AHA teilt die Sorge der Austrocknung der Geiselquelle

Bekanntlich tritt die Quelle der Geisel am Fuße des Veitsberges im Ortsteil St. Micheln der Stadt Mücheln zu Tage, um ihren ca. 24 km langen Verlauf bis zur Einmündung über die Klia in Merseburg in die Saale anzutreten.
Das Quellgebiet ist im Muschelkalk eingebettet und speist sich durch versickerndes Niederschlagswasser, welches auf wasserundurchlässige, tonreichende Schichten des Oberen Bundsandstein trifft und an einer Querstörung an die Oberfläche tritt. Die sich 500 m nordöstlich befindlichen zwölf Apostelquellen haben das gleiche Einzugsgebiet, was bei Karstquellen häufig vorkommt, dass der oberirdische Teil – hier 35 km² – kleiner ist, als der unterirdische Teil – hier 60 km². Elf dieser zwölf perlschnurartig verbundenen Quellen sind an das unterirdische Trinkwassernetz der Stadt Mücheln angeschlossen. Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) betrachtet diese Entwicklung und weist darauf hin, dass sich daraus unschwer ableiten lässt, dass der Klimawandel, welcher sich u.a. in den Dürrejahren 2018 bis 2020 zeigte bzw. zeigt, auch seine Auswirkungen auf das Quellgebiet der Geisel zeigt. Daher gilt es auf einer breiten Basis darüber zu beraten, welche Aktivitäten eine dauerhafte Austrocknung der Geiselquelle verhindern kann.
Ferner regt der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) die Erstellung einer wissenschaftlich fundierten Schutz- und Entwicklungskonzeption für den gesamten Geiselverlauf an.
Dabei gilt es auch das ca. 52 ha große Naturschutzgebiet (NSG) „Untere Geiselniederung bei Merseburg“, als einen sehr wichtigen Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und sehr wichtigen Teil eines Grün- und Biotopverbundes entlang der Geisel und des Klyegrabens sowie großflächiges Kaltluftentstehungsgebietes mit Abfluss in Richtung Merseburg eine sehr wichtige Klimaschutzfunktion einzubeziehen. Ferner ist eine Einbeziehung des Klyegrabens, die beiden Gotthardteiche sowie die Klia dringend geboten.
Im Rahmen seiner ehrenamtlichen und gemeinnützigen Möglichkeiten bietet der AHA seine Mitwirkung bzw. Mitarbeit an.

Ferner ruft der AHA die Bevölkerung auf, ebenfalls alles für den Schutz, Erhalt und die Entwicklung der Geisel, ihrer Aue, des darin enthaltenen NSG und FFH-Gebietes „Untere Geiselniederung bei Merseburg“ sowie von Klyegraben und Klia zu tun.
Wer dabei besonders aktiv mitwirken möchte, kann sich an folgende Kontaktanschrift wenden:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg/
Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“
Weiße Mauer 33

06217 Merseburg

Tel.: 0176 525 62 945
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 27.12.2020



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