Crowdfunding-Projekt: Für eine umweltfreundliche Bildung

2019 ubm 02
Blick in die UBM 2019

Einleitung

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – möchte um Ihre Unterstützung für zwei Projekte der Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg. Unter dem Motto „Für eine Umweltfreundliche Bildung“ stellen wir Ihnen hier:

  • die Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ und
  • die Arbeitsgemeinschaft Gewässerökologie vor.

Unser Crowdfunding-Ziel

Zur Förderung und Umsetzung unseres Umweltbildungsangebotes möchte der AHA bei diesem Crowdfunding-Projekten die Summe von € 4.100,00 erreichen.

Es ist vorgesehen, dass € 3.100,00 an die Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ gehen. Damit soll die Renovierung eines der beiden Räume finanziert werden. Des weiteren möchten wir neue Medien und Fachzeitschriften sowie Archivierungsmaterial anschaffen.

Mit der Summe von € 1.000,00 soll für die AG Gewässerökologie u.a. ein neues Sauerstoff-Messgerät gekauft werden. Für Anschaffung für Materialien zur Analyse der Wasserqualität soll ein Teil der Summe verwendet werden.

Bei Erreichung eines Überschusses hat der AHA vor, die Summe anteilsmäßig an die beiden zu fördernden Projekten zu verteilen.

Wer sind wir?

Der 1991 gegründete Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – ist ein gemeinnütziger Umwelt- und Naturschutzverein. Der AHA ist mit 119 Mitglieder in seine Fach- und Territorialgruppen ein sehr aktiver und erfolgreicher Verein mit Sitz in Halle (Saale).

Dabei fing es 1983 ganz klein an. Drei Schüler gründeten eine Patenschaftsgruppe für die Peißnitz, einer Insel in mitten der Saale. Was mit Erfassungsarbeitenbegann, wurde zu einem Projekt zur Wiederherstellung des Auenwaldes, dessen Entwicklung bis hin zur Unterschutzstellung. Mit Unterstützung und wissenschaftlichen Disput mit dem Vorstand des Arbeitskreises Umweltschutz unter langjähriger Leitung von Jürgen Bernt-Bärtl konnte die Patenschaftsgruppe Mitglieder gewinnen und sein Projekt „Schutz und Entwicklung der Peißnitz“ vorantreiben. Im Gründungsjahr der Patenschaftsgruppe konnte zum Zwecke der Umweltbildung und aktivem Umweltarbeit eine Arbeitsgemeinschaft im auf der Peißnitz ansässigen Pionierhaus, heute Peißnitzhaus, etabliert werden. Bei der Recherche zur Wiederherstellung und Entwicklung des Auenwaldes im Nordteil der Peißnitz wurde die Idee zur Errichtung eine Amphibienlaichgewässer geboren, die 1987 in Form eines Konzeptes ausgearbeitet. Drei Jahre später wurde mit Hilfe von Soldaten der Westgruppe der Sowjetstreitkräfte in Deutschland der ersten Spatenstich durchgeführt. Das neuerrichtete Amphibienlaichgewässer wurde von der Natur schnell in Beschlag genommen. 1990 wurde die Nordspitze der Peißnitz unter Naturschutz gestellt.

Leider löste sich der Arbeitskreis Umweltschutz auf und entließ die jeweiligen Fachgruppen. Über die Zeit des Arbeitskreises Auenwald Peißnitz im Kulturbund Halle e.V. wurde die Gründung des Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. betrieben. Ziel war die Ausweitung der Umwelt- und Naturschutzarbeit auf das gesamte Stadtgebiet von Halle (Saale), von dem Forstwerder im Norden über die Peißnitz in der Mitte zum Pfingstanger und der Saale-Elster-Aue im Süden. Die Mitgliederzahl wuchs, die auch außerhalb Halles bereits tätig waren. Um die Arbeit besser zu koordinieren wurden territoriale und fachliche Gruppen gebildet. Die territorialen Gruppen sind unterteilt in Regionalgruppen, wie u.a. Wettin-Könnern-Bernburg, Leipzig und Umgebung, in Ortsgruppen, wie Dessau-Roßlau, Bitterfeld-Wolfen, und territoriale Arbeitsgruppen, wie Dölauer Heide/Lintbusch, Bode, Selke und Peißnitz. Die fachlichen Gruppen beschäftigen sich mit Umweltrecherchen und -bildung, Streuobstwiesenbetreuung, Öffentlichkeitsarbeit und der Organisation von Arbeitseinsätzen und Exkursionen. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des AHA wurden die Zu- und Ausarbeitungen für/von Stellungnahmen zu Umwelt- und Planungsprojekten. Der AHA hat 2019 die Anerkennung nach § 3 Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz erhalten. Die Anerkennung erstreckt sich auf Sachsen-Anhalt, dem Freistaat Sachsen und dem Freistaat Thüringen.

Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg

Die 2001 gegründete Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg ist eine der aktivsten Gruppen im AHA. Unsere Mitglieder der Regionalgruppe sind in der Umweltbildungs- und Renaturierungsprojekten involviert. Besonderen Augenmerk nehmen dabei die Auenlandschaften an Saale sowie Geisel/Klia und Klyegraben ein. Insbesondere dort die Restauenwaldbestände auf der Rischmühleninsel, die parkähnliche Auenlandschaft unterhalb des Schlosses und im Bereich des Stadtparks, der Mündungsbereich des Klyegrabens in die Geisel und ihre jeweiligen Auenlandschaften sowie die großräumige Saaleaue zwischen Merseburg und Leuna.

Arbeitsgemeinschaft „Gewässerökologie“

Seit der AHA erste Vereinbarungen getroffen hatte, 1995 wurde die Zusammenarbeit mit dem Domgymnasium Bad Dürrenberg vereinbart, spielt die Umweltbildung und -erziehung eine besondere Rolle in dieser Gruppe.

Mit Horst Zeitz gewann der AHA ein Mitglied, der bereits vor 1989 auf dem Gebiet der Umweltbildung und -erziehung sowie als Naturschutzbeauftragten tätig. Die von ihm geleitete Arbeitsgemeinschaft „Gewässerökologie“ beschäftigt sich kontinuierlich mit der Erforschung des Ellerbachs in Bad Dürrenberg, angrenzende Teiche sowie der Saalealtarms bei Leuna. Dies erfolgt im Rahmen von der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt.

Die teilnehmenden SchülerInnen erlernen in der AG Gewässerökologie, wie die Gewässer analysiert werden. Ihnen steht ein technisch vollausgestattetes eigenes Labor zur Verfügung. Die Ergebnisse bilden die Grundlage Konzeptionen des AHA-Regionalgruppe.

Ein weiteres Ziel, die SchülerInnen für den Umwelt- und Naturschutz zu begeistern, ist die Ausbildung von Medienkompetenzen. Dabei erlernen sie die Grundlagen, wie das Verfassen eines Drehbuches, Umgang mit der Kamera- und Tonausrüstung und die abschließenden Bearbeitung wie Schneiden und Kommentieren. Der krönende Abschluss ist die Veröffentlichung. In den vergangenen Jahren wurden die Dokumentationen u.a. im Offenen Kanal von Bad Dürrenberg ausgestrahlt.

https://youtu.be/B72J4TL2sLI

Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernd-Bärtl“

Seit 2007 befindet sich mit der Weiße Mauer 33 die Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernd-Bärtl“ – UBM. Unter Leitung von Siegfried Blauth, einen ehemaligen Berufsschullehrer, wurde in den letzten Jahren der Bestand der UBM erfasst und sortiert.

Entstanden ist die Umweltbibliothek Halle als Projekt der Ökologischen Arbeits­gruppe beim Kirchenkreis Halle (ÖAG) am Ende des Jahres 1987 nach dem Vorbild der Berliner Zionskirche.

Sie war in einem Raum in der Georgen-Gemeinde untergebracht. Im Jahre 1992 erfolgte die Verlegung der Umweltbibliothek in das Reformhaus Halle in der Großen Klausstraße 11 und die Übernahme der Trägerschaft durch die Grüne Liga. Seit dem 16.08.2004 ist der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – Träger der Umweltbibliothek Halle.

Am 22.11.2005 wurde ihr der Namen des engagierten Umwelt- und Naturschützers und studierten Literaten Jürgen Bernt-Bärtl verliehen. Der am 26.08.1944 in Pölma bei Kaden in Tschechien geborene und am 17.01.2003 in Halle (Saale) gestorbene Jürgen Bernt-Bärtl gehörte zu den führenden Mitbegründern des Arbeitskreises Umweltschutz Halle in der Gesellschaft für Natur und Umwelt im Kulturbund der DDR (1983) und der Grünen Liga (1989/90). Er moderierte zur Wendezeit 1989/90 den Grünen Runden Tisch des Bezirkes Halle.

Mit der UBM möchte der AHA die Förderung einer umfassenden Bildungs-, Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz sowie die Förderung und Initiierung einer Diskussionsplattform zu ökologischen Themenfeldern sowie Zusammenführung und Beratung umweltinteressierter Akteure erzielen.

Die UBM stellt Literatur zu Themen Umweltbildung, Umweltrecht, Abfall/Altlaten, Boden, Wasser, Luft, Lärm, Klima,Verkehr, Wald, Energie/regenerative Energieträger/Atomkraft, Bio- und Gentechnik/Tierschutz Geographie, Bauwesen Gesundheit, Sozialwissenschaft Haus und Garten, Kunst und Kultur, Heimat- und Industriegeschichte zur Verfügung. Ebenfalls bietet sie Videos, Tonträger und Spiele an.

Ein Bestandteil der Arbeit der UBM stellt auch die Beratung zum Umweltbildungsthemen dar.

Die UBM archiviert Diaserien von Horst Zeitz.

Bei der Erfassung des Bestandes der UBM wurde Material und Briefverkehr zwischen den vorherigen kirchlichen Träger zu Umweltthemen in der DDR gefunden, die wir zur historischen Aufbereitung gerne zur Verfügung stellen möchten.

Diese Materialien verleihen wir nicht. Sie können vor Ort eingesehen werden. Derzeit haben wir keine technische Möglichkeiten diese Materialien zu digitalisieren.

Zu Recherchen-Zwecken stellt die UBM zwei Computerarbeitsplätze. Das installierte Arbeitssystem ist Linux.

Kontakt:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V.
Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

E-mail: aha_halle@yahoo.de
Facebook
Crowdfunding-Seite bei BetterPlace

Ansprechpartner:

Andreas Liste – Vorsitzender
Dietmar Hörner – 1. stellv. Vorsitzender


Gewässerökologie – Die Pfütze

Das Stillgewässer „Pfütze“ wird 2021 von der Arbeitsgruppe Gewässerökologie des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V., untersucht. Es handelt sich ebenfalls um ein Tagebau-Restloch, wie der Herrenteich. Beide liegen unweit voneinander entfernt. Der Herrenteich und die Pfütze gehören zu dem Gewässer-Biotop-Verbund des Ellerbaches, südöstlich von Bad Dürrenberg, bei Tollwitz. Beide Gewässer haben weder einen Zu- noch einen Abfluss. Ihre Wasserspeisung erfolgt sowohl durch Oberflächen-Schichtquellen, als auch durch Oberflächen-und Niederschlagswasser. Der Wasserspiegel ist erheblich von den herrschenden Witterungserscheinungen abhängig.
Die Pfütze ist flach. Das Erscheinungsbild gleicht einer Mulde. Es ist umgeben von einem Schilfgürtel, Sträuchern und vereinzelt stehenden Baumgruppen.

Wir trafen uns am 28.08.2021 um 14.00 Uhr am Ufer der Pfütze. Simon entnahm eine Wasserprobe für die chemische Analyse und eine Wasserprobe mit Plankton für die mikroskopische Untersuchung.
Vor Ort wurden die Wassertemperatur, der gelöste Sauerstoff, die Sauerstoff-Sättigung, der pH-Wert und die Leitfähigkeit bestimmt.
Die Wassertemperatur gibt Auskunft über die mögliche Sauerstoffsättigung des Gewässers. Mit zunehmender Temperatur nimmt die Fähigkeit des Wasser, Sauerstoff zu binden, ab. Der Gehalt an Sauerstoff gibt Auskunft über die Selbstreinigungskraft des Gewässers. Das Überleben von Mikroorganismen ist unmittelbar an den Sauerstoffgehalt gebunden. Der pH-Wert bestimmt das Verhältnis von Wasserstoff-Ionen zu Hydroxyl-Ionen und sollte im Bereich von 6,5 – 8,5 liegen. Er ist die Voraussetzung für einen störungsfreien Stoffwechsel der pflanzlichen und tierischen Organismen des Planktons. Die Leitfähigkeit, zeigt den Anteil elektrisch geladener Teilchen (Ionen) im Gewässer an. Damit ist eine Aussage über den Gehalt an Mineralien (Salzen) im Gewässer möglich.

Zu einem späteren Zeitpunkt werden die im Wasser gelösten Pflanzennährstoffe ermittelt. Dazu gehören u.a. die Phosphate, Ammonium, Nitrit und Nitrat. Ein zu hoher Nährstoffgehalt bewirkt ein übermäßiges Wachstum von Wasserpflanzen. Das Gewässer befindet sich dann in einem eutrophen Zustand.

Des Weiteren wird die Wassergüte anhand vorhandener pflanzlichen und tierischen Bestandteile im Plankton des Gewässer beurteilt. Sie bilden die sogenannten Bioindikatoren. Diese Bestimmung erfolgte am darauffolgenden Sonntag.
Am 29.08.2021 trafen wir uns um 14.00 Uhr bei Horst Zeitz. Das Digitalmikroskop mit dem Monitor wurde für die mikroskopische Arbeit vorbereitet und die Zentrifuge montiert. Das zentrifugierte Untersuchungsmedium mit seinen lebenden und abgestorbenen Bestandteilen konnte anschließend mikroskopisch untersucht werden. Es war sehr interessant, die Bewegungen der Kleinstlebewesen in ihrem Medium zu beobachten. Die mikroskopischen Präparate wurden bewertet und fotografiert.
Die weiterführende Dokumentation aller Daten steht anschließend zur vergleichenden Analyse zur Verfügung.

Text & Fotos: Sabine Schauer


Gewässerökologie – ein Generationen übergreifendes Projekt

Auswertung der entnommenen Wasserproben vom 06.09.2020
zur Ermittlung der Wassergüte am Herrenteich unweit von Tollwitz

In Fortsetzung des bereits beschriebenen Vorganges der Entnahme der Wasserproben am Herrenteich, unweit von Tollwitz, durch die Schüler Jeremy und Simon und die Kameraaufzeichnung der einzelnen Arbeitsschritte durch Julian, unter der fachmännischen Anleitung von Horst Zeitz, sollen die weiteren Arbeitsschritte bis zur Fertigstellung des Filmes beschrieben werden.

Die biologische Analyse der Wasserproben mußte zeitnah erfolgen, um das Plankton mit seinen lebenden Bestandteilen unter dem Mikroskop auswerten zu können. Der erste Schritt nach dem Aufbau des Digital-Mikroskops und der Bereitstellung aller erforderlichen Hilfsmittel, war die Verdichtung des gewonnen biologischen Materials. Dieses erfolgte mittels einer Zentrifuge. Mit einer Pipette wurden zwei Pipettenröhrchen, sogenannte Küvetten, bis zur Mitte mit der gewonnenen Wasserprobe gefüllt und in der Zentrifuge für eine Minute geschleudert. Am Boden der Pipettenröhrchen bildete sich ein Konzentrat. Überschüssige Wasser wurde abgegossen, um mit einer weiteren Pipette etwas dieses Konzentrates zu entnehmen und es auf einen Objektträger mit Hohlschliff vorsichtig einzufüllen. Der Objektträger muß mit einem Deckgläschen abgedeckt werden. Nun kann das Mikroskopieren beginnen. Mit dem Sucher und der entsprechenden Vergrößerung werden die einzelnen Bestandteilen des biologischen Materials sichtbar. Da es sich um ein Digital-Mikroskop handelt, kann man den Vorgang direkt am Monitor verfolgen. Die einzelnen Plankton-Bestandteile werden fokussiert, fotografiert und auf der SIM-Karte gespeichert. Damit werden sie in einem weiteren Arbeitsschritt bildhaft dokumentiert. Zu beobachten waren u.a. Stab- und Faden-Alge, Kiesel- und Schiffchen-Alge, Zickzack-Alge, Blaualge, Wasserflöhe, Ruderfußkrebse und die Larve eines Ruderfußkrebses.
Damit ist die Voraussetzung geschaffen, die bildhaften Daten auf den Computer zu übertragen und weiter zu verarbeiten. Das Bildmaterial wurde formatiert, auf Fotopapier gedruckt, geschnitten und auf die vorbereiteten Formblätter geklebt. Jeder Schüler erarbeitet seine eigene Fotomappe.
Die chemische Analyse zur Wassergüte gibt Auskunft über den Nährstoffgehalt eines Gewässers und wird in sogenannten Trophiengraden ausgedrückt. Für diese Analyse steht den Schülern ein Set chemischer Reagenzien und das Photometer LF2400 zur Verfügung.
Bei der biologischen Analyse nutzt man das Vorhandensein gewisser Indikator-Organismen (Saprobien). Die biologische Wassergüte wird in Saprobienstufen eingeteilt.
Die ermittelten Daten zur Bestimmung der Wassergüte wurden teilweise vor Ort bzw. anhand der Wasserproben (chemisch) und anhand der Auswertung der biologischen Bestandteile des Planktons (biologisch) in dafür vorbereitet Listen eingetragen und vervollständigt.

Aufgabe der Schüler war es, alle erfassten Daten zu dokumentieren und auszuwerten.

Diese chemischen und biologischen Analysen zur Wassergüte werden seit Jahrzehnten an sieben Stillgewässern im Umkreis von Bad Dürrenberg und dem Ellerbach durchgeführt und erlauben Aussagen zur Entwicklung dieser Gewässer in einem örtlichen und zeitlichen Kontext.

Text und Fotos: Sabine Schauer
Beitrag Gewässerökologie – ein Generationen übergreifendes Projekt vom 09.09.2020
Video: Beprobung des Herrenteiches, AG Gewässerökologie


Horst Zeitz zum 91. Geburtstag

1500 Horst Zeitz 91. GeburtstagMitglieder des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – gratulierten Horst Zeitz zu seinem vollendetem 91. Lebensjahr!
Als langjähriges Mitglied des AHA, als unermüdlicher Gestalter, Wegbereiter und Pädagoge im Bereich Gewässerökologie und Filmdokumentation hat er jahrzehntelang mit vielen Schülern und Schülerinnen aus Bad Dürrenberg gearbeitet. Und arbeitet immer noch!
Bei Kaffee und Kuchen sprachen wir über das bevorstehende Untersuchungsobjekt der Gewässerökologie für 2021 und seine Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern.
Horst Zeitz führte uns die zwei neusten, mit seinen Schülerinnen und Schülern unter seiner Anleitung und Betreuung entstandenen Dokumentarfilme vor und demonstrierte uns anhand des genutzten Computer-Programms die Vorgehensweise beim Hinterlegen eines Filmes mit Text und Musik.

Wir danken Horst Zeitz für den schönen und informativen Nachmittag und wünschen ihm Gesundheit und alles, alles Gute!

Text und Foto: Sabine Schauer


Gewässerökologie – ein Generationen übergreifendes Projekt

1500 01 -09-2020 Gewässerökologie Die Pfütze - unweit des Herrenteiches DSC01887
Die Pfütze – unweit des Herrenteiches

von Sabine Schauer

Seit Jahrzehnten arbeitet Horst Zeitz, inzwischen neunzigjährig, mit Schülern zusammen, um an sieben Stillgewässern im Umkreis von Bad Dürrenberg und dem Ellerbach chemische Analysen zur Ermittlung der Wassergüte durchzuführen. Begleitend werden diese Arbeiten mit der Kamera gefilmt.

Der Herrenteich, unweit von Tollwitz, wurde für das Jahr 2020 für gewässerökologische Untersuchungen ausgewählt. Alle acht Wochen werden dafür Wasserproben entnommen.

Am Sonntag, dem 06.09.2020, war es wieder soweit. Horst Zeitz und die Schüler Julian, Jeremy und Simon begannen 14.00 Uhr mit den Vorbereitungen. Die Aufgaben der einzelnen Schüler waren genau festgelegt. Julian führte die Kamera, Jeremy und Simon entnahmen die Gewässerproben und führten Messungen vor Ort durch. Dazu gehörten die Bestimmung der Gewässertemperatur des Herrenteiches und die Temperatur der Gewässerproben. Mittels spezifischer Messgeräte wurde der pH-Wert, der gelöste Sauerstoffgehalt, die Sauerstoffsättigung und die elektrische Leitfähigkeit des Gewässers der Proben ermittelt und die erfassten Daten protokolliert.

Julians Aufgabe bestand darin, alle Details der einzelnen Arbeitsschritte mit der Kamera zu filmen.

Zur Gewinnung des Gewässerplanktons für spezifische Untersuchungen, kam ein Plankton-Netz zum Einsatz.

Weiterführende chemische Analysen der entnommenen Gewässerproben und des Planktons, Betrachtungen unter dem Mikroskop, die genaue Datenerfassung und Auswertung sowie die exakte Schnittführung und Zusammensetzung der einzelnen Filmsequenzen zu einem Dokumentarfilm sind Arbeiten, die sich in dem Analyse-Raum von Horst Zeitz anschließen. Dazu treffen sich alle Beteiligten wöchentlich an einem festgelegten Tag.

Darüber wird noch zu berichten sein.

Es war beeindruckend, dieses pädagogisch und naturwissenschaftlich so wertvolle Projekt naturnah zu beobachten.


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