AHA hält verstärkten Schutz der Auenlandschaft zwischen Gera und Zeitz für dringend geboten

Samstag, den 26.09., um 10.00 Uhr
Fahrradexkursion durch die Aue der Weißen Elster
zwischen Gera und Zeitz
Treffpunkt: Bahnhof Gera, Ausgang Bahnhofsstraße
Ende: Bahnhof Zeitz
Dauer: ca. 6 Stunden

Der gemeinnützige und ehrenamtliche Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) setzt sich bekanntlich sehr intensiv für den Schutz, Erhalt und naturnahe Entwicklung der Weißen Elster, ihrer Fluss- und Auenlandschaften, ihrer Nebengewässer sowie angrenzender Natur- und Kulturlandschaften ein. Dies geschieht in Form von Stellungnahmen, Vorschlägen, Exkursionen sowie Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit.
Im Rahmen dieser räumlich, fachlich-inhaltlich und organisatorisch umfassenden ehrenamtlichen Tätigkeit beabsichtigt der AHA nunmehr auch seine Aktivitäten auf die ca. 30 km lange Weiße Elster zwischen den Städten Gera und Zeitz zu intensivieren.
Dabei bilden der Erhalt, der Schutz und die Entwicklung weiterer Abschnitte zu naturnahen Natur- und Landschaftsräumen, die Erweiterung von Hochwasserräumen, die mögliche Wiederanbindung von Altarmen und eines umwelt- und naturverträglichen Tourismuskonzeptes, die Entwicklung eines breitgefächerten Umweltbildungskonzeptes sowie die Unterstützung des Vorhabens der Ausweisung großer Teile des Gebietes der Weißen Elster ab Gera, über Markkleeberg, Leipzig, den angrenzenden Landkreisen bis nach Halle (Saale) zur Ausweisung zum UNESCO-Weltkulturerbe, die ersten Arbeitshauptschwerpunkte. So lassen sich ökologische, geologische, archäologische, historische, kulturelle, wissenschaftliche, ökonomische, soziale und kulturelle Aspekte umfassender und günstiger ins Verhältnis bringen, um so angemessen zukunftsfähig länderübergreifend eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Perspektivisch erscheint es in dem Zusammenhang sinnvoll zu sein, die Gebiete über Gera, Greiz und Plauen bis ins Erzgebirge nach Tschechien ins Quellgebiet auszuweiten.
Um diese umfassenden Themengebiete umfassend erörtern zu können, dient die Fahrradexkursion am Samstag, dem 26.09.2020, ab Gera entlang der Weißen Elster u.a. über Bad Köstritz und Crossen bis nach Zeitz, welche 10.00 Uhr am Bahnhof Gera, Ausgang Bahnhofsstraße beginnt und nach ca. 6 Stunden am Bahnhof Zeitz, Ausgang Baenschstraße unweit der Weißen Elster enden soll.
Ebenfalls als Thema der Fahrradexkursion ist der bevorstehende 30. Jahrestag der Gründung des AHA als eingetragener Verein am 23.02.2021 vorgesehen. Dazu plant der AHA am Samstag, dem 27.02.2021, eine Veranstaltung im Klubhaus Crossen.

Der AHA möchte auf jeden Fall mit der Fahrradexkursion sein Anliegen bekräftigen, sich verstärkt für den Schutz, Erhalt und Entwicklung des gesamten Flussgebietes der Weißen Elster von Quelle bis zur Mündung einzusetzen. Dazu zählt selbstverständlich auch der Abschnitt zwischen den Städten Gera und Zeitz.
Ferner möchte der AHA Interessenten gewinnen, welche daran ehrenamtlich mitwirken möchten, was letztendlich zur Bildung von Regional- und Ortsgruppen in den Städten Gera und Zeitz sowie in angrenzenden Gebieten führen soll. In diesen AHA-Gruppen können sich ehrenamtliche Interessenten unabhängig von Alter, Geschlecht, Bildung und Beruf einbringen. Wer Interesse hat, wende sich bitte an folgende Kontaktmöglichkeit:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Regionalgruppe Leipzig und Umland
Otto-Adam-Straße 14

04157 Leipzig

E-Mail: aha_halle@yahoo.de

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 20.09.2020


Tag des Geotops durch das Lieskauer Seenland

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Die geologischen Gegebenheiten werden erläutert

Der Verein Unteres Saaletal e.V. und das Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt veranstalteten am Sonntag, dem 20.09.2020, den 19. Tag des Geotops.
Die ca. 9 km lange Exkursion widmete sich dem Altbergbau.
Den Exkursionsteilnehmerinnen-und Teilnehmern zeigte sich auf teils unwegsamen Pfaden eine Seenlandschaft, die infolge des Abbaus von Braunkohle, Kalkstein und Kapselton entstanden ist und heute für viele Tier- und Pflanzenarten einen speziellen Lebensraum bilden.
Thematisiert wurden auch die Baugrundverhältnisse im Gebiet der Autobahnnordverlängerung A143, sowie die Folgen des Baues hinsichtlich der Durchschneidung mehrerer Natur-und Landschaftsschutzgebiete.
Auf dem Rückweg nach Lieskau wurde auf den Braunkohlenpfad hingewiesen, der von Teutschenthal über Langenbogen, Bennstedt, Waldheil Lieskau, den Heidesee zur Saline in Halle führt und von der IG Waldheil 2016 ins Leben gerufen wurde.

Text & Fotos: Christine Fröhlich

 


Ernteeinsatz auf der Streuobstwiese „Am Landhaus“

1500 20200919_115925Am Samstag, dem 19.09.2020, ernteten Mitglieder des AHA aus Halle/Saale und Dessau im Rahmen eines Arbeitseinsatzes auf der Streuobstwiese „Am Landhaus“ einen Teil der schon reifen Äpfel, die teilweise vermostet oder gegen eine Spende verteilt werden sollen. Geerntet wurden von den Hochstämmen alte Apfelsorten wie: Kaiser Wilhelm, Boskop, Landsberger Renette und Gloster.
Auf einem Teil der Streuobstwiese wurde außerdem schonend das Gras gemäht, dabei Meerrettich und einige noch blühende Pflanzen, die z.B. (überlebens)wichtig für Bienen sind, stehen gelassen.
Da die Streuobstwiese durch die Bäume der Muldeaue etwas geschützt ist, hielten sich in diesem Jahr die Schäden durch Trockenheit in Grenzen. Auch die im letzten Jahr gepflanzten Apfelbäume sahen sehr gut aus.

Text: Jörg Hündorf
Fotos: Isabell Schneider & Jörg Hündorf



Reparaturmaßnahme auf der Ziegelwiese

1500 DSC1911Sechs Mitglieder des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder trafen sich am 10.9. 2020, um 10.00 Uhr, auf der Ziegelwiese, um 3 abgebrochene Stützpfosten an einer noch jungen Erle auszutauschen. Die durch Spenden finanzierte Erle wurde vor ca. 3 – 4 Jahren bei der jährlich stattfindenden Pflanzaktion Karfreitags in die Erde gebracht.
Um ein Zeichen zu setzen, wurde diese Aktion vom AHA ins Leben gerufen und steht unter dem Motto:

 

BÄUME PFLANZEN STATT ABHOLZEN

 

Auch Karfreitag 2021 ist eine solche Pflanzung wieder geplant.

Wer finanziell Unterstützung leisten möchte, – z.B. zum Kauf von Bäumen – kann dies unter folgender Bankverbindung des AHA tun:

  • IBAN: DE 14 800 537 62 0380 302 257
  • BIC: NOLADE21HAL
  • Saalesparkasse
  • Verwendungszweck „Bäume
  • oder Sicher und einfach Spenden via PayPal:
    Reparaturmaßnahme auf der Ziegelwiese

Darüber hinaus können Interessenten auch organisatorisch mitwirken und sich dazu an folgende Anschrift wenden:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – AHA
Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

E-Mail: aha_halle@yahoo.de

Text: Isabell Schneider
Fotos: Dietmar Hörner


AHA hält verstärkte Maßnahmen zum Schutz und Entwicklung der Helme für erforderlich

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Berga – Blick zum Fernsehturm Kulpenberg

Im Rahmen von zahlreichen Fahrradexkursionen entlang der Helme, des Helmestausees, der Zorge und Teilen der Thyra im Raum zwischen der Stadt Nordhausen sowie den Orten Berga – Kelbra und Auleben greift der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) immer wieder intensiv das Thema Schutz und Entwicklung des Gesamtgebietes auf.
Dabei stellt der AHA immer wieder heraus, dass die ca. 74 km lange Helme einst zu den arten- und strukturreichsten Flüssen Mitteldeutschlands gehörte. Insbesondere prägend waren die umfassenden Mäander und der durchaus damit verbundene Fischreichtum. In Folge eines starken Sommerhochwassers im Jahre 1956 nahm man massive Begradigungen vor sowie errichtete in den Jahren 1962 bis 1965 ein Stausee mit einem Fassungsvermögen von 35,6 Millionen Kubikmeter, welcher offiziell im Jahre 1969 seine Eröffnung erfuhr.
Damit hat man der Helme bereits einen schweren Schaden zugefügt. Nunmehr muss der AHA feststellen, dass sich die unerlaubten Einleitungen von Abwasser häufen und offensichtlich die Verursacher keinen Willen zeigen derartige Zustände zukünftig auszuschließen und zur Aufklärung beizutragen. So konnten bisher unbestraft die Firma Schatz Umwelt GmbH zweimal im Monat August 2020 die Helme sowie der Wasserverband Südharz wegen eines mutmaßlichen Defekts der Pumpstation der Mischwasserentlastung die ca. 17 km lange Gonna mit massiv verunreinigten Flüssigkeiten schwer belasten.
Die Staatsanwaltschaft Halle hatte mit Schreiben vom 25.08.2020 die Ermittlungen eingestellt und als Begründungen das Unvermögen des Umweltamtes des Landkreises Mansfeld-Südharz am Tag der Verschmutzung der Helme überhaupt sowie der Polizei fachlich korrekt zur Laboranalytik geeignete Wasserproben zu entnehmen, herangezogen. Diese Vorgehensweise der Staatsanwaltschaft Halle ist als unverantwortlich anzusehen, da auch eine spätere Entnahme von Wasserproben zu mindestens anhand der Einleitungsstellen, den Nachweis der Ursache der Umweltstraftaten ermöglicht. Es ist schon skandalös genug, dass es erst einer Strafanzeige des Kreisanglervereins Sangerhausen e.V. bedarf, um überhaupt Ermittlungen in Gang zu setzen. Weder die Landrätin des Landkreises Mansfeld-Südharz, noch der für die Helme verantwortliche Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz des Landes Sachsen-Anhalt scheinen diesen Schritt gegangen zu sein bzw. gehen zu wollen.
Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) geht davon aus, dass die Helme und ihre Nebengewässer schon massiven Belastungen durch Einträge von Nährstoffen und Pestiziden aus der angrenzenden Landwirtschaft ausgesetzt ist. Derartige Verschmutzungen haben ebenso wenig in den Fließgewässern zu suchen, wie Einträge von Öl, Fäkalien und anderen schwersten Belastungen von Wasser und Boden.
Nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) sind nunmehr umfassende Untersuchungen des Wassers und des Bodens von Helme und Gonna an den Einleitungsstandorten und bis zur Mündung in die Unstrut erforderlich, um daraus Sanierungsmaßnahmen ableiten zu können. Ferner sieht der AHA die Notwendigkeit der Firma Schatz Umwelt GmbH die Betriebserlaubnis zu entziehen und den Wasserverband Südharz so technisch und personell auszustatten, dass derartige schwere Belastungen von Umwelt, Natur und Landschaft nicht mehr auftreten können.
Darüber hinaus hält es der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) für dringend geboten, dass der Freistaat Thüringen und das Land Sachsen-Anhalt gezielt und sofort nach illegalen Einleitungsstellen in die Helme und ihre Nebengewässer fahnden, diese zurückbauen lassen und die Verursacher zur Verantwortung ziehen oder ziehen lassen.
Die Staatsanwaltschaft Halle fordert der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) auf, die Ermittlungen zu den fortgesetzten schwersten Verschmutzungen in Helme und Gonna sofort und vollumfänglich aufzunehmen. Es muss Schluss sein, solche schwersten Verunreinigungen mehr oder minder als Kavaliersdelikte zu betrachten.
Im Zusammenhang mit den dringend erforderlichen Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen hält es der AHA ebenfalls für sehr sinnvoll bzw. dringend notwendig, eine sehr komplexe, wissenschaftlich fundierte Schutz- und Entwicklungskonzeption für die ca. 74 km lange Helme, die etwa 38 km lange Zorge, die ca. 20 km lange Thyra, die ca. 17 km lange Gonna sowie für die insgesamt 22,8 km lange Rohne und ihrer Einzugsgebiete sowie direkt angrenzender Räume entwickeln zu lassen. Dabei sollte auch die Wirkung und perspektivische Entwicklung des Helmerückhaltebeckens Bestandteil und Inhalt der Untersuchungen sowie eine wirksame Verhinderung des Eintrages von Verunreinigungen aller Art sein.
Als Partner können dazu die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die Hochschule Anhalt in Bernburg und die Fachhochschule Nordhausen dienen. Der AHA ist bereit im Rahmen seiner ehrenamtlichen und gemeinnützigen Möglichkeiten diese wissenschaftliche Bearbeitung zu initiieren und zu begleiten.
Perspektivisch kann sich der AHA vorstellen, dass in Kelbra eine Helme-Konferenz stattfindet, wo Politik, Verwaltung, Wissenschaft sowie die Bevölkerung und Interessenten und ihre Initiativen und Vereine gemeinsam über die Entwicklung des ca. 74 km langen Flusses und seines Einzugsgebietes beraten können. Ziel muss es dabei sein, alle Interessen und Notwendigkeiten ökologisch nachhaltig zusammenzuführen. Im Rahmen der Fahrradexkursion am 26.10.2019 tauschte sich die Exkursionsgruppe dazu auch mit dem Geschäftsführer des Kreisanglerverbandes Sangerhausen e.V. Frank Gabriel aus. Man kam überein so schnell wie möglich das Thema zu konkretisieren.

Darüber hinaus möchte der AHA auf folgende Fahrradexkursion hinweisen, zu welchen alle Interessenten und Verantwortlichen recht herzlich eingeladen sind:

Samstag, den 31.10., um 10.00 Uhr
Fahrradrundexkursion zur Helme, zum Helmestausee bei Berga-Kelbra und zur Thyra
Treff : Bahnhof Berga-Kelbra
Dauer: ca. 4 Stunden

Auf Grund der vielfältigen, sehr bedeutsamen Aufgaben zum Schutz, Erhalt und Entwicklung der Helme, ihrer Aue, ihres Einzugsgebietes, Nebengewässer und angrenzenden Gebiete beabsichtigt der AHA eine länderübergreifende Arbeitsgruppe Helme bzw. Regionalgruppe Nordhausen-Sangerhausen zu bilden, welche ehrenamtlich Interessierten die Möglichkeit eröffnet, sich im Interesse des Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes einbringen zu können.
Wer Interesse hat, wende sich bitte an folgende zentrale Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 12.09.2020


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