AHA führte Mahdarbeiten auf Streuobstwiese am Landhaus in Dessau-Roßlau durch

Am 08.12.2015 haben erfreulicherweise die Stadt Dessau-Roßlau und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) eine Pflege- und Nutzungsvereinbarung ab 01.01.2016 für die Streuobstwiese am Landhaus am Naturschutzgebiet Untere Mulde abgeschlossen. In Folge dessen hatte der AHA mit großer Freude und großem Dank einen Zuschuss der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt zur Förderung von Maßnahmen zum Schutz, Pflege und Betreuung der Streuobstwiese Am Landhaus in der Stadt Dessau-Roßlau beantragt und erhalten. Mit der Förderung durch die Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt besteht nun die Basis, in Absprache mit der unteren Naturschutzbehörde der Stadt Dessau-Roßlau, konkret die Pflege- und Betreuungsmaßnahmen durchzuführen.
Seitdem bildet die vollständige praktische Umsetzung der Pflege- und Nutzungsvereinbarung zwischen Stadt Dessau-Roßlau und AHA für die ca. 1,8 ha große Streuobstwiese „Am Landhaus“ in der Unteren Muldeaue einen besonderen Arbeitsschwerpunkt des AHA.
Nunmehr hatte der AHA am Samstag, dem 17.07.2021, den dreiundzwanzigsten öffentlichen Arbeitseinsatz am absolviert. Bei feuchtwarmen Wetter haben die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen dieses Arbeitseinsatzes Mahdarbeiten vorgenommen. Dabei achteten die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer darauf, dass zu dem Zeitpunkt blühende Wiesenpflanzen wie Gemeiner Beinwell, Echtes Mädesüß, Weiße Taubnessel, Taubenkropf, Sumpfziest, Ackerkratzdistel, Gefleckte Taubnessel, Echte Nelkenwurz und Schlangenlauch Möglichkeiten zum Abblühen und Aussamen erhalten. Ferner dienen die Blüten der Ernährung von Insekten. Ebenfalls blieben weitgehend Bestände der Großen Brennnessel von der Mahd verschont. Sie bieten zum Beispiel dem Tagpfauenauge und dem Kleinen Fuchs die Möglichkeit sich von der Großen Brennnessel zu ernähren, dort seine Eier abzulegen, die Raupen entwickeln zu lassen und somit einen Beitrag zum Schutz, Erhalt und Entwicklung der Insektenfauna zu leisten.

Der AHA erläuterte die dringende Notwendigkeit der Schließung und des vollständigen Rückbaus des Parkplatzes südlich der Streuobstwiese, welche vorrangig Gäste des Landhauses nutzen. Dies dient zum Einem der Verbesserung von Umwelt und Natur sowie eröffnet Möglichkeiten der Erweiterung der Streuobstwiese und schließt ein zunehmendes Befahren der Streuobstwiese mit Beschädigung der Bäume und Wiese aus. Hier gilt es die Aktivitäten zu verstärken, um das Ziel letztendlich erreichen zu können.

Im späteren Anschluss an den Arbeitseinsatz nahmen die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Streuobstwiese an der Braunschen Lache in Augenschein. Man war sich einig, dass die Folgen der massiven Eingriffe in den Obstgehölzbestand noch deutlich erkennbar sind. Der Zustand der Restbestände an Obstgehölzen ist sehr besorgniserregend. Hier erscheint eine massive Nachpflanzung notwendig zu sein. Der AHA schlägt eine Nachpflanzung mit Apfel, Birne, Pflaume, Walnuss, Quitte, Süß- und Sauerkirsche vor. So besteht die Möglichkeit eine Streuobstwiese mit einer umfassenden Arten- und Sortenvielfalt zu entwickeln. Arten- und Strukturvielfalt zeigte bereits die Wiese u.a. mit den blühenden Ackerkratzdisteln, welche zum Beispiel zahlreiche Schmetterlingsarten wie Tagpfauenauge, Admiral, Schachbrettfalter und Kleiner Fuchs anzog. Diese Wiese ist standortgerecht und eindeutig, der gutgemeinten standortfremden Ansaat von Inkarnatklee, Buchweizen, Phacelia und Raps am Westrand der Streuobstwiese vorzuziehen.
Die Umverlegung eines Jagdhochstandes ändert nichts an der Forderung des AHA, dass diese in Naturschutzgebieten nichts zu suchen haben und daher zu entfernen sind.
In dem Zusammenhang gilt es zu erwähnen, dass die Beschilderung des Naturschutzgebietes Untere Mulde fehlt und eine unverzügliche Erneuerung dringend geboten ist.

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) teilt ferner mit, dass an den Samstagen, den 16.10.2021, 20.11.2021 und 11.12.2021 weitere Arbeitseinsätze vorgesehen sind.
Interessenten sind selbstverständlich gerne und recht herzlich willkommen.
Der AHA bittet dabei um wetterfeste Arbeitskleidung, wozu unbedingt festes Schuhwerk und Arbeitshandschuhe gehören.
Treff ist jeweils 10:00 Uhr Eingang Landhaus, Am Landhaus 01.

Wer noch mehr zu dem Arbeitseinsatz, zur Betreuung der Streuobstwiese am Landhaus am Naturschutzgebiet Untere Mulde sowie zu den generellen Aktivitäten des AHA erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Kontaktmöglichkeit:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Ortsgruppe Dessau – Roßlau

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

Internet: http://www.aha-halle.de

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 18.07.2021

Fotos: Esther Zalm

Fotos: Isabell Schneider


AHA führt Arbeitseinsatz in Dessau durch

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Blick auf die Streuobstwiese „Am Landhaus“

Samstag, den 17.07., um 10.00 Uhr
Arbeitseinsatz in der Streuobstwiese „Am Landhaus“
Treffpunkt: Pension „Landhaus“ Dessau

Am 08.12.2015 haben erfreulicherweise die Stadt Dessau-Roßlau und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) eine Pflege- und Nutzungsvereinbarung ab 01.01.2016 für die Streuobstwiese am Landhaus am Naturschutzgebiet Untere Mulde abgeschlossen. In Folge dessen hatte der AHA mit großer Freude und großem Dank einen Zuschuss der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt zur Förderung von Maßnahmen zum Schutz, Pflege und Betreuung der Streuobstwiese Am Landhaus in der Stadt Dessau-Roßlau beantragt und erhalten. Mit der Förderung durch die Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt besteht nun die Basis, in Absprache mit der unteren Naturschutzbehörde der Stadt Dessau-Roßlau, konkret die Pflege- und Betreuungsmaßnahmen durchzuführen.
Somit bildet nunmehr die vollständige praktische Umsetzung der Pflege- und Nutzungsvereinbarung zwischen Stadt Dessau-Roßlau und AHA für die ca. 1,8 ha große Streuobstwiese „Am Landhaus“ in der Unteren Muldeaue einen besonderen Arbeitsschwerpunkt des AHA.
Nunmehr ist der nächste Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese „Am Landhaus“ am Samstag, dem 17.07.2021, geplant.
Dabei ist vorgesehen die am 19.06.2021 begonnenen Mahdarbeiten auf der Streuobstwiese fortzusetzen, die kommende Apfelernte vorzubereiten und Pflege unseres Gartengrundstücks.
Interessenten sind selbstverständlich gerne und recht herzlich willkommen.
Der AHA bittet dabei um wetterfeste Arbeitskleidung, wozu unbedingt festes Schuhwerk und Arbeitshandschuhe gehören.
Treff ist 10:00 Uhr am Eingang Landhaus, Am Landhaus 01 in Dessau-Roßlau.
Wer noch mehr zu dem Arbeitseinsatz, zur Betreuung der Streuobstwiese am Landhaus am Naturschutzgebiet Untere Mulde sowie zu den generellen Aktivitäten des AHA erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Kontaktmöglichkeit:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Ortsgruppe Dessau-Roßlau

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

Telefon: 0345 200 27 46
Telefon & WhatsApp: 0176 643 623 67 (Handytarife aus allen Netzen)


Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese „Am Landhaus“ in Dessau-Roßlau

Der Arbeitseinsatz des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA) zu Mahd-Arbeiten auf der Streuobstwiese „Am Landhaus“ fand, wie geplant, am Samstag, dem 19.06.2021, statt.
Es war heiß und schwül. Das ca. 1,50 m hohe Gras, durchwachsen von u.a. Brombeersträuchern, Brennnesseln und Disteln, war ausgetrocknet. Ein Mitglied des AHA hatte bereits 07.00 Uhr mit einem kleinen Traktor mit Mähwerk mit den Mahd-Arbeiten begonnen. Ab 10.00 Uhr unterstützten zwei weitere Mitglieder des AHA mittels einer Motorsense und einem Heurechen die Arbeiten. Die Wiese konnte, durch die technische Aufwertung mit einem Traktor, komplett gemäht werden. Ohne diese technische Unterstützung und diesen zeitigen Beginn der Arbeit, nur mit der sonst vorhandenen Ausrüstung von zwei Motorsensen, Handsensen sowie den drei anwesenden Mitgliedern des AHA, wäre dieser Arbeitseinsatz nicht durchführbar gewesen. Nach insgesamt ca. 6 Stunden konnten wir die Arbeiten abschließen.

Vor dem gemeinsamen Zusammensitzen unter dem Pavillon (mit einer neuen Plane), sahen wir uns die Schäden am Gartenhaus und am Gartenzaun an. Zwei Totbäume waren umgestürzt. Einer davon beschädigte das Dach des Gartenhauses. Das Giebelblech ist verbogen. Die Dachschindeln sind stellenweise beschädigt und durchlöchert. Zaunfelder des Gartenzaunes wurden aus den Pfosten gerissen und niedergedrückt.
Drei weitere Bäume sind akut umsturzgefährdet, mit Fallrichtung auf das Gartenhaus.
Um den Charakter eines Nutzgartens einer Kleingartenanlage umfassender zu erfüllen, erhält der Garten ein Gemüsebeet. Mit der Anlage des Beetes wurde bereits begonnen. Zukünftig kann dann etwas Gemüse geerntet werden.

Text und Fotos: Sabine Schauer



Wanderexkursion entlang der Fuhne bis zur Brödelgraben-Einmündung

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Blick in den Brödelgraben

Bezogen auf die Beschreibung des Fuhnetals von Siegmar von Schultze-Gallera in seinem Buch „Wanderungen durch den Saalkreis“, war das Fuhnetal ein „gewaltiges Sumpfgebiet, das die Fuhne ehemals mit der Saale bildete“. Der westliche Teil, ausgehend von der Ortschaft Wieskau, war trockener und damit auch urbarer, während der östliche Teil bis zur Mulde von großflächigen feuchten Wiesen geprägt war. Der östliche Verlauf der Fuhne ab Wieskau ist ein künstlich geschaffener Graben, der sogenannte „Landgraben“. Dieses ehemalige Sumpfgebiet wurde in den vergangenen Jahrhunderten durch zahlreiche Gräben entwässert.
Die Wanderexkursion am 22.05.2021 entlang der Fuhne bis zur Einmündung des Brödelgrabens in die Fuhne von Mitgliedern des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA), begann am Bahnhof Wolfen-Bitterfeld. Der Weg führte uns zuerst zur Fuhnebrücke in Wolfen, einem ehemaligen Grenzpunkt zwischen Kursachsen und Anhalt. Anschließend ging es weiter in das Naherholungsgebiet „Fuhneaue“ Wolfen zum Gondelteich.
Was war das Besondere in diesem Jahr ? Durch die reichlichen Niederschläge der vergangenen Wochen wirkte der Gondelteich, mit den Fontänen seines Springbrunnens, einladend. Wegen der Trockenheit im vergangenen Jahr war, die Vermüllung des Gondelteiches durch den niedrigen Wasserstand gut sichtbar. Dieses Jahr war der Teich gut mit Wasser gefüllt und kein Müll zu erkennen.
Auf dem „Fuhnetalwanderweg“ bis zum Erlen-Eschenwald „Reudener Busch“ beeindruckten uns die üppig blühenden großflächigen Wiesen. Ursache eines kleinen Abstechers von unserem Weg war ein sichtbarer Rückstau der Fuhne. Wir entdeckten zwei Biberburgen unweit voneinander. Bei näherer Betrachtung der Umgegend konnten wir die Aktivitäten der Biber der vergangenen Jahre bestaunen. Bemerkenswert waren am Ufer die ausgeprägten Biberrutschen.
Den „Reudener Busch“ durchquerten wir, entlang eines Grabens, über einen kleinen Pfad. Wir erlebten das Krachen der Bäume vom Wind über uns und nahmen ein Dickicht vieler abgebrochener Äste und umgestürzter Bäume neben uns wie eine Wildnis wahr. Der Wiesenweg entlang der Fuhne bis zur Einmündung des Brödelgrabens in die Fuhne war ein Erlebnis. Das reichliche Wasser der Fuhne und das frische Grün am Ufer, zwei große Biberburgen, eine davon in unmittelbarer Nähe der Einmündung des Brödelgrabens mit einem deutliche Rückstau des Wassers, die Farben der großflächigen Wiesen mit scharfem Hahnenfuß, unterschiedlichster Segge-Gräser, Wiesen-Fuchsschwanz und Federgras wirkten beeindruckend. Der Wind bewegte alles in rhythmischen Wellen. Es war ein Naturschauspiel. Auf unserem Weg erlebten wir den Wind auf freien Strecken mit fast orkanartigen Böen.
Unser Rückweg auf dem Fuhnetalwanderweg führte uns vorbei an Feldern mit Raps, Gerste und Luzerne sowie dem Kiesabbaugebiet Reuden-West.

Was bleibt. Die Spuren der Trockenheit der vergangenen Jahre waren an den Bäumen gut zu erkennen. Die reichlichen Niederschläge der letzten Wochen hatten die Fuhne und Gräben gut mit Wasser gefüllt. Üppiges Grün überall. Unzähliges Blühen am Wegesrand u.a. mit Wiesen-Labkraut, Weiße und Purpurrote Taubnessel, Große Sternmiere, Gras-Sternmiere, Hirtentäschelkraut, Wiesenkümmel, Phacelia, Lavendel, Echter Kamille, Storchschnabelgewächsen, Sauerampfer und Scharfem und Kriechendem Hahnenfuß.
Unsere ständigen Begleiter waren das Brausen des Windes und der Gesang der Vögel. Es war eine Exkursion für die Sinne.

Text: Sabine Schauer
Fotos: Dietmar Hörner


Keine A143!

a143 logoLiebe Naturfreund*innen und Klimaschützer*innen,
liebe Unterstützer*innen, Spender*innen, Unterzeichner*innen der Petition,

höchste Zeit, dass Sie etwas von uns hören. Denn das Jahr 2021 hat bereits an Fahrt aufgenommen, ebenso wie die weiteren rechtlichen Schritte im Hintergrund:

Trotz der Widrigkeiten, die sich aus der momentanen von der Pandemie geprägten Situation ergeben, sind wir kurz davor einen wichtigen Meilenstein im Kampf gegen die Zerstörung unseres Saaletals zu erreichen. Die Einbeziehung der Europäischen Kommission und die Vorbereitung der Vertragsverletzungsbeschwerde sind in vollem Gange und verlaufen nach Plan. Details können wir noch nicht weitergeben, um die jetzige positive Entwicklung nicht zu gefährden.

Euch und Sie als unsere Unterstützer*innen aber wollen wir vorab wissen lassen, dass es gelungen ist, einen erfolgversprechenden Draht nach Brüssel zu spannen. Auch sind wir im Gespräch mit potentiellen Kooperationspartnern.

Es wird noch einige Wochen in Anspruch nehmen, bis die Dinge soweit gediehen sind, dass wir in der Öffentlichkeit gemeinsam mit gewonnenen Kooperationspartnern auftreten können. Erst dann können wir umfassend berichten, was jetzt genau passiert und welche Konsequenzen im Hinblick auf den Weiterbau der A143 zu erwarten sind.

Wir bitten dafür um Verständnis und möchten mit diesem Newsletter unsere Zuversicht und unseren ungebremsten Willen, den Weiterbau der A143 zu stoppen, zum Ausdruck bringen.

Herzliche Grüße
Eure Bürgerinitiative Saaletal e. V.

P.S.: In der Hoffnung auf gemeinsames Durchhalten, hoffen wir, Sie bald mit weiteren Neuigkeiten auf den aktuellen Stand bringen zu können.

Vielleicht bereits zum 5. Juni 21 – hier ist deutschlandweiter dezentraler Aktionstag zur Mobilitätswende geplant.

Eine Übersicht geplanter Aktionen findet ihr demnächst unter https://wald-statt-asphalt.net/.

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