AHA fordert nachhaltigen Schutz des Harzes und Untersuchung der Vorgänge um geplanten Erlebnisbereich Schierke

Weiterhin mit großer Sorge beobachtet der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) das fortgesetzte Bestreben der Stadt Wernigerode, Teile des ihr anvertrauten Harzes baulich mit einem ganzjährigen Erlebnisbereich inklusive Skipiste zu überziehen.

Dabei bestehen laut Medienberichten bereits seit der Amtszeit des früheren sachsen-anhaltinischen Umwelt- und Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens (CDU) schwere Bedenken gegen das Vorhaben von Gerhard Bürger aus Hildesheim. Offensichtlich hat die frühere sachsen-anhaltinische CDU/SPD – Regierungskoalition unter Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff gegenüber Landtag und Öffentlichkeit diese Feststellungen und Bedenken bewusst verschwiegen. Dabei geht es offenbar hauptsächlich um ein ökologisch und landschaftlich bedeutsames 20 ha großes Wald- und Moorgebiet, welches bei dem geplanten Bauvorhaben den Maßnahmen zum Opfer fiele.

Nach Auffassung des AHA gilt es daher nicht nur das Vorhaben unverzüglich und unwiderruflich zu stoppen, sondern auch mögliche skandalöse Verfilzungen von Vertretern aus Politik und Verwaltungen mit Herrn Bürger sowie damit verbundener Verfehlungen gründlich zu untersuchen und darauf beruhend notwendige Konsequenzen zu ziehen.

Dazu fordert der AHA den Landtag Sachsen-Anhalts auf, einen Untersuchungsausschuss zu bilden, um genau diese Angelegenheiten zu ermitteln. Gleiches gilt für die zuständige Staatsanwaltschaft sowie für den Landesrechnungshof des Landes Sachsen-Anhalt und die Rechnungsprüfungsämter des Landkreises Harz und der Stadt Wernigerode. Dazu zählen u.a. die Ausgaben von Steuergeldern in Höhe von 20 Millionen Euro für ein Parkhaus sowie neue Straßen und Brücken.

Es ist nach Ansicht des AHA ungeheuerlich, wie selbstherrlich Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff sowie frühere und aktuelle Minister von CDU und SPD über die langfristig und detailliert geäußerten Bedenken hinweggehen, mit einem dritten Gutachten sich eine Genehmigung zurechtbiegen möchten sowie zudem öffentliche Gelder in Millionenhöhe verschwenden.

Der AHA regt stattdessen erneut und mit Nachdruck ein länderübergreifendes Tourismuskonzept zwischen Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen an, welche den Schutz, den Erhalt und die darauf beruhende Entwicklung des Harzes und des Harzvorlandes berücksichtigt sowie zudem den Besucherinnen und Besuchern in vielfältiger Form ökologische, geologische, archäologische und historische Aspekte nahebringt. Nur ein Tourismus, welcher sich den Belangen des Schutzes von Umwelt, Natur, Landschaft und Klima unterordnet kann den Harz als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, als hydrologische Quelle für zahlreiche Fließgewässer sowie damit eng verbunden als Ort der Erholung und des Tourismus in der Naturschatzkammer bewahren.

Auf jeden Fall ist der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA bereit daran mitzuwirken sowie Interessenten zu gewinnen, welche sich für den Schutz, Erhalt und Entwicklung des Landschafts- und Naturraumes Harz einsetzen möchten.

Der AHA ist unter folgender zentralen Anschrift zu erreichen:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Internet: http://www.aha-halle.de
E-Mail: aha_halle@yahoo.de



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