteil eine bedeutende Industriesiedlung. Durch den Abbau von Braunkohle und Alaunerz, sowie Ton und Quarzsand war es der Eigentümerfamilie Müller möglich, eine Ziegelei, eine Teerschwelerei und eine Alaunfabrik zu errichten. Die zahlreichen Ruinen lassen diesen prosperierenden Standort nur noch erahnen. Das ehemalige Herrenhaus ist noch erhalten und wurde saniert. Eine Halde des Alaunerz-Abbaus ist, wegen der üppigen Vegetation, nur von Ortskundigen zu entdecken.

Was bleibt: durch die thematische Breite erhielten wir umfassende Informationen, hatten viele interessante Gespräche und sehr abwechslungsreiche Eindrücke.

Text und Fotos: Sabine Schauer


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