AHA sieht mit Sorge die schonungslose Nutzung der halleschen Ziegelwiese als Partymeile

Bekanntlich gehören Auenlandschaften zu den arten- und strukturreichsten Natur- und Landschaftsräumen der gemäßigten Zonen. Sie bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebens- und Rückzugsräume, Hochwasser der Flüsse und Bäche den notwendigen Ausbreitungsraum, tragen zur Steuerung des Wasserhaushaltes bei sowie ermöglichen den Menschen Erholung und Entspannung.

Diese vielfältigen Funktionen von Auen entlang von Flüssen und Bächen bedürfen nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) besonderer und umfassender Maßnahmen zum Schutz und Erhalt sowie zur Betreuung und Entwicklung. Dafür sich einsetzen sieht der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA als seine vorrangige Aufgabe an.

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Aus dem Grund verfolgt der AHA mit großer Sorge, wie sich das einstige Erholungsgebiet Ziegelwiese in Halles Saaleaue immer mehr in eine Partymeile mit Grill, Alkohol und Unmengen Müll verwandelt. Diese Nutzung ist offensichtlich Teil des gewässertouristischen Konzeptes der Stadt Halle (Saale). Anders kann sich der AHA nicht erklären, warum die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) ihrer Verantwortung für Umwelt, Natur und Landschaft nicht nachkommt und diesem Treiben ein Ende setzt.

In diesem Blickwinkel betrachtet, kritisiert der AHA den von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im halleschen Stadtrat im Oktober 2016 gestellten „Antrag zur Realisierung weiterer Strandbereiche an der Saale“. Dieser Antrag beinhaltet das Anliegen, dass die hallesche Stadtverwaltung prüft, „ob und unter welchen Voraussetzungen weitere Uferbereiche der Saale im Stadtgebiet als Strandbereiche für die Badesaison 2017 eingerichtet werden können.“ Ferner beinhaltet dieser Antrag das Anliegen, „ob ggf. Steganlagen in die Strandbereiche integriert werden können.“

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Offenbar haben die grünen Stadträtinnen und Stadträte in Halle (Saale) bedauerlicherweise nicht erkannt, dass diese gegenwärtige Entwicklung, hauptsächlich von jüngeren Leuten verantwortet, bei vermuteter Verschärfung dieser Nutzungsformen, unweigerlich zu massiven weiteren Schäden an Umwelt, Natur und Landschaft führt. Dieses Treiben hat nichts mit feiern und erholen, sondern eher mit um sich greifender Verantwortungslosigkeit und voranschreitendem Egoismus zu tun. In dem Zusammenhang eine Forcierung dieser Zustände und einen weiteren Verbau von Saaleabschnitten in Halle (Saale) zu fordern, hält der AHA für unverantwortlich, da neben der bisherigen Vermüllung und Verlärmung sowie Schädigung von Grün, eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes mit weiteren Steganlagen dazu käme. Wenn die grünen Politikerinnen und Politiker Anleger für Boote meinen, dann sei u.a. auf bestehende Anlagen an der Peißnitzbrücke und am Riveufer verwiesen.

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Der AHA fordert daher erneut und mit Nachdruck die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) auf, den Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft endlich ernst zu nehmen, ihren gesetzlichen Verpflichtungen und Aufgaben nachzukommen sowie unverzüglich diese Zustände zu beenden.

Ferner gilt es mehr für die Umweltbildung zu tun. So wäre es sinnvoll zu prüfen, inwieweit die Möglichkeit besteht Umweltsünder, zu Umweltschulungen zu verpflichten.

Darüber hinaus ruft der AHA die Bevölkerung auf, mehr auf den Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft zu achten.



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