AHA führt Herbstexkursion in die Burgaue durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) hält es für dringend nötig sich verstärkt für den Schutz und Erhalt von Auenlandschaften einzusetzen. In dem Zusammenhang möchte der AHA seine diesbezüglichen Aktivitäten auch in den Auenlandschaften von Leipzig und Umgebung verstärken.

Auf Grund der weiterhin angedachten Abholzungen im Rahmen einer teilweisen Wiedereinführung der Mittelwaldwirtschaft und einer damit verbundenen weiteren Bedrohung der Auenwälder in Leipzig, lädt der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) zu einer Herbstexkursion am Samstag, den 26.11.2016, Treff: 10.00 Uhr am Haus „Auensee“ in die ca. 277 ha große Burgaue ein.

Der AHA sieht es als absolut erforderlich an, generell Auenwälder als eine der arten- und strukturreichsten Biotope in den gemäßigten Zonen zu erhalten, zu sichern und zu schützen. In dem Zusammenhang hält es der AHA für dringend geboten ist, dass bereits jetzt naturschutzrechtlich gesehen Auenwälder einen besonderen Schutz genießen müssen. In der Burgaue kommt noch hinzu, dass dort ca. 270 ha als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind und daher hier besonders auf naturnahere bzw. naturnahe Entwicklungen zu orientieren sind. Ferner gilt es derartige Auenwälder als bedeutsame Lebens- und Rückzugsräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, als potenziellen Hochwasserraum sowie als Ort der sanften Naherholung für die Menschen der Region zu betrachten. In dem Sinne ist eine rein forstwirtschaftliche Nutzung zu kommerziellen Zwecken nicht zu akzeptieren.

Der AHA hält es zum Beispiel stattdessen zukunftsbedeutsamer die Eintiefung der Neuen Luppe zu stoppen und Renaturierungen des Gewässerlaufes zu prüfen, weiterhin Möglichkeiten der länderübergreifenden Reaktivierung der abgeschnittenen Altarme der Weißen Elster und der Luppe ökologisch, hydrologisch und ökonomisch zu untersuchen sowie eine Ausweitung der Retentionsflächen anzugehen. Somit wäre beispielsweise bessere Einbeziehung der Auenwälder in das Überflutungsregime von Weißer Elster und Luppe möglich. Zudem könnte neben der Wirkung für den Hochwasserschutz ein zurückdrängen weniger wassertoleranter Gehölzarten wie Spitzahorn erfolgen. Daher favorisiert der AHA statt des Neubaus des Nahleauslassbauwerks umfassende Deichrückverlegungen zu untersuchen und letztendlich umzusetzen.

Im Zusammenhang mit den angedachten Abholzungen in der Burgaue sowie des nunmehr realisierten Neubaus des Nahleauslassbauwerks hält es der AHA für dringend geboten in Form einer Herbstexkursion auf das Problem hinzuweisen sowie den Schutz und Erhalt bzw. die Gewährung einer naturnahen Entwicklung der bestehenden Auenwälder einzufordern.

In dem Zusammenhang möchte der AHA seine Unterstützung zu den Überlegungen von Herrn Wolfgang Stoiber darlegen, welche eine Beantragung des Leipziger Auengebietes als UNESCO-Weltkulturerbe beinhalten.

Ferner beabsichtigt der AHA Möglichkeiten aufzeigen, wie ehrenamtliche Interessenten für den Schutz und Erhalt der Auenlandschaft mitwirken können und in dem Blickfeld seine im Aufbau begriffene Regionalgruppe Leipzig und Umland vorstellen.

Darüber hinaus erhofft sich der AHA ausdrücklich auch einen umfassenden, fachlich-inhaltlich-interdisziplinären und einen weniger emotionalen Dialog aller Verantwortlichen und Interessenten vor Ort.

Auf jeden Fall wünscht sich der AHA eine rege Beteiligung.

Weitere Kontaktmöglichkeiten bestehen unter folgendem Kontakt.

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Regionalgruppe Leipzig und Umland
Otto-Adam-Straße 14
04157 Leipzig
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet: https://www.aha-halle.de


Das Naturschutzgebiet Forstwerder und das flächenhafte Naturdenkmal Klausberge sind wichtige Bestandteile vom Saaletal in Halles Norden

Es ist morgens gegen 10:00 Uhr am 12.11.2016, als sich Mitglieder des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) auf dem Weg über die Bogenbrü-cke zum Naturschutzgebiet Forstwerder in Halle-Trotha begeben. Auf dem Forstwer-der angekommen, beginnen die Anwesenden in Fortsetzung des von Starkregen ge-prägten 12. Freiwilligentages der Freiwilligenagentur Halle-Saalekreis am 17.09.2016 und des Arbeitseinsatzes am 08.10.2016 weiter den Zustand der Absperrungen an früheren Wegen und Trampelpfaden in dem ca. 7 ha großen Schutzgebiet nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat (FFH)- Richtlinie und NSG an mehreren Stellen zu ergänzen und zu verbessern.

Das Naturschutzgebiet Forstwerder und das flächenhafte Naturdenkmal Klausberge sind wichtige Bestandteile vom Saaletal in Halles Norden
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Das Ziel der Maßnahmen ist die Schaffung eines abgesperrten Bereiches im Nordteil und am Südwestufer des NSG und FFH-Gebietes im Anschluss an das Saalewehr der Saaleaueninsel in Halles Norden, um eine ungestörte naturnahe Entwicklung zu er-möglichen. Ferner dient es der Sicherheit, da die steilen Prallhänge durch Abbrüche immer wieder Veränderungen unterliegen.

Jedoch sind die Arbeiten noch nicht abgeschlossen, so dass es noch einer Fortsetzung im Jahr 2017 bedarf.

Im Anschluss an dem Arbeitseinsatz am 12.11.2016 nahmen Mitglieder des AHA noch den Saaleabschnitt zwischen dem Naturschutzgebiet Forstwerder in Halle-Trotha und dem flächenhafte Naturdenkmal (FND) Klausberge in Augenschein. Wie bereits am 17.09.2016 und am 08.10.2016 festgestellt, hatte man am Zaun zum Nordbad eine große Pappel und Gehölz in ihrem Umfeld komplett beseitigt. Diese Aktion ist ein wei-terer Beleg für den respektlosen Umgang mit Umwelt, Natur und Landschaft sowie ihrer Flora in der Stadt Halle (Saale). Ein weiteres Beispiel lieferten die Massenabhol-zungen im Saaleuferbereich des flächenhaften Naturdenkmals Klausberge, welches eine Größe von ca. 4,9 ha aufweist, sich zwischen 15 bis 20 m über dem Niveau der Saale befindet sowie vom Oberen Halleschen Porphyr geprägt ist. Dabei waren sich die AHA-Mitglieder einig, dass die Trocken- und Halbtrockenrasengesellschaften, durch sukzessiv entstandene Wald- und Gehölzstrukturen zu den ökologisch und land-schaftlich bedeutsamsten Standorten im Stadtgebiet von Halle (Saale) gehören und eines nachhaltigen Schutzes bedürfen. Das erfordert jedoch ein verstärktes bürger-schaftliches Engagement, um dem verantwortungslosen Handeln der Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) Einhalt gebieten sowie eigene Vorschläge einbringen zu kön-nen und somit eine echte Demokratie zu leben.

Wer Interesse hat daran mitzuwirken, kann sich ehrenamtlich in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von AHA und Initiative „Pro Baum“ zum Forstwerder und Klausbergen einbringen und wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)

Tel.: 0345 – 2002746
Fax.: 01805-684 308 363
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet: https://www.aha-halle.de

Fotos Dietmar Hörner


AHA hält verstärkten Schutz und Erhalt von Umwelt, Natur und Landschaft zwischen den Städten Eisleben und Sangerhausen für dringend geboten

In seinem ständigen und sehr deutlichen Bestreben dem Schutz, Erhalt und Entwicklung von Umwelt, Natur und Landschaft mehr Gewicht in der Gesellschaft und der politischen Wahrnehmung zu verschaffen, führt der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) u.a. regelmäßig Exkursionen zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch. So auch am Samstag, den 23.04.2016 in die sehr vielfältige Natur und Landschaft zwischen den Städten Eisleben und Sangerhausen.

Nach dem Start am Bahnhof Eisleben begaben sich die Exkursionsteilnehmer, welche sich aus mehreren AHA-Mitgliedern sowie den sehr fundierten Regionalhistoriker Dieter Vopel zusammensetzten nach Helfta. Hier nahm sie der Heimatforscher Hans Herrmann im Empfang. Mit seiner umfassenden fachlichen Kompetenz und seiner ausgeprägten Ortskenntnis schilderte Hans Herrmann den anwesenden Exkursionsteilnehmern die Entwicklung des Alten Helfta, welche u.a. eng mit der Bedeutung als Knotenpunkt von Handelswegen aus allen Richtungen sowie der Burganlage Helfta zwischen Große Klaus – Altes Dorf- sowie Kleine Klaus -Hohenburg- verbunden ist. Seine Ausführungen veranschaulichten deutlich und einprägsam einen sehr bedeutsamen Teil deutscher Geschichte in einer Region, welche häufig vorrangig mit dem in Eisleben geborenen und gestorbenen bedeutenden Reformator Martin Luther in Verbindung gebracht wird. Den Hüttengrund, welcher den Großen und Kleinen Klaus trennt durchfließt der ca. 5 km lange Hüttengrundbach, welcher in den Jahren 1508 bis vermutlich 1550 von zahlreichen Hütten geprägt war. Die verbliebenen Schlackehalden bilden heute die Basis von zahlreichen Trocken- und Halbtrockenrasenflächen. Weitere angrenzende Flächen zeugen noch von einst vielfältig vorhandenen Streuobstflächen. Somit stellt sich der von einigen Stollen mit Wasser gespeiste Hüttengrundbach und sein Tal als arten- und strukturreiches Refugium dar, welches es aus ökologischen, archäologischen und historischen Gründen besonderen Schutz und Entwicklung bedarf. Dazu gehört u.a. die Wiederherstellung der Streuobstbestände an den Südhängen, welche einst aus hochstämmigen Süßkirschen bestand.

Im Anschluss daran führte die Exkursion durch eine stark bergbaulich geprägte Agrarlandschaften, welche durch Kleinhalden und Erdfälle gekennzeichnet ist. Bei Neckendorf betritt nach der Überquerung des Salzgrabens die Exkursionsgruppe das Bornstedter Holz. Offenbar ist hier der zuständige Forst bestrebt nicht nur viel Holz zu fällen, sondern dieses mittels Holzvergabescheine gewinnbringend unter die Bevölkerung zu bringen. Stark geschotterte Wege sind ein weiterer Ausdruck dafür, dass man offenbar wenig auf einen nachhaltigen Umgang mit dem Wald setzt. In dem Zusammenhang warensich die Exkursionsteilnehmer schnell einig, dass ein schnelles und massives Umsteuern unerlässlich ist. Insbesondere in Bezug auf das eingebettete 36,5 ha große Naturschutzgebiet „Eislebener Stiftsholz“, welches seit dem 01.05.1961 unter Schutz steht und nunmehr ebenfalls den Schutzstatus als europäisches Schutzgebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie genießt. Als Traubeneichen-Hainbuchenwald mit vereinzelten Rotbuchen eingestuft und einer weitgehend gut ausgeprägten Schichtung in Baum-,Strauch- und Krautzone gekennzeichnet, gilt das Naturschutzgebiet als sehr wichtiger Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Nach Auffassung der Exkursionsteilnehmer gehören dazu keine Abholzungen vorzunehmen sowie die vereinzelte Vermüllung zu beseitigen und künftig zu verhindern.

Im Anschluss daran führte die Exkursion in die Gemeinde Bornstedt, welche wiederum zur Verbandsgemeinde Mansfelder Grund – Helbra gehört. Nach einem Aufenthalt auf der vermutlich um 800 erbauten Burg Bornstedt, begaben sich die Exkursionsteilnehmer einen Weg in den Ort, welcher am 06.05.2013 zu folgender Presseerklärung des AHA führte, Zitat:

AHA erhebt schwere Bedenken zum Wegebau zur Burg Bornstedt

Die Gemeinde Bornstedt (Verbandsgemeinde Mansfelder Grund – Helbra) hat mit einem Wegebau zur Burg Bornstedt begonnen. Gefördert wird das Projekt durch das europäische LEADER – Förderprogramm – Projekt Nr. 34 mit 170 000,00 Euro.
Irreführend wird der Wegebau auch als Sanierung bzw. Landschaftsarbeiten dargestellt.

In der Anlage 2 – Naturschutz – zum Flächennutzungsplan Verbandsgemeinde Mansfelder Grund – Helbra ist mit dem Namen Burgberg Bornstedt Code Nr. GB_0820ML_ eine Fläche von 35.550 Quadratmetern Trockenrasen (Kalkmagerrasen) nach § 30 BNatSchG sowie § 22 NatSchG LSA als gesetzlich geschütztes Biotop ausgewiesen. Anteilig existiert ein Flächennaturdenkmal. Das Biotop befindet sich am Südhang der Burg.

Dieser Weg, welche sich über eine weite Strecke als Hohlweg darstellt, soll auf einer Länge von 400 Metern auf einer Breite von 3 Metern einen vollen Ausbau mit Asphaltdecke erhalten. Als Grund geben die Planer u.a. die Verbesserung der Erreichbarkeit der Burg mit Transport- und Baufahrzeugen an, welche aus Mitteln des LEA-DER – Förderprogramm Projekt Nr. 35 saniert werden soll.

Es ist festzustellen, dass die Sanierung der Burg wegen ihres maroden Zustandes und der von ihr ausgehenden Gefahren völlig unstrittig ist.
Der Weg zur Burg windet sich serpentinenartig zum Parkplatz der Burg.

Eine Asphaltierung des Weges auf drei Meter erfordert eine Verbreiterung des Weges über weite Strecken, da dieser an der Sohle keine drei Meter breit ist.
Das heißt, dass eine Zurücksetzung der Steilwände des Weges erfolgen müsste.

Die zu erwartenden Folge ist, dass Lebensraum verloren geht und in diesem Bereich verstärkte Erosion zu erwarten ist, da mit den Bauarbeiten eine Entfernung des Oberflächenbewuchses einhergeht.
Das Biotop hat eine große Bedeutung aus herpethologischer, entomologischer, ornithologischer und botanischer Sicht.

Richtigerweise wirbt die Gemeinde Bornstedt damit, dass „die im Frühjahr am Fuße des Burgberges blühenden unter Schutz stehenden Adonisröschen ein wahrer Anziehungspunkt für alle Naturliebhaber aus nah und fern“ sind.
Die negative Beeinflussung des Biotops könnte zum Verschwinden des Vorkommens der Adonisröschen führen und nicht nur dazu.

Gemäß § 30 (1) BNatSchG (2010) sind bestimmte Teile von Natur und Landschaft, die eine besondere Bedeutung als Biotope haben gesetzlich geschützt.

Handlungen, die zu einer Zerstörung oder einer sonstigen erheblichen Beeinträchtigung der in § 30 (2) aufgeführten Biotope führen sind verboten. Zu diesen aufgeführten Biotopen zählt der Trockenrasen. Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) sieht durch den geplanten Wegebau eine solche erhebliche Beeinträchtigung für gegeben, durch

  1. die Verbreiterung des Querschnittes des Hohlweges und die Zerstörung der Steilwände,
  2. die Veränderung der Oberflächenstruktur in diesem Bereich,
  3. der Lockerung des Erdmaterials und der folgenden verstärkten Erosion,
  4. die Verinselung des Biotops,
  5. die Versiegelung einer Fläche von über 1.200 Quadratmetern,
  6. den aufgebrachten Asphalt der die Oberflächentemperatur des Weges gegenüber der Umgebung besonders bei intensiver Sonneneinstrahlung in dieser Südlage stark erhöht und den Artenaustausch erschwert bzw. ganz unterbindet,
  7. die Anbringung der neun Laternen ist Lichtverschmutzung zu erwarten, welche negativ auf Tierarten des Biotops auswirkt,
  8. die Vernichtung von spezifischen Lebensraum für Pflanzen und Tiere an den Steilwänden des Hohlweges, die Abholzung eines existierenden Baumbestandes, welcher durch eine Ersatzpflanzung von 50 Laubbäumen am Ortsrand keinen vollwertigen Ersatz finden kann,
  9. den dem Biotop durch die Oberflächenentwässerung entzogenen Niederschlag, was sich besonders in immer häufiger zu erwartenden extremeren Trockenperioden, besonders in diesem schon regenarmen Gebiet negativ niederschlägt,
  10. die Veränderungen in der tiefergelegenen Struktur des Weges durch Oberflächenentwässerung und Laternenbau.

Die sich durch den Wegebau erhofften Verbesserungen des „Erholungswertes“ und der günstigeren Bedingungen für die Durchführung von Veranstaltungen stehen unverhältnismäßig den zu erwartenden und bereits eingetretenen Zerstörungen und Beeinträchtigungen von Natur und Umwelt gegenüber.

Sehr bedenklich ist die Abholzung von Bäumen im April, allein schon aus dem Blickwinkel, dass die Vogelwelt ihre Reviere verteilt und zu brüten begonnen hat.

Bei der Beurteilung der Auswirkungen ist der zu erwartende wohl ansteigende Fahrzeugverkehr mit den zwangsläufig steigenden Emissionen noch unbeachtet geblieben.

Offensichtlich ist in Vorbereitung des Bauvorhabens kein Gutachten erstellt worden und auch eine Einbeziehung von Umweltverbände im Vorfeld fand nicht statt.

Interessant ist im Zusammenhang mit dem Wegebau, dass das Biotop sich in unmittelbarer Nähe zum FFH – Gebiet 0111 LSA „ Eislebener Stiftsholz“ befindet. Eine notwendige Erweiterung, dürfte mindestens wesentlich erschwert werden.

Durch die bisher erfolgten Arbeiten sind bereits erhebliche Beeinträchtigungen und Zerstörungen eingetreten, so z. B.

  1. die Zerstörung der Steilhänge -einschließlich des flächenhaften Naturdenkmals (FND)- und den dadurch entstandenen Verlust wertvollen spezifischer Lebensraumes,
  2. den Wegebau über den Parkplatz der Burgruine hinaus bis zum Sportplatz, so dass auch hier eine starke negative Veränderung von wertvollem Lebensraum festzustellen ist
  3. die Vernichtung der Flora der Hangbereiche
  4. eine in bezug auf die Bauarbeiten völlig überflüssige Beeinträchtigung von Trockenrasen durch eine großflächige Aufbringung von Erde,
  5. die Aufschüttungen auf dem Weg sind die Trennung des Biotops von der Umgebung weit fortgeschritten und die Verinselung mit nicht kalkulierbaren negativen Folgen hat begonnen.

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) fordert aufgrund negativen Auswirkungen auf Natur und Umwelt den Wegebau in der Form einer Asphaltierung zu stoppen.

Bedenklich aus finanzwirtschaftlicher Sicht und nicht nachvollziehbar ist, dass der Wegebau mehr Kosten verursacht, als die Sanierung des historischen Turmes der Burg.

Die Bauarbeiten zeigen die mangelnde Verantwortung der Verantwortlichen verschiedener Ebenen für Natur und Umwelt.

Es ist klar erkennbar. Der Ausbau und die damit eng verbundene Asphaltierung des Weges sowie die damit einhergehende Zerstörung von wertvollen bedeutenden Naturraum unter Verwendung erheblicher Fördermittel erfolgt hier offenbar um Einzelinteressen zu genügen.
So darf keine zukünftige Entwicklung der Region aussehen.“, Zitat Ende

Die Inaugenscheinnahme vor Ort und die blühenden Frühlingsadonisröschen bestätigten die Aktualität und weiterbestehenden Bedenken zu den bereits vollständig durchgeführten Bauvorhaben.

In der Ortslage Bornstedt vermittelt die Rohne, welche eine Gesamtlänge von ca. 19 km umfasst, zwischen Blankenheim und Klosterrode entspringt und südöstlich von Allstedt in die Helme mündet, ein recht unterschiedliches Bild. Teilweise weist das Bett des Fließgewässers naturnahere Elemente aus, während in der direkten Ortslage vollständige Naturferne aus Betoneinfassung das Bild prägt. Nach Auffassung der Exkursionsteilnehmer erscheint es sinnvoll zu sein, wissenschaftlich fundiert Möglichkeiten zu untersuchen, inwieweit wenigstens streckenweise die Naturferne des Rohneverlaufs in Bornstedt ihr Ende finden kann. Der Rohneverlauf in Richtung Klosterrode weist am Ortsausgang Bornstedt massive Einbindung in eine intensive Viehhaltung aus, was sich durch Absperrungen und massive Abweidungen zeigt. Dadurch verliert die Rohne naturnahere Entwicklungsmöglichkeiten und ist mit starken Nährstoffeinträgen konfrontiert. Bis zur Einmündung des Kuhfassbaches besitzt die Rohne noch einen Mindestentwicklungsraum, welcher oberhalb dieses Mündungsbereiches am südwestlichen Ufer fast vollständig verloren gegangen ist. Auch hier gilt es unbedingt Gewässerschonstreifen von mindestens 10 m Breite einzuräumen, um eine naturnahere Entwicklung zu ermöglichen.

Mit dem Betreten von Klosterrode entdeckten im Südostzipfel des Geländes von Gut und Kloster einen stark eutrophierten Teich, welcher teilweise von Silberweiden eingesäumt ist. Nordwestlich schließt sich eine offenbar überweidete Fläche an, wo bereits die Bodenvegetation zerstört ist. Vermutlich führen Niederschläge zu Bodenerosionen mit starkem Nährstoffeintrag. Hier gilt es schnell und unverzüglich Abhilfe zu schaffen. Vorstellbar wäre die Schaffung einer Streuobstwiese, einer unregelmäßig gemähten Wiese oder bzw. und einer Sukzessionsfläche. Neben der Erhöhung der Arten- und Strukturvielfalt ist mit einer Beendigung der Bodenerosion eine Abpufferung der Nährstoffeinträge möglich.

Das Waldgebiet zwischen Blankenheim, Klosterrode, Beyernaumburg, Riestedt und Emseloh ist von starken forstwirtschaftlichen Eingriffen mit schwerer Technik geprägt. Dabei weist das Waldgebiet mit vereinzelten Feuchtgebieten und strukturreichen Bereichen ähnliche bis gleiche Entwicklungsmöglichkeiten wie das Naturschutzgebiet „Eislebener Stiftsholz“ auf. Die Exkursionsteilnehmer sehen daher die dringende Notwendigkeit einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung, welche eine behutsamere Gehölzentnahme sowie Belassung unbewirtschafteter Waldbereiche beinhaltet.

Im Bereich der Obermühle treffen die Exkursionsteilnehmer auf den Rohrbach, welcher fast parallel zum Mühlenbach verläuft, bevor beide Fließgewässer ab nordöstlich von Emseloh einen gemeinsamen, streckenweise sehr naturnahen Lauf haben. Mit dem Rohrbach ist bis zur Trennung in Riestedter Bach und Rohrgraben unweit der Schäferei Kaltenborn eine sehr vielfältige Auenlandschaft mit Gehölzen, Teichen, Wiesen und Röhrichtbereichen verbunden. Der Riestedter Bach ist weitgehend ähnlich ausgeprägt. Für die Exkursionsteilnehmer ist damit der dringende Appell verbunden diese Gewässer- und Auenstruktur nicht nur zu schützen, sondern Möglichkeiten und Raum einer sukzessiven Ausweitung zuzulassen.

Die Exkursion führte entlang des Rohrgrabens, welcher trotz Sohl- und Uferversiegelung. naturnahere Gehölz-, Stauden- und Wiesenstrukturen ausweist. Nach Auffassung der Exkursionsteilnehmer könnte eine wissenschaftliche Prüfung erfolgen, inwieweit der Rohrgraben auch ohne Sohl- und Uferbefestigung Wasser führen könnte. Somit wäre ggf. eine Entwicklung einer, der temporären Wasserführung angepassten Fauna und Flora möglich.

Die Exkursion endet schließlich bei der Einmündung des Riestedter Baches in die ca. 17 km lange Gonna, welche zwischen Grillenberg und Wippra entspringt und südlich von Sangerhausen in die Helme mündet. Das Flüsschen ist innerhalb der Stadt Sangerhausen sehr stark naturfern geprägt. Auch hier gilt es mit Hilfe einer umfassenden wissenschaftlichen Bearbeitung Möglichkeiten der Renaturierung zu prüfen.

Zum Abschluss der ca. 45 km langen Fußexkursion waren sich die Exkursionsteilnehmer einig, dass die Landschaft und Natur zwischen den Städten Eisleben und Sangerhausen sehr arten- und strukturreich in Erscheinung tritt. Prägend sind Fließ- und Standgewässer, ausgedehnte Wald- und Feldflächen, Bergbaufolgelandschaften sowie Wiesen- und Obstbestände.

Für den AHA besteht das sehr große Interesse sich verstärkt für den Schutz, Erhalt und die Entwicklung dieser Region mit ihrer vielfältigen Landschaft und Natur einzusetzen. Daher strebt er die Bildung einer ehrenamtlichen Regionalgruppe Eisleben-Hettstedt-Mansfeld-Sangerhausen an.
Wer Interesse hat daran mitzuwirken, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
Fax.: 01805-684 308 363
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet: https://www.aha-halle.de


AHA fordert nachhaltigen Umgang mit Hochwasser sowie Schutz von Umwelt, Landschaft und Natur der Querne

Die etwa 12 km lange Querne ist ein recht wechselvolles Fließgewässer. Insbesondere der Gewässerlauf oberhalb von Lodersleben zeichnet sich als interessanter naturnaher Abschnitt mit zahlreichen Mäandern und artenreicher Vegetation aus. Vereinzelte Quellen bereichern das Gesamtbild. Jedoch bereits kurz vor Lodersleben sind im Gegensatz dazu deutlich die Ergebnisse von Begradigungsmaßnahmen zu erkennen. Auch die Gewässerqualität verschlechtert sich zunehmend bis zum Zusammenfluss mit dem Weidenbach bei Obhausen. Während die biologische Wassergüte oberhalb von Lodersleben noch die Einstufung in die Klasse II (mäßig belastet) ermöglicht, weist der Abschnitt zwischen Lodersleben und Querfurt die Klasse III (stark verschmutzt) sowie der Bereich unterhalb von Querfurt bis zum Zusammenfluss mit dem Weidenbach die Klasse IV (übermäßig verschmutzt) aus. Neben dem Eintrag von Nährstoffen aus der Landwirtschaft bilden ungeklärte Abwässer dafür die Ursache. Dies verdeutlichen auch Angaben der chemischen Gewässergüte. Während der Sauerstoffgehalt des Wassers flussabwärts immer mehr abnimmt, erhöhen sich beispielsweise die Gesamtstickstoff und –phosphorwerte.

Auf Grund der potenziell hohen Entwicklungsmöglichkeiten, was der Querneoberlauf nur so deutlich manifestiert, ist eine weitere Verbesserung des Zustandes auch in den unteren Gewässerabschnitten möglich. Dazu gehören die Schaffung von Gewässerschonstreifen von mindestens 10 m und die Beendigung von Abwassereinleitungen jeglicher Art. Das Oberlaufgebiet der Querne sollte einschließlich bestehender Schutzgebiete (z.B. der Trollblumenwiese) als zusammenhängendes Naturschutzgebiet ausgewiesen werden. Die genauen Grenzen könnten im Ergebnis von wissenschaftlichen Studien in Form von Praktikums- bzw. Diplomarbeiten von Studenten erfolgen. Als Partner kämen u.a. dafür die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und die Hochschule Anhalt in Bernburg in Frage.

Die vom Land Sachsen-Anhalt geplante Errichtung eines Hochwasserrückhaltebeckens für sogenanntes hundertjähriges Hochwasser oberhalb von Querfurt stellt jedoch einen zerstörerischen Eingriff in die Aue der Querne dar und widerspricht somit auch der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Stattdessen gilt es verstärkt die obengenannten Gewässerschonstreifen zu sichern sowie Möglichkeiten des Rückbaus von Versiegelungen und Verbauungen im Hochwassereinzugsgebiet der Querne zu prüfen und ggf. umzusetzen. Ferner gilt es die Mäandrierung des Gewässers durch Störsteine und –hölzer zu befördern.

Hier verdeutlichen die Planer, dass keine weiteren Varianten, außer die eines künstlichen Hochwassereinstaus, untersucht und beplant worden sind. Grundsätzlich sei vermerkt, dass Hochwasser in einer intakten Aue notwendig ist und erst der Mensch sie zur Katastrophe gemacht hat. Dazu gehören Veränderungen am Gewässerverlauf und –zustand sowie Baumaßnahmen in der Aue. Die vorliegenden Unterlagen beinhalten keine Hochwasserrisikokarten beispielsweise für Querne und Weida. Erst diese ermöglichen einen nachhaltigen Umgang mit Hochwasser zu untersuchen und entsprechende Maßnahmen zu planen bzw. zu ergreifen. Ferner findet keine Erläuterung statt, welche örtlichen Maßnahmen im Umgang mit Hochwasserschutz alternativ einer Untersuchung unterzogen wurden. Nach Auffassung des AHA gehören folgende Punkte dazu:

  1. Überprüfung aller Bebauungen und Versiegelungen in der Aue sowie Festsetzung möglicher Beräumungs- und Entsiegelungsgebiete.
  2. Beschaffung mobiler Hochwasserschutzwände, welche sich z.B. in Köln bewährt haben. Kompetenter, diesbezüglicher Ansprechpartner ist zum Beispiel Herr Reinhard Voigt von der Stadt Köln.
  3. Nichtzulassungen neuer Bodenversiegelungen und Verbauungen
  4. Prüfung der Möglichkeiten des „Haltens“ des Hochwassers in den Bereichen des Oberlaufes der Querne (keine Kahlschläge in den Hangwäldern, Beseitigung von Bodenversiegelungen etc.)
  5. Entwicklung eines umfassenden Frühwarnsystems gekoppelt mit dem meteorologischen Dienst
  6. Verlegung von Kleingartenanlagen im östlichen Stadtgebiet von Querfurt, welche sich direkt an der Querne befinden.
  7. Einbeziehung des trockengefallenen früheren Mühlgrabens

Die Unterlagen verdeutlichen stattdessen, dass seit dem Jahre 1994 wertvolle Zeit verstrich, um sich mit einem nachhaltigen und modernen Programm zur Vermeidung und Umgang von Hochwasser zu befassen, was nicht mit erneuter Zerstörung von Naturund Landschaftsraum einhergeht.

Ferner sei vermerkt, dass dieser Staudamm auch keinen hundertprozentigen Hochwasserschutz gewährleisten kann. Zudem ist im Stauraum des Damms bei Hochwasser mit starker Einspülung von Sedimenten und Geröll zu rechnen, welche einen enormen personellen und technischen Beräumungsaufwand erfordern und neben der nachhaltigen Störung der vorhandenen Auen- und Gewässerstruktur und damit verbunden von Fauna und Flora zur Minderung des Stauraumes führt. Zudem ist dann mit massiven Verschlechterungen der Wasserqualität zu rechnen, welche sich je nach Einstaulänge erheblich weiter verschlechtern könnte. Die nach WRRL eingeforderte und durchaus vorhandene biologische Gewässergüte II-III wäre dann akut gefährdet. Darüber hinaus sorgt dieser Damm für einen Einstau von Kalt- und Frischluft. Ein Abfluss in die Stadt Querfurt wird somit stark eingeschränkt, wenn nicht gar unterbunden. Ferner führt das angedachte Bauwerk zur Störung des Landschaftsbildes. Abgesehen davon, dass Hochwasserzeiträume und –abstände sich nicht an menschliche Schemata halten und der angedachte 7,60 m hohe und 140 m breite Damm eine großzügige „Präventivmaßnahme“ auf Kosten von Natur, Landschaft und des Steuerzahlers darstellt. Die Querne zeigt in dem Bereich ein umfassendes Bestreben der Mäandrierung auf, welches in den gehölzfreien Bereichen des Gewässers sogar verstärkt zu befördern gilt. Neben der Weiterentwicklung zu naturnaheren Gewässerstrukturen, wie oberhalb von Lodersleben, erfolgt durch die Wechselwirkung von Prall- und Gleithängen eine Verlangsamung des Abflusses. Darüber hinaus verhindert das eine weitere Eintiefung des Gewässers. Ein flacheres Fließgewässer gibt nämlich eher Hochwasser an die Aue ab, was dann erst mal nicht weiter –hier z.B. in die Stadt Querfurt- abfließen kann. Zudem sollte der angedachte Stauraum eher für eine sukzessive Entwicklung eines Auenwaldes zur Verfügung stehen.

Ein umfassender, standortgerechter Gehölzbestand sorgt für eine massive Abbremsung einer Hochwasserwelle. Zudem sorgt ein derartiger Gehölzbestand für eine „Reinigung“ des Fließgewässers. Ein Auenwald erhöht zudem die landschaftliche und ökologische Vielfalt sowie bietet einen umfassenden Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Die gegenwärtig kaum vorhandenen Gewässerschonstreifen sind für so eine Entwicklung keinesfalls förderlich. Daher ist die Schaffung von Gewässerschonstreifen von mindestens 10 m im Gesamtbereich von Querne und später auch in der Weida dringend notwendig.

Für den AHA ist daher keinesfalls korrekt bei der angedachten Errichtung eines Hochwasserrückhaltebeckens für sogenanntes hundertjähriges Hochwasser oberhalb von Querfurt von einer ökologisch verträglichen Maßnahme zu sprechen. Der einst geplante 7,60 m hohe und 140 m breite Damm sorgt auf jeden Fall für eine nachhaltige Störung des Landschaftsbildes im Quernetal zwischen Querfurt und Lodersleben. Auf Grund der hohen Frequentierung durch Spaziergänger und Touristen führt daher diese Störung zu einer massive Beeinträchtigung großer Teile der Bevölkerung und ihrer Gäste.

Daher sieht der AHA es als unverantwortlich und ignorant an, am 17.11.2016 die Grundsteinlegung vorzunehmen. Die nunmehr aus CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grüne bestehende Landesregierung Sachsen-Anhalts bringt damit klar und deutlich eine Fortsetzung der Politik gegen den Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft sowie eines nachhaltigen Umgangs mit Hochwasser zum Ausdruck.

Davon ausgehend beabsichtigt der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) eine Arbeitsgruppe Querne zu bilden. In ihr können sich interessierte Menschen, aber auch Organisationen, zusammenfinden, welche sich aus der Sicht des Umwelt- Landschafts- und Naturschutz ehrenamtlich für den Erhalt, Schutz, Pflege und Betreuung der Querne einsetzen möchten. Eine Einbeziehung der Querne- Nebengewässer ist perspektivisch ebenfalls vorgesehen und hängt auch deutlich vom Interessentenkreis ab. Wer sich für eine derartige Gruppe und ihrer möglichen Inhalte interessiert, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V.

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/2002746
Fax.: 01805-684 308
Internet: https://www.aha-halle.de
E-Mail: aha_halle@yahoo.de

oder

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V.
Ortsgruppe Merseburg/Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt – Bärtl (UBM)
Weiße Mauer 33
06217 Merseburg
Tel.: 0176 – 52562945
E-Mail AHA : aha_halle@yahoo.de
E-Mail UBM: ubh2004@yahoo.de


Initiative „Pro Baum“ und AHA halten weiterhin Entwicklung des halleschen Schlachthofes als Ort der Bürger für dringend geboten

In der Stadt Halle (Saale) gibt es zahlreiche Industrieruinen, wozu u.a. die alte Brauerei, die einstigen Gelände von GRAVO-Druck und letztendlich der frühere Schlachthof gehören. Nach der Wende durch zum Teil eigenartige Machenschaften von Treuhand und Glücksrittern in den endgültigen Ruin getrieben, manifestieren diese Objekte doch einen sehr großen Teil Geschichte der Stadt Halle (Saale).

Somit sehen die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) eine große Verantwortung der politischen Verantwortlichen von Stadtrat bis Oberbürgermeister und seine Verwaltung, hier initiative Wirksamkeit zu entfalten. Das trifft auch für den 1893 ins Leben gerufenen Schlachthof mit seinen zahlreichen, auf einer ca. 56 ha großen Fläche befindlichen historischen Gebäude zu. Alle Versuche privater „Investoren“ haben weder den Verfall gestoppt, noch einen tragfähigen Betrieb ermöglicht.

Nun sollte man die Chance ergreifen diesen Komplex einer vielfältigen Planung zur künftigen Nutzung zu unterziehen. So könnten dort eine Markthalle, Werkstätten und Ateliers bis hin zu Wohnstandorten entstehen.

Die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) sehen eng damit verbunden eine umfassende Umgestaltung des Viertels zwischen Freiimfelder Straße, Landsberger Straße und Gelände der Deutschen Bahn anzugehen. Dabei bilden die gegenwärtigen Kunstprojekte in der Landsberger Straße eine sehr wichtige Ausgangsbasis.

Für die Initiative „Pro Baum“ und dem Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) bedeutet das weiterhin eine umfassende Umgestaltung der Landsberger Straße mit der Pflanzung von Straßenbäumen anzugehen. Laut einer Erfassung der die Initiative „Pro Baum“ vom 24.08.2013 könnte einreihig 22 und beidseitig eine Pflanzung bis zu 44 Bäumen erfolgen.

Auf Grund der Bedeutung und Brisanz einer künftigen Entwicklung des Geländes des einstigen Schlachthofes sowie des enormen Einflusses auf die Entwicklung in der Stadt Halle (Saale) regen die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) erneut und mit Nachdruck die Bildung einer Arbeitsgruppe zur Entwicklung des Gesamtgebietes an. Diese Arbeitsgruppe sollte unter Moderation der Stadt Halle (Saale) stattfinden mit allen verantwortlichen Stellen und interessierten Organisationen zum Thema Denkmalschutz, Gewerbeentwicklung, Umwelt-und Naturschutz, kulturelle und soziale Entwicklungen sowie Bildung und Wissenschaft besetzt sein.

Mit dem Erwerb durch den Immobilienunternehmer Peter vom Felde aus Barsinghausen bei Hannover besteht nun nach Auffassung von Initiative „Pro Baum“ und Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) ein Ansprechpartner, mit dem eine sinnvolle Gestaltung des Denkmals beraten werden kann.

Eine alleinige Einrichtung eines Fachmarktzentrums greift angesichts der Bedeutung und Lage des Denkmals viel zu kurz. Die Gestaltung und Entwicklung hin zu einem Ort der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Halle (Saale) sowie ihrer Vereine, Initiativen, Organisationen und Gäste darf nicht aus dem Blick verloren gehen.

Die Entwicklung und Gestaltung des einstigen Schlachthofes lässt sich dabei nicht losgelöst von dem Stadtgebiet zwischen Freiimfelder Straße, Landsberger Straße und Gelände der Deutschen Bahn betrachten.

Dabei ist ganz besonders die Stadt Halle (Saale) als zuständige Planungsbehörde sowie verantwortliche untere Bau-, Denkmalschutz- und Umweltbehörde als Koordinatorin des Planungs- und Gestaltungsprozesses gefragt und gefordert. Ferner ist neben der Einbeziehung von Eigentümern in dem Gesamtgebiet unbedingt die Bevölkerung mit ihren Vereinen, Initiativen, Organisationen zu beteiligen.

Die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) sind jedenfalls bereit sich im Rahmen ihrer ehrenamtlichen und gemeinnützigen Möglichkeiten einzubringen.

Ferner rufen beide Organisationen die interessierte Bevölkerung ganz dringend auf daran mitzuwirken.

Interessenten können folgendermaßen Kontakt zur Initiative „Pro Baum“ und zum AHA aufnehmen:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: https://www.aha-halle.de
Tel.:: 0345 – 2002746


AHA führt Herbstexkursion in Merseburgs und Leunas Saaleaue durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führt am Samstag, den 19.11.2016 eine Herbstrundexkursion durch die Saaleauenlandschaft zwischen Merseburg und Leuna mit Aufenthalt auf der Rischmühleninsel durch, welche 10.00 Uhr am Bahnhof Merseburg beginnt und dort nach ca. 5 Stunden auch wieder endet.

Die Exkursion dient der Darstellung der Schutzwürdigkeit und Bedeutung der Saaleaue zwischen den Städten Merseburg und Leuna sowie der Gefährdungen für das Gebiet. Ferner möchte der AHA im Rahmen der Exkursion, welche auch zur Rischmühleninsel führt, seine Vorschläge zum Schutz, Erhalt und Entwicklung dieser Bereiche der Saaleaue erläutern sowie Überlegungen zum nachteiligen Hochwasserschutz darlegen. Dazu beabsichtigt der AHA die von einer Studentin der Hochschule Anhalt in Bernburg erstellte Schutz- und Entwicklungskonzeption der Öffentlichkeit vor Ort zu erläutern.

Darüber hinaus ist vorgesehen Möglichkeiten der ehrenamtlichen Mitwirkung aufzuzeigen und in dem Blickfeld zur Mitwirkung in der AHA- Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg sowie in der Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ aufrufen. Im Zusammenhang mit der Exkursion wird um wetterfeste Kleidung gebeten.

Wer noch mehr zu der AHA-Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg sowie der Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg/
Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“
Weiße Mauer 33
06217 Merseburg

Tel.: 0176 – 52562945
Fax.: 0180-5684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail UBM: ubh2004@yahoo.de


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