AHA fordert Beibehaltung eines unbefestigten Weges zwischen Amselgrund und Schwanenbrücke

Der Weg zwischen dem Amselgrund und der Schwanenbrücke verläuft an der Nahtstelle zwischen den von Hangwäldern, Hochstaudenflächen und Strauchgruppen geprägten Osthängen der halleschen Weinberge zur vielseitigen Saaleaue. Im nördlichen Bereich ist noch der Mündungsbereich des weitgehend verschütteten und überbauten Veithbaches in die Saale erkennbar. Beide arten- und strukturreichen Gebiete sind eng miteinander verknüpft und das gilt es nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) auch unbedingt aufrecht zu erhalten und nachhaltig zu schützen. Das diese Gebiete sich weitgehend sukzessiv entwickeln können hat dazu beigetragen, dass sie immer als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten dienen und dies auch immer wieder Erholungssuchende einlädt den bisher unverbauten Weg zum Spaziergang zu nutzen. Die Schutzbedürftigkeit des Gesamtgebietes erhöht sich mit der Nähe zum ca. 11 ha großen Naturschutzgebiet „Nordspitze Peißnitz“ und zur westlich und nördlich angrenzenden Wilden Saale. Somit sind die Landschaften im Saaletal und an den Weinbergen eng in ein Biotop- und Grünverbund des Saaletals und weiterer angrenzender Gebiete eingebunden, wozu in nächster Nähe die Aue des Saugrabens, der Amselgrund mit Kreuzer Teichen und Fiebiger Grund sowie nicht zuletzt das aus Feuchtgebieten, Altgehölzen, Sukzessionsflächen und Hochstauden bestehende Gelände des früheren Kompostplatzes zwischen Wilder Saale und Halle-Saale-Schleife gehören.

Der AHA sieht daher mit großer Sorge die Pläne der Stadt Halle (Saale) den Weg zwischen Amselgrund und Schwanenbrücke zu asphaltieren. Neben der Tatsache, dass man weitere Flächen ohne Grund neu versiegelt und dabei das Landschaftsbild nachteilig prägt, führen derartige Baumaßnahmen zur Erhöhung der Barriere Wirkung für Klein- und Kleinsttiere, wozu Kriechtiere, Amphibien, Insekten und Spinnen gehören, zur Erhöhung der Umfallgefahr, da mit der verstärkten Nutzung durch Motorräder, Mopeds und Mofas zu rechnen ist sowie sich durch schnelleres Fahrradfahren die Gefahren für Fußgänger und Radfahrer erhöhen. Alles Fakten, welche sich u.a. bereits im Bereich des Weges zwischen Heideallee, über Schwanenbrücke, Peißnitz und Ziegelwiese beobachten lassen.

Es ist unverständlich wie eine angeblich finanziell klamme Stadt Halle (Saale) immer wieder Mittel zur Zerstörung und Beeinträchtigung von Umwelt, Natur und Landschaft zur Verfügung stellen kann und möchte. Hier ist daher auch das Land Sachsen-Anhalt in seiner Eigenschaft als Kommunalaufsicht gefragt. Auf Grund der obengenannten Tatsachen hält es der AHA für dringend geboten eine Asphaltierung des Weges zwischen Amselgrund und Schwanenbrücke zu unterlassen.

Fotos Andreas Liste



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