AHA führt Arbeitseinsatz in Wimmelburg durch

Den ursprünglich aus dem Kaukasus stammenden Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) mit seinen sehr großen bis 50 cm breiten Blütendolden, brachte man im 19. Jahrhundert als Zierpflanze nach Europa. Die zwei- bis mehrjährige, bis zu einer Höhe von 4 m wachsende Pflanze produziert ca. 10.000 bis 30.000 Samen, welcher mehrere Tage schwimmfähig ist und somit in Fließgewässern weite Wege absolvieren kann, hat alle Voraussetzungen für die tatsächlich rasante, flächendeckende Ausbreitung entlang von Wegen, Fließgewässern und auf Brachflächen. Dabei verdrängt der invasive Neophyt massiv einheimische Pflanzenarten. Ferner vermögen die in allen Teilen der Pflanze enthaltenen giftigen Furanocumarine den natürlichen UV-Schutz der Haut außer Kraft zu setzen, was zu schweren Verbrennungen bzw. Verätzungen bei Menschen und Tieren führen kann.

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) beabsichtigt nun im Form eines Arbeitseinsatzes am Samstag, den 14.04.2018 im Bereich des Saugrundbaches und des Wolferöder Grabens in Wimmelburg der Ausbreitung des Riesenbärenklaus Einhalt zu gebieten, indem die Bekämpfung der Jungpflanzen erfolgt.

Ein erster Erfolg hängt entscheidend von dem Umfang der Teilnahme von interessierten Mitstreiterinnen und Mitstreitern ab. Daher ruft der AHA zur aktiven Teilnahme auf und bittet um wetterfeste Arbeitskleidung, festes Schuhwerk und Verwendung von Arbeitshandschuhen sowie um die Mitnahme von Spaten.
Treff ist 10:00 Uhr Parkplatz Kloster Wimmelburg, An der B 80/Platz der LPG

Wer noch mehr zu dem Arbeitseinsatz erfahren möchte bzw. darüber hinaus Interesse an der Arbeit des ehrenamtlichen und gemeinnützigen AHA hat, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/200 27 46
Internet: http://www.aha-halle.de
E-Mail: aha_halle@yahoo.de


AHA fordert Schutz der Fluss- und Auenlandschaften in der Stadt Halle (Saale) sowie Stopp von Plänen der Schiffbarmachung der Wilden Saale

Laut Medienberichten hat das Wasser- und Schifffahrtsamt des Bundes im Auftrag der Stadt Halle (Saale) begonnen massive Aus- und Abholzungen in der Wilden Saale vorzunehmen. Nach Ansicht des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA)verletzen somit Wasser- und Schifffahrtsamt des Bundes und Stadt Halle (Saale) mit diesen Eingriffen mitten in der Brutzeit in und am ca. 10 ha großen Naturschutzgebiet (NSG) Peißnitznordspitze, welches in enger Korrelation mit dem Naturschutzgebiet ”Forstwerder“ zusammen das FFH-Gebiet „Nordspitze der Peißnitz und Forstwerder in Halle“ bildet, gegen geltendes Naturschutzrecht der EU, der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Sachsen-Anhalt. Diese Eingriffe führen zu unzulässigen Verschlechterungen im und am NSG und FFH-Gebiet.

In dem Zusammenhang fordert der AHA diese rechtswidrigen Handlungen sofort zu beenden ! Darüber hinaus hält der AHA ein sofortiges Eingreifen von EU-Kommission und der Staatsanwaltschaft Halle für dringend geboten. Es ist ungeheuerlich, dass zwei öffentliche, vom Steuerzahler finanzierte Einrichtungen derartige Rechtsbrüche begehen und somit sich anmaßen über Recht und Ordnung stehen zu können. Daher sieht der AHA ebenfalls unverzügliche personelle Konsequenzen für erforderlich !

Wie Medienmeldungen seit März 2015 zu entnehmen sind, hat die Stadt Halle (Saale) ein Wassertourismuskonzept erarbeitet. Offenbar eingebettet in das im Dezember 2014 vorgelegte Tourismuswirtschaftliche Gesamtkonzept für die Gewässerlandschaft im Mitteldeutschen, fehlt komplett die Berücksichtigung der Bedeutsamkeit des Planungsraumes als vielfältiger Natur- und Landschaftsraum, welcher Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bietet. Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) sieht in dem Planungspapier die klare und deutliche Zielrichtung, Umwelt, Landschaft und Natur den Bedürfnissen des Tourismus unterzuordnen. Derweil ist es erforderlich den Tourismus in die Schutzbedürfnisse dieser sehr bedeutsamen, arten- und strukturreichen Natur- und Landschaftsräume einzuordnen.

Nicht unerwähnt bleiben sollten auch beispielhaft nachfolgend einseitig festgelegte und realisierte Baumaßnahmen im Namen des Tourismus an und in der Saale: Der Neubau der Brücke vom Böllberger Weg zum Naturschutzgebiet Rabeninsel, Biwak- und Zeltplatz für Wasserwandernde auf der Jungfernwiese mit Anlegesteg , eine Umtragemöglichkeit Elisabethsaale am Pulverweidenwehr, Die Anlegestegs unterhalb der Burg Giebichenstein, der asphaltierte Radweg zwischen Holzplatz und Jungfernwiese, die neue Brücke zwischen Salinehalbinsel und Sophienhafen sowie die massenhaften Abholzungen an und in den Klausbergen. Nicht zu vergessen zum Beispiel die verheerenden Pläne des Neubaus von Brücken zwischen Jungfernwiese und Gimritzer Park sowie zwischen Salinehalbinsel und Klausvorstadt.

Dabei ist es den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung der Stadt Halle (Saale) vollkommen egal, ob Naturschutzgebiete oder Schutzgebiete der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) davon betroffen sind.

Wenn man sich diese und weiteren öffentlich vorgestellten Pläne anschaut, dann ist nach Auffassung des AHA berechtigte Skepsis angebracht. Da ist z.B. ebenfalls zu lesen, dass neue Anlegestegs und Stellplätze entstehen sollen, vorgesehen ist, die Wilde Saale wieder für manuelle Paddler zu öffnen, der intensive Wunsch nach Mehrung des Motorbootverkehrs besteht und die Verlegung von garantiert asphaltierten Saaleradwanderwegen an die Saale zwischen Wörmlitz und Böllberg.

Schon daraus lässt sich ein Umkehrprozess ableiten, indem man Natur und Landschaft dem Wassertourismus unterordnen zu beabsichtigen denkt. Was jahrzehntelange Verschmutzung von Luft und Wasser nicht geschafft haben, scheint so nun greifbar nah zu sein und zwar drohende nachhaltige Schädigungen in der Saaleaue.

So ist es aus Sicht des AHA unverantwortlich, den von seiner Vorgängerorganisation Arbeitskreis Umweltschutz Halle in der Gesellschaft für Natur und Umwelt im Kulturbund der DDR im Jahr 1983 massiv mit erwirktem Verbot des Befahrens der Wilden Saale wieder zu kippen. Die Wilde Saale hat sich im Rahmen der Schutzmaßnahmen seit dem Jahr 1983 zu einem sehr wichtigen, arten- und strukturreichen Lebens- und Rückzugsraum entwickelt. Hier brüten z.B. Eisvögel, vereinzelt auch Beutelmeise und überwintern Gänsesäger und zahlreiche Entenarten. In letzter Zeit taucht auch der besonders geschützte Biber auf und lebt bekanntlich der Eremit. Ferner tangiert die fast unverbaut gebliebene und sich streckenweise sehr naturnah entwickelte Wilde Saale das ca. 10 ha große Naturschutzgebiet (NSG) Peißnitznordspitze, welches in enger Korrelation mit dem Naturschutzgebiet ”Forstwerder“ zusammen das FFH-Gebiet „Nordspitze der Peißnitz und Forstwerder in Halle“ ergeben sowie mit dem geschützten Landschaftsbestandteil Amselgrund und Kreuzer Teichen, dem geschützten Landschaftsbestandteil Amtsgarten und dem flächenhaften Naturdenkmal Klausberge im Grün- und Biotopverbund steht. Außerdem bildet die Wilde Saale den Verbindungsraum zum Sandanger, zu den Hangwäldern an den Weinbergen sowie zum Saugrabental bis hin zur Dölauer Heide.

Alles Gründe, welche die Öffnung der Wilden Saale für Bootsverkehr aller Art, somit auch für Paddler, ausschließen muss, wenn man sich fachlich korrekt verhält und zudem nach Recht und Gesetz handelt !
Die bereits durchgeführten Asphaltierungen von Wegen bis an das NSG Peißnitznordspitze und durchgeführten Holzungsarbeiten an den Ufern der gesamten Peißnitzinsel lassen erahnen, was einer Freigabe der Wilden Saale für den Bootsverkehr, vorangehen könnte. Dazu zählt neben massiven Holzungen die Beseitigung einer sehr wichtigen Kies- und Sandbank in Höhe des Gimritzer Parks und des Sandangers. Diese Maßnahmen fänden dann jedes Jahr Neuauflage, um die Wilde Saale schiffbar zu halten. Dann ist es nur die Frage der Zeit, wann das erste Motorboot den Flussteil befährt.
Nach Auffassung des AHA sieht das Ganze ferner danach aus, die Paddler in die Nebenarme „abzuschieben“, um den schnellen und langsamen Motorbooten auf den Saalehauptarmen den freien Raum zu überlassen. Die gegenwärtigen Abgas- und Lärmbelästigungen, einhergehend mit massivem Wellenschlag, tragen schon jetzt zu massiven Störungen im Landschaftsschutzgebiet und an den NSG bei.
Alles zusammen genommen führt unweigerlich zu massiven Störungen bis Zerstörungen von wertvollen Natur- und Landschaftsräumen. Darüber hinaus haben sie massive Beeinträchtigungen des Landschafts- und Stadtbildes zur Folge.

Daher fordert der AHA eine wissenschaftlich fundierte Tourismuskonzeption in und für Halle (Saale), welche Naherholung und Tourismus dem Schutz und Erhalt von Natur, Landschaft und Umwelt unterordnet. Was nützt es uns Natur und Landschaft für Naherholung und Tourismus zu nutzen, wenn diese massiv geschädigt oder gar Zerstörung erfahren soll und somit ihre Arten- und Strukturvielfalt verliert, welche aber u.a. die anziehende Wirkung für die Bevölkerung ausmacht. Daher gilt es die Flusslandschaft der Saale in Halle nicht zu „vermarkten“, sondern zu schützen, zu erhalten und zu bewahren, damit sich auch künftige Generationen in ihr erholen und entspannen können.

Ferner hatte der AHA bereits die Presseerklärung vom 15.10.2017 als Anzeige gegen die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) in Politik und Verwaltung gegenüber der EU-Kommission und der zuständigen Staatsanwaltschaft betrachtet, da die bisherigen Asphaltierungen und der zu erwartenden massiven Zerstörungen im Gehölz- und Flussbereich der Wilden Saale in und am FFH-Gebiet „Nordspitze der Peißnitz und Forstwerder in Halle“ im Zuge der geplanten Schiffbarmachung ab dem Jahr 2018 zu flächendeckenden und umfassenden Beeinträchtigungen und Verschlechterungen des Schutzgebietes führten bzw. führen. Bisher haben die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) in Politik und Verwaltung auf die massiven öffentlichen Mahnungen des AHA mit kompletter Ignoranz reagiert. Von daher gilt es unverzüglich dem frevelhaften Agieren in der Stadt Halle (Saale) Einhalt zu gebieten ! Dazu gehört auch der vollständige Rückbau der Asphaltierungen auf den Wegen der Peißnitzinsel und Stopp weiterer Wegeausbaumaßnahmen in den Naturschutzgebieten Rabeninsel und Peißnitznordspitze und somit auch im FFH-Gebiet „Nordspitze der Peißnitz und Forstwerder in Halle“

Angesichts der nunmehr begonnenen Aus- und Abholzungen in und an der Wilden Saale –also mitten in der Brutzeit- und der angedachten Eröffnung für den Bootsverkehr ab 08.06.2018 fordert der AHA die EU-Kommission, den Bund, das Land Sachsen-Anhalt und auch die Staatsanwaltschaft Halle auf, endlich diesen Frevel von Politik und Verwaltung der Stadt Halle (Saale) zu stoppen sowie die strafrechtliche Relevanz dieser Handlungen zu prüfen.

Im Rahmen folgender Veranstaltung beabsichtigt der AHA seine Vorstellungen zum Schutz und Erhalt sowie zur Entwicklung der Saaleaue auf der halleschen Peißnitzinsel darzulegen:

Dienstag, den 29.05.2018, um 17:00 Uhr
35. Jahrestag der Gründung der Patenschaftsgruppe Peißnitz des Arbeitskreises Umweltschutz Halle in der Gesellschaft für Natur und Umwelt im Kulturbund der DDR am 29.05.1983
Exkursion durch das Naturschutzgebiet „Nordspitze Peißnitz“
Treffpunkt: Peißnitzhaus (ehem. Pionierhaus)
Dauer: ca. 3 Stunden

Darüber hinaus ruft der AHA die Bevölkerung auf, sich für ein natur-, landschafts- und umweltverträgliches Tourismuskonzept einzusetzen, welches weitläufig zur Abstimmung mit derartigen Aktivitäten, im Land Sachsen-Anhalt sowie den Freistaaten Sachsen und Thüringen beiträgt.

Wer dazu Interesse hat, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

Weblink: https://hallespektrum.de/nachrichten/umwelt-verkehr/der-wilden-saale-zaehmung-wasserschifffahrtsamt-magdeburg-entfernt-baeume/312685/


AHA führt Fahrradexkursion zum NSG Saalberghau und zum NSG Untere Mulde durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führt am Samstag, den 14.04.2018 eine Fahrradexkursion zu den Naturschutzgebieten „Saalberghau“ und „Untere Mulde“ unweit des Mündungsbereiches der Mulde in die Elbe mit Vorstellung der Projektes Betreuung der Streuobstwiese „Am Landhaus“ und des geplanten Naturerkenntnispfades durch.
Treff ist um 10.00 Uhr Bahnhof Roßlau

Im Rahmen der ca. sechsstündigen Fahrradexkursion beabsichtigt der AHA die dringende Schutzwürdigkeit der sehr vielfältigen Elbe und weitgehend unverbauten Mulde und des Mündungsgebietes in die Elbe hervorzuheben. Diese Fluss- und Auenlandschaften an Elbe und Mulde sind Bestandteil des 19.070 ha großen Europäischen Vogelschutzgebiet Mittlere Elbe einschließlich Steckby-Lödderitzer Forst (SPA0001). Darüber hinaus gehört das 316,00 ha große Naturschutzgebiet Saalberghau zum 3.881,00 ha großen FFH-Gebiet „Kühnauer Heide und Elbaue zwischen Aken und Dessau“ sowie das 1191,00 ha große Naturschutzgebiet „Untere Mulde“ zum 2.755,00 ha großen FFH-Gebiet „Untere Muldeaue“. Ferner zählen diese Auengebiete zum weltbedeutsamen Dessau-Wörlitzer Gartenreich. Diese Teile der Auen von Elbe und Mulde dienen als wichtige ökologische, kulturelle und touristische Lebens-, Rückzugs- und Verbindungsräume.

Die vielfältigen Bedeutungen und Schutzwürdigkeiten aufzuzeigen ist eine entscheidende Basis des Vorhabens zur Entstehung eines Naturerkenntnispfades im Mündungsgebiet der Mulde in die Elbe. Im Rahmen der Fahrradexkursion ist daher seitens des AHA vorgesehen die Vorstellungen zu Inhalt und Stand zu den umfassenden Planungen zur Entstehung eines Naturerkenntnispfades im Mündungsgebiet der Mulde in die Elbe einer interessierten Öffentlichkeit darzulegen und Möglichkeiten der Mitarbeit aufzuzeigen.

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) appelliert hier mit Nachdruck an die seit dem 07.02.2017 amtierende Direktorin und Vorstand der öffentlich finanzierten Kulturstiftung Dessau-Wörlitz Dipl.-Ing. Brigitte Mang endlich eine neue Arbeits- und Herangehensweise in Bezug auf den Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz sowie Umweltbildung in den Auen- und Flusslandschaften von Elbe und Mulde umzusetzen.

Dazu gehört u.a. eine einvernehmliche Lösung zum Konzept zu einem „Naturerkenntnispfad Mündungsgebiet der Mulde in die Elbe“, welche der AHA am 09.11.2008 erstellt und vorgelegt hatte. Das Vorhaben soll dazu beitragen zum Einem Grundsätzliches über Auen, ihre Bedeutung , ihre Schutzwürdigkeit und Bedrohungen zu erfahren sowie zum Anderen spezifische Erläuterungen zu der arten- und strukturreichen Aue im großräumigen Mündungsbereich der Mulde in die Elbe zu bekommen, welches zum ca. 1.191 ha großem Naturschutzgebiet „Untere Mulde“ gehört.

Nach den Überlegungen des AHA erscheint es am wenigstens natur- und landschaftsprägend sowie am kostengünstigsten zu sein, mit Steinen auf die 14 angedachten Stationen hinzuweisen und dazu ein Begleitheft herauszugeben. Bereits frühzeitig erfolgte eine schriftliche Information an das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalts und an die Stadt Dessau-Roßlau.

Der AHA hatte dazu bereits ein Begleitheft gestaltet und dann Kostenkalkulationen zu dessen Herstellung eingeholt. Ferner gilt es sich über die Gestaltung, Einbringung und Kosten für die Hinweissteine Gedanken zu machen.

Das hängt leider zurzeit an der unverständlichen Verweigerungshaltung der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz.

Ferner hat der AHA das dringende und zwingende Bedürfnis seine ablehnende Haltung zu den noch nicht ganz eingestellten Plänen der Stadt Dessau-Roßlau eine Nordumgehung zu bauen und dabei eine neue Muldequerung zu schaffen, zu begründen. Neben der einen grundsätzlichen Tatsache, dass Verkehrsprobleme nicht mit neuen Straßen und Brücken lösbar sind, droht hier eine Zerschneidung wertvoller Kultur- und Naturlandschaft. Bereits der Ausbau der B 184 im Mündungsgebiet der Mulde in die Elbe trägt schon zu erheblichen Störungen und Zerstörungen bei.

Ebenso hält es der AHA für dringend geboten erneut und verstärkt auf die dringende Notwendigkeit einer naturnahen Waldentwicklung im und am Naturschutzgebiet „Untere Mulde“ hinzuweisen. Die vergangenen und gegenwärtig stattfindenden Abholzungen an Teilen der Exkursionsstrecke werden seitens des AHA massiv kritisiert und als ungeeignet angesehen die Gehölzstruktur ökologisch vernünftig entwickeln zu lassen, was zudem zur finanziellen Entlastung der öffentlichen Haushalte beiträgt. Ferner sieht der AHA durch diese flächendeckenden Abholzungen und damit verbundenen Folgeschäden die Arten- und Strukturvielfalt der Auenlandschaften an Elbe und Mulde bedroht, wozu die Auenwälder dazu gehören.

Mit der Vorstellung der Umsetzung des mit der Stadt Dessau-Roßlau abgestimmten und von der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt gefördete Vorhaben zum Schutz, Betreuung und Pflege der Streuobstwiese „Am Landhaus“ sei ein weiteres Hauptthema der Exkursion benannt. Dabei beabsichtigt der AHA auch die Notwendigkeit des Schutzes, der Betreuung und der Pflege der unweit davon gelegenen Streuobstwiese an der „Braunschen Lache“ zu erläutern. Hierzu beabsichtigt der AHA Interessenten zu gewinnen, welche daran Interesse haben mitzuwirken.
Darüber hinaus möchte der AHA die Zielstellung und die Aktivitäten der Ortsgruppe Dessau-Rosslau vorstellen.

Wer noch mehr zur Fahrradexkursion und zu den Aktivitäten der AHA-Ortsgruppe Dessau-Rosslau erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Kontaktmöglichkeit:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. (AHA)

Ortsgruppe Dessau-Roßlau
Internet: http://www.aha-halle.de
E-mail: aha_halle@yahoo.de



AHA fordert Förderung einer nachhaltigen und regionalproduzierenden Landwirtschaft

Immer wieder hat der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) auf die Ursachen des rasanten Anstiegs der Pegel von größeren und kleineren Fließgewässern bei Niederschlägen, Tauwetter und teilweise gefrorenen Böden hingewiesen. Nach Auffassung des AHA vernachlässigt man häufig nach Auffassung ganz wichtige Faktoren, welche dazu führen, dass der Anstieg der Wasserstände so rasant und umfassend vonstatten geht. Dazu zählen ausgeräumte Landschaften, versiegelte Böden, fehlende Gewässerschonstreifen und Retentionsflächen sowie begradigte und häufig an Ufern und in der Gewässersohle befestigte Fließgewässer.

An der Stelle weist der AHA darauf hin, dass das Umweltbundesamt und das Statisti-sche Bundesamt ermittelt haben, dass gegenwärtig in Deutschland eine tagtägliche Neuversiegelung von Boden im Umfang im Umfang von 69 ha Boden stattfindet. Dies geht zumeist zu Lasten von fruchtbaren Böden und der Land-wirtschaft. Das entspricht in etwa einer Fläche von ca. 100 Fußballfeldern und im Jahr in etwa einer Fläche von 25.185 ha -69 ha/Tag x 365 Tage/Jahr = 25.185 ha/Jahr. Im Vergleich dazu die Flä-che der Stadt Leipzig, welche 29.760 ha beträgt. Der nunmehrige Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD hat dazu folgendes vermerkt, Zitat:

„Flächenschutz
Unser Ziel ist, den Flächenverbrauch bis zum Jahr 2030 auf maximal 30 Hektar/Tag zu halbieren. Wir prüfen, mit welchen zusätzlichen planungsrechtlichen und ökonomi-schen Instrumenten das Ziel erreicht werden kann.“, Zitat Ende

Nach Auffassung des AHA, ist bereits diese Anzahl, angesichts des fortgeschrittenen Versiegelungsgrades, viel zu hoch.

Neben dem besonderen Schwerpunkt Flächenversiegelung für Siedlungs-, Verkehrs- und Gewerbebauten, gehören auch eine weiter zunehmende Verarmung der Landwirtschaft und der Ackerflächen dazu.
Während zu DDR-Zeiten bis 25 verschiedene Ackerkulturen auf den Feldern standen, hat sich die Vielfalt auf 6 – 7 Kulturen verarmt. Während einst im Rahmen der Fruchtfolge auch Humusmehrer wie Luzerne, Phacelia und Klee-Gras-Gemische zur Verbesserung der Bodenstruktur beitrugen, dazu noch idealen Lebens- und Nahrungsraum für zahlreiche Tiere boten, prägen heute hohe, undurchdringliche, humuszehrende Kulturen wie Mais und Raps das Bild der Agrarräume. Es folgt Humusabbau, geringere Wasserdurchlässigkeit mit einhergehender Bodenverdichtung. Auf Grund des von Monokulturen veranlassten und beförderten Abbaus der Artenvielfalt auf der Fläche, Rückgangs des Humusbestandes mit einhergehender Minderung des Puffervermögens, Wasserdurchlässigkeit und Bodenverdichtung, versucht man mit verstärkten mineralischen Düngemittelgaben und Ausbringen von Pestiziden das gestörte Gleichgewicht auf den Flächen auszugleichen. Angesichts der immer mehr zunehmenden, klimatisch bedingten Starkniederschläge und der verminderten geringeren Wasseraufnahmefähigkeit der Böden, fließt das Wasser oberflächlich ab und erodiert dabei den häufig stark mit Nährstoffen und Pestiziden angereicherten Boden. Neben der Tatsache, dass somit eine Ursache von Hochwasser benannt ist, führt dies zur zunehmenden Verschlammung und Eutrophierung von Gewässern. Jedoch in Trockenphasen sorgen Winderosion sowie Abdrift von Düngemitteln und Pestiziden für eine ähnliche Wirkung. Häufig fehlende Gewässerschonstreifen verstärken und befördern diesen Prozess.

Weitere Belastungen stellen ebenfalls die zunehmende Industrialisierung und Zentralisation der Landwirtschaft im Rahmen der Tierhaltung dar. Immer mehr Bestrebungen und Pläne treten zu Tage, welche Massentierhaltungsanlagen beinhalten und mit vagen sowie fadenscheinigen Arbeitsplatzprognosen versuchen Widerstände aus der Bevölkerung zu paralysieren. Leider finden diese Lobbyisten schnellen Anklang bei Landesregierungen, Landkreisen, Städten und Gemeinden.

Die Massentierhaltung führt zu unhygienischen und qualvollen Haltungsverhältnissen von Tieren in der Landwirtschaft. Diese bestialischen und verabscheuungswürdigen Haltungsbedingungen führen zudem zu unverantwortlichen und Tiertransporten quer durch Europa, Asien sowie Afrika und befördern die Entstehung und Ausbreitung von Tierseuchen und -krankheiten.
Darüber hinaus bedarf es ferner der Betrachtung, welche Zusatzbelastungen an Abgasen, Feinstaub und Lärm die LKW-Transporte bedeuten, wo die anfallende Gülle verbleiben soll sowie welcher Druck auf die landwirtschaftlichen Betriebe vor Ort entsteht.

Dieses Vorhaben zeigt eindeutig auf, dass eine ordnungsgemäße Umsetzung von Umwelt-, Tier- und Klimaschutz sowie die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe und Unternehmen noch immer nur bzw. eher Thema für Sonntagsreden von profilierungssüchtigen Politikern ist. Es sind immer wieder die gleichen Leute, welche nach Neu- und Ausbauten von Autobahnen und Straßen rufen, um noch mehr und größere LKW auf die Trassen zu schicken sowie die Landwirtschaft immer deutlicher in die Hände einzelner profitgieriger Personen bzw. Unternehmen treiben. Wie deckt sich das mit den Plänen der gegenwärtigen Landesregierung Sachsen-Anhalt im Allgemeinen und die ländlichen Regionen im Speziellen für Menschen attraktiv zu gestalten und zu entwickeln ? Wie soll das geschehen, nachdem bereits Anfang der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts zahlreiche Arbeitsplätze in der Landwirtschaft verschwanden, die bestehenden regionalen Betriebe immer mehr in Bedrängnis bzw. gar ins Aus geraten und somit eine Regionalisierung der Wirtschaft eher ein Stop als Beförderung erfährt ?

Der AHA hält es daher für dringend geboten, eine ländliche Lebens- und Produktionsstruktur zu erhalten und zu entwickeln, welche den sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und ökologischen Bedingungen vor Ort, in der Region und im Regionalverbund entspricht. Dazu gehört interdisziplinär gedacht, den Fließgewässern naturnahe Entwicklungen zu ermöglichen, wozu die Möglichkeit der Mäandrierung, die Schaffung von mindestens 10 m breiten Gewässerschonstreifen entlang beider Ufer, verstärkte Schaffung von Möglichkeiten zur Wieder- bzw. Neuentstehung von Gehölzflächen in der ausgeräumten Agrarlandschaft sowie eine vielfältige Fruchtfolge im Ackerbau, welche auch tier- und bodenfreundliche Kulturen wie z.B. Luzerne, Phacelia, Lupine und Landsberger Gemenge, bestehend aus Zottelwicke (Vicia villosa), Inkarnatklee (Trifolium incarnátum) und Welschem Weidelgras (Lolium multiflorum), einbezieht. Derartige Maßnahmen verhindern auch die wind- und wasserbedingte Bodenerosion und der damit verbundenen Einträge von häufig mehr oder minder stark nährstoff- und pestizidbelasteten Böden in die Gewässer. Einhergehend müssen solche Maßnahmen mit der Schaffung von Retentionsflächen, der Beseitigung von Verbauungen in und am Gewässer sowie die Unterstützung der Mäandrierung durch den Einsatz von Störsteinen oder –hölzern sowie z.B. des Belassens von Ästen, Laub und Zweigen im Gewässerbett.

Dieses Gesamtpaket erfordert jedoch ein klares Umdenken auf internationaler und europäischer Ebene, aber auch im Maßstab von Bund, Ländern und Kommunen.

Nur eine vielfältige, auf regionaler Produktions- und Handelsbasis beruhende Wirtschafts-, Umwelt-, Verkehrs-, Sozial- und Kulturpolitik ermöglicht u.a. die Lösung der obengenannten Probleme.

Insofern begrüßt der AHA, dass der Landkreis Anhalt-Bitterfeld Strafanzeige gegen den Betreiber des Schweinehochhauses in Maasdorf, die HET GmbH erstattet hat.

Dieser Schritt war nach Ansicht des AHA schon längst überfällig. So setzt der Landkreis Anhalt-Bitterfeld ein klares Zeichen gegen die katastrophalen, qualvollen und somit inakzeptablen Haltungsbedingungen im Schweinehochhaus in Maasdorf.

Der AHA fordert darüber hinaus sich endlich und generell für eine nachhaltige Landwirtschaft einzusetzen, welche durch artgerechte Haltung von Tieren, Arten- und Strukturvielfalt an Anbaukulturen und des ländlichen Raumes, Schutz von Boden, Wasser, Luft, Umwelt, Natur und Landschaft sowie der Verwendung von umweltfreundlichen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln geprägt ist.

Der AHA ist bereit im Rahmen seiner ehrenamtlichen Arbeit an derartigen Maßnahmen konzeptionell und praktisch mitzuwirken und ruft daher auch die interessierte Bevölkerung zur intensiven Mitarbeit auf. Wer Interesse daran hat, kann sich an folgende zentrale Anschrift wenden:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de


AHA möchte seine Aktivitäten in und um Weimar verstärken

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) beabsichtigt sein langjähriges ehrenamtliches Engagement für den Schutz, den Erhalt und die Entwicklung des 128,7 km langen Flusses Ilm, welcher nach Saale, Werra und Unstrut der viertlängste Fluss Thüringens und viertlängste Nebenfluss der Saale ist, zu verstärken. Es gilt die Ilm und ihre Aue als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, Überflutungsraum sowie Biotopverbund- und Naherholungsraum zu schützen, zu erhalten und womöglich umfassend zu erweitern. Dies erfordert einen umfassenden gesamtgesellschaftlichen Einsatz und eine Einbindung in die Schutzaktivitäten in der Saaleaue.

Dieser Fluss und seine Aue prägen die Stadt Weimar und den Landkreis Weimarer Land entscheidend mit.

Gleiches trifft für den 17 km² großen Ettersberg mit seinen 3 Naturschutzgebieten Rautenschlag (19 ha), Prinzenschneise (88 ha) und Südhang Ettersberg (408 ha) zu. Ferner befindet sich der größte Teil der Landschaft im EU-Vogelschutzgebiet Ackerhügelland und im FFH-Gebiet Nr. 45 „Großer Ettersberg“.

Das Ziel des AHA ist es diese Landschaften und arten- und strukturreichen Bestandteile der Natur zu schützen, zu erhalten sowie entsprechende Vorschläge zur Entwicklung wissenschaftlich fundiert erarbeiten zu lassen.

Für den AHA ist es zudem sehr wichtig darüber hinaus Biotop- und Grünverbundräume u.a. zwischen dem Ettersberg und der Ilmaue zu erhalten und zu schützen, aber auch auszuweiten und sukzessiv weiterentwickeln zu lassen. Dazu ist es aber auch notwendig entsprechende Räume freizuhalten und weitere wieder herzustellen.

Der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA möchte diesbezüglich seine langjährigen und sehr vielfältigen Kenntnisse und Erfahrungen einbringen. Ferner hat der AHA sich das Ziel gesetzt Möglichkeiten und Strukturen -u.a. auch in der Stadt Weimar und im Landkreis Weimarer Land- zu schaffen, in welchen Interessenten sich mit eigenen Fachkenntnissen, Gedanken und Überlegungen für den Schutz, Erhalt und Entwicklung von Umwelt, Natur und Landschaft einbringen können.

Daher ist die Bildung einer ehrenamtlichen AHA-Regionalgruppe Weimar & Weimarer Land vorgesehen.

Eine Möglichkeit sich mit den Vorstellungen des AHA befassen zu können und mit ihm dazu ins Gespräch zu kommen, bietet folgende Fahrradexkursion am Samstag, den 28.04.2018:

Samstag, den 28.04.2018
Fahrradexkursion entlang der Ilm bis zur Mündung in die Saale in die Saale in Großheringen
Treffpunkt: 10:00 Uhr Bahnhof Apolda
Ende: Bahnhof Großheringen
Dauer: ca. 6 Stunden

Wer noch mehr zum AHA, seinen Zielen und der Fahrradexkursion am Samstag, den 28.04.2018 erfahren möchte, wende sich bitte an folgende zentrale Anschrift des AHA:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11 in 06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de


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