AHA: Eine Sanierung und touristische Wiederbelebung des Fernsehturms in Dresden darf nicht zu Lasten von Umwelt, Natur und Landschaft gehen

Aus Sicht des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) ist es durchaus verständlich, dass es Überlegungen gibt den einst in den Jahren 1963 – 1969 erbauten, bis zur Spitze 252 m hohen und mit der Übernahme durch die Deutsche Telekom im Jahr 1991 für die Öffentlichkeit geschlossenen Fernsehturm, wieder für Publikumsverkehr zugänglich zu gestalten.

Jedoch gilt es dabei die Frage zu klären, in welchem Umfang dies erfolgen soll bzw. kann sowie welche Dinge es zu beachten gibt.

Bekanntlich befindet sich der Standort inmitten des Landschaftsschutzgebietes (LSG) Elbhänge Dresden-Pirna und Schönfelder Hochland, welches unmittelbar an das Gebiet nach der Fauna-Flora-Richtlinie (FFH) geschützten Elbtal zwischen Schöna und Mühlberg, was ebenso als Europäisches Vogelschutzgebiet Elbtal zwischen Schöna und Mühlberg und als LSG Dresdner Elbwiesen und –altarme weiteren Schutz erhalten hat.

Bekanntlich ist Dresden ohne Elbe und ihre Nebengewässer unvorstellbar. Die Elbe durchfließt in einer Länge von ca. 30 km das Stadtgebiet und stellt zusammen mit ihrer Aue einen bedeutsamen Landschafts-, Natur- und Kulturraum dar sowie dient als Naherholungsgebiet für Einwohner und Gäste Dresdens. Ebenso ist die Aue als Hochwasserüberflutungsraum unerlässlich. Abgesehen davon benötigen Auen diese Überflutungen, um einer arten- und strukturreichen Fauna und Flora Lebens-, Nahrungs- und Rückzugsraum zu bieten. Nicht umsonst zählen Auen zu den arten- und strukturreichsten Landschaften der gemäßigten Zonen der Erde.

Von daher sind alle Sanierungs- und touristische Wiederbelebungsmaßnahmen des Fernsehturms in Dresden darauf abzustimmen. Dazu zählen auch Überlegungen zur verkehrlichen Erschließung und der Errichtung einer Seilbahn über das Elbtal.

Nach Auffassung des AHA kann eine öffentliche Wiedernutzung des Fernsehturms nur erfolgen, wenn eine Anpassung des ÖPNV sowie eine Beförderung bestehender Zugänglichkeiten für Fußgänger und Fahrradfahrer absolute Priorität erfahren und der Neubau von Straßen und Parkplätzen unterbleibt. Ebenso auszuschließen sind Pläne der Errichtung einer Seilbahn durch das Elbtal. Dabei besteht nicht nur die Gefahr der Störung des Landschaftsbildes, sondern sind auch Beeinträchtigungen für Fledermäuse und Vögel zu befürchten.

Insofern bedürfen nach Auffassung des AHA derartige Überlegungen und Planungen noch einiger umfassender Prüfungen und Überlegungen.

Zusammengefasst gesagt, ist es für den AHA dringend notwendig, dass Umwelt, Natur und Landschaft keinen Schaden nehmen.

Der AHA erklärt sich ausdrücklich bereit, im Rahmen seiner ehrenamtlichen und gemeinnützigen Möglichkeiten und damit mehrfach geäußerter Mitwirkung an der Erstellung und Ausgestaltung einer Elbschutzsatzung in den Stadtgebieten von Dresden, Pirna und Heidenau und deren Auswirkungen auf das Umland, auch sich bei diesen Planungen einzubringen.

Der AHA beabsichtigt daher seine Aktivitäten in den Stadtgebieten Dresden, Pirna und Heidenau sowie deren Umgebung zu verstärken. Dazu sollen Exkursionen, Stellungnahmen, Umweltbildungsarbeit, konzeptionelle Vorschläge, die Initiierung und Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten und darauf beruhender Arbeitseinsätze sowie eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit dienen.

Ferner zählt dazu ganz besonders die Bildung einer ehrenamtlichen AHA-Regionalgruppe Dresden, Pirna und Heidenau mit Umland. In dem Rahmen möchte der AHA Interessenten gewinnen, welche sich aktiv für den Schutz, Erhalt und die Entwicklung der vielfältigen Fluss-, Bach- und Auenlandschaft in den Städten Dresden, Pirna und Heidenau sowie der näheren Umgebung widmen und einsetzen wollen. Hierzu bringt der AHA u.a. seine vielfältigen und jahrzehntelangen Erfahrungen z.B. in den Fluss- und Auenlandschaften der Elbe, der Saale und der Mulde ein.

Wer sich mit dem AHA in Verbindung setzen möchte, kann dies unter folgenden Kontaktmöglichkeiten tun:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
Fax.: 01805-684 308 363
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Regionalgruppe Leipzig und Umland

Otto-Adam-Straße 14
04157 Leipzig
Tel.: 0176/84001924
Fax.:01805-684 308 363
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de



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