AHA fordert umwelt- und naturverträgliche Trassenführung und Stop der weiteren Massenabholzungen in der Saaleaue

Mit großem Unverständnis und Empörung hat der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) die Art und weise der Umsetzung des Vorhabens Rad- und Fußwanderweg Hafenbahntrasse mit Fortsetzung in der Saaleaue zwischen Holzplatz und Stadthafen aufgenommen. Vom Grundsatz her ist das Vorhaben sehr zu begrüßen. Bereits die radikalen Abholzungen in der Hafenbahntrasse, welche sich seit der jahrzehntelangen Stilllegung der Trasse zu einer Gehölz- und Hochstaudenflächen entwickelt hat, welche arten- und strukturreich sich zu Rückzugsgebieten von zahlreichen Tierarten gestaltete. Insbesondere trifft das für den Bereich Pulverweiden/Holzplatz zu. Daher forderte der AHA immer wieder die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) auf, transparent die Trassenführung und deren Umsetzung zu diskutieren. Leider ist dies nicht im erforderlichen Umfang geschehen. So muss im Bereich Pulverweiden/Holzplatz bis zum Sophienhafen kein neuer Rad- und Wanderweg entstehen, da hier bereits ein ausreichend umfassendes Wegenetz besteht. Dazu zählen die Straßen Holzplatz und Hafenstraße, welche dafür einer ordnungsgemäßen Beschilderung bedürfen. Nunmehr zeugt eine breite Spur an Massenabholzungen in der Saaleaue zwischen Holzplatz und Sophienhafen von der fortgesetzten mit Steuergeldern finanzierten Zerstörungspolitik der Stadt Halle (Saale) an Natur und Landschaft. Der AHA findet sich leider bestätigt, dass eine Trassenführung zwischen Holzplatz und Sophienhafen durch einst weitgehend unberührte Saaleaue zu einer massiven Störung des bestehenden Gehölzbestandes und des sukzessiven Aufwachsens eines Auenwaldes führt und das Landschaftsbild der Saale stört. Abgesehen davon, dass es sich um einen unzulässigen Eingriff in das Hochwassereinzugsgebiet der Saale handelt. Die mehrfach vom AHA genannte Alternative über Holzplatz und Hafenstraße trägt zur Schonung von Natur und Landschaft sowie der öffentlichen Finanzen bei. Ferner bedarf es einer kritischen Betrachtung, ob nun die gesamte Trasse mit Asphalt vollständig neu versiegelt werden muss. Hier sei die Stadt Halle (Saale) an ihre Verpflichtungen erinnert, welche sie mit dem Agenda 21 – Prozess eingegangen ist. Dazu zählt u.a. keine weiteren Flächen neu zu versiegeln. Auf alle diesbezüglichen Anregungen und Vorschläge reagierten sämtliche Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) mit beharrlichem Schweigen.
Dieses Bauvorhaben zeigt erneut anschaulich auf, dass die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) wenig Verständnis für ökologische Belange haben und offenbar genügend Finanzen besitzen, um die sehr vielen Zerstörungen an Natur und Landschaft umsetzen zu können. Der AHA sieht sich daher gezwungen derartiges Vernichtungswerk der Kommunalaufsicht und dem Landesrechnungshof mitzuteilen, da diese ökologischen Vernichtungsaktionen mit chronischer Verschwendung öffentlicher Gelder einhergeht.
Der AHA erklärt sich bereit im Rahmen seiner ehrenamtlichen Möglichkeiten an der Entwicklung und Errichtung einer umwelt- und naturverträglichen Trasse mitzuwirken. Wer im Rahmen des AHA ebenfalls daran mitarbeiten möchte, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/200 27 46; Fax.: 01805/684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
Internet: https://www.aha-halle.de
E-Mail: aha_halle@yahoo.de



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