AHA fordert keine Befestigung von Radwegen

Mit großer Aufmerksamkeit, aber auch Skepsis hat der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) Überlegungen in der Stadt Halle (Saale) aufgenommen in den Saaleradwanderweg zu investieren. Vom Grundsatz her begrüßt der AHA diesen Schritt. Jedoch warnt der AHA davor, mögliche Investitionen zu nutzen, um mit Asphalt oder Beton die Wege zu versiegeln und so statt eines Wanderweges eine neue Straße zu bauen, wie zum Beispiel zwischen Döblitz und Wettin bis Plötzkau bereits -mit Steuermitteln finanziert- geschehen. Derartige Bauwerke zerschneiden am Rande oder innerhalb wertvoller Biotope nachhaltig die Landschaft. Kleinsttiere können diese Strecken kaum überwinden. Zudem erhitzt sich Asphalt bei massiver Sonneneinstrahlung und verschärft diese Situation. Zudem vernachlässigen Befürworter derartig ausgebauter Fahrradstraßen gröblichst, dass die Wege zumeist entlang bzw. durch arten- und strukturreiche Natur- und Landschaftsschutzgebiete verlaufen.

Bereits jetzt nutzen zahlreiche Autos, Motorräder und Mopeds derartig ausgebaute Wege als kurze Verbindungen zwischen den Orten. Außerdem lockt es die extremen Raser unter den Radfahrern an, was damit die Unfallgefahr erhöhen lässt.

Bei aller Wichtigkeit und Bedeutung der Radwanderwege, darf nicht vergessen werden, dass Wege in Form, Farbe und Struktur Bestandteil der umliegenden Landschaft sind. Angedachte bzw. veranschlagte Mittel für einen Radwegebau sollten eher der Errichtung von Absperrungen der Wege –welche keine Straßen sind- für den Autoverkehr sowie der Aufstellung einer informativen und wegweisenden Beschilderung dienen. Zudem schlägt der AHA vor, schrittweise einen ökologischen, geologischen und historischen Naturerkenntnispfad mit entsprechenden Punkten und Broschüren entlang des Radwanderweges einzurichten. Somit lädt ein derartiger Radwanderweg auch zu einem bewussten Erlebnis dieser vielfältigen und wertvollen Natur und Landschaft ein.

Der AHA ist bereit im Rahmen seiner ehrenamtlichen Möglichkeiten an einem derartigen sanften Tourismuskonzept mitzuwirken. Wer daran mitarbeiten bzw. mehr zu diesbezüglichen Überlegungen des AHA erfahren möchte, kann unter folgender Anschrift mit dem AHA Kontakt aufnehmen:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
Zu Halle (Saale) e.V. (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/200 27 46
Fax.: 01805/684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
E-Mail: aha_halle@yahoo.de



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