AHA fordert den Erhalt des Schulgartens am halleschen Galgenberg

Mit großem Unverständnis hat der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) die Absicht der Verwaltung der Stadt Halle (Saale) aufgenommen, den einst im Jahre 1908 als universitären Lehrgarten am Galgenberg eröffneten und seit 1946 bestehenden Schulgarten zu schließen. Nach der Schließung des einstigen Zentralschulgartens Büschdorf und späteren Ökologischen Schulzentrums Büschdorf, zum 30.11.2001, wäre somit der letzte größere und zudem traditionelle Schulgarten dem Rotstift zum Opfer gefallen.

Dieser Schritt wäre ein weiterer Schlag gegen eine weitgefächerte Bildung im Allgemeinen und eine sach- und fachgerechte Umweltbildung im Speziellen. Noch dazu die Stadt Halle (Saale) im Jahr 2012 das „Jahr der Wissenschaft“ begehen und sich gerne „Kulturhauptstadt“ nennen möchte.

Dieses Ansinnen reiht sich ein in das wortbrüchige und ebenso unverantwortliche Vorhaben der halleschen Stadtverwaltung das Schulumweltzentrum in der Franzigmark zu schließen. Ebenso passt dieses Begehren zu dem seit längerem katastrophalem Umgang mit Natur und Umwelt im Stadtgebiet von Halle, wozu die gesetzeswidrige Trotzhaltung zur Umweltzone, die Massenabholzungen entlang von Straßen, Wegen und in der Dölauer Heide sowie die Vorreiterrolle bei dem Weiterbau der ökologisch und ökonomisch unverantwortlichen Vorhaben BAB 143 Westumfahrung Halle und Saale-Elster-Kanal gehören.

Der AHA fordert somit die Fraktionen des halleschen Stadtrates, die Oberbürgermeisterin der Stadt Halle (Saale) und ihre Verwaltung auf, ihr Umgang mit Natur und Umwelt grundauf zu überdenken und zu verändern, nicht nur den Schulgarten am Galgenberg zu erhalten, sondern alles zu unternehmen, dass er wieder von allen Grundschulen, aber auch im außerschulischen Bereich, genutzt und angenommen wird.

Das erfordern die Notwendigkeit einer umfassenden Bildung von jung und alt, wozu auch die Umweltbildung gehört, aber auch die nunmehr über 100jährige Tradition derartiger Gärten in Halle.

Der AHA sieht zudem eher massive Einsparpotentiale z.B. bei den Brückenbauvorhaben im Bereich der Salinehalbinsel und den Massenabholzungen im halleschen Stadtgebiet.



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