Arbeitseinsatz auf dem Forstwerder

am Samstag, dem  17.04.2021, fand ein weiterer Arbeitseinsatz auf dem Forstwerder in Halle Trotha statt.

Der ca. 8 ha große Forstwerder ist geprägt durch einen großen Hartholzauenbestand wie z.B. Eichen und Eschen. Gerade jetzt im Frühjahr kann man ebenso eine Vielfalt an Frühjahrsblühern wie Scharbockskraut, gelbes Windröschen und auch die Wildtulpen sehen. Der Bärlauch macht sich schon bald nach Betreten der Insel durch seinen intensiven Duft bemerkbar. Im nördlichen Teil der Insel befindet sich das Vogelschutzgebiet. Dem Rotmilan und Mäusebussard bietet es ebenso gute Brutbedingungen wie der Gebirgsstelze, den Schwanz-und Beutelmeisen und dem Schwarzspecht.
Gerade diese Tiere gilt es zu schützen. Obwohl beim Betreten der Insel Hinweise gut sichtbar angebracht sind, welche Teile der Insel nicht betreten werden dürfen, halten sich Spaziergänger oft nicht daran. Die so entstandenen Trampelpfade galt es wieder zu schließen. Dies geschah durch Aufstapeln von Baumstämmen, Ästen und Zweigen durch Mitglieder des AHA.

Der nächste Arbeitseinsatz findet am 18.09.2021 statt:

Samstag, den 18.09., um 10.00 Uhr
Arbeitseinsatz auf dem Forstwerder
Treffpunkt: Bogenbrücke
, Halle (Saale)

Text und Fotos: Christine Fröhlich

Fotos: Dietmar Hörner


Kahlschlag im Südosten von Halle

Im einem Waldgebiet im Süden von Halle, begrenzt von der Dieselstraße im Norden, der Europa – Chaussee im Westen und der Äußeren Kasseler Straße im Südwesten wurden großflächige Abholzungen vorgenommen.
Es handelt sich um das nördliche Randgebiet des ehemaligen Braunkohlen-Tagebaugebietes Osendorfer See. Der Kohlenabbau wurde 1926 eingestellt. Eine Biotoperfassung der Tagebau-Folgelandschaft Osendorfer See wurde im Jahr 2006 (Erfassungszeitraum 1995-2005) veröffentlicht. Darin heißt es: „An einigen Abschnitten wurden planmäßig Initialbegrünungen mit verschiedenen Gehölzen…vorgenommen. Die Aufforstungen sind Laubwaldungen aus Rein- und Mischbeständen. …. Die Spontanvegetation aus Pionier-,Gras und Staudenfluren ist großflächig bis inselförmig entwickelt,…Ein größerer Teil des Geländes wird durch die Ansiedlung von Birken-Vorwald in unterschiedlicher Bestandsdichte ( +/- mit Stieleichen-Sämlingen und -Aufwuchs) eingenommen“.
Weitere Bereiche hat man ohne Einflussnahme einer natürlichen Sukzession überlassen. Das hier benannte Gebiet ist gekennzeichnet durch ehemalige Aufforstungsmaßnahmen und Spontanansiedlungen.
Es handelt sich um ein besonders interessantes Gebiet, da man die Entwicklung eines Biotops einer Tagebau-Folgelandschaft im Südosten von Halle als Grüngürtel über Jahrzehnte beobachten konnte. Mit dieser Abholzung wurde auf zerstörerische Weise in dieses Biotop eingegriffen.

Einen Überblick von Baumfällungen in Halle (Zeitraum 07/2007-11/2019) kann man unter https://m.halle.de

Text und Fotos: Sabine Schauer


Horst Zeitz zum 91. Geburtstag

1500 Horst Zeitz 91. GeburtstagMitglieder des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – gratulierten Horst Zeitz zu seinem vollendetem 91. Lebensjahr!
Als langjähriges Mitglied des AHA, als unermüdlicher Gestalter, Wegbereiter und Pädagoge im Bereich Gewässerökologie und Filmdokumentation hat er jahrzehntelang mit vielen Schülern und Schülerinnen aus Bad Dürrenberg gearbeitet. Und arbeitet immer noch!
Bei Kaffee und Kuchen sprachen wir über das bevorstehende Untersuchungsobjekt der Gewässerökologie für 2021 und seine Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern.
Horst Zeitz führte uns die zwei neusten, mit seinen Schülerinnen und Schülern unter seiner Anleitung und Betreuung entstandenen Dokumentarfilme vor und demonstrierte uns anhand des genutzten Computer-Programms die Vorgehensweise beim Hinterlegen eines Filmes mit Text und Musik.

Wir danken Horst Zeitz für den schönen und informativen Nachmittag und wünschen ihm Gesundheit und alles, alles Gute!

Text und Foto: Sabine Schauer



Eine Fahrradexkursion zum FFH-Gebiet Gipskarstlandschaft Pölsfeld und entlang der Gonna

Mitglieder des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führten am 27.03.2021, unter fachkundiger Begleitung, eine Fahrradexkursion durch. Treffpunkt war der Bahnhof Riestedt.
Es ist eine Region des ehemaligen Kupfererz- und Braunkohle-Bergbaus. Die Landschaft ist geprägt durch eine Vielzahl von Kleinsthalden und Halden.
Sie sind die Relikte aus einer Zeit, in der oberflächennah Kupferschiefer und Braunkohle abgebaut wurde. Im Zentrum einer Kleinsthalde befand sich der Zugang zum Schacht. Heute sind sie durch eine jahrhundertealte Vegetation nur noch als Hügel sichtbar. Selbst die größeren bewachsenen Halden, lassen ihren Ursprung nur erahnen. Die Schlackenhalden, als Relikte der Erzverhüttung, sind in ihrem Ursprung zu erkennen.
Unser erster Besichtigungspunkt war der Damm und der Eingang eines Pferdebahn-Stollens. Der Transport der Braunkohle vom Riestedt-Emsloher Kohlenwerk zum Bahnhof Riestedt erfolgte über eine unterirdische Pferdebahn. Es handelt sich um ein bedeutendes industrielles Baudenkmal des 19. Jahrhunderts. Unweit des Riedstädter Bahnhofes befand sich ein im 12. Jahrhundert erbautes Augustiner-Chorherrenstift. Eine Erinnerungsplatte, von den verschiedensten Flechten besiedelt, erinnert daran. Es ging vorbei an einer alten Schäferei Richtung Emseloh. Zeuge des Bergbaus ist hier der teilweise verlandete Rohrgraben mit seiner Einmündung in den Riedstädter Bach. Den hohen Eisengehalt einer in den Riedstädter Römer fließenden Quelle, kann man an der rostigen Farbe des umliegenden Gesteins erkennen. Riestedt war wegen dieser eisenhaltigen Mineralquellen einst Kurort. Von Riestedt aus ging es bergauf Richtung Annarode verbunden mit einem weiten Blick über die ehemalige Bergbaulandschaft. Wir bogen in das NSG Gipskarstlandschaft Pölsfeld ein. Bei einer im Wald verborgene Anhöhe, umgeben von einem Wallgraben vermutet man, dass es sich um eine ehemalige Schlossanlage mit einem Schlossgraben handelt. Hier entdeckten wir die ersten Frühlingsboten Scharbockskraut, Echtes Lungenkraut und Buschwindröschen. In Pölsfeld ist das ehemalige Oberförstereigehöft aus dem 17. Jahrhundert dem Verfall preisgegeben. Auf unserem weiteren Weg fuhren wir über eine von Vegetation bedeckte Halde, um uns einen ehemaligen Steinbruch anzusehen. Bei unserer Weiterfahrt entlang der Gonna, entdeckten wir die Einmündung des Gonnaschachtgrabens in die Gonna. Auch das Gebäude der Kupferhütte, mit seinem Stufengiebeln und spätgotischen Fenstern hinterließ einen sehr baufälligen Eindruck. Zeugnisse der Industrialisierung Mitteldeutschlands in so einem Zustand zu sehen, sind alarmierend. Der Erhalt und die Wahrnehmung dieser Denkmale, um Geschichte für kommende Generationen erlebbar zu gestalten, sollte eine gesellschaftliche Verantwortung sein. Unsere Exkursion endete in Sangerhausen.
Es war eine Exkursion durch die Geschichte es Bergbaus in dieser Region und es werden weitere folgen.

Text und Fotos: Sabine Schauer



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