AHA fordert mit Nachdruck Fach- und Sachkompetenz beim Schutz und Erhalt der Dübener Heide mit ihrer Fauna und Flora

Weiterhin mit sehr großem Interesse und zugleich mit ebenso großer Sorge nimmt der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) die fortgesetzte, einseitige und sehr emotional gehaltene Medienkampagne auf, dass es im sachsen-anhaltinischen Landkreis Wittenberg eine „Biber-Schwemme“ und auch noch „Problembiber“ gibt. Immer wieder muss dafür der Bau von Dämmen durch Biber in Fließgewässern herhalten.

Diese unhaltbaren und unverantwortlichen Thesen bilden offenbar die Basis nun verstärkt über den Umgang mit dem Biber entscheiden zu wollen. Sekundiert vom Verein Dübener Heide e.V., welcher als Träger des Naturparks Dübener Heide und den Biber in seinem Wappen trägt, ruft die Stadt Gräfenhainichen nach mehr „lokaler Handlungskompetenz“ vor Ort. Dass dieses Vorgehen nicht von dem Aktionismus um die hydrologischen Geschehnisse rund um die Köhlerei in Eisenhammer und den damit verbundenen Eingriffen in die Lebensräume des Bibers geprägt sein sollen, ist wenig glaubhaft. Die personellen Verqickungen des Vereins Dübener Heide e.V. mit der „Köhlerliesel“ und Miteigentümerin der Köhlerei Eisenhammer Norma Austinat sowie mit Gräfenhainichens Bürgermeister Enrico Schilling, welcher auch im Vorstand für Finanzen zuständig ist, liegen deutlich auf der Hand und lassen ein objektives Handeln nicht erwarten.

Vom Grundsatz her, ist nach Meinung des AHA, eine vermehrte Kompetenz zum lokalen Handeln zu begrüßen, nur die ebengenannten personellen Verquickungen und damit verbundenen persönlichen Befindlichkeiten lassen eine erforderliche Objektivität nicht erwarten. Ferner fehlen eine umfassende fachliche und sachliche Kompetenz in der Verwaltung der Stadt Gräfenhainichen und der damit verbundenen Verwaltungsstruktur. Das lässt sich problemlos mehr oder minder für alle kreisabhängige Städte und Gemeinden – u.a. in Sachsen-Anhalt und Sachsen – sagen. Selbst der Landkreis Wittenberg als zuständige Naturschutzbehörde hat deutlich aufgezeigt, dass Aktionismus jegliche sachliche, wissenschaftliche Handlungsweise verdrängt hat.

Bei solcher Herangehensweise hat nicht nur der Biber immer wieder schlechte Karten und ist von erneuten Vergrämungsdruck bedroht. Ein anderes Herangehen ist auch bei anderen Tierarten wie Wolf und Luchs nicht zu erwarten.

Im Rahmen seiner ehrenamtlichen und gemeinnützigen Möglichkeiten ist der AHA weiterhin bereit daran mitzuwirken, dass lösungsorientierte wissenschaftlich-fachlich korrekte Herangehensweisen endlich zum Tragen kommen.

Ferner sieht der AHA die Notwendigkeit den vielfältigen Raum der Dübener Heide sowie übergreifend die Auen von Elbe und Mulde mit seiner Arten- und Strukturvielfalt, als Lebens- und Rückzugsraum von Mensch, Tier und Pflanze, als Biotop- und Grünverbundraum sowie im Interesse eines angepassten Tourismus im Zuge der Erholung und Bildung, zu schützen, zu erhalten und sich naturnah weiterentwickeln zu lassen.

Wer Interesse hat, daran im Rahmen einer zu bildenden, ehrenamtlichen länderübergreifenden AHA-Regionalgruppe Dübener Heide mitzuwirken, wende sich bitte an folgende zentrale Kontaktmöglichkeit:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de



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