AHA appelliert an ökologisches Profil der OBM-Kandidaten

Bekanntlich findet am 27.01.2013 die Wahl der Oberbürgermeisterin oder des Oberbürgermeisters der Stadt Leipzig statt. Die Stadt Leipzig ist mit 525.245 (Stand 30.06.2011) die größte Stadt des Freistaates Sachsen und stellt somit zusammen mit der Landeshauptstadt Dresden eine herausragende Rolle dar.
Damit verbunden misst der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) der Leipziger Oberbürgermeisterwahl eine sehr große Bedeutung bei. In dem Zusammenhang appelliert der AHA an die eine Kandidatin und die fünf Kandidaten auch das ökologische Profil zu stärken.

Dazu zählen nach Auffassung des AHA die nachhaltige Entwicklung, der Schutz und Erhalt des Stadtgrüns und der Auenlandschaften von Weißer Elster, Nahle und Luppe sowie Pleiße und Parthe, der naturnahe Erhalt und die Entwicklung der Fließgewässer ohne Ausbau von ganzen Gewässern und einzelner Abschnitte, die Beförderung eines umwelt- und naturfreundlichen Tourismus ohne Motorisierung der Neuseenlandschaft und der Fließgewässer, die aktive Unterstützung des Gedankens einer länderübergreifenden Ausweisung zum UNESCO-Weltkulturerbe, das Wirken für ein vollständiges Nachtflugverbot, die Beförderung des Öffentlichen Personennahverkehrs und des Öffentlichen Schienenpersonenverkehrs und eines umfassenden bedingungslosen Umwelt- und Klimadialogs mit der Bevölkerung und ihren Vereinen und Initiativen sowie Ausweitung von Aktivitäten und Maßnahmen der Umweltbildung.

Der AHA hält es ferner für notwendig, dass eine künftige Oberbürgermeisterin bzw. ein künftiger Oberbürgermeister es verstärkt gelingen muss wirtschaftliche, soziale und kulturelle Aktivitäten immer auch auf ökologische Aspekte abzuprüfen und hierbei einen transparenten Meinungsbildungsprozess anzuregen und die Ergebnisse in die Entscheidungsfindung einzubeziehen.
Der AHA ruft daher die Wählerinnen und Wähler auf, die Wahlentscheidung auch sehr stark nach ökologischen Gesichtspunkten zu treffen. Dazu ist es aber notwendig, dass die eine Kandidatin und die fünf Kandidaten der Öffentlichkeit ihre Positionen und Vorstellungen zu einer ökologischen und nachhaltigen Entwicklung der Stadt Leipzig mit ihrem Grün und ihren Gewässern darlegen. Nur eine intakte Umwelt und arten- und strukturreiche Natur als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bieten der Bevölkerung und ihren Gästen einen attraktiven Erholungs- und Freizeitraum und ermöglichen so eine hohe Lebens- und Wohnqualität.

Wer Interesse hat sich auch selbst für den Schutz, Erhalt und die Entwicklung der Auenlandschaften in und um Leipzig einbringen zu wollen, kann sich an folgende Anschrift wenden:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Regionalgruppe Leipzig und Umland
Otto-Adam-Straße 14
04157 Leipzig
Tel: 0176-84001924 (Handytarife aus allen Netze)
Fax.: 01805-684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: https://www.aha-halle.de


AHA führt Exkursion zum Hufeisensee durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führt am Samstag, den 12.01.2013, eine ca. dreistündige Exkursion zum Hufeisensee bis zur Mündung des Überlaufes in die Reide unter dem Thema: „30 Jahre Arbeitskreis Umweltschutz – ein Rückblick mit Bezug auf Heute“ durch. Im Rahmen der Exkursion beabsichtigt der AHA an den Beginn des Wirkens des AKUS am 16.01.1983 in Halle-Büschdorf und an den am 17.01.2003 verstorbenen Jürgen Bernt-Bärtl zu erinnern sowie seine heutigen Vorstellungen zur Entwicklung des Hufeisensees und seiner Umgebung darzulegen. Dazu zählen insbesondere das nunmehrige Vorhaben der Stadt Halle (Saale) das Gelände des ca. 70 ha großen Hufeisensees einseitig als Stätte für Sport und Freizeit einzurichten. Dazu zählen die Schaffung eines Wassersportszentrums, einer Fußball-Golf-Anlage, einer Bahn für Speedskating und eines Campingplatzes. Insbesondere das Vorhaben einen Golfplatz auf dem Gelände der einstigen Mülldeponie Kanena ist als schwer bedenklich zu sehen. Bereits das Zerschneiden des westlichen Umfelds des Hufeisensees mit der Osttangente war ein negativer Schritt für einen wünschenswerten und dringend notwendigen Biotop- und Grünverbund nach Halles Süden und Osten. Das zeigt genau den Mangel der gegenwärtigen Planungen, welches das ökologische und landschaftliche Potenzial des Hufeisensees und seines näheren Umfeldes weitgehend ausblendet oder dem Gedanken eines Freizeit- und Sportzentrums unterordnet.

Darüber hinaus möchte der AHA seine Überlegungen zur Zukunft der Reide und ihrer Aue sowie des Biotop- und Grünverbundes zwischen Hufeisensee und Reide darstellen und erläutern, welches im „Rahmenplan zur Erstellung einer Nutzungs- und Entwicklungskonzeption für den Hufeisensee in Halle (Saale)“ vom 11.06.2001 enthalten sind. Dieser Rahmenplan liegt sowohl den Geowissenschaftlern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, als auch der Verwaltung der Stadt Halle (Saale) vor.
Im Rahmen der Exkursion möchte der AHA u.a. seine Vorstellungen zur Entstehung eines Landschaftsschutzgebietes Reidetales, die Extensivierung von landwirtschaftlicher Produktion bis hin zur Umwandlung in Sukzessionsflächen und Streuobstwiesen erläutern.

Ferner ist ein darauf aufbauender Themenschwerpunkt in der Aufzeigung von Möglichkeiten der Mitwirkung interessierter Personen zu sehen. Dazu ist die Vorstellung der im Aufbau begriffenen ehrenamtlichen AHA-Arbeitsgruppen Reide und Hufeisensee vorgesehen. Die Exkursion beginnt um 10.00 Uhr und startet von der Straßenbahnendhaltestelle Halle-Büschdorf
Wer noch Fragen zur Exkursion bzw. zu den AHA-Arbeitsgruppen Reide und Hufeisensee hat, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/200 27 46; Fax.: 01805/684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
Internet: https://www.aha-halle.de
E-Mail: aha_halle@yahoo.de


AHA fordert nachhaltigen Umgang mit Hochwasser in der Saale-Elster-Luppe-Aue

Immer wieder muss der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) mit großer Sorge feststellen, dass der Umgang mit Hochwasser nur in bautechnischer und wasserbaulicher Form erfolgt. So beabsichtigt man beispielsweise in der Saale-Elster-Luppe-Aue zwischen Halle-Ammendorf und Schkopau Hochwasserschutz wieder nur rein bautechnisch und wasserbaulich mit neuen Deichen zu lösen. Nach Auffassung des AHA bedarf es jedoch einer gründlichen Untersuchung, ob der Neubau eines weiteren Deiches erforderlich ist und ob Deichrückverlegungen entlang der Saale sowie der Weißen Elster und der Luppe nicht geeigneter erscheinen Hochwasser aufzunehmen. Hier lässt der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft die notwendige Transparenz vermissen.
Hinsichtlich der ICE-Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt-Halle/Leipzig-Berlin bekräftigt der AHA erneut seine Position, dass dieser nicht notwendig ist, wertvolle Auenlandschaft zerschneidet und massiv in den Hochwasserausbreitungsraum von Saale und Weißer Elster eingreift.

In bezug auf die sogenannten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sei seitens des AHA angemerkt, dass dies nur im räumlichen Zusammenhang Sinn erbringt. Dabei verweist jedoch der AHA zum wiederholtenmale auf die mangelnde Qualität und Quantität der Vorhaben. So hält es der AHA für wesentlich sinnvoller, anstatt Gehölze anzupflanzen, Sukzessionsflächen bereit zu halten. Nur so lässt sich die Entwicklung standortgerechter und artengerechter Gehölzflächen realisieren.


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