EILPROTEST: Stoppt sinnlose Fällungen in mehrfach geschützten und einzigartigen Leipziger Auwäldern

bbiwsEILPROTEST: Stadtforsten Leipzig wollen bis Ende Januar erneut über 1000 Bäume fällen!

Das sieht der neue Forstwirtschaftsplan vor, der im Leipziger Stadtrat in einer baldigen entscheidenden Sitzung beschlossen werden soll. Trotz laufendem Klageverfahren und zahlreichen Bürgerprotesten gegen die bereits erfolgten massiven Fällungen alter Bäume in den sensiblen Schutzgebieten, legt Leipzig weiter die Axt an. Aus Gründen eines angeblich notwendigen Waldumbaus plant die Stadt Leipzig ein weiteres Massenschlachten alter wertvoller Eichen und Eschen:

https://www.pressreader.com/germany/leipziger-volkszeitung/20191109/282226602540507

Damit die Leipziger Auwälder in ihrer Schönheit und Einzigartigkeit weiter erhalten bleiben, bittet der Verein NuKLA um breite Bürgerproteste, um ein Umdenken im Stadtrat zu erreichen. Stoppt endlich diese sinnlosen Fällungen in mehrfach geschützten einzigartigen Leipziger Auwäldern!

Gerade in Zeiten der Klimakrise und des großen Artensterbens ist es unverantwortlich, derart viele ökologisch wertvolle Eichen und Eschen zu entnehmen und dadurch ein Sterben bedrohter Arten und damit die Zerstörung der Auenlandschaft weiter zu voranzutreiben.

Auch Wissenschaftler warnen vor einem Sterben bedrohter Arten, wenn die alten Bäume mit ihrer hohen ökologischen Wertigkeit und Vernetzung im Auwald gefällt werden. Dennoch will die Leipziger Forsteinrichtung den kompletten Leipziger Auwald umbauen und setzt dabei weiterhin auf Fällungen, massive Auslichtungen und Neupflanzungen.

Peter Wohlleben findet deutliche Worte für das, was in Leipzig passiert: „Geht’s noch? Ihr hackt alte Bäume ab, um Wald zu verjüngen? Waldverjüngung, das muss man ganz klar sagen, ist in diesem Fall ein Synonym für Waldzerstörung.“

https://www.facebook.com/PeterWohlleben.Autor/videos/1026464417691952/

Bitte helfen Sie zahlreich mit, dass der zu beschließende Forstwirtschaftsplan noch rechtzeitig verhindert wird! Achtung! – bitte in sachlicher und nicht beleidigender Form – wir sind ehrenhafte Bürger!

Protestmails bitte bis 20.11.2019 an den Leipziger Stadtrat (Fraktionsvorsitzende, Stadtratsmitglieder und Bürgermeister)

Möglicher Bürgerprotest an Stadträte, Fraktionsvorsitzende und (Umwelt-) Bürgermeister könnte zB. lauten:

Sehr geehrte Damen und Herren Stadträte, sehr geehrte Herren Bürgermeister,

mit Entsetzen habe ich von den Plänen erfahren, im Leipziger Stadtwald bis Ende Januar wieder über tausend Bäume fällen zu lassen, noch dazu in den sensiblen und mehrfach geschützten Auenwäldern. Völlig unverständlich ist, dass einbezogene Naturschutzbehörden- und verbände den geplanten, massiven Einschlägen der wertvollen Altbäume nicht entschieden entgegengetreten sind. Angesichts der Klimadiskussion und in Zeiten des Artensterbens sind derart schwerwiegende und völlig sinnlose Eingriffe in einem ausgewiesenen Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Schutzgebiet durch nichts zu rechtfertigen! Wir BürgerInnen appellieren deshalb eindringlich an Sie, dem zu beschließenden Forstwirtschaftsplan in seiner gegenwärtigen Form die Zustimmung zu verweigern!  Medienberichten zufolge übersteigen die Kosten für den Einschlag den Nutzen bei weitem, was die Maßnahme noch sinnloser macht, aber für die Natur und den Artenschutz fatale, nicht wieder gut zu machende Folgen hat. Bitte lassen Sie nicht zu, dass die alten Eichen und Eschen unwiederbringlich verloren gehen und empfindliche Waldböden zerstört werden. Statt weiterer forstlicher schwerwiegender Eingriffe wirken Sie bitte darauf hin, dass wieder Wasser in die Aue kommt. Die Aue braucht Wasser, keine Kettensägen, die die ökologisch wertvollen Bäume entnehmen (die übrigens auch Lebensraum vom Aussterben bedrohter und zu schütztender Arten sind!) und Wüsten hinterlassen. Der angeblich notwendige „Waldumbau“ wird von uns Bürgern und Bürgerinnen abgelehnt. Stadtwald ist aber Bürgerwald nach dem Gesetz, welches Gemeinwohl eindeutig vor die Holznutzung stellt.

Seien sie mutig, beziehen Sie Position und lehnen Sie diesen Forstwirtschaftsplan ab! Die Natur, Ihre Kinder und nachfolgende Generationen werden es ihnen danken!

Mit umweltfreundlichen Grüßen….

Hier der Mailverteiler:

Betreff:  Bitte stoppen Sie die sinnlosen Fällungen alter Eichen und Eschen im Leipziger Auwald/ Keine Zustimmung für den neuen Forstwirtschaftsplan!

An:

info@cdufraktion.de,
spd-fraktion@leipzig.de,
gruenefraktion@leipzig.de,
linksfraktion@leipzig.de,
afd-fraktion@leipzig.de,
OBM@leipzig.de,
heiko.rosenthal@leipzig.de,
soeren.pellmann@linksfraktion-leipzig.de
franziska.riekewald@linksfraktion-leipzig.de
steffen.wehmann@linksfraktion-leipzig.de
mathias.weber@linksfraktion-leipzig.de
volker.kuelow@linksfraktion-leipzig.de
stefanie.gruner2@stadtrat.leipzig.de
tobias.peter@stadtrat.leipzig.de,
katharina.krefft@stadtrat.leipzig.de
juergen.kasek@stadtrat.leipzig.de
michael.neuhaus@linksfraktion-leipzig.de
c.zenker@spd-fraktion-leipzig.de

Kopie (CC):
info@freibeuterfraktion.de,
annette.koerner@stadtrat.leipzig.de,
kommunikation@leipzig.de,
ruediger.dittmar@leipzig.de,
leipzig@fridaysforfuture.de,
dezernat3@leipzig.de,
stadtforsten@leipzig.de,
klaus.Henle@ufz.de,
cwirth@uni-leipzig.de,
rolf.engelmann@idiv.de,
hans.kasperidus@ufz.de

Auch hier können Sie mit eigenen Worten Bürgerprotest einlegen (mit der Bitte um Weiterleitung an Sachsens Ministerpräsident Herrn Michael Kretschmer):        

Sächsischen Staatskanzlei <Manja.Wieland@sk.sachsen.de>

Bitte unterzeichnen Sie auch die Petition zum Schutz des Leibziger Auenwaldes:

https://www.l-iz.de/politik/brennpunkt/2019/11/NuKLA-appelliert-mit-einer-Petition-an-den-OBM-die-Zerstoerung-des-Leipziger-Auenwaldes-zu-stoppen-303497

Der Verein NuKLA hat Klage eingereicht und kämpft beim Verwaltungsgericht Leipzig und dem Oberverwaltungsgericht Bautzen bereits in 2. Instanz. Spenden erbeten zur Finanzierung des laufenden, sehr teuren  Klagverfahrens unter: https://www.nukla.de/verein/spendenkonto/

Weitere Informationen zu BBIWS-Mitglied NuKLA

Website Youtube Facebook

und zur Leipziger Waldzerstörung:

https://www.nukla.de/2019/11/280-jahre-um-einen-eichenwald-nach-plan-zu-bauen-stadtrat-lehnte-auwaldbegehung-mit-nukla-ab/#more-7370


Klimalast Frachtflug – Der Flughafen Leipzig/Halle hat im Jahre 2018 einen Klimaschaden von 400 Millionen Euro verursacht

flugverbotPressemitteilung

der Bürgerinitiative IG Nachtflugverbot Leipzig/Halle e. V.
Mitglied im Netzwerk „Zukunft LEJ“
Mitglied im Deutscher Fluglärmdienst (DFLD)
www.NachtflugverbotLeipzig.de

Der Flugverkehr ist einer der am stärksten wachsenden CO2-Emittenten weltweit. Ein Ende dieses Wachstums ist nicht in Sicht, ganz im Gegenteil. Berechnungen des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2016 haben ergeben, dass Fliegen etwa fünf bis sechs Mal so klimaschädlich ist wie die Bahn oder der Bus.

Die Bürgerinitiativen für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW) haben für den Flughafen Hamburg eine CO2-Last von 2 Millionen Tonnen nach dem Halbstreckenprinzip 1 ermittelt.

Angeregt durch diese Zahlen hat die IG Nachtflugverbot Leipzig/Halle e.V. die CO2-Last für den Flughafen Leipzig/Halle ermittelt. Seit Jahren steigt am Frachtflughafen Leipzig/Halle der Ausstoß des klimaschädlichen CO2 durch den stetig steigenden hohen Anteil von Langstrecken-Frachtflügen überproportional an. Nach Berechnungen des Bundesumweltamtes verursacht zum Beispiel die Emission einer Tonne Kohlendioxid (CO2) Schäden von rund 180 Euro.

  • Das ist ein wirtschaftlicher Schaden zwischen 360 und 450 Millionen Euro – pro Jahr!

Nach unseren Berechnungen kommen wir in Abhängigkeit unterschiedlicher Berechnungsmethoden zu folgendem Ergebnis:

  • Klimalast durch Passagierflüge: ca. 450.000 bis 590.000 Tonnen CO2

  • Klimalast durch Frachtflüge: ca. 1.680.000 bis 1.910.000 Tonnen CO2

Daraus ergibt sich für den Frachtflughafen Leipzig/Halle eine Gesamtbelastung von etwa 2 bis 2,5 Millionen Tonnen CO2 im Jahr! Damit liegt der wirtschaftliche Schaden für die Region Leipzig-Halle unter Zugrundelegung der Berechnungen des Umweltbundesamtes zwischen 360 und 450 Millionen Euro – pro Jahr!

Der Flughafen Leipzig/Halle liegt somit auch beim CO2-Ausstoß in Europa in der absoluten Spitzengruppe. Weitere klimaschädliche Gase wie Stickoxid- oder NOX-Emissionen, die aus den Triebwerken in großen Höhen ausgestoßen werden, belasten so das Klima noch zusätzlich.

Die externen Kosten des Luftverkehrs in Form von Gesundheitsschäden durch Lärm und Luftverschmutzung sowie durch Klimaschäden aufgrund der wachsenden CO2-Emissionen wird für

Deutschland auf etwa 6 Mrd. Euro p.a. geschätzt. Aufgrund der Wachstumsdynamik

nimmt diese Größenordnung bis 2030 um knapp 50% auf rund 8,3 Mrd. Euro zu. Dabei sind weitere volkswirtschaftliche Kosten wie ungedeckte Infrastrukturkosten aufgrund von Steuerbefreiungen noch nicht berücksichtigt.

Die Prioritäten für den Frachtflughafen Leipzig/Halle sind vom Freistaat Sachsen ganz klar vorgegeben: Zuerst kommt der Luftfrachtverkehr und dann wird vielleicht noch irgendwie versucht, Umweltschutz zu betreiben. Das ist ein unerträglicher Zustand und zeigt die völlige klimapolitische Arg- und auch Ahnungslo- sigkeit der Verantwortlichen für den Frachtflughafen Leipzig/Halle auf“, kritisiert Peter Richter, Vorsitzender der IG Nachtflugverbot.
Richter fordert weiterhin „die ersatzlose Streichung sämtlicher politisch beschlossenen Wachstums- und Rabattprogramme des stadtnahen Frachtflughafenbetriebes, einen Stopp aller kapazitätssteigernden Maß- nahmen sowie eine deutliche Reduzierung der Flugbewegungen, insbesondere in der Nacht!“

Dresden müsse endlich erkennen, dass ein stadtnaher Flughafen wie Leipzig/Halle nun mal einer ist, weder eine uneingeschränkte Nachtflugerlaubnis für Fracht- und Militärflugzeuge, noch schier unendliche Kapazitätserweiterungen für den klimaschädlichen Luftfrachtverkehr haben kann“, appelliert Richter an die Verhandlungsführer und an das federführende sächsische Wirtschaftsministerium.

IG Nachtflugverbot Leipzig/Halle e.V.
Linkelstraße 18
04159 Leipzig

Telefon: +49 – 341 – 4684315
Mobil: +49 – 157 – 71339834

https://www.nachtflugverbot-leipzig.de/mitteilung_an_die_ig_nachtflugverbot_leipzig-halle.php

Erklärung

1 Es werden nur die abgehenden Flüge zugrunde gelegt


Pressemitteilung zum Unglücksereignis der Grube Teutschenthal (GTS) vom 08.11.2019

Gifftmüll 02

Pressemitteilung der
Bürgerinitiative gegen eine Giftmüllregion Halle (Saale) e.V.

Nach der „Verpuffung“, die sich unter Tage bei der Versatztätigkeit der Firma GTS Grube Teutschenthal Sicherungs GmbH & Co. KG (GTS) in Teutschenthal am Freitagvormittag, dem 8. November 2019, ereignete, konnten alle Bergleute gerettet werden. Das ist eine gute Nachricht. Die Bürger von Teutschenthal und Angersdorf und den umliegenden Gemeinden wünschen den beiden Verletzten gute Genesung.

Durch die für die GTS profitable Versatztechnologie, bei der Giftmüll in die alten Kali- und Steinsalzabbaue eingebracht wird, sind aber nach wie vor die Menschen und die Umwelt der Region durch Ausgasungen und Filterstäube belastet. Wir wissen bis heute nicht vollumfänglich, welche Stoffe wieder an die Tagesoberfläche gelangen. Unsere Bemühungen, belastbare und glaubwürdige Belege für die Ungefährlichkeit der Ausgasungen zu erhalten, scheiterten bisher. Das gegenwärtige Problem wird lediglich auf die Geruchssituation reduziert. Nicht die Gerüche sind das vordergründige Problem, sondern die vielen Giftstoffe, die für sich und/oder durch neu entstandene chemische Verbindungen bei den ablaufenden Reaktionen unter Tage so gefährlich sind. GTS, LAGB (Landesamt für Geologie und Bergwesen) und Wirtschaftsministerium erwecken den Eindruck des Hinhaltens und Beschwichtigens. Die nun eingeleitete Rasterbegehung nach GIRL wird ein weiteres Jahr dauern, ohne dass sich für die Menschen und die Umwelt der Region etwas verändert.

Die Tatsache, dass auch viele überregionale Medien das Teutschenthaler Unglück meldeten und vor Ort nachfragten, deutet auf eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit bezüglich der Unvernünftigkeit des Giftmüllversatzes in Salzbergwerken hin. Alte Salzbergwerke eignen sich wegen der Gefahr von Wassereinbrüchen nicht für die Einlagerung von Giftstoffen, da künftig die Biosphäre kontaminiert werden kann. „Langzeitsicherheitsnachweise“ sind daher nur Langzeitsicherheitswünsche.

Den laut Langzeitsicherheitsnachweis ausgeschlossenen Kontakt mit der Biosphäre belegen schon jetzt die nicht endenden Ausgasungen und Feinstaubfreisetzungen sowie das „Verpuffungs“-Unglück vom 08.11.2019 selbst, bei dem zum Unglückszeitpunkt von Anwohnern „verbrannte Gerüche“ über Tage wahrgenommen wurden.

Der geplante Bau eines Schornsteins, der die „Geruchsbelästigung im Umfeld“ senken soll („Mitteldeutsche Zeitung“ vom 09.11.2019), hat nach Auffassung der Bürgerinitiatve die Aufgabe, Proteste der Angersdorfer Bürger zu verhindern. Die dann weiträumiger verbreiteten und somit verdünnten Ausgasungen und Stäube, die damit die Stadt Halle erreichen werden, sollen die Belastungen für die Angersdorfer Anwohner minimieren – so haben das LAGB und Wirtschaftsministerium es genehmigt. Dies steht in Widerspruch zur Festlegung, dass Angersdorf das Frischlufteinzugsgebiet für die Stadt Halle bildet, was recherchiert werden kann.

Aus Vorsorgegründen sind für die Gesundheit der Anwohner, wie bei jeder industriellen Anlage, Filter einzusetzen. Der Begründung, dass Vorsorgemaßnahmen bei einem Bergwerksbetrieb nicht notwendig seien, widerspricht der Versatztätigkeit und das Ablaufen chemischer Reaktionen der giftigen Abfallstoffe. In diesem Bergwerk erfolgt kein bergmännischer Abbau eines Rohstoffs, sondern die Deponierung von giftigen Stoffen, die ohne spezielle Absicherung nicht an der Oberfläche gelagert werden können, ohne eine Umweltbelastung hervorzurufen. Offensichtlich wird der Giftstoffversatz technologisch nicht beherrscht, weshalb es zu der sogenannten „Verpuffung“ kam, bei der laut Pressekonferenz der Polizei und der GTS ein Bergmann durch „herumfliegendes Gestein im Gesicht“ verletzt wurde.

„Giftmülllager gegen Gebirgsschlag“ war eine Überschrift in der „Mitteldeutschen Zeitung“ vom Tag nach der „Verpuffung“ (09.11.2019). Die Diktion auch vieler Veröffentlichungen anderer Medien ist, dass der Versatz mit Giftmüll alternativlos sei: Nur mit den Stoffen, die die GTS derzeit einlagert, könne man einen Gebirgsschlag verhindern. Dem widerspricht die Bürgerinitiative und Anwohnerschaft nachdrücklich.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative fordern erstens einen sofortigen Stopp des Giftmüllversatzes, auch weil eine benannte Ungefährlichkeit der Ausgasungen bis heute von unabhängigen Gutachtern nicht nachgewiesen wurde!

Die zweite Forderung lautet deshalb, die umgehende Entwicklung einer Technologie für den Versatz mit ungefährlichen Stoffen (Haldenmaterial, Bauschutt) zu beginnen! Es stimmt auch nicht, dass der Versatz mit ungefährlichen Stoffen Arbeitsplätze vernichte, wie die GTS behauptet. Er ist nur bei weitem nicht so profitabel.

Noch schlimmer scheint es zu werden, wenn die GTS künftig „freigemessene“ Abfälle als Bergversatz einbringt, ebenso sogenannte „ASSE-Abwässer“ aus den alten Salzstöcken der ASSE aus Niedersachsen, wo eingelagerter Atommüll das Grundwasser im angeblich trockenen Bergwerk kontaminiert hat. „Freigemessene“ Abfälle sind „Rückbaumassen kerntechnischer Anlagen“, also radioaktive Abfälle von AKW- und KKW-Abrissmaßnahmen, die solange konditioniert (verdünnt) werden, bis sie einen sogenannten Schwellenwert von höchstens 10 Mikrosievert pro Jahr als „zulässigen“ Grenzwert ausweisen. „Freigemessen“ bedeutet aber nicht, frei von Radioaktivität. Diese verschwindet nicht, indem man sie per Gesetz unkenntlich macht. Wissenschaftlicher Konsens ist inzwischen, dass es keine für den menschlichen Organismus unschädliche Radioaktivität unterhalb eines Schwellenwertes gibt.

Die GTS plant den Versatz „freigemessener“ Abfälle. Dazu hat sie aktiv an der Gesetzesänderung der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) mitgewirkt. Die Anwaltskanzlei Versteyl (avr) hat im Auftrag der GTS eine Stellungnahme zum Referentenentwurf und einen Vorschlag zur Formulierung für eine Novelle der Strahlenschutzverordnung „Entsorgung von spezifisch freigegebenen Rückbaumassen kerntechnischer Anlagen-Verwertung im Versatzbergwerk als langzeitsichere, gleichwertige Alternative zur Deponierung“ erarbeitet und Formulierungsvorschläge zur Novelle der Strahlenschutzverordnung erarbeitet.

Das Umweltbundesamt hat die Strahlenschutzverordnung mit Wirkung zum 31.12.2018 neu gefasst. Demnach ist nun eine Freigabe von radioaktiv kontaminierten Stoffen im Einzelfall auch für den Einsatz in Grubenbauen nach der Versatzverordnung möglich.

Wir fordern somit drittens den sofortigen Stopp des Versatzes mit „freigemessenen“ Abfällen und „ASSE-Abwässern“!

Die genannten drei Forderungen richten die Mitglieder der Bürgerinitiative an die verantwortlichen Entscheidungsträger im Land Sachsen-Anhalt, die für die Genehmigung zuständig sind. Die Gesundheit der Menschen ist nicht verhandelbar. Das müssen die Verantwortlichen endlich akzeptieren.

Der 8. November 2019 sollte nicht nur Anstoß zur Verhinderung weiterer Unglücksereignisse sein, bei denen Menschen unmittelbar zu Schaden kommen. Über die Sicherheit der Einlagerungstechnologie ist vielmehr ernsthaft nachzudenken. Leider wurde der Versatzbetrieb bereits am 11.11.2019 mit Genehmigung des LAGB wieder aufgenommen, obwohl die Ermittlungen zum Unglück noch laufen. Die Unglücksursache ist daher viertens lückenlos aufzuklären und es sind sofortige Konsequenzen bezüglich der Genehmigungen zu ziehen.

Der Vorstand der BI

Kontakt:
Bürgerinitiative gegen eine
Giftmüllregion Halle (Saale) e.V.

www.giftmuellregion-halle.de

info@giftmuellregion-halle.de


AHA und Initiative „Pro Baum“ laden zur Filmvorführung „Die Wiese – Ein Paradies nebenan“ ins Luchskino ein

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©nautilusfilm / polyband Medien

Am Montag, dem 09.12.2019, um 18.00 Uhr, zeigt das Luchskino am Zoo, Seebener-Str. 172, 06114 Halle (Saale) – Hintereingang Zoo – den Dokumentarfilm: „Die Wiese – Ein Paradies nebenan“. Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA) und die Initiative „Pro Baum“ laden in diesem Zusammenhang zu der Filmvorführung ein.
Die Kinokarte kostet € 6,00 pro Person.

Zitat zum Film aus dem Programm vom Juli 2019:

Im Wind wogende Gräser, farbenfrohe Blumen und mittendrin eine Menge Wildtiere – das ist ein Blick, wie man ihn viel zu selten wahrnimmt. Wilde Wiesen sind in Zeiten der heutigen Landschaft, in der man rapide Flächen versiegelt und immer noch nach weiteren Autobahnen ruft, zu echten Raritäten geworden, und das bringt viele Tiere wie Grashüpfer, Falter, Wildbienen und Vögel in beträchtliche Gefahr, denn sie brauchen die naturnahen Wiesen als Habitat. Exakt darum geht es auch in dem neuen Dokumentarfilm von Jan Haft „Die Wiese – ein Paradies nebenan“. Die Betonung liegt auf „auch“, denn der Naturfilmer Jan Haft ist eine Koryphäe auf seinem Gebiet – er hat bereits zahlreiche preisgekrönte Filme über Landschaften gedreht – und seine Bilder sind so faszinierend, dass sich allein deshalb der Kinobesuch lohnt.

Der preisgekrönte Naturfilmer Jan Haft zeigt die Pflanzen- und Tiervielfalt der Wiese in nachhaltigen Bildern. Sie erinnern daran, wie wichtig dieses Biotop vor unserer Haustüre für das Funktionieren des Ökosystems doch ist.“

Mitglieder des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. und die Initiative „Pro Baum“ laden nach der Filmvorführung zu einem gemeinsamen Gespräch ein.


Wanderexkursion zum Tag des Geotops

Konrad Schuberth (Dezernat D22 – Landesaufnahme und Analytik des Geologischen Dienstes des Landesamtes für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt, Halle) hatte gemeinsam mit Professor Dr. habil. Eckhard Oelke (Salzmünde) und dem Nietlebener Heimatverein e.V. zum 18.Tag des Geotops am 15.09.2019 um 10.00 Uhr zu einer Wanderexkursion eingeladen.
Thema war „Das Sieben-Seen-Land im Westen von Halle-Blicke in den Untergrund der Nietlebener Mulde“.
Es handelt sich um ein Seengebiet, welches sich in und entlang der Nietlebener Mulde erstreckt und von Steinen und Erden bestimmt wird, die den Bergbau in den letzten Jahrhunderten maßgeblich prägten.
Treffpunkt war das Südost-Ufer des Bruchsees (Graebsee). Weitere Exkursionspunkte waren der Kleine Teich, der Große und Kleine Angersdorfer Teich, der Steinbruchsee, der Friedhofsteich und der Heidesee.
Anhand von umfangreichen Bild- und Dokumentationsmaterial erläuterte Herr Schuberth nicht nur die gewässerspezifischen und geologischen Gegebenheiten jedes einzelnen Sees, sondern nahm auch Bezug auf die bergbau-historischen und industriegeschichtlichen Besonderheiten der die Seen umgebenden Landschaftsgebiete.
Es wurde ausführlich auf die Bedeutung der Braunkohlevorkommen auf dem Gebiet um Zscherben eingegangen. In und um Nietleben entstanden sowohl Zementfabriken, aufgrund der umfassenden Vorkommen von Muschelkalk, als auch ausgedehnte Braunkohlegruben („Neuglücker Verein“), die sich bis auf das Gebiet der Dölauer Heide erstreckten.
Die Vereinsmitglieder des Nietlebener Heimatvereins e.V. lenkten die Aufmerksamkeit auf die mehr oder weniger geglückte Rekultivierung des durch den Bergbau geprägten Landschaftsbildes.
Es gab einen anregenden Gedankenaustausch zwischen den Exkursionsführern und den Exkursionsteilnehmern.
Der Tag des Geotops findet jährlich am 3. Sonntag des Septembers statt.


Arbeitseinsatz in der Umweltbibliothek

von Siegried Blauth

Zum 2. Mal trafen sich einige Mitglieder des AHA am Samstag, dem 14.09.2019, um in der Umweltbibliothek in Merseburg die dringend notwendigen Renovierungsarbeiten weiter vorzubereiten.

In vierstündiger Arbeit wurden die Wände und Decke eines der Räume vollständig und sauber von der Tapete befreit.

Somit ist dieser Raum bereit für eine neue Decken- und Wandgestaltung, die eine Fachfirma ausführen soll. Um ein bibliotheksgerechtes Ambiente entstehen zu lassen, sind noch viele helfende Hände und finanzielle Mittel nötig.

Gerne nehmen wir dafür gegen Quittung eine Spende unter folgender Bankverbindung des AHA entgegen:

  • IBAN: DE 14 800 537 62 0380 302 257
  • BIC: NOLADE21HAL
  • Saalesparkasse
  • Verwendungszweck „Umweltbibliothek
  • Oder Sicher und einfach Spenden via PayPal:
    Arbeitseinsatz in der Umweltbibliothek

Wer Interesse hat wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg &
Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ – (UBM)
Weiße Mauer 33

06217 Merseburg

Tel.: 0176 – 52562945

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail UBM: ubh2004@yahoo.de

Sprechzeit nach telefonischer Vereinbarung.


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