AHA führte Baumschnittarbeiten auf der Streuobstwiese “Am Landhaus” durch

Am Samstag, dem 20.11.2021, führte der Arbeitskreis Halleschen Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. seinen Arbeitsatz auf der Streuobstwiese “Am Landhaus” durch. Es wurden Pflegemaßnahmen durchgeführt, damit 2022 wieder ein gutes Erntejahr wird.

Leider konnten keine Äpfel mehr geerntet werden, da durch den Herbststurm vom 21./22.10.2021 alle verblieben Äpfel von den Bäumen geweht wurden. Ebenfalls entstand Schäden in dem vom AHA genutzten Garten. Dabei wurde der Geräteschuppen und das Pavillon zerstört.

Fotos: Esther Zalm


An die Fluglärmkommission Leipzig/Halle

flugverbotSehr geehrte Damen und Herren,

im Bericht zur 59. Sitzung der Kommission zum Schutz gegen Fluglärm und Luftschadstoffe (FLK) für den Flughafen Leipzig/Halle am 09.06.2021 und Sondersitzung am 21.09.2021 – Stand: 05.10.2021 wurde wie üblich, auch kurz über die eingereichten Fluglärmbeschwerden berichtet. Wie mit den Beschwerden umgegangen wird, wird wie stets nicht erwähnt. Im Bericht heißt es u.a.:

In Bezug auf die Beschwerdesituation gibt es keine signifikanten Änderungen. Es kam jedoch zum Ausdruck, dass betroffene Bürger aus der Gemeinde Radefeld trotz der häufigsten hohen Maximalpegel keine Beschwerden mehr einreichen, da sie seit über 10 Jahren diesem nächtlichen Fluglärm ausgesetzt sind und ihre Beschwerden keine Verbesserungen bewirkt haben. Die Anzahl der Fluglärmbeschwerden an die Städte Halle/Saale und Markleeberg ist gestiegen.

Im Zeitraum 01.09.2020 – 30.04.2021 gingen – 4.983 über den DFLD generierte digitale Beschwerden von 98 Beschwerdeführern und – 92 schriftliche oder telefonische Beschwerden von 35 Beschwerdeführern bei dem Flughafen Leipzig/Halle ein.

Aber ist es nicht irreführend, wenn nur die Fluglärmbeschwerden, die ausschließlich direkt an den Flughafen LEJ gegangen sind, gezählt und auch erwähnt werden? Wie geht der Flughafen mit diesen Beschwerden um?

Hat es schon einmal eine Antwort an die Beschwerdeführer gegeben?

Ich persönlich habe seit dem Ruhestandseintritt von Herrn Semrau im Jahr 2013 zumindest noch keine einzige Antwort auf meine zahlreichen Beschwerden vom Flughafen bekommen. Eigentlich müssten alle fluglärmbetroffenen Menschen für jede Nacht mindestens 70 Beschwerden verschicken, in denen sie nachts durch den unzumutbaren Fluglärm mit Schalldruckpegeln von 75 bis weit über 80 Dezibel (dB(A)) aufwachen oder gar nicht erst einschlafen können. Doch viele haben mittlerweile resigniert, weil sich eben nichts am nächtlichen Lärminferno durch die Frachtmaschinen ändert und die Staatsregierung weiterhin bewusst in Kauf nimmt, dass die Menschen krank werden, s.o. Bürger von Radefeld.

Wie viele Beschwerden gab es im genannten Zeitraum zusätzlich an anderen Stellen, wie bspw. bei Bürgermeistern oder Ortsvorstehern, beim SMWA, SMUL Sachsen, sächsische Staatsregierung oder aber auch bei der DFS, der Luftaufsichtsbehörde in Dresden oder dem LBA?

Werden diese Fluglärmbeschwerden zentral irgendwo erfasst? Wenn nicht, dann sollte in den künftigen Berichten darauf hingewiesen werden, dass es sich bei den erwähnten Beschwerden nur um einen Bruchteil an Beschwerden handelt und die FLK eben nicht weiß, wie viele Bürger sich tatsächlich beschwert haben!

Im FLK-Bericht wird der nächste Beratungstermin am 23.11.2021 erwähnt. Wo kann man eine Tagesordnung zu dieser Beratung finden? Mir jedenfalls ist es nicht gelungen, im Internet irgendwelche Informationen zu dieser Beratung zu finden. Warum scheut man eine Offenlegung der Themen und fördert damit weiter die Intransparenz solcher Beratungen? Haben die Bürger nicht auch ein Recht darauf zu erfahren, mit welchen Themen sich die FLK im Vorfeld beschäftigt???

Dass es auch völlig transparent zugehen kann, zeigen die Beratungen der Fluglärmkommission Frankfurt – Kommission zur Abwehr des Fluglärms -, für jedermann nachzulesen unter https://www.flk-frankfurt.de/seite/de/flk/035/-/Sitzungen.html

Ich bedanke mich für eine zeitnahe Beantwortung im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Pohl
IG Nachtflugverbot und Bürger von Rackwitz

 


Gewässerökologie – ein Bildungsprojekt zwischen dem Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. und dem Novalis-Gymnasium Bad Dürrenberg

Eine Vereinbarung zwischen dem Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. und dem Novalis-Gymnasium Bad Dürrenberg zu einem Bildungsprojekt „Gewässerökologie“ besteht seit dem 15.05.2000. In dieser Vereinbarung ist u.a. die Untersuchung und Beurteilung des Fließgewässers Ellerbach, der Bachniederung, der Quellbereiche und die im Nahbereich vorhandene Auenlandschaft unweit von Bad Dürrenberg, durch eine Schülergruppe des Novalis-Gymnasiums im Rahmen eines auf freiwilliger Basis stattfindenden Pflichtwahlkurses „Umwelt“, festgelegt.

Das Projekt setzt sich aus folgenden Arbeiten zusammen:

  • Untersuchung der einzelnen Quellbereiche im Einzugsgebiet des Ellerbaches und Darstellung auf einer Karte
  • Erfassung eingeleiteter Abwässer
  • Messung der Ionen-Konzentration (Leitfähigkeit) an bestimmten vorgesehenen Messpunkten über einen längeren Zeitraum und
  • Berechnung der Durchschnittswerte in mS/cm und des Gesamtsalzgehaltes in mg/l
  • Untersuchung der Bodenstrukturen und der Zusammensetzung des Bodens in den Talniederungen und an den Hanglagen (Probeentnahme mit dem Erdbohrer)
  • Beobachtung folgender physikalischer Parameter:
    Strömung, Gefälle, Transportkraft, Fließgeschwindigkeit, Sedimentierung und Erosion an verschiedenen Bachabschnitten
  • Messung und Berechnung des Wasserkörper-Querschnittes, sowie der Strömungsgeschwindigkeit und der daraus resultierenden Abflussmenge in l/s. Schlussfolgerungen über den Zuwachs der Wassermenge nach den einzelnen Quellbereichen
  • Morphologische, chemische und mikrobiologische Untersuchungen und Beurteilung der im Bachbereich befindlichen Stillgewässer
  • Makroskopisch biologische Untersuchungen zur Wassergüte-Beurteilung
  • Chemische Wasseranalysen auf Phosphor, Stickstoff, Sauerstoff, pH und dH mit dem Aquamerk-Laborkoffer für Wasseranalysen
  • Bestimmung und Registrierung der Vegetation an den Bachrändern
  • Bestimmung und Registrierung der bachbegleitenden Gehölze sowie der Gehölze der Bachauen
  • Fotografische Dokumentation aller Objekte und Untersuchungsergebnisse, sowie Einsatz der Videotechnik im makro- und mikrofotografischen Bereich
  • Herausgabe einer Broschüre
  • Vorschläge für Massnahmen zur Pflege und der weiteren Entwicklung des Ellerbach-Gebietes sowie erforderliche Massnahmen zur Erhaltung des naturnahen Zustandes.

Die fachgerechte Anleitung, Beratung und Begleitung der Schüler und Schülerinnen erfolgt durch Horst Zeitz und Gunter Kowalewski, Leiter der Arbeitsgruppe des Novalis-Gymnasium. Herr Zeitz und Herr Kowalewski sind Mitglieder des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA -, als Initiator und Unterstützer dieses Projektes.

Sich den Aufgaben dieses Projektes zu stellen, ist für die Schülerinnen und Schüler eine Herausforderung. Es bedeutet, in ihrer Freizeit nach der Schule, an manchen Wochenenden und in den Ferien, diese umfangreichen Forschungsarbeiten durchzuführen, auszuwerten und zu dokumentieren.
Herr Zeitz stellt dafür einen Arbeitsraum in seiner Wohnung mit den erforderlichen technischen Geräten zur Verfügung. Mikroskop, Fotoapparat, Computer und Drucker sowie weiteren Untersuchungsmaterialien für die Plankton-Untersuchungen stehen für die Mitgliedern der Arbeitsgruppe zur Nutzung bereit.

Mit diesem Projekt sollen SchülerInnen an das naturwissenschaftliche Arbeiten herangeführt werden. Es soll eine Grundlage bilden, um Zusammenhänge in Umwelt und Natur aktiv zu erkenne, zu erfassen und zu bewerten.

Fotos: AG Gewässerökologie abfotografiert von Sabine Schauer


Leserbrief von Prof. Dr. Helge Bruelheide an die Mitteldeutsche Zeitung: Steinschüttung an der Saale

1000 schotter saale
Fortgang der Steinschüttung an der Saale, 16.10.2021, Foto: Helge Bruelheide

Liebe Leserbriefreaktion,

mit großer Bestürzung habe ich in den letzten zwei Wochen den Fortgang der Steinschüttungs-Maßnahmen flussabwärts der Saale entlang der Peißnitz-Insel verfolgt. Nachdem am Freitag, den 15.10.2021 mittlerweile das Naturschutzgebiet „Nordspitze der Peißnitz“ davon betroffen ist und nun der gesamte Uferrand des NSGs von dieser Maßnahme bedroht zu sein scheint, möchte ich hiermit zu einem dringenden Baustopp auffordern. Abgesehen davon, dass die Steinschüttungen das gesamte ästhetische Bild des Saale-Flussufers zu Nichte machen, sind sie aus ökologischer, administrativer und finanzieller Sicht unsinnig.

Der Einbau der Steinschüttungen, der von der Stadt Halle (Fachbereich Städtebau und Bauordnung) im Auftrag der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) vorgenommen wird, dient offensichtlich der Unterhaltung der Saale als Bundeswasserstraße. Zum einen stellt sich hier die grundsätzliche Frage, ob der Status einer Bundeswasserstraße zwischen dem Hafen Halle und der Innenstadt aufgrund komplett ausbleibender Nutzung überhaupt Sinn macht. Zum anderen verstoßen die Steinschüttungen nach meinem Dafürhalten den durch das Bundeswasserstraßengesetz (WaStrG) gemachten Vorgaben. Nach §8 gilt dort „Bei der Unterhaltung ist den Belangen des Naturhaushalts Rechnung zu tragen; Bild und Erholungswert der Gewässerlandschaft sind zu berücksichtigen. Die natürlichen Lebensgrundlagen sind zu bewahren.“1 -Die Steinschüttungen bedecken ökologisch wertvolle Wechselwasserbereiche des Ufers und des natürlichen Gewässerbodens, und damit Lebensräume z.B. von Fischen und Wirbellosen. Zudem haben die im Vorfeld vorgenommen Gehölzentnahmen entlang der Wasserlinie die Beschattung des Gewässers vermindert und Ansitz-Möglichkeiten für bedrohte Vogelarten, wie den Eisvogel, vernichtet. Damit widersprechen die Gehölzentnahmen und Steinschüttungen auch den Zielen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL), wonach alle vorhandenen Flüsse, Seen, und Küstengewässer sowie das Grundwasser in einen qualitativ “guten Zustand” zu überführen sind (Verbesserungsgebot nach EG-WRRL)2. Die durchgeführten Maßnahmen bewirken dagegen eine Verschlechterung. Zudem handelt es sich noch um einen besonders schwerwiegenden Eingriff, weil es sich bei der Nordspitze Peißnitz um ein wichtiges FFH-Gebiet Sachsen-Anhalts handelt (4437-307 Nordspitze der Peißnitz und Forstwerder in Halle.

Diese Maßnahmen konterkarieren darüber hinaus zahlreiche aktuelle Bestrebungen, den ökologischen Zustand unserer Fließgewässer zu verbessern. Dazu gehört unter anderem auch das Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“, einer gemeinsamen Initiative von Bundesverkehrsministerium und Bundesumweltministerium3. Dieses sieht bis zum Jahr 2050 vor, nicht mehr benötigte Infrastruktur im Gesamtnetz der Bundeswasserstraßen in Verbindung mit Renaturierungsmaßnahmen zurückzubauen. Ein aus meiner Sicht hier noch sehr pikanter Punkt ist, dass die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) seit kurzem nicht nur für den Verkehr auf den Bundeswasserstraßen zuständig ist, sondern seit dem 08.06.2021 auch für die Erreichung gewässerökologischer Ziele zuständig sein soll. Mit den hier an der Saale vorgenommenen Steinschüttungen verletzt diese Behörde ihre eigenen Ziele! Anstatt einen Rückbau vorzunehmen, oder zumindest naturverträglichere Bauweisen zur Ufersicherung zu nutzen, wird hier ein aktiver „harter Verbau“ betrieben. Diese Maßnahmen beeinträchtigen nicht nur den ökologischen Zustand des Gewässers, sondern verschlingen auch immense Geldsummen aus Bundesmitteln, und damit Steuergelder, sowie dann in Zukunft noch einmal ein Vielfaches dieser Beträge, wenn diese Steinschüttungen dann im Rahmen anstehender Renaturierungsplanungen wieder entfernt werden müssten.

Ich rufe hiermit dazu auf, diesen Schildbürgerstreich unmittelbar zu beenden.

Prof. Dr. Helge Bruelheide
Institut für Biologie / Geobotanik und Botanischer Garten

1 https://www.gesetze-im-internet.de/wastrg/BJNR201730968.html
2 https://www.umweltbundesamt.de/wasserrahmenrichtlinie
3 https://www.blaues-band.bund.de/Projektseiten/Blaues_Band/DE/00_Home/home_node.html

 


Crowdfunding-Projekt: Für eine umweltfreundliche Bildung

2019 ubm 02
Blick in die UBM 2019

Einleitung

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – möchte um Ihre Unterstützung für zwei Projekte der Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg. Unter dem Motto “Für eine Umweltfreundliche Bildung” stellen wir Ihnen hier:

  • die Umweltbibliothek Merseburg “Jürgen Bernt-Bärtl” und
  • die Arbeitsgemeinschaft Gewässerökologie vor.

Unser Crowdfunding-Ziel

Zur Förderung und Umsetzung unseres Umweltbildungsangebotes möchte der AHA bei diesem Crowdfunding-Projekten die Summe von € 4.100,00 erreichen.

Es ist vorgesehen, dass € 3.100,00 an die Umweltbibliothek Merseburg “Jürgen Bernt-Bärtl” gehen. Damit soll die Renovierung eines der beiden Räume finanziert werden. Des weiteren möchten wir neue Medien und Fachzeitschriften sowie Archivierungsmaterial anschaffen.

Mit der Summe von € 1.000,00 soll für die AG Gewässerökologie u.a. ein neues Sauerstoff-Messgerät gekauft werden. Für Anschaffung für Materialien zur Analyse der Wasserqualität soll ein Teil der Summe verwendet werden.

Bei Erreichung eines Überschusses hat der AHA vor, die Summe anteilsmäßig an die beiden zu fördernden Projekten zu verteilen.

Wer sind wir?

Der 1991 gegründete Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – ist ein gemeinnütziger Umwelt- und Naturschutzverein. Der AHA ist mit 119 Mitglieder in seine Fach- und Territorialgruppen ein sehr aktiver und erfolgreicher Verein mit Sitz in Halle (Saale).

Dabei fing es 1983 ganz klein an. Drei Schüler gründeten eine Patenschaftsgruppe für die Peißnitz, einer Insel in mitten der Saale. Was mit Erfassungsarbeitenbegann, wurde zu einem Projekt zur Wiederherstellung des Auenwaldes, dessen Entwicklung bis hin zur Unterschutzstellung. Mit Unterstützung und wissenschaftlichen Disput mit dem Vorstand des Arbeitskreises Umweltschutz unter langjähriger Leitung von Jürgen Bernt-Bärtl konnte die Patenschaftsgruppe Mitglieder gewinnen und sein Projekt “Schutz und Entwicklung der Peißnitz” vorantreiben. Im Gründungsjahr der Patenschaftsgruppe konnte zum Zwecke der Umweltbildung und aktivem Umweltarbeit eine Arbeitsgemeinschaft im auf der Peißnitz ansässigen Pionierhaus, heute Peißnitzhaus, etabliert werden. Bei der Recherche zur Wiederherstellung und Entwicklung des Auenwaldes im Nordteil der Peißnitz wurde die Idee zur Errichtung eine Amphibienlaichgewässer geboren, die 1987 in Form eines Konzeptes ausgearbeitet. Drei Jahre später wurde mit Hilfe von Soldaten der Westgruppe der Sowjetstreitkräfte in Deutschland der ersten Spatenstich durchgeführt. Das neuerrichtete Amphibienlaichgewässer wurde von der Natur schnell in Beschlag genommen. 1990 wurde die Nordspitze der Peißnitz unter Naturschutz gestellt.

Leider löste sich der Arbeitskreis Umweltschutz auf und entließ die jeweiligen Fachgruppen. Über die Zeit des Arbeitskreises Auenwald Peißnitz im Kulturbund Halle e.V. wurde die Gründung des Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. betrieben. Ziel war die Ausweitung der Umwelt- und Naturschutzarbeit auf das gesamte Stadtgebiet von Halle (Saale), von dem Forstwerder im Norden über die Peißnitz in der Mitte zum Pfingstanger und der Saale-Elster-Aue im Süden. Die Mitgliederzahl wuchs, die auch außerhalb Halles bereits tätig waren. Um die Arbeit besser zu koordinieren wurden territoriale und fachliche Gruppen gebildet. Die territorialen Gruppen sind unterteilt in Regionalgruppen, wie u.a. Wettin-Könnern-Bernburg, Leipzig und Umgebung, in Ortsgruppen, wie Dessau-Roßlau, Bitterfeld-Wolfen, und territoriale Arbeitsgruppen, wie Dölauer Heide/Lintbusch, Bode, Selke und Peißnitz. Die fachlichen Gruppen beschäftigen sich mit Umweltrecherchen und -bildung, Streuobstwiesenbetreuung, Öffentlichkeitsarbeit und der Organisation von Arbeitseinsätzen und Exkursionen. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des AHA wurden die Zu- und Ausarbeitungen für/von Stellungnahmen zu Umwelt- und Planungsprojekten. Der AHA hat 2019 die Anerkennung nach § 3 Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz erhalten. Die Anerkennung erstreckt sich auf Sachsen-Anhalt, dem Freistaat Sachsen und dem Freistaat Thüringen.

Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg

Die 2001 gegründete Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg ist eine der aktivsten Gruppen im AHA. Unsere Mitglieder der Regionalgruppe sind in der Umweltbildungs- und Renaturierungsprojekten involviert. Besonderen Augenmerk nehmen dabei die Auenlandschaften an Saale sowie Geisel/Klia und Klyegraben ein. Insbesondere dort die Restauenwaldbestände auf der Rischmühleninsel, die parkähnliche Auenlandschaft unterhalb des Schlosses und im Bereich des Stadtparks, der Mündungsbereich des Klyegrabens in die Geisel und ihre jeweiligen Auenlandschaften sowie die großräumige Saaleaue zwischen Merseburg und Leuna.

Arbeitsgemeinschaft “Gewässerökologie”

Seit der AHA erste Vereinbarungen getroffen hatte, 1995 wurde die Zusammenarbeit mit dem Domgymnasium Bad Dürrenberg vereinbart, spielt die Umweltbildung und -erziehung eine besondere Rolle in dieser Gruppe.

Mit Horst Zeitz gewann der AHA ein Mitglied, der bereits vor 1989 auf dem Gebiet der Umweltbildung und -erziehung sowie als Naturschutzbeauftragten tätig. Die von ihm geleitete Arbeitsgemeinschaft “Gewässerökologie” beschäftigt sich kontinuierlich mit der Erforschung des Ellerbachs in Bad Dürrenberg, angrenzende Teiche sowie der Saalealtarms bei Leuna. Dies erfolgt im Rahmen von der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt.

Die teilnehmenden SchülerInnen erlernen in der AG Gewässerökologie, wie die Gewässer analysiert werden. Ihnen steht ein technisch vollausgestattetes eigenes Labor zur Verfügung. Die Ergebnisse bilden die Grundlage Konzeptionen des AHA-Regionalgruppe.

Ein weiteres Ziel, die SchülerInnen für den Umwelt- und Naturschutz zu begeistern, ist die Ausbildung von Medienkompetenzen. Dabei erlernen sie die Grundlagen, wie das Verfassen eines Drehbuches, Umgang mit der Kamera- und Tonausrüstung und die abschließenden Bearbeitung wie Schneiden und Kommentieren. Der krönende Abschluss ist die Veröffentlichung. In den vergangenen Jahren wurden die Dokumentationen u.a. im Offenen Kanal von Bad Dürrenberg ausgestrahlt.

https://youtu.be/B72J4TL2sLI

Umweltbibliothek Merseburg “Jürgen Bernd-Bärtl”

Seit 2007 befindet sich mit der Weiße Mauer 33 die Umweltbibliothek Merseburg “Jürgen Bernd-Bärtl” – UBM. Unter Leitung von Siegfried Blauth, einen ehemaligen Berufsschullehrer, wurde in den letzten Jahren der Bestand der UBM erfasst und sortiert.

Entstanden ist die Umweltbibliothek Halle als Projekt der Ökologischen Arbeits­gruppe beim Kirchenkreis Halle (ÖAG) am Ende des Jahres 1987 nach dem Vorbild der Berliner Zionskirche.

Sie war in einem Raum in der Georgen-Gemeinde untergebracht. Im Jahre 1992 erfolgte die Verlegung der Umweltbibliothek in das Reformhaus Halle in der Großen Klausstraße 11 und die Übernahme der Trägerschaft durch die Grüne Liga. Seit dem 16.08.2004 ist der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – Träger der Umweltbibliothek Halle.

Am 22.11.2005 wurde ihr der Namen des engagierten Umwelt- und Naturschützers und studierten Literaten Jürgen Bernt-Bärtl verliehen. Der am 26.08.1944 in Pölma bei Kaden in Tschechien geborene und am 17.01.2003 in Halle (Saale) gestorbene Jürgen Bernt-Bärtl gehörte zu den führenden Mitbegründern des Arbeitskreises Umweltschutz Halle in der Gesellschaft für Natur und Umwelt im Kulturbund der DDR (1983) und der Grünen Liga (1989/90). Er moderierte zur Wendezeit 1989/90 den Grünen Runden Tisch des Bezirkes Halle.

Mit der UBM möchte der AHA die Förderung einer umfassenden Bildungs-, Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz sowie die Förderung und Initiierung einer Diskussionsplattform zu ökologischen Themenfeldern sowie Zusammenführung und Beratung umweltinteressierter Akteure erzielen.

Die UBM stellt Literatur zu Themen Umweltbildung, Umweltrecht, Abfall/Altlaten, Boden, Wasser, Luft, Lärm, Klima,Verkehr, Wald, Energie/regenerative Energieträger/Atomkraft, Bio- und Gentechnik/Tierschutz Geographie, Bauwesen Gesundheit, Sozialwissenschaft Haus und Garten, Kunst und Kultur, Heimat- und Industriegeschichte zur Verfügung. Ebenfalls bietet sie Videos, Tonträger und Spiele an.

Ein Bestandteil der Arbeit der UBM stellt auch die Beratung zum Umweltbildungsthemen dar.

Die UBM archiviert Diaserien von Horst Zeitz.

Bei der Erfassung des Bestandes der UBM wurde Material und Briefverkehr zwischen den vorherigen kirchlichen Träger zu Umweltthemen in der DDR gefunden, die wir zur historischen Aufbereitung gerne zur Verfügung stellen möchten.

Diese Materialien verleihen wir nicht. Sie können vor Ort eingesehen werden. Derzeit haben wir keine technische Möglichkeiten diese Materialien zu digitalisieren.

Zu Recherchen-Zwecken stellt die UBM zwei Computerarbeitsplätze. Das installierte Arbeitssystem ist Linux.

Kontakt:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V.
Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

E-mail: aha_halle@yahoo.de
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Crowdfunding-Projekt: Für eine umweltfreundliche Bildung

Ansprechpartner:

Andreas Liste – Vorsitzender
Dietmar Hörner – 1. stellv. Vorsitzender