Stechmückenvorkommen in Halle (Saale) und Umland

von Werner Zabel

2021 erfolgte eine Massenvermehrung einheimischer Stechmückenarten.
Im Vergleich, besonders zu den Jahren 2018 bis 2020, veränderten sich die Lebensbedin­gungen der ca. 50 in Deutschland vorkommenden Stechmückenarten erheblich. Höhere Nieder­schläge ermöglichten einen schnellen und starken Anstieg der Mückenpopulationen. Diese Entwick­lung ist nicht ungewöhnlich und hat eine natürliche Ursache.
Zweifellos ist die Wirkung von Mückenschwärmen lästig, aber sie ist nicht gefährlich.
Exotische Mückenarten kommen gegenwärtig nicht in Halle (Saale) vor.
Der Unterschied zu den vergangenen Jahren wird als heftig empfunden. Man begegnet den Stechmücken gefühlt ständig und überall.
Die einheimischen Stechmücken entwickeln sich in stehenden Gewässern wie z.B. Pfützen,Tümpeln, Teichen, aber auch in sogenannten Wassertöpfen (Höhlen und Einbuchtungen von Bäumen. Aber auch im Siedlungsbereich der Menschen entwickeln sie sich in allen stehenden Was­serbehältnissen.
Die Massenvermehrungen sind aktuell, wenn auch unterschiedlich stark, für das gesamte Territorium der Stadt Halle (Saale) und dem Saalekreis sowie darüber hinaus festzustellen,

Was ist zu tun ?

Die Stechmückenvorkommen werden sich in Abhängigkeit mit zukünftigen Niederschlags­mengen entwickeln und werden schwanken. Wir müssen diese natürliche Entwicklung akzeptieren, aber wir können sie besonders im Siedlungsbereich beeinflussen. Im Siedlungsbereich, besonders unseren Hausgärten und Gartenanlagen, sollten wir sofort alle Wasserbehältnisse, wie Gießkannen, Untersetzer, Vogeltränken u.ä aller 10 – 12 Tage leeren. Größere Wasserbehältnisse, wie Regenton­nen sollten abgedeckt werden, unsere Pools sollten im vorgeschlagenen Zeitraum kontrolliert wer­den. Auch Abflüsse in Gartenablagen müssen kontrolliert werden.
Mittelfristig werden sich die Vorkommen aller Fressfeinde, auch in Abhängigkeit von der Ent­wicklung der Steckmückenvorkommen, entwickeln. Fressfeinde der Stechmücken sind, bezogen auf Larven, Puppen und erwachsene (adulte) Exemplare viele Vogelarten, Fledermäuse, Frösche, Krö­ten,Wasserkäfer, Libellen, Molche, Wasserwanzen und Spinnen, sowie oftmals auch deren Entwick­lungsformen. Stechmücken und deren Entwicklungsformen sind ein wichtiger Teil der Nahrungsket­te.
Die Massenvermehrung der einheimischen Stechmückenarten wird u.a. auch durch den dra­matischen aktuell anhaltenden Artenrückgang begünstigt, da viele Fressfeinde von diesem Arten­rückgang betroffen sind.
Darüber hinaus gibt es Überlegungen zum Einsatz eines Biozids. In der Diskussion ist, dass eine Unterart (Subspezies) des Bakteriums (Bacillus thuringiensis), welche 1976 bei der Untersu­chung von ausgetrockneten Pfützen in der israelischen Negev-Wüste entdeckt und isoliert wurde, zur Bekämpfung der einheimischen Stechmücken eingesetzt werden soll, ähnlich wie im Oberrhein­gebiet.
Bei der Unterart handelt es sich um Bacillus thuringiensis israelensis. Dieses Bakterium ist in unseren einheimischen Ökosystemen nicht vorkommend. Temperaturen, Geografie, Hydrologie und weitere Faktoren sind mit den heimischen Bedingungen nicht identisch und kaum vergleichbar.
Bei einer Anwendung dieses Biozids würde es sich um einen inakzeptablen Eingriff in unsere Ökosysteme, besonders die Auengebiete als enorm wichtige, sensible Lebensräume handeln. Bei den Fakten zur Anwendung des Biozids wird geflissentlich nicht beachtet, dass es bei der Anwen­dung erhebliche Nebenwirkungen gibt und Langzeitfolgen noch fast nicht erforscht sind. So hat sich ergeben, dass der Einsatz zur 50 prozentigen Reduktion der nicht stechenden und damit harmlosen Zuckmücken führt. Wenn man bedenkt, dass es Auswirkungen auf 570 in Deutschland vorkommen­de Zuckmückenarten hat, sind die Auswirkungen auf die Ökosysteme enorm. Die Zuckmücken fallen als Nahrung z.B. für Libellen aus, mit all den unerforschten Nebenwirkungen.
Beachtet man die Werbung für das Biozid fällt auf, dass es auch Trauermücken bekämpft. Trauermücken sind ebenfalls ein wichtiges Glied in der Nahrungskette, für Räuber und Mikroorganis­men. Bei den ca. 340 in Deutschland vorkommenden Trauermückenarten ist in Kombination mit der Reduktion der Zuckmückenarten der Schaden für einheimische Ökosysteme enorm.
Eine Anwendung des Biozids Bacillus thuringiensis israelensis wird vom Arbeitskreis Halle­sche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) abgelehnt.


Schotter am Ufer der Saale

Sehr geehrter Herr Hirz,

vom Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalts erhielt ich die Auskunft, dass Ihre Behörde den “Ausbau” des Saaleufers im Bereich Peißnitzinsel genehmigt hätte. Gelinde gesagt ist dies eine Katastrophe!

Von der malerischen Saale ist nichts mehr übrig, ganz zu schweigen von den ökologischen Auswirkungen dieser Maßnahmen. Der Eisvogel – weg, zahlreiche selten Insekten der Ufersäume – verschwunden (ich bin Entomologe und kann dies belegen!) – welche Lobbyisten stehen dahinter? Die Zeichen der Zeit werden nicht verstanden!
Der Leiter unserer Einrichtung, Herr Dr. Steinheimer hatte hierzu einen Text verfasst, den ich mit einfüge!

Haben Sie die Maßnahmen vor Ort in Augenschein genommen? Falls nicht, hänge ich zwei Fotos an, die nur einen kleinen Eindruck vermitteln können. Die ganze Verfahrensweise ist absolut unzeitgemäß. Als Bürger der Stadt Halle erwarte ich eine Stellungnahme zu diesem Vorgang.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas Stark

Vom Urwaldfluss zum kanalisierten Gewässer: Die Hochwasserschutzmaßnahmen an der Saale

Gastbeitrag von Dr. Frank Steinheimer, Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt Halle (Saale) wundern sich seit einigen Wochen über die Baumfäll- und Uferbereinigungsarbeiten des Wasser- und Schifffahrtsamtes entlang der innerstädtischen Saale. Eine konkrete Antwort der zuständigen Behörde, also die Stadt Halle (Saale) als Auftragsgeberin unter Genehmigung des oben erwähnten Amtes, auf eine Anfrage im Frühling 2020, als die Arbeiten starteten, zum Sinn und Zweck der Maßnahme, blieb bis heute unbeantwortet. Allerdings sind aus früheren Pressemitteilungen der Stadt Halle (Saale) in Folge des Hochwassers im Jahre 2013 und den damit ausgeschütteten Hochwassergeldern immer zwei wesentliche Maßnahmen für die innerstädtische Saale als Prävention gegen ein neues Hochwasser genannt worden: Das Ufer zu befestigen und die Durchflussgeschwindigkeit der Saale im Stadtbereich zu erhöhen. Als drittes Argument kommt zudem die erhöhte Sicherheit für die Schifffahrt hinzu.

Näher betrachtet macht allerdings das Säubern des Ufers von aller Vegetation und der aufwendige Auftrag von teuren Porphyrsteinen wenig Sinn: Bäume bzw. allgemein Vegetation verfestigen Ufer wesentlich besser, als lose Steine. Wir brauchen dafür nur mal kurz ins Ahrtal zu schauen. Dort haben Bäume den massiven Fluten vom Sommer 2021 getrotzt und stehen dort wie eh und je, aber die Häuser nebenan sind komplett weggespült worden. Bei einer starken Flut, wie im Jahre 2013 mit erheblichen Druckwasser, werden auch die schweren Porphyrsteine aufgespült und in die Fahrrinne geschwemmt werden. Zusätzliche Kosten der Beseitigung dieser Steine (oder wenn man es böse sagen will, eine weitere Selbstbeschäftigung des Wasserwirtschaftsamtes) steht dann an. Bäume hingegen mögen bei Sturm umgerissen werden, seltener bei Hochwasser, aber haben immerhin den natürlichen Vorteil, nicht in der Fahrrinne der Saale zu verschwinden, sondern oberflächlich wieder abfischbar zu sein. Die Durchflussgeschwindigkeit, die die Bäume angeblich ausbremsen, ist ja in Halle nicht durch die wunderbaren Gewächse am Saaleufer limitiert, sondern durch die beiden Felsen der Bergschänke und der Burg Giebichenstein. Und hier fordert niemand ernsthaft deren Sprengung! Die Saaleschifffahrt beschränkt sich im Moment auf wahrscheinlich nur zwei Personen, die überhaupt größere Passagierschiffe in Halle steuern dürfen, die kleineren Sportboote oder gar Paddelboote betrifft ein überhängender Baum am Ufer nicht. Und auch die Schiffspassagiere wünschen sich sicherlich einen anderen Uferanblick, als auf Geröll zu schauen. Güterschiffsverkehr gar ist in Halle nicht vorhanden. Daher darf man fragen: Für welchen Schiffsverkehr wird hier das Ufer saniert?

So ist in meinen Augen der ganze Aufwand aus den falschen Gründen betrieben worden – umso dramatischer ist dabei die Bereinigung des Uferstreifens entlang des einmaligen innerstädtischen Naturschutzgebietes „Nordspitze Peißnitz“ zu werten: Nicht nur verlieren hier bedrohte Arten wie der Eisvogel, der in diesem Bereich mehrmalig Brutversuche unternommen hat, oder Zwergtaucher, der sich nachts in dem Wasser unter den überhängenden Zweigen im Winter versteckt, ihren Lebensraum, sondern die Menschen eine gelebte Anschauung, wie ungebändigte Natur aussieht.

Zusätzlich kommt der Verdacht auf, dass die verantwortlichen Mitarbeitenden der beteiligten Ausführungs- und Genehmigungsbehörden einfach von Haus aus eine falsch verstandene Ästhetik innewohnt, alles „ordentlich“ halten zu müssen. Vielleicht sind auch deren Gärten mit weißen Kieselsteinen ausgelegt, anstatt ein bisschen Wildwuchs zuzulassen.

Mir zumindest wurde mit dieser Baumfäll- und Uferbefestigungsmaßnahme nicht nur ein bisschen meiner morgendlichen und abendlichen Lebensqualität beim Entlangradeln an einem nahezu unangetasteten Auwaldufer genommen, sondern ich sehe hier auch Steuergelder nicht für das Wohl der Allgemeinheit eingesetzt.

 

Dr. Andreas Stark

Wissenschaftlicher Mitarbeiter ||| BMBF-Projekt “Sprache der Objekte” – Konchylien |||
Zentralmagazin Naturwissenschaftl. Sammlungen (ZNS)


Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese in Dessau

von Isabell Schneider

Am 16.10.2021 trafen sich gegen 10.00 Uhr sechs Mitglieder des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder (AHA) an der Streuobstwiese/Landhaus in Dessau, zum angekündigten Arbeitseinsatz.
Mit Leitern, Apfelpflückern und vielen Kisten ausgerüstet, wurde der Hauptteil, der im Herbst reif werdenden Äpfel von den Bäumen gepflückt. Um an die besonders reifen und großen Exemplare in den oberen Bereichen der Bäume zu gelangen, kam es sogar zu kleinen Klettereien im Geäst.
Deutliche Wühlspuren von Wildschweinen ließen darauf schließen, dass auch sie dem Geschmack dieser Bioäpfel sehr zugetan sind.
Gegen 13.00 Uhr konnten wir am naheliegenden Gartenhäuschen des AHA bei einem mittäglichen Imbiss den Einsatz ausklingen lassen.
Am Abend wurde die umfängliche Ernte gleich zur Mosterei in Nietleben gebracht, die für uns – wie schon im Vorjahr – leckeren Apfelsaft pressen wird.
Der nächste Arbeitseinsatz auf dieser Streuobstwiese, wird am Samstag, dem 20.11.2021 stattfinden, bei der die verbliebenen, noch nachgereiften Früchte geerntet werden sollen.
Ab 10.00 Uhr kann jeder Interessierte sich am Landhaus Dessau einfinden und mitmachen.

Fotos: Esther Zalm

Fotos: Christine Fröhlich


AHA-Kalender “In und um die Peißnitz” 2022

AHA-Kalender "In und um die Peißnitz" 2022Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. gibt das erste Mal ein Fotokalender heraus. Thema dieses Kalenders ist “In und um die Peißnitz”. Gegen einen Unkostenbeitrag von € 12,99 plus Versandkosten* ab € 3,00 ist der Kalender erhaltbar.

Der Kalender kann unter:

aha_halle@yahoo.de

bestellt werden.

Alle Fotos des Kalenders “In und um die Peißnitz” 2022 stammen von unserem Mitglied Dietmar Hörner.

Konto: 380 302 257
Bankleitzahl: 800 537 62
Saalesparkasse

IBAN: DE 14 800 537 62 0380 302 257
BIC: NOLADE21HAL

Verwendungszweck: AHA-Kalender 2022

oder sicher und einfach Spenden via PayPal**:



AHA-Kalender "In und um die Peißnitz" 2022

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* Porto (Maxi-Brief-Tarif) + Versandverpackung, bei mehreren Exemplaren kann sich der Porto auf Grund des Gewichts der Sendung erhöhen.
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Einwanderer in Wimmelburg

Wer derzeit aufmerksam durch Wimmelburg geht, kann sie beobachten,die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa).
Es gibt grünfarbene und bräunliche Exemplare. Sie haben hier offensichtlich gute Lebensbedingungen vorgefunden und eine stabile Population hat sich entwickelt. Nach Einzelbeobachtungen in den letzten zwei Jahren sind 2021 schon fünf Exemplare beobachtet worden,sowohl Männchen,als auch die größeren Weibchen.
Sie sitzen oft an Hauswänden.
Die in der Umgebung noch vorhandenen Trocken- und Halbtrockenrasen sind geeignete Lebensräume. Sie genießt in Deutschland besonderen Schutz, darf weder gefangen noch gehalten werden und sie mag es warm.
Wir alle sind verpflichtet die Art und ihre Lebensräume konsequent zu schützen.
Die Europäische Gottesanbeterin weitet ihr Verbreitungsgebiet nach Norden aus.
Die Ausbreitungstendenz ist ein starkes Indiz, daß es wärmer wird, auch im Landkreis Mansfeld-Südharz.

Text und Fotos: Werner Zabel

 


Eine Wanderexkursion auf dem Carl-Hebener Weg zwischen der Lutherstadt Eisleben und Wimmelburg

Eine Wanderexkursion auf dem Carl-Hebener Weg zwischen der Lutherstadt Eisleben und Wimmelburg
Zum Tag des Geotops 2021

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führte anlässliche des Tages des Geotops 2021 eine weitere Wanderexkursion auf den Halden zwischen der Lutherstadt Eisleben und Wimmelburg, auf dem Carl-Hebener-Weg, durch. Wir trafen uns am 26.09.2021, um 10.00 Uhr, in der Lutherstadt Eisleben an der Ecke Friedensstraße/Fritz-Wenkstraße.

Schwerpunkt war die bergbauliche Nutzung des sogenannten Baugrundes.
Im geologischen Sinne bedeutet es, das sich aus den über Jahrmillionen entwickelten tektonischen Verschiebungen, Schollenbildungen und Ablagerungen entwickelten Strukturen, in Sachsen-Anhalt und speziell im Raum Mansfeld, Hettstedt und Eisleben die sogenannte Mansfelder Mulde gebildet hat. Sie ist u.a. gekennzeichnet durch Kupferschiefer und Zechstein.
Der Zechstein, bestehend aus Anhydrit und Gips, Stein-und Kalisalz, hat auf Grund seiner Wasserlöslichkeit, einen großen Einfluß auf die Entstehung eines spezifischen Reliefs, sowohl oberflächlich, als auch im Untergrund. Man spricht deshalb auch von einer einzigartigen Gipskarstlandschaft. Durch unterirdische hydrologische Auslaugungen (Verkarstung), sind Hohlräume entstanden, die sogenannten Schlotten. Kupferschiefer in dieser Region zu bergen, bedeutete auch immer, sich mit den Gegebenheiten dieser Karstlandschaft auseinanderzusetzen. Anhand von geologischen Karten, bekamen wir einen Überblick über die Ausdehnung dieser unterirdischen Schlotten.
Unser Wanderweg auf den Halden der Otto-Schächte und der weite Blick über die Haldenlandschaft der Region Eisleben-Wimmelburg verdeutlichte die Bergbautätigkeit der letzten Jahrhunderte.
Wenn wir diesen Weg gehen, tauchen wir nicht nur in die Geschichte der Geologie und des Bergbaus ein, sondern erleben die durch den Bergbau verursachte Veränderung des Landschaftsbildes. So handelt es sich z.B. bei dem Hünekessel um einen sogenannten Erdfall, auch Bruchverformung, einer Schlotte. In diesem Zusammenhang wurden wir auf einen aktuellen Erdfall an der Verbindungsstraße zwischen Wimmelburg und Wolferode, in unmittelbarer Nähe der Eisenbahnbrücke, aufmerksam gemacht.
Die Bedeutung von Carl-Hebener (1891-1985) und des nach ihm benannten Weges besteht darin, dass auf seine Initiative hin, 1937 mit der Bepflanzung einer der Halden der Otto-Schächte begonnen wurde.
Es ist dieser Kontrast zwischen Vegetation und Halde, der einen Innehalten läßt. Diese durch den Menschen geschaffene Haldenlandschaft erfährt nun nicht nur eine Nachnutzung durch Errichtung von Photovoltaikanlagen, sondern bringt auch neue Biotope hervor.
Der sogenannte Kupferrasen wird gebildet von dem Taubenkropf-Leimkraut, dem Kupferblümchen (Frühlingsmiere) und der Kupfernelke (Grasnelke). Wir konnten Orchideen und die ausgezeichnet angepaßte Blauflügelige Ödlandschrecke entdecken.

Es war eine besondere und kurzweilige Exkursion, die von den interessierten Teilnehmern sehr positiv aufgenommen wurde.

Text & Fotos: Sabine Schauer