Dresden, Pirna und Heidenau brauchen eine lebendige Elbe – der AHA möchte daran mitwirken

Bekanntlich ist Dresden ohne Elbe und ihre Nebengewässer unvorstellbar. Die Elbe durchfließt in einer Länge von ca. 30 km das Stadtgebiet und stellt zusammen mit ihrer Aue einen bedeutsamen Landschafts-, Natur- und Kulturraum dar sowie dient als Naherholungsgebiet für Einwohner und Gäste Dresdens. Ebenso ist die Aue als Hochwasserüberflutungsraum unerlässlich. Abgesehen davon benötigen Auen diese Überflutungen, um einer arten- und strukturreichen Fauna und Flora Lebens-, Nahrungs- und Rückzugsraum zu bieten. Nicht umsonst zählen Auen zu den arten- und strukturreichsten Landschaften der gemäßigten Zonen der Erde.

Alles Gründe, warum -nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA)- auch die Elbe und ihre Aue von jeglicher Bebauung freizuhalten ist, wie vom Ansatz her z.B. in der Verordnung der Landeshauptstadt Dresden zur Festsetzung des Überschwemmungsgebietes der Elbe in Dresden vom 11. Mai 2000, festgehalten.

Daher führt der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) regelmäßig Fahrradrundexkursionen mit folgender Route durch:

Fahrradrundexkursion durch die Elbaue in Dresden und Pirna u.a. mit Aufenthalt an den Mündungen der Weißeritz, des Zschornerbach, der Prießnitz und des Mordgrundbaches in die Elbe, Blick zum Naturschutzgebiet Pillnitzer Elbinsel, Aufenthalt an der Wesenitz sowie an den Einmündungen von Gottleuba, Müglitz und Lockwitzbach in die Elbe
Mit den Wendepunkten elbabwärts Mündung der Weißeritz in die Elbe und elbaufwärts Mündung der Gottleuba in die Elbe in der Großen Kreisstadt Pirna
Treffpunkt: Ecke Hasenberg/Terrassenufer westlich der Carolabrücke
Ende: Ecke Hasenberg/Terrassenufer westlich der Carolabrücke
Dauer: ca. 7 Stunden

So findet planmäßig die nächste derartige Fahrradrundexkursion am Samstag, den 30.06.2018 statt, welche 10:00 Uhr beginnt und an dem Treffpunkt: Ecke Hasenberg/Terrassenufer westlich der Carolabrücke startet.

Nun hat der AHA mit Entsetzen Medienberichte aufgenommen, dass am Königsufer in Dresden auf Initiative der MDR-Redakteure Rene Kindermann und Torsten Püschel erstmalig am Wochenende 13./14.01.2018 ein Skilanglaufcup auf eine 1,4 km Schleife zwischen Japanischen Palais und Carolabrücke stattgefunden hatte. Ferner beinhalten diese Medienberichte, Angaben zu den Kosten des Spektakels, welche 1,2 Millionen Euro betragen sollen sowie der Freistaat Sachsen und die Stadt Dresden sich mit 300.000,00 Euro beteiligt haben. Darüber hinaus ist vorgesehen diese Sportveranstaltung bis mindestens zum Jahr 2022 jährlich auszutragen.

Dabei scheint man keine Mühen zu scheuen. Das reicht vom Produzieren und Herankarren von Kunstschnee bis zur Gewinnung und zum Antransport von 1.500 m³ Naturschnee aus dem Erzgebirge.

Aus der Sicht des AHA ist es unverantwortlich mit derartigem Energie- und Finanzaufwand ein Event zu schaffen, was eindeutig zur weiteren Schädigung von Umwelt, Natur, Landschaft und Klima beitragen. Wenn Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) und Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) meinen so Dresdens Schönheit hervorheben und unterstreichen zu wollen, dann haben sie keinen Blick für die allbekannte Wechselwirkung zwischen Elbe und ihrer Aue sowie dem Ensemble an vielfältigen Bauten am Rand der Elbaue. Fakt ist, dass dies auf keinen Fall als Grund für dieses vermutlich öffentlich finanzierte, umwelt- und klimaschädigende Spektakel herhalten kann.

Diese unverantwortliche Denken und Handeln der Verantwortlichen in Politik und Verwaltung des Freistaates Sachsens und der Stadt Dresden erinnert durchaus an das unmögliche Vorgehen bei der Planung und Errichtung der Waldschlösschenbrücke.

Mit der Errichtung der 636 m langen Waldschlösschenbrücke seit dem Ende des Jahres 2007 ging u.a. eine massive Beeinträchtigung des Landschafts- und Stadtbildes einher, was zur räumlichen Einschränkung der Elbaue führte und die Aberkennung des Titels UNESCO-Weltkulturerbes im Jahr 2010 zur Folge hatte. Hinzu kommt, dass laut Medienberichten die ursprünglichen Baukosten in Höhe von 157 Millionen Euro für die nach wie vor klar umstrittene Brücke, auf sich nunmehr aktuell rund 182 Millionen Euro verteuert hatte.

Offenbar herrscht notorische Unbelehrbarkeit vor, wenn man beide Aktivitäten betrachtet.

Der AHA fordert daher ein derartiges Sportspektakel zu dem gegenwärtigen ökologischen und ökonomischen Preis ersatzlos zu streichen. Es gibt durchaus genug andere Formen eines umwelt- und naturschonenden Sportes, welcher ohne mit riesigem Energieaufwand produzierten Kunstschnee und herangekarrten Naturschnee auskommen kann.

Der AHA erklärt sich ausdrücklich bereit, im Rahmen seiner ehrenamtlichen Möglichkeiten an der Erstellung und Ausgestaltung einer Elbschutzsatzung in den Stadtgebieten von Dresden, Pirna und Heidenau mit den Auswirkungen auf das Umland sowie an der Erstellung eines nachhaltigen Sport- und Tourismuskonzeption mitzuwirken.

Der AHA beabsichtigt daher seine Aktivitäten in den Stadtgebieten Dresden, Pirna und Heidenau sowie deren Umgebung zu verstärken. Dazu sollen Exkursionen, Stellungnahmen, Umweltbildungsarbeit, konzeptionelle Vorschläge, die Initiierung und Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten und darauf beruhender Arbeitseinsätze sowie eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit dienen.

Ferner zählt dazu ganz besonders die Bildung einer ehrenamtlichen AHA-Regionalgruppe Dresden Pirna und Heidenau mit Umland. In dem Rahmen möchte der AHA Interessenten gewinnen, welche sich aktiv für den Schutz, Erhalt und die Entwicklung der vielfältigen Fluss-, Bach- und Auenlandschaft in den Städten Dresden, Pirna und Heidenau sowie der näheren Umgebung widmen und einsetzen wollen. Hierzu bringt der AHA u.a. seine vielfältigen und jahrzehntelangen Erfahrungen z.B. in den Fluss- und Auenlandschaften der Elbe, der Saale und der Mulde ein.
Wer sich mit dem AHA in Verbindung setzen möchte, kann dies unter folgenden Anschriften tun:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Regionalgruppe Leipzig und Umland
Otto-Adam-Straße 14
04157 Leipzig
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de


Wildtiere in Feld und Wald gehören zur Fauna in Deutschland und bedürfen eines besonderen Schutzes

Immer wieder hat der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) mit sehr großem Entsetzen das fortgesetzte Agieren von einzelnen Politikern, Landwirten, Waldeigentümern, Jägern und Medien aufgenommen, welche verstärktes Vorgehen gegen Wildtiere anmahnen. Offenbar hat man noch immer nicht begriffen, dass es ausgerechnet der Mensch ist, welcher großflächig Umwelt, Natur und Landschaft geschädigt und vernichtet hat bzw. es noch tut. Lebensraumeinschränkungen für Tiere und Pflanzen sowie deren Verdrängung in kleinere Landschaften und Biotope sind die eigentlichen Probleme und haben letztendlich zum Ausweichen vieler Tierarten in urbane Gebiete beigetragen. Nur so haben diese Tiere ihr Überleben sichern können.

Ferner scheinen diese Leute zu vergessen, dass z.B. in Folge intensiver Bejagung das Gebiet des Deutschen Bundes 1850 weitgehend wolfsfrei war. Im Unterschied zum Luchs, gab es immer wieder Zuwanderungen aus dem Osten. Jedoch erlegte man sie immer wieder, was mit dem Beitritt der DDR zur BRD im Jahre 1990 und mit der damit verbundenen Unterschutzstellung auch im Osten Deutschlands sein Ende finden sollte.

Beide Tiere, welche klar als Nahrungskonkurrenten gelten, nehmen so wieder den obersten Teil der Nahrungspyramide ein. Einen Platz, welchen „ersatzweise“ die Jägerschaft über Jahrzehnte für sich beanspruchte. Die Unruhe der Jägerschaft ist daher nicht nachvollziehbar. Noch dazu man immer wieder, gebetsmühlenartig, nie wissenschaftlich begründet von steigenden Beständen an Reh-, Rot-, Dam- und Schwarzwild sprach bzw. spricht.

Nun ruft der Deutsche Bauernverband zur Reduzierung der Wildschweinbestände um 70 % auf und meint damit offenbar im allen Ernst so zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest beitragen zu können. Dabei lässt der Bauernverband offen von welchen Basiszahlen er ausgeht. Niemand kann konkrete und belastbare Zahlen zu den Wildbeständen in Deutschland vorlegen. Medienberichten zu Folge hat man wohl im Jahr 2017 etwa 600.000 Wildschweine getötet. Bezwecken womöglich Jäger und Bauern die Ausrottung der heimischen Tierwelt, um ungehinderter agrarindustriell agieren zu können ? Möchte man nicht eher die Wildschweine aus den großflächigen Maisanbaugebieten verdrängen ? Immerhin lockt das die Tiere schon an den gedeckten Tisch der menschlichen Siedlungen. Dabei scheint es sehr sinnvoll zu sein in Personalunion zu agieren und dann das getötete noch für einen guten Preis zu verkaufen. Wie es der Zufall will läuft dann vielleicht noch versehentlich ein Wolf vor die Flinte eines sehr ambitionierten Jägers. Dabei ist es zudem ein offenes Geheimnis, dass auch Wildschweine versuchen durch vermehrte Geburtenraten die Verluste auszugleichen.

Nur mit ernsthafter Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest hat das alles nun wahrlich nichts zu tun. Nach Ansicht des AHA bieten die tierquälerische Massentierhaltung mit viel zu engen Haltungsbedingungen, qualitativ schlechter Ernährung und zum Teil katastrophalen hygienischen Zuständen sowie das Herumkarren der Tiere durch Europa, Asien und Afrika beste Verbreitungs- und Infektionsmöglichkeiten der Afrikanischen Schweinepest und anderer Erkrankungen.

Auch hier entspricht die schrittweise Wiedereinstellung einer naturnaheren bis natürlichen Nahrungspyramide eher dem Ansinnen eines nachhaltigen Naturschutzes, als eine „Regulierung“ von Wild in die ausschließliche Hand des Menschen zu legen bzw. zu belassen.

Für den AHA gehört es eher zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe arten- und strukturreiche Natur- und Lebensräume zu erhalten und zu schützen sowie Raum zur sukzessiven Ausdehnung zu geben. Ferner gilt es Biotop- und Grünverbundräume zu schützen, zu erhalten, zu stabilisieren und räumlich auszuweiten. Dazu können die Randstreifen von bestehenden und wiederherzustellenden Wegen sowie nicht zuletzt mindestens 10 m breite Gewässerschonstreifen entlang von Fließgewässern aller Größen und Längen dienen.

Für den AHA ist es unverständlich, dass kein Aufschrei von einzelnen Politikern, Landwirten, Waldeigentümern, Jägern und Medien ertönt, wenn es um Fortsetzung des Flächenfrasses für Verkehrs-, Wohn- und Gewerbeflächen und –bauten, damit verbundener Zerschneidung und Einschränkung von Landschafts- Überflutungs- und Naturräumen sowie einer Verarmung der Agrarlandschaft durch Verringerung der Ackerkulturen, der Arten- und Strukturvielfalt durch Verlust bzw. Fehlen von Gehölz- und Grüninseln und –streifen und von Feuchtgebieten und Stauden-, Trocken- und Halbtrockenrasengesellschaften gibt.

Dabei weisen das Umweltbundesamt und das Statistische Bundesamt in Deutschland eine tagtäglich Neuversiegelung von Boden im Umfang 66 ha aus, was in etwa 92,44 Fußballfeldern mit den internationalen Maßen 68 m x 105 m = 7.140 m² = 0,714 ha und im Jahr in etwa einer Fläche von zwischen 24.090 ha entspricht. Im Vergleich dazu die Fläche der Stadt Leipzig, welche 29 760 ha beträgt.

Ferner führte die Art und Weise des Betreibens der Landwirtschaft auch im Gebiet der einstigen DDR nach 1990 zur Verarmung des Anbaus von Feldkulturen. Von einst 25 verschiedenen Kulturen, sind nur 7 übrig geblieben.
Hier erwartet der AHA auch mehr Handeln der Politik, Verwaltungen und Landwirte, anstatt eine Hass- und Drohkulisse gegenüber Wildtieren aufzubauen.

Nach Ansicht des AHA müssen rabiater Umgang mit Tieren, zerstörerisches Handeln gegenüber Umwelt, Natur und Landschaft, wozu ungehemmter Flächenfrass sowie ausgeräumte, monokulturell genutzte Agrarlandschaften dazugehören, schnellstmöglich der Vergangenheit angehören.
Daran mitzuwirken sollte Auftrag an die Bevölkerung sowie politische Gremien und Behörden sein.

Der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA bietet dahingehend Interessenten Raum im Rahmen von territorialen Regional- und Ortsgruppen bzw. thematischen Arbeits- und Interessengruppen –wie z.B. die Arbeitsgruppe Feldökologie- mitzuwirken.

Wer noch mehr zu den diesbezüglichen Aktivitäten des AHA erfahren möchte, wende sich bitte an folgende zentrale Kontaktanschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de


Initiative „Pro Baum“ und AHA sehen zusätzliche Subventionen für den HFC mit sehr großer Skepsis

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative “Pro Baum“ haben mit großem Interesse Medienberichte aufgenommen, dass der Hallesche Fußballclub (HFC) in eine nicht näher bezifferte finanzielle Schieflage geraten ist. Mit Unverständnis nehmen beide Organisationen den starken Ruf den fast ausschließlich wirtschaftlich agierenden Fußballverein erneut mit weiteren öffentlichen Geldern unter die Arme greifen zu wollen.

An dieser Stelle erinnern Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative “Pro Baum“ noch an den arroganten, ignoranten und überheblichen Umgang von einem großen Teil aus Politik und Verwaltung des Landes Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle (Saale) sowie des Präsidenten des HFC, seiner Führungsriege und der Fangruppen in den Jahren 2009/2010 mit den Stellungnahmen zum Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans Nr. 135 „Sportareal am Gesundbrunnen“ sowie mit den am 30.09.2009 dem damals neugewählten halleschen Stadtrat übergebenen 1.382 Unterschriften zur Rettung des denkmalgeschützten, 80 Jahre alten Gesundbrunnenbades, des schönsten Volksbades von Halle (Saale). Letztendlich sorgte u.a. die Männerfreundschaft zwischen dem HFC-Präsidenten Michael Schädlich und dem damaligen Finanzminister Sachsen-Anhalts Jens Bullerjahn (SPD) dafür, dass ein standortfremdes und vollkommen überdimensionales Stadion mit offiziellen Kosten in Höhe von 17,6 Millionen, wovon der Steuerzahler vermutlich im Umfang von über 12 Millionen Euro beteiligt ist, baulich entstehen konnte.

AHA und der Initiative “ Pro Baum “ wiesen bereits im Jahr 2009 den Landesrechnungshof Sachsen-Anhalts auf zahlreiche Ungereimtheiten in Planung und Finanzierung des Stadions hin. Zu dem Zeitpunkt weigerte sich aber die Kontrollbehörde einzugreifen. Jedoch im Jahr 2012, also fast ein Jahr nach Beginn der aktiven Bespielung des nun reinen Fußballstadions, stellt der Prüfbericht des Landesrechnungshofes fest, dass der Bau des Stadions “ zu üppig dimensioniert “ und unverhältnismäßig zu teuer “ erfolgte.

Das war zu spät für das einst bestehende und nunmehr zerstörte historisch gewachsene Ensemble von Stadion, denkmalgeschütztem Gesundbrunnenbad mit Park sowie für mindestens über 200 gefällte Parkbäume.

Nunmehr beabsichtigt man auf einer Fläche von 8,5 ha eine Sukzessionsfläche in der gehölzarmen halleschen Silberhöhe, was die „Mitteldeutsche Zeitung“ (MZ) in ihrem Bericht vom 11.01.2018 auf Seite abschätzig bzw. abwertend als „Brachfläche an der Karlsruher Allee, auf der Wildwuchs regiert“ eine neue Vereinsfläche zu bauen. Offiziell als Nachwuchs-Leistungszentrum ausgewiesen, führt der besagte MZ-Bericht an, dass der Steuerzahler über die Fluthilfefonds des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt wieder einmal mit 11,3 Millionen Euro für ein Trainings- und Wettkampfzentrum dabei sein soll. Ferner erklärte, der jüngst in einem Landtagsausschuss zur Verquickung von Bullerjahn und Schädlich an Erinnerungslücken leidende Leiter der Landesinvestitionsbank Manfred Maas, dass das Vorhaben sogar zu hundert Prozent förderfähig sei. Wer hier keinen fortgesetzten Filz einzelner Akteure erkennt, darf sich nicht wundern wenn ihm Misstrauen und Ablehnung entgegensteht. Darüber hinaus berichtet die MZ, dass auf den HFC schätzungsweise jährliche Betriebskosten in Höhe von 300.000,00 Euro für dieses geplante Trainings- und Wettkampfzentrum zukommen sollen. Da sagt einem der gesunde wirtschaftliche und mathematische Menschenverstand, wer soll wie diesen Betrag aufbringen, wenn es dem HFC finanziell nicht gut geht ? Eventuell letztendlich teilweise oder vollständig der Steuerzahler ? Was für eine Botschaft u.a. an die Bewohnerinnen und Bewohner der halleschen Silberhöhe, welche garantiert nicht finanziell und materiell im Überfluss schwelgen !

In Sachen Stadionsubventionierung scheint ja wenigstens etwas Bewegung zu kommen. Wenn man Medienberichten Glauben schenken kann, zahlt bisher die Stadt Halle (Saale) einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 870.000,00 Euro an die Stadionbetreibergesellschaft, während bisher der HFC 240.000,00 Euro pro Jahr hinblättert. Man bedenke, das ist ein Wirtschaftsbetrieb und da stellt sich zu Recht die Frage ob diese öffentliche Subventionierung überhaupt EU-konform ist. Spannend dürfte auch sein, was die Rechnungshöfe des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt von dieser langjährigen Verwendung bzw. Ausgaben von Steuermitteln halten. Ein kleiner Lichtblick zeichnet sich ab, weil der Innenminister Sachsen-Anhalts Holger Stahlknecht (CDU) diese Stadionfinanzierung ebenfalls kritisch betrachtet und auf Änderungen orientiert. Ob da die Verschiebung der Kosten in Höhe von jährlich 100.000,00 Euro vom Steuerzahler hin zum Schädlich-Verein ausreichend erscheint, bleibt zu bezweifeln. In einer Stadt wie Halle (Saale), wo es z.B. noch immer genug marode Schulen und Schulsporthallen gibt und für die Sanierung angeblich die Finanzmittel fehlen, lässt sich eine derartige Subventionierung zu keinem Zeitpunkt vermitteln.

In dem Blickwinkel betrachtet, sehen der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative “Pro Baum“ mit sehr großer Sorge und Skepsis die Liebäugeleien des halleschen Oberbürgermeisters sowie hallescher Stadträte, hier mit weiteren Steuermitteln dem HFC unter die Arme zu greifen.

Als erste Schritte, gilt es nach Ansicht von AHA und Initiative “Pro Baum“ eine schonungslose und gründliche Analyse der Ursachen der finanziellen Schieflage des HFC vorzunehmen, die Verantwortlich dafür zu benennen und um finanziellen Druck ab- bzw. nicht zusätzlich aufzubauen, laufende bzw. neue Planungen auf den Prüfstand zu stellen. Zu Letzterem fordern Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative “Pro Baum“ die sofortige Einstellung aller Planungen für das Trainings- und Wettkampfzentrum in der Karlsruher Allee in Halles Silberhöhe. Abgesehen davon, kann dem Stadtteil mehr erhaltenes und gar sukzessiv entstandenes Grün nur gut tun.

Ferner regen beide Organisationen eine wissenschaftlich erstellte und öffentlich diskutierte ökologisch und sozial orientierte Sport- und Freizeitkonzeption für die Stadt Halle (Saale) an.

Aus den obengenannten Gründen heraus rufen Initiative „Pro Baum“ und AHA weiter interessierte Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Halle (Saale) auf, sich aktiv zum Schutz und Erhalt von Umwelt, Natur sowie Landschaft einzubringen sowie sich an der Erstellung einer ökologisch und sozial orientierten Sport- und Freizeitkonzeption für die Stadt Halle (Saale) zu beteiligen. Interessenten können folgendermaßen zur Initiative „Pro Baum“ und zum Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) Kontakt aufnehmen:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de
Tel.:: 0345 – 2002746


Bäume pflanzen statt abholzen

Bäume pflanzen statt abholzen

Das ist das Motto unter dem die Initiative „Pro Baum“ (IPB) und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) zum neunten Mal auch am Karfreitag, den 14.04.2017 aufgerufen hatten, um Bäume auf die Ziegelwiese in Halle (Saale) zu pflanzen.
Mit der Aktion möchten beide Organisationen immer wieder ein deutliches Zeichen für ein umfassendes mehr, statt weniger Gehölze setzen, welche eine große ökologische und landschaftsgestaltende Funktion besitzen.

Bäume und Sträucher dienen als Sauerstoffspender, verbessern den Gehalt an Luftfeuchtigkeit, bieten zahlreichen Tieren Lebensraum und Nahrung, filtern Kohlendioxid, Feinstaub, Ruß und Ozonsmog aus der Luft sowie spenden Schatten. Sie tragen somit entscheidend zur Verbesserung des Klimas bei.
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Bürgerinitiative pro Ettersberg und AHA fordern naturnahe Entwicklung des Ettersberges

Mit großer Genugtuung und Freude hatte der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) die Information aufgenommen, dass es der Bürgerinitiative pro Ettersberg gelungen war, am 10.08.2017 dem Thüringer Landtag eine Petition in Papierform mit 2.066 Unterschriften zum Schutz des Waldes auf dem Ettersberg zu überreichen sowie den Petitionsausschuss zu gewinnen am 17.08.2017 den Beschluss zu fassen ab 21.08.2017 die Petitionsplattform für eine Online-Petition freizuschalten.

Nunmehr ist Petition „Schutz des Waldes auf dem Ettersberg“ auf der Petitionsplattform des Thüringer Landtages seit dem 02.10.2017 abgeschlossen. Erfreulicherweise haben 988 Personen ihre Unterschrift für einen dauerhaften Schutz und Erhalt des von Arten- und Strukturreichtum, aber auch historischer Verantwortung geprägten 17 km² großen Ettersberg mit seinen 3 Naturschutzgebieten Rautenschlag (19 ha), Prinzenschneise (88 ha) und Südhang Ettersberg (408 ha) gewährleisten zu können. Ferner befindet sich der größte Teil der Landschaft im EU-Vogelschutzgebiet Ackerhügelland und im FFH-Gebiet Nr. 45 „Großer Ettersberg“ geleistet.

In dem Zusammenhang sei daran erinnert, dass u.a. in einer gemeinsamen ca. dreistündigen Begehung Mitglieder der Bürgerinitiative pro Ettersberg und des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) am 26.07.2017 im Bereich des Naturschutzgebietes „Prinzenschneise“ Spuren von massiven bisherigen forstwirtschaftlichen Eingriffen mit deutlichen Spuren in Form von etwa alle 20 m von der Prinzenschneise nach Norden und Süden in den Wald gefrästen Rückegassen, gefällten Bäumen und zerfahrenen Waldböden und Wegen feststellten.
Darüber hinaus erfolgten auch Abholzungen, welche zu umfassenden Lichtungen führten. Selbst vor dem Naturschutzgebiet „Prinzenschneise“ machten die Abholzungsmaßnahmen des Forstes keinen Halt.

Auf Grund der Tatsachen, dass es sich hier um NSG und ein FFH-Gebiet handelt, leiten sich zwingende Notwendigkeiten ab, wozu ein Verschlechterungsverbot gehört. Die bisher durchgeführten massiven Abholzungen, denen offensichtlich Traubeneichen, Winterlinden, Eschen, Salweiden, Bergahorne und Birken zum Opfer fielen, widersprechen dem ebengenannten Ansinnen. Nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) gilt es daher in derartigen schutzwürdigen Gebieten vorrangig eine naturnahe Entwicklung zuzulassen. Die immer vom Forst vorgetragene Behauptung, dass nur forstwirtschaftliche Maßnahmen die Vermehrung und Entwicklung von Stiel- und Traubeneiche ermöglichen, ist nicht korrekt. Abgesehen davon, dass die Fällungen und der Einsatz von schwerer Räumtechnik die Struktur der Wälder stören bzw. gar zerstören, entziehen Bodenverdichtungen und übermäßige Lichteinträge die besonderen Entwicklungsmöglichkeiten der empfindlichen und langsam wachsenden Stiel- und Traubeneichenjungbäume. Verschärfung erfährt die Situation, dass auf Grund hoher Nährstoffeinträge Staudenkulturen und verstärkt Spitz- und Bergahorn Einzug halten.

Beide Eichenarten benötigten Halbschatten, um keimen und sich entwickeln zu können. Vereinzelt umstürzende Bäume schaffen dafür ausreichend Raum. Ferner bieten Waldrandbereiche und bestehende Kleinlichtungen sehr guten Entwicklungsraum. Erfreulicherweise konnte damals die Exkursionsgruppe zudem mehrere Bestände an Jungbäumen der Traubeneiche feststellen.

Darüber hinaus dienen Wälder durch Aufnahme von Kohlendioxid sowie der Abgabe von Sauerstoff und Wasser als Teil einer dringend notwendigen Klimaregulierung und gehören somit zum bedeutsamen und unersetzlichen Teil des Klimaschutzes. Ferner dienen Wälder der Naherholung für die einem vielfältigen Stress ausgesetzte Menschheit. Ebenfalls fungieren sie als sehr bedeutsamer Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sowie spielen bei dem Schutz, dem Erhalt und der Entwicklung von Biotop- und Grünverbundräumen eine sehr wichtige Rolle.
Insofern ist eine andere Herangehensweise in den vielfältigen Schutzgebieten dringend nötig. Dazu zählt nunmehr ausschließlich die naturnahe und sukzessive Entwicklung der Waldgebiete am Ettersberg –insbesondere in den drei Naturschutzgebieten, im EU-Vogelschutzgebiet Ackerhügelland und im FFH-Gebiet Nr. 45 „Großer Ettersberg“ – zuzulassen. Eine Einstellung der Forstwirtschaft ist zudem nicht nur ein Ausdruck eines aktiven Schutzes von Umwelt, Natur und Landschaft sowie der Förderung eines nachhaltigen Tourismus, sondern ebenfalls ein Gebot der historischen Demut gegenüber der naheliegenden Gedenkstätte Buchenwald.

Von daher fordern Bürgerinitiative pro Ettersberg und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) den Freistaat Thüringen, die Stadt Weimar und den Landkreis Weimarer Land weiterhin auf, diese obengenannten Ansinnen endlich zu respektieren.
Ferner appellieren beide Organisationen an die Bevölkerung, auf der Petitionsplattform Change org. die Petition „Schützen Sie den Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar vor forstlicher Ausbeutung!“ mitzuzeichnen. Nur so ist es im konkreten Fall weiterhin möglich den Thüringer Landtag zum Handeln zu bewegen und die Thüringer Staatsregierung zu einem nachhaltigen Schutz und Erhalt des Waldgebietes Ettersberg als Teil eines umfassenden Biotopverbundes mit bewaldeten Erosionstälern, Gebüschen und ausgedehnten Streuobstwiesen zu drängen sowie die forstwirtschaftlichen Beeinträchtigungen zu beenden.

Die Petition „Schützen Sie den Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar vor forstlicher Ausbeutung!“ ist auf der Petitionsplattform Change org. unter folgendem Link zu erreichen:

https://www.change.org/p/sch%C3%BCtzen-sie-den-buchenwald-auf-dem-ettersberg-bei-weimar-vor-forstlicher-ausbeutung

Mit Stand vom 12.01.2018 haben bisher 46.128 Personen die Petition unterschrieben. Ferner hat der Petitionsausschuss des Thüringer Landtages eine öffentliche Anhörung auf den Freitag, den 02.02.2018 ab 16:00 Uhr festgelegt. Ort der öffentlichen Anhörung ist Jürgen-Fuchs-Straße 1 in 99096 Erfurt. Der AHA ruft zur regen und konstruktiven Teilnahme auf !

Darüber hinaus führen die Bürgerinitiative pro Ettersberg, Greenpeace Deutschland und der AHA am Samstag, den 20.01.2018 gemeinsam eine ca. dreistündige Neujahreswanderung im Bereich des Naturschutzgebietes „Prinzenschneise“ in Weimar durch. Im Rahmen dieser Exkursion ist vorgesehen der interessierten Öffentlichkeit über die Ausgangssituation zu informieren und eigene Vorschläge zum Schutz, zum Erhalt und zur Entwicklung des arten- und strukturreichen Waldgebietes darzulegen.

Treff ist 10:00 Uhr am Zugang zur Prinzenschneise an der B 85 – Buttelstedter Straße zwischen Weimar-Schöndorf und Großobringen

Ferner bekräftigt der AHA erneut seine Bereitschaft im Rahmen seiner ehrenamtlichen und gemeinnützigen Möglichkeiten sein Wissen sowie seine Erfahrungen einzubringen. Außerdem bietet sich der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA an, Interessenten eine Plattform zur Mitwirkung bereitzustellen. Wer Interesse hat sich ehrenamtlich für den Schutz, den Erhalt und die Entwicklung von Umwelt, Natur und Landschaft in Weimar & Weimarer Land einzusetzen, wende sich bitte an folgende zentrale Anschrift des AHA:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de


AHA fordert weiterhin und verstärkt nachhaltigen Schutz des Harzes

Mit großer Sorge hat der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) das weitere und fortgesetzte Festhalten der Stadt Wernigerode an dem Vorhaben aufgenommen, Teile des ihr anvertrauten Harzes mit einem ganzjährigen Erlebnisbereich inklusive Skipiste zu überziehen.

Dazu sei erneut aus dem Bericht des Ausschusses für Umwelt und Energie des Landtages Sachsen-Anhalt und Vertretern der Stadt Wernigerode am 09.09.2016 zitiert:

Vor Ort diskutierten sie über einen möglichen Ganzjahreserlebnisbereich am Berg inklusive Skipiste, die sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Chancen für die Region sowie mögliche Gefahren für die Natur.
Skilanglauf und Wandern haben in Schierke eine jahrzehntelange Tradition. Und wenn es nach der Stadt Wernigerode und vieler ihrer Bürger geht, dann könnten Einheimische und Gäste ab Dezember 2017 auch die Skipisten runtersausen. Denn die Stadt plant für ihren seit 2009 eingemeindeten Ortsteil Schierke den „ganz großen Wurf“: Seilbahn auf den Winterberg mit Beschneiungsanlage, Vernetzung des Skigebietes mit Braunlage, Bau einer Fußgängerzone mit Promenadencharakter durch den Ort, Neubau einer Arena mit vielfältiger Winter- und Sommernutzung sowie die Errichtung eines echten Ortszentrums auf dem Gebiet der ehemaligen Grund- und Sekundarschule mit neuen Hotels, Haus des Gastes und alles, was das Herz eines Touristen begehrt. Langfristiges Ziel ist es, „Schierke am Brocken“ als attraktiven Freizeit- und Erholungsort mit überregionaler Bedeutung deutlich zu stärken.

Investitionen in Höhe von 25 Millionen Euro
Das Gesamtinvestitionsvolumen liege bei etwa 25 Millionen Euro, erklärte Andreas Meling, Sprecher der Stadt Wernigerode in seiner Präsentation vor den Abgeordneten. Davon würden etwa 7 Millionen Euro von der Stadt Wernigerode übernommen, die entsprechende Fördermittel beim Land beantragt habe. Die übrigen knapp 18 Millionen übernehme ein privater Investor. „Wenn der Investor im Januar 2017 weiß, dass er bauen kann, fängt er im März an und will am 15. Dezember 2017 das erste Mal Skifahren“ – ein ambitionierter Zeitplan, der aber durchaus realisierbar sei, so Meling.

Christiane Hopstock, Ortsbürgermeisterin von Schierke, erinnerte daran, dass Schierke in den letzten 25 Jahren wegen des angrenzenden Nationalparks Harz kaum Entwicklungsmöglichkeiten gehabt habe. Mit dem privaten Investor gebe es nun eine einmalige Chance, die nie wieder kommen werde. Außerdem sei man bereits mittendrin in der Entwicklung, die bisher vom Land Sachsen-Anhalt unterstützt worden sei. In den vergangenen Jahren wurde beispielsweise eine Ortsumfahrung mit großem Parkhaus gebaut, ein Konzertpavillon im Kurpark errichtet und mit der Umgestaltung der Schierker Feuerstein Arena begonnen. Die Mehrheit der Schierker stehe vorbehaltlos hinter dem Projekt und fügte sie hinzu: „Wir Schierker lieben unsere Natur und würden einen Teufel tun und sie zerstören.“

Umweltverträglichkeitsprüfung läuft

Knackpunkt bei dem Großprojekt dürfte dennoch der Eingriff in die Natur werden, schließlich sollen laut Planung 20 Hektar Wald- und Moorgebiet aus einem geschützten Gebiet des Naturparks entnommen werden – eine Fläche etwa so groß wie 28 Fußballfelder, in unmittelbarer Nähe des Nationalparks Harz. Als Träger der Planung hat die Stadt Wernigerode im Sommer 2016 bei der obersten Landesentwicklungsbehörde Sachsen-Anhalts ein Raumordnungsverfahren beantragt, bei dem unter anderem eine Umweltverträglichkeits- und FFH-Verträglichkeitsprüfung erfolgt. Bis November 2016 soll das Verfahren abgeschlossen sein. Danach erhoffen sich Stadt und Investor Klarheit, ob es „unüberbrückbare Hürden für das Projekt gibt“ oder „Genehmigungsfähigkeit“, erklärte Stadtsprecher Meling.

Skepsis seitens des Umweltministeriums

In der anschließenden Diskussionsrunde im Rathaus Schierke gab es neben vielen positiven Stimmen auch kritische Fragen einzelner Abgeordneten. Zum Beispiel zum geplanten Naturspeichersee für die Beschneiungsanlage und die Auswirkungen auf die Kalte Bode, aus dem das Wasser entnommen werden soll. Ebenfalls kritisch hinterfragt wurden die Auswirkungen durch die Fragmentierung der Landschaft auf Flora und Fauna sowie die anvisierten Auslastungszahlen der Skianlage vor dem Hintergrund des Klimawandels.

Und natürlich wurde auch die Frage diskutiert, ob es der richtige Weg sei, für das Projekt 20 Hektar Wald und Moorgebiete zu opfern. Eher skeptisch äußerte sich auch ein Vertreter des Umweltministeriums. Dort werde das Projekt nicht als prioritär angesehen, es müssten eine ganze Reihe an Fragen gelöst werden, bis sich das Ministerium damit anfreunden könnte. , Zitat Ende

Zwischenzeitlich hatte das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie, mit ihrer Ministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert an der Spitze, ihre berechtigten Einwände gegen die geplanten massiven Eingriffe am Rand des Nationalparkes Harz dargelegt, welche zusammengefasst sich insbesondere auf die besonders schützenswerten 20 Hektar Wald- und Moorgebiet sowie der anderen Auswirkungen auf Kalte Bode und einen Schlag gegen den Klimaschutz beziehen. Das dabei der Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff (CDU), der Minister für Landesentwicklung und Verkehr Thomas Webel (CDU) und der Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung Prof. Dr. Armin Willingmann (SPD) Belange des Umwelt-, Natur-, Landschafts- und Klimaschutzes als unbeachtlich ansehen, ist dabei nicht verwunderlich, sondern zeugen von verheerender Kontinuität in der Landesregierung. So wie sich diese Mitglieder der Landesregierung Sachsen-Anhalt u.a. zum Verbau des Landes mit Autobahnen und Straßen, zum Umgang mit dem Wolf sowie zu dem Ausbau von Elbe und Saale verhalten, verherrlichen diese Leute auch die Vorhaben in Schierke. Dabei spielen offenbar EU-Regelungen zum Umgang mit Natur und Gewässern sowie das Klimaschutzabkommen von Paris keine oder maximal eine untergeordnete Rolle.

Nunmehr scheint der sogenannte Investor Gerhard Bürger aus Hildesheim ein weiteres Ass aus dem Ärmel zu ziehen – den sachsen-anhaltinischen Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Hartmut Möllring im Zeitraum von 2013 bis 2016 und davor in Niedersachsen 10 Jahre von 2003 bis 2013 Finanzminister. Dieser Mann mit dem Parteibuch der CDU ist bisher immer wieder und deutlich mit seiner Abneigung gegenüber Arbeitnehmerrechten sowie in Sachen Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz in Erscheinung getreten. Daher verwundert es nicht, dass der steuerlich finanzierte Pensionär nun sein Insiderwissen aus seiner dreijährigen Zeit in Sachsen-Anhalts CDU/SPD-Regierung und seine bestimmt noch sehr guten Kontakten zu den gegenwärtigen Regierenden in Magdeburg -insbesondere zur CDU- , aber auch zur SPD nutzt, um private Profitadressen über das Allgemeinwohl zu stellen. Der AHA fordert daher, dass derartige Verquickungen sofort und unwiderruflich zu unterbinden sowie andere bisherige bzw. gegenwärtige Seilschaften offenzulegen und endgültig zu kappen sind.

Ferner stellt sich die Stadt Wernigerode noch immer ein Armutszeugnis aus, indem sie aufzeigt mit Umwelt-, Natur- und Landschaftszerstörungen an touristische Attraktivität gewinnen zu wollen. Anstatt mit den bestehenden Schön- und Besonderheiten der Natur und Landschaft des Harzes zu locken und darauf einen vielfältigen und sanften Tourismus abzustimmen und zu entwickeln, möchte man stattdessen landschafts- und naturfremde Verbauungen vornehmen.

Der nunmehrige Gipfel des Unvermögens des sachsen-anhaltinischen CDU-Ministerpräsidenten mit Belangen des Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes umzugehen, ist die Anweisung an die grüne Umweltministerin, im Rahmen eines Flächentausches, die für das Seilbahnprojekt wichtigen Waldflächen, der Stadt Wernigerode zu übertragen. Somit verstärkt sich das skandalöse Bild der tiefen und offenbar unerschütterlichen Kumpanei von CDU-Mitgliedern in der Landesregierung mit dem im privaten Profitinteresse agierenden „Investor“ und eine Duldung und Unterstützung durch den SPD-Wirtschaftsminister erkennt. Dass da die Umweltministerin Dalbert hier von „Harz-Mafia“ spricht, ist da mehr als verständlich !

Dabei müsste auch bei der überwiegenden Zahl der Abgeordneten des Landtages des Landes Sachsen-Anhalt, der Landesregierung und der Stadt Wernigerode sowie anderer Befürworter des Vorhabens ferner angekommen sein, dass die Schneewahrscheinlichkeit auf Grund des Klimawandels sinkt. Dem dann mit Schneekanonen gegensteuern zu wollen ist ein weiterer Beitrag zum Klimawandel. Somit verstößt dieses Vorhaben nicht nur gegen jegliche rechtliche Grundlagen auf internationaler und europäischer Ebene und in Verantwortung von Bund und Land Sachsen-Anhalt, sondern auch gegen wissenschaftlich-fachliches Verständnis sowie einem Mindestgebot von Vernunft und Anstand.

Der AHA regt stattdessen ein länderübergreifendes Tourismuskonzept zwischen Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen an, welche den Schutz, den Erhalt und die darauf beruhende Entwicklung des Harzes und des Harzvorlandes berücksichtigt sowie zudem den Besucherinnen und Besuchern in vielfältiger Form ökologische, geologische, archäologische und historische Aspekte nahebringt. Nur ein Tourismus, welcher sich den Belangen des Schutzes von Umwelt, Natur, Landschaft und Klima unterordnet kann den Harz als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, als hydrologische Quelle für zahlreiche Fließgewässer sowie damit eng verbunden als Ort der Erholung und des Tourismus in der Naturschatzkammer bewahren.

Der AHA ist erfreut, dass sich bisher schon 5.405 Personen mit ihrer Unterschrift der Petition „Keine Naturzerstörung – für den Erhalt eines `NATÜRLICHEN Schierke`“ angeschlossen haben. In dem Zusammenhang ruft der AHA weitere Bürgerinnen und Bürger auf, die Petition zu unterzeichnen, welche unter folgendem Link zu finden ist:

Auf jeden Fall ist der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA bereit daran mitzuwirken sowie Interessenten zu gewinnen, welche sich für den Schutz, Erhalt und Entwicklung des Landschafts- und Naturraumes Harz einsetzen möchten.
Der AHA ist unter folgender zentralen Anschrift zu erreichen:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Internet: http://www.aha-halle.de
E-Mail: aha_halle@yahoo.de