AHA fordert Stopp der Ausholzungen am halleschen Riveufer

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Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) hat mit Unverständnis die umfassenden Ausholzungen und das Heraussammeln von Alt- und Totholz sowie Efeu aus dem Gehölzstreifen entlang des Fußes des Lehmanns Felsen entlang des halleschen Riveufers aufgenommen. Für den AHA erschließt sich keinesfalls der Sinn und Zweck dieser Aktionen, welche massiv einen sehr wichtigen Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten schaden und stören. So ist bekannt, dass hier zum Beispiel Igel überwintern sowie Brutreviere der Amsel und des Zaunkönigs bestehen. Von daher fordert der AHA nicht nur den Stopp der Ausholzungen und Beräumungen, sondern das herausgeräumte Holz und die abgeholzten Efeubestände punktuell wieder in den Gehölzbereich zurückzubringen und aufzuschichten. Dies muss aber unverzüglich geschehen, um die beginnende Brutzeit nicht noch weiter zu stören.
Der AHA mahnt in dem Zusammenhang erneut mit Nachdruck einen sorgsamen Umgang mit den Gehölzen in der Stadt Halle (Saale) an, wozu auch die Gehölzbestände entlang der Saale und ihrer Nebengewässer gehören.

Fotos: Andreas Liste



Kommentare

  • Jürgen Adler

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    aus der MZ erfuhr ich von Ihrer Forderung, die Ausholzungen am Riveufer zu stoppen und konnte nur mit dem Kopf schütteln. In einer Kulturlandschaft kann nicht nur kompromissloser Wildwuchs das Ziel sein. Etwas Pflege hin und wieder ist auch im Sinne eines angemessenen Naturschutzes.
    Dem Riveufer, dass ich mittlerweile seit über 60 Jahren kenne, tut das Ausholzen mal ganz gut. Es verliert dadurch weder seinen Charakter noch werden die von Ihnen benannten Amseln, die ohnehin nicht wählerisch sind, in diesem Frühjahr auf das Brüten verzichten müssen. Die Forderung, den Grünschnitt wieder in das Gehölz zurückzubringen, erinnert an die Schildbürger!
    Freundliche Grüße
    Jürgen Adler

    • AHA

      Sehr geehrter Herr Adler,

      danke für Ihren Kommentar. Leider zeugt er von wenig Fachkompetenz. Das erzeugt bei uns massives Kopfschütteln. Auch wenn sie das Riveufer, damals Fritz-Weineck-Ufer, nunmehr 60 Jahre kennen, ändert das nichts daran, dass Tier- und Pflanzenarten Rückzugsräume benötigen. Im Übrigen, wer gibt dem Menschen das Recht der Natur seinen Willen aufzuzwingen. Mit der Kulturlandschaft ist das so eine Sache. Das bedeutet noch lange nicht Umwelt- und Naturschutz nicht zu beachten und sinnlose Aus- und Abholzungsaktionen zu unterbinden. Erst recht während der Brutzeit. Daher laden wir Sie recht herzlich ein mal an Exkursionen teilzunehmen, um sich mal fachlich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Andreas Liste
      Vorsitzender des AHA


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