AHA führt Radexkursion entlang von Schlackenbach, Lohbach, Schlenze und Saale durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führt am Samstag, den 29.03.2014 eine ca. sechsstündige Fahrradexkursion mit folgender Route durch: Bahnhof Belleben ➟ Schlackenbach ➟ Gutspark Piesdorf mit Quellgebiet des Schlackenbaches➟ Lohbach➟ Mündungsbereich des Lohbaches in die Schlenze ➟ Schlenze ➟ Kornflaschen in Friedeburgerhütte ➟ Mündungsbereich des Fleischbaches in die Schlenze ➟ Einmündung des Mansfelder Schlüsselstollens in die Schlenze ➟ Mündungsbereich der Schlenze in die Saale ➟ Schleuseninsel bei Nelben gegenüber von Rothenburg ➟ Severin ➟ Bahnhof Könnern.

Im Rahmen dieser Fahrradexkursion ist vorgesehen die Bedeutung, Entwicklungsmöglichkeiten und die Schutzwürdigkeit der Gesamtlandschaft und der einzelnen Bereiche darzulegen. Ferner beabsichtigt der AHA Beeinträchtigungen bzw. Gefahren und deren Abwendung sowie eigene Vorstellungen zum Schutz, zur Entwicklung und zur Betreuung sowie Möglichkeiten der Mitwirkung Interessierter aufzuzeigen.

So hat der AHA zum Vorhaben „naturnahe Gewässerentwicklung Schlenze und Nebengräben, 1. BA Thaldorfer Bach von Einmündung Schlenze bis Thaldorf“ folgendermaßen Stellung bezogen:
Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) begrüßt grundsätzlich und ausdrücklich Maßnahmen, welche zur Renaturierung von Fließgewässern beitragen. Fließgewässerbegradigungen, Sohl- und Uferbefestigungen, Abwassereinträge sowie eingeschränkte bis gar nicht vorhandene Gewässerschonstreifen haben auch im Bereich der Schlenze und ihrer Nebengewässer zu teilweisen Beeinträchtigungen beigetragen. Jedoch ist beispielsweise im gesamten Verlauf der Schlenze deutlich erkennbar, dass das Fließgewässer bemüht ist eigenständig Mäander auszubilden, um dem unnatürlichen, begradigtem Zustand zu begegnen. Nach unserer Auffassung gilt es vorrangig diesen Prozess zu unterstützen. Dazu ist es erforderlich mindestens 10 m breite Gewässerschonstreifen beidseitig der Uferoberkante von jeglicher landwirtschaftlichen und baulichen Nutzung freizuhalten. Eine derartige Prüfung ist auch in den Ortslagen vorzunehmen. In dem Zusammenhang sind ebenso die Sohl- und Uferbefestigungen zu beseitigen, um a) diese naturnahe Mäandrierung zu ermöglichen und b) die hydrologische Anbindung an das Umland wiederherzustellen.
Die Mäandrierung kann a) durch Verbleib von Gehölzteilen, Steinen, Kies- und Sandflächen sowie b) durch gezielten Eintrag von Störsteinen und Störhölzern Unterstützung finden. Gerade die Schlenze und ihre Nebengewässer eignen sich dafür. Beim Lohbach zwischen Gerbstedt und Zabenstedt ist es jedoch dann erforderlich zu ermöglichen, dass das Wasser wieder im eigentlichen Gewässerbett fließen kann.

Die mindestens 10 m breiten Gewässerschonstreifen dienen dabei nicht nur der Minderung von Abdrift von Düngemitteln und Pestiziden, sondern als Entwicklungsraum des Fließgewässers und der sukzessiven Entwicklung. Nach unseren Erfahrungen sollte es den Fließgewässern überlassen sein, wo es den sukzessiven Gehölzaufwuchs „zulässt“ und wo nicht. Nur so kann das Fließgewässer ungehindert und ohne unnötige menschliche Eingriffe seine Mäandrierung gestalten. Von daher sollten Gehölzpflanzungen in den Uferzonen unterbleiben, um diesen Prozess nicht zu behindern bzw. gar zu gefährden. Das Umland lässt ohnehin eine standortgerechte, sukzessive Gehölzentwicklung zu, wie beispielsweise Schlenze, Lohbach, aber auch der Thaldorfer Bach aufzeigen. Andernfalls besteht die Gefahr einer „biologischen Kanalisierung“, wie sie bei der Schlenze in Zabenstedt, kurz vor der Einmündung des Lohbaches mit Trauerweiden geschehen ist. Von daher halten wir es für dringend geboten, das Vorhaben nochmals dahingehend zu überprüfen, wo auch obengenannte Prozesse möglich sein können. Das trägt nicht nur zur ökologischen Vielfalt und Stabilität, sondern garantiert auch zur Kostensenkung bei. Ggf. eingesparte Gelder könnten dann womöglich zu notwendigen Flächenaufkäufen zur Verfügung stehen.

Der AHA erklärt sich bereit das Vorhaben mit seinen Erfahrungen zu begleiten. Im dem Zusammenhang möchte der AHA seine ehrenamtliche Regionalgruppe Wettin-Könnern-Bernburg vorstellen und für eine Mitwirkung werben.Die Exkursion beginnt um 10.00 Uhr am Bahnhof Belleben u nd endet am Bahnhof Könnern. Wer Interesse hat noch mehr über die Arbeit des AHA und die Exkursion zu erfahren, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Regionalgruppe Wettin-Könnern-Bernburg
in attac-Villa Könnern
Bahnhofstraße 06
06420 Könnern (Saale)
Tel.: 034691/52435
Fax.: 01805-684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de



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