Initiative „Pro Baum“ und AHA fordert strengen Schutz des Naturschutzgebietes „Nordspitze Peißnitz“

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative „Pro Baum“ sehen es für dringend erforderlich an, die hallesche Saaleaue zwischen den Naturschutzgebieten „Nordspitze Peißnitz“ und ”Forstwerder“ wieder verstärkt naturnaher entwickeln zu lassen. Dieser Teil der Saaleaue, welches einst weitgehend unverbaut geblieben war sowie in enger Korrelation mit dem Naturschutzgebieten „Nordspitze Peißnitz“ und ”Forstwerder“, welche zusammen das FFH-Gebiet „Nordspitze der Peißnitz und Forstwerder in Halle“ ergeben, dem geschützten Landschaftsbestandteil Amselgrund und Kreuzer Teichen, dem geschützten Landschaftsbestandteil Amtsgarten und dem flächenhaften Naturdenkmal Klausberge steht, gehört zu den wichtigsten Biotop- und Grünverbundräumen im halleschen Saaletal. Ferner bilden diese Saaleauenlandschaften ein zentrales Element des 2.314 ha großen Landschaftsschutzgebiets „Saaletal in der kreisfreien Stadt Halle (Saale)“.

Seit mehreren Jahren müssen AHA und die Initiative „Pro Baum“ vermehrt feststellen, dass immer wieder massive Fällungen von Gehölzen u.a. auf der ca. 60 ha großen Peißnitzinsel stattfinden.

Alle seitens des AHA gegebenen zahlreichen Bedenken und Hinweise blieben bisher unbeantwortet und unberücksichtigt. Stattdessen mussten AHA-Mitglieder am Freitag, den 04.03.2016 beobachten, dass umfassende Wegebauarbeiten bis an das Naturschutzgebiet „Nordspitze Peißnitz“ heran erfolgen. Diese aus dem Fluthilfefond vom Steuerzahler finanzierten und der Querfurter Bauhütte GmbH ausgeführten Bauarbeiten haben zu massiven Eingriffen in Umwelt, Landschaft und Natur geführt. Ungehindert der Tatsache, dass im März die Brutzeit voranschreitet, Säugetierarten -wie Igel- sich noch im Winterschlaf befinden, realisierte man erhebliche Boden-, Fäll- und Ausholzungsarbeiten.

Die gegenwärtigen massiven zerstörerischen Eingriffe im Überflutungsgebiet der Saale, als „Hochwasserschadensbeseitigung“ deklarierten Arbeiten sind nach Auffassung des AHA und der Initiative „Pro Baum“ vollkommen inakzeptabel, zeugen erneut deutlich und unübersehbar von einem weiteren Beispiel schwerster Missachtungen naturschutzfachlicher und –rechtlicher Mindestnormen durch die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale).

Nunmehr möchte die Stadt Halle (Saale) Pläne umsetzen, den Weg im Naturschutzgebiet „Nordspitze Peißnitz“ komplett neu auszubauen und zu schottern. Abgesehen davon, dass das unzulässige und unnötige bauliche Eingriffe darstellen, ist mit massiven Schädigungen der Wurzelbereiche der Altbäume zu rechnen. Bereits Probegrabungen können nachhaltige Schädigungen z.B. an den ca. 200 bis 300 Jahre alten Stieleichen und Platanen hervorrufen. Neben der Beschädigung der Wurzeln, welche dann Pilzen als Eintrittspforten dienen, ist mit Einschränkungen in der Nahrungsaufnahme und der Standfestigkeit zu rechnen.

Zu keinem bisher durchgeführten bzw. geplanten Eingriff am bzw. im Naturschutzgebiet „Nordspitze Peißnitz“ sowie FFH-Gebiet „Nordspitze der Peißnitz und Forstwerder in Halle“ fand eine ordnungsgemäße Beteiligung gemäß § 29 des Naturschutzgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (NatSchG LSA) statt.

Der AHA und die Initiative „Pro Baum“ forderten bzw. fordern daher immer wieder mit Nachdruck die Stadt Halle (Saale) als zuständige untere Naturschutzbehörde auf, die Arbeiten unverzüglich zu stoppen. An die Verantwortlichen im Bund und im Land Sachsen-Anhalt appellierten bzw. appellieren beide Organisationen die zur Zerstörung von Umwelt, Natur und Landschaft missbrauchten Steuergelder zurückzufordern.

Derartige Vorkommnisse und Ereignisse führen nach Auffassung des AHA dazu, dass sein seit dem Jahr 1980 bestehendes Engagement zum Schutz, Erhalt, Betreuung und Entwicklung der Saaleaue zwischen den Naturschutzgebieten „Nordspitze Peißnitz“ und ”Forstwerder“ dringend geboten ist und sogar eher einer umfassenden Verstärkung bedarf.

Auf Grund der fortgesetzten und geplanten Störungen und Zerstörungen am bzw. im Naturschutzgebiet „Nordspitze Peißnitz“ sowie FFH-Gebiet „Nordspitze der Peißnitz und Forstwerder in Halle“ hatten Initiative „Pro Baum“ und AHA Vertreter/-innen von Politik und Verwaltung des Landes Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle (Saale) am 06.09.2016 und 07.10.2016 zu öffentlichen Begehungen eingeladen.

Offenbar haben diese Begehungen nicht dazu geführt, dass bei den politisch Verantwortlichen im Land Sachsen-Anhalt und in der Stadt Halle (Saale) wenigstens im Ansatz ein Umdenken im Umgang mit dem Naturschutzgebiet „Nordspitze Peißnitz“ sowie FFH-Gebiet „Nordspitze der Peißnitz und Forstwerder in Halle“ eingesetzt hat.

Neben der bereits umgesetzten Asphaltierung von Wegen im Nordteil der Peißnitzinsel und dabei auch am Südrand des Naturschutzgebietes „Nordspitze Peißnitz“ sowie FFH-Gebietes „Nordspitze der Peißnitz und Forstwerder in Halle“ sowie der geplanten Fortsetzung von baulichen Eingriffen im Auenwald selbst, beabsichtigt die Stadt Halle (Saale) auf der Basis einer sogenannten Machbarkeitsstudie die ca. 2,3 km langen Wilde Saale für den Paddelbootverkehr zu öffnen.

Die in den Medien veröffentlichten Angaben zur Unbedenklichkeit sind schon dahingehend ungeheuerlich, weil bisher offenbar nur ein kleiner ausgewählter Kreis den Autor und den Inhalt dieser Machbarkeitsstudie kennt. Hier fordern Initiative „Pro Baum“ und AHA die sofortige Veröffentlichung bzw. Offenlegung des steuerfinanzierten Dokumentes.

Des weiteren weisen Initiative „Pro Baum“ und AHA erneut mit Nachdruck darauf hin, dass ohne massive Umbaumaßnahmen eine wassertouristische Nutzung für Paddelboote nicht möglich ist. Dazu zählen die Beseitigung einer Kies- und Schotterinsel in der Höhe des Gimritzer Parks sowie umfassende Beseitigungen von Gehölzen im Ufer- und Wasserbereich. Dabei bilden gerade diese Gehölzbestände sehr wichtige Lebensräume für zahlreiche Tierarten wie den Biber, den Eisvogel und den Eremiten. Ebenso bieten sich die überhängenden Gehölze als Nistmöglichkeit für die Beutelmeise an. Das auf Betreiben des damaligen Arbeitskreis Umweltschutz Halle im Kulturbund der DDR im Jahr 1983 verhängte Befahrverbot hat nämlich zu einer naturnaheren Entwicklung des Teils der Saale beigetragen. Dazu zählt auch die Entwicklung einer ausgedehnten Weichholzaue im Bereich des Naturschutzgebietes „Nordspitze Peißnitz“ sowie FFH-Gebietes „Nordspitze der Peißnitz und Forstwerder in Halle“. Wenn die Vertreter der Stadt Halle (Saale) behaupten, dass der Eisvogel hier nicht brütet, dann ist das nicht korrekt. Es gab immer wieder erfolgreiche Bruten, was es eher gilt zu befördern, als durch Störungen zu verhindern.

Eine Zulassung des Paddelbootsverkehrs lässt wieder die Gefahr steigen, dass ein vermehrtes Betreten der Uferzonen erfolgt, was zur Störung bzw. Zerstörung der Fauna und Flora beiträgt.

Die Initiative „Pro Baum“ und der AHA sehen sich nunmehr gefordert das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle (Saale) bei der EU-Kommission anzuzeigen, da hier vorsätzlich gegen europäisches Naturschutzrecht verstoßen wird, diese Verstöße zu stoppen und zu ahnden sind. Ferner möchten beide Organisationen erreichen, dass keine weitere Bewilligung von weiteren Fördermitteln erfolgt und bisher ausgezahlte Zuwendungen wieder zurückzuzahlen sind.

Die Stadt Halle (Saale) zeigt seit zahlreichen Jahren eine deutliche Tendenz dahingehend, aus Steuermitteln finanziert, umfassend Umwelt, Natur und Landschaft flächendeckend bzw. punktuell zu stören bzw. zu zerstören. Alle bisher an das Land Sachsen-Anhalt gegebenen Hinweise bleiben unberücksichtigt und führten somit nicht zur Verbesserung dieser katastrophalen Zustände. Im Gegenteil, die gegenwärtig amtierende Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie und 2. stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Claudia Dalbert, unterstützt offen diese Vorgehensweisen.

Auf Grund der sehr besorgniserregenden Entwicklung in Sachen Umwelt-, Natur und Landschaftsschutz in der Stadt Halle (Saale) sind sich die Initiative „Pro Baum“ und der AHA einig, dass das bürgerschaftliche Engagement im Interesse von Schutz, Erhalt, Betreuung und Entwicklung Verstärkung erfahren muss. Ferner sehen sie die dringende Notwendigkeit grundlegender diesbezüglicher politischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Veränderungen. Daher erfolgt der Aufruf zur Mitwirkung in der ehrenamtlichen AHA-Arbeitsgruppe Peißnitz.

Wer noch mehr zu den Aktivitäten beider Organisationen auf der Peißnitzinsel erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de
Tel.:: 0345 – 2002746

Das Naturschutzgebiet Forstwerder und das flächenhafte Naturdenkmal Klausberge sind wichtige Bestandteile vom Saaletal in Halles Norden

Es ist morgens gegen 10:00 Uhr am 08.10.2016, als sich Freiwillige zusammen mit Mitgliedern des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) auf dem Weg über die Bogenbrücke zum Naturschutzgebiet Forstwerder in Halle-Trotha begeben. Auf dem Forstwerder angekommen, beginnen die 7 Anwesenden in Fortsetzung des von Starkregen geprägten 12. Freiwilligentages der Freiwilligenagentur Halle-Saalekreis am 17.09.2016 gemeinsam weiter den Zustand der Absperrungen an früheren Wegen und Trampelpfaden in dem ca. 7 ha großen Schutzgebiet nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat (FFH)- Richtlinie und NSG an mehreren Stellen zu ergänzen und zu verbessern.

Das Ziel der Maßnahmen ist die Schaffung eines abgesperrten Bereiches im Nordteil und am Südwestufer des NSG und FFH-Gebietes im Anschluss an das Saalewehr der Saaleaueninsel in Halles Norden, um eine ungestörte naturnahe Entwicklung zu ermöglichen. Ferner dient es der Sicherheit, da die steilen Prallhänge durch Abbrüche immer wieder Veränderungen unterliegen.

Jedoch sind die Arbeiten noch nicht abgeschlossen, so dass es noch einer Fortsetzung im Jahr 2016 bedarf.

Daher möchte der AHA im Rahmen seines Arbeitseinsatzes am Samstag, den 12.11.2016 seine diesbezüglichen Arbeiten fortsetzen und ruft alle Interessenten zur Teilnahme auf.

Treff ist 10:00 Uhr am Fuße der Bogenbrücke zum Forstwerder am Ende der Pfarrstraße in Halle-Trotha.

Der AHA bittet um Teilnahme in wetterfester Arbeitskleidung mit Arbeitshandschuhen und festem Schuhwerk.

Im Anschluss an dem Arbeitseinsatz am 08.10.2016 nahmen Mitglieder des AHA noch den Saaleabschnitt zwischen dem Naturschutzgebiet Forstwerder in Halle-Trotha und dem flächenhafte Naturdenkmal (FND) Klausberge in Augenschein. Wie bereits am 17.09.2016 festgestellt, hatte man am Zaun zum Nordbad eine große Pappel und Gehölz in ihrem Umfeld komplett beseitigt. Diese Aktion ist ein weiterer Beleg für den respektlosen Umgang mit Umwelt, Natur und Landschaft sowie ihrer Flora in der Stadt Halle (Saale). Ein weiteres Beispiel lieferten die Massenabholzungen im Saaleuferbereich des flächenhaften Naturdenkmals Klausberge, welches eine Größe von ca. 4,9 ha aufweist, sich zwischen 15 bis 20 m über dem Niveau der Saale befindet sowie vom Oberen Halleschen Porphyr geprägt ist. Dabei waren sich die AHA-Mitglieder einig, dass die Trocken- und Halbtrockenrasengesellschaften, durch sukzessiv entstandene Wald- und Gehölzstrukturen zu den ökologisch und landschaftlich bedeutsamsten Standorten im Stadtgebiet von Halle (Saale) gehören und eines nachhaltigen Schutzes bedürfen. Das erfordert jedoch ein verstärktes bürgerschaftliches Engagement, um dem verantwortungslosen Handeln der Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) Einhalt gebieten sowie eigene Vorschläge einbringen zu können und somit eine echte Demokratie zu leben.

Wer Interesse hat daran mitzuwirken, kann sich ehrenamtlich in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von AHA und Initiative „Pro Baum“ zum Forstwerder und Klausbergen einbringen und wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
Fax.: 01805-684 308 363
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

Fotos Andreas Liste

AHA hält Schutz der Saaleaue zwischen den Naturschutzgebieten „Nordspitze Peißnitz“ und ”Forstwerder“ für dringend geboten

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Der heutige Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) weist seit über 36 Jahren darauf hin, dass es die Saaleaue zwischen den Naturschutzgebieten „Nordspitze Peißnitz“ und ”Forstwerder“ wieder verstärkt naturnaher zu entwickeln gilt. Dieses Saaleufer, welches einst weitgehend unverbaut geblieben war sowie in enger Korrelation mit dem Naturschutzgebieten „Nordspitze Peißnitz“ und ”Forstwerder“, welche zusammen das FFH-Gebiet „Nordspitze der Peißnitz und Forstwerder in Halle“ ergeben, dem geschützten Landschaftsbestandteil Amselgrund und Kreuzer Teichen, dem geschützten Landschaftsbestandteil Amtsgarten und dem flächenhaften Natur-denkmal Klausberge steht, gehört zu den wichtigsten Biotop- und Grünverbundräumen im halleschen Saaletal. Jedoch erlaubte die Stadt Halle (Saale) seit der Mitte der neun-ziger Jahre, als zuständige untere Naturschutzbehörde, die rasante Ausbreitung und Neuanlage von Schiffs- und Bootsanlegern, welche nicht nur das Landschaftsbild mas-siv beeinträchtigen, sondern zudem Eingriffe in die Natur und den Hochwasserraum der Saale sowie zunehmende Verlärmung und Belastung der Luft mit Abgasen zur Folge haben. Alles Maßnahmen, welche dem Schutzzweck des 2.314 ha großen Landschafts-schutzgebiets „Saaletal „in der kreisfreien Stadt Halle (Saale) zuwiderlaufen. Der AHA sieht hier massive Veränderungen erforderlich, um die bauliche Belastung entscheidend zu verringern und maximal auf das Niveau des Jahres 1989 zu beschränken.
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Das Naturschutzgebiet Forstwerder und das flächenhafte Naturdenkmal Klausberge sind wichtige Bestandteile vom Saaletal in Halles Norden

23a-Halle Plateau Klausberge Blick Nach Osten (1)

23a-Halle Plateau Klausberge Blick Nach Osten (1)

Für den Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) gehören das flächenhafte Naturdenkmal Klausberge und das Naturschutzgebiet (NSG) Forstwerder in Trotha zu den bedeutsamsten Natur- und Landschaftsräumen im Nordosten der Stadt Halle (Saale).
Der ca. 7 ha große Forstwerder, stellt einen sehr wichtigen Bestandteil der Saaleaue dar und bildet zusammen mit dem ca. 10 ha großen Naturschutzgebiet „Nordspitze Peißnitz“ das europäisch geschützte Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiet „Nordspitze der Peißnitz und Forstwerder in Halle“.
Exkursionen in dem Gebiet verdeutlichen immer wieder die dringende Notwendigkeit eines verstärkten Schutzes. Dazu gehört u.a. die Zulassung einer naturnahen Entwicklung auf der gesamten Saaleaueninsel in Halles Norden. Eng damit verbunden gilt es unbedingt das Betreten des Nordteils und des Südwestufers des NSG und FFH-Gebietes im Anschluss an das Saalewehr zu unterbinden, um diesen Prozess nicht zu gefährden, zu stören bzw. gar zu zerstören.

Genauso ist es beim ca. 4,9 ha großen flächenhaften Naturdenkmal (FND) Klausberge, welches sich zwischen 15 bis 20 m über dem Niveau der Saale befindet sowie vom Oberen Halleschen Porphyr geprägt ist. Dabei hält es hier der AHA für notwendig, dass die Trocken- und Halbtrockenrasengesellschaften und die sukzessiv entstandenen Wald- und Gehölzstrukturen, welche zu den ökologisch und landschaftlich bedeutsamsten Standorten im Stadtgebiet von Halle (Saale) gehören, eines nachhaltigen Schutzes bedürfen. Dazu zählt die Abholzungsmaßnahmen zu beenden sowie die Nutzung als Ort für Spontanpartys mit einhergehender Nutzung als Feuerstelle mit Vermüllung zu unterbinden.

Ferner gehört dazu, dass es gilt den guten Gehölzbestand an der Ecke Seebener Straße und Emil-Eichhorn-Straße zu sichern und nicht für Parkhauspläne zu opfern.

Wer Interesse hat ehrenamtlich in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von AHA und Initiative „Pro Baum“ zum Forstwerder und Klausbergen mitzuwirken, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
Fax.: 01805-684 308 363
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

Fotos: Christine Fröhlich & Andreas Liste

Das Naturschutzgebiet Forstwerder und das flächenhafte Naturdenkmal Klausberge sind wichtige Bestandteile vom Saaletal in Halles Norden

Für den Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) gehören das flächenhafte Naturdenkmal Klausberge und das Naturschutzgebiet (NSG) Forstwerder in Trotha zu den bedeutsamsten Natur- und Landschaftsräumen im Nordosten der Stadt Halle (Saale).
Der ca. 7 ha große Forstwerder, stellt einen sehr wichtigen Bestandteil der Saaleaue dar und besitzt daher einen Schutzstatus nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie und NSG.
Exkursionen in dem Gebiet verdeutlichen immer wieder die dringende Notwendigkeit eines verstärkten Schutzes. Dazu gehört u.a. die Zulassung einer naturnahen Entwicklung auf der gesamten Saaleaueninsel in Halles Norden. Eng damit verbunden gilt es unbedingt das Betreten des Nordteils und des Südwestufers des NSG und FFH-Gebietes im Anschluss an das Saalewehr zu unterbinden, um diesen Prozess nicht zu gefährden, zu stören bzw. gar zu zerstören.
Genauso ist es beim ca. 4,9 ha großen flächenhaften Naturdenkmal (FND) Klausberge, welches sich zwischen 15 bis 20 m über dem Niveau der Saale befindet sowie vom Oberen Halleschen Porphyr geprägt ist. Dabei hält es hier der AHA für notwendig, dass die Trocken- und Halbtrockenrasengesellschaften und die sukzessiv entstandenen Wald- und Gehölzstrukturen, welche zu den ökologisch und landschaftlich bedeutsamsten Standorten im Stadtgebiet von Halle (Saale) gehören, eines nachhaltigen Schutzes bedürfen. Dazu zählt die Abholzungsmaßnahmen zu beenden sowie die Nutzung als Ort für Spontanpartys mit einhergehender Nutzung als Feuerstelle mit Vermüllung zu unterbinden.

Wer Interesse hat ehrenamtlich in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von AHA und Initiative „Pro Baum“ zum Forstwerder und Klausbergen mitzuwirken, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
Fax.: 01805-684 308 363
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

Fotos: Dietmar Hörner

AHA hält Schutz der Saaleaue zwischen den halleschen Naturschutzgebieten „Nordspitze Peißnitz“ und ”Forstwerder“ für dringend geboten

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) sieht es für dringend erforderlich an, die Saaleaue zwischen den Naturschutzgebieten „Nordspitze Peißnitz“ und ”Forstwerder“ wieder verstärkt naturnaher entwickeln zu lassen. Dieser Teil der Saaleaue, welches einst weitgehend unverbaut geblieben war sowie in enger Korrelation mit dem Naturschutzgebieten „Nordspitze Peißnitz“ und ”Forstwerder“, welche zusammen das FFH-Gebiet „Nordspitze der Peißnitz und Forstwerder in Halle“ ergeben, dem geschützten Landschaftsbestandteil Amselgrund und Kreuzer Teichen, dem geschützten Landschaftsbestandteil Amtsgarten und dem flächenhaften Naturdenkmal Klausberge steht, gehört zu den wichtigsten Biotop- und Grünverbundräumen im halleschen Saaletal. Ferner bilden diese Saaleauenlandschaften ein zentrales Element des 2.314 ha großen Landschaftsschutzgebiets „Saaletal in der kreisfreien Stadt Halle (Saale)“.

Gegenwärtig muss der AHA jedoch feststellen, dass die Aufforderung vom 16.01.2016 sämtliche baulichen Eingriffe im Nordteil der Peißnitzinsel, wozu auch das ca. 10 ha großen Naturschutzgebiet „Nordspitze Peißnitz“ gehört, endlich einzustellen, keine Reaktion seitens der zuständigen Stadt Halle (Saale) zur Folge hatte. Stattdessen mussten AHA-Mitglieder am Freitag, den 04.03.2016 beobachten, dass umfassende Wegebauarbeiten bis an das Naturschutzgebiet heran erfolgen. Diese aus dem Fluthilfefond vom Steuerzahler finanzierten und der Querfurter Bauhütte GmbH ausgeführten Bauarbeiten haben zu massiven Eingriffen in Umwelt, Landschaft und Natur geführt. Ungehindert der Tatsache, dass im März die Brutzeit voranschreitet, Säugetierarten -wie Igel- sich noch im Winterschlaf befinden, realisierte man erhebliche Boden-, Fäll- und Ausholzungsarbeiten.

Die gegenwärtigen massiven zerstörerischen Eingriffe im Überflutungsgebiet der Saale, als „Hochwasserschadensbeseitigung“ deklarierten Arbeiten sind nach Auffassung des AHA vollkommen inakzeptabel, zeugen erneut deutlich und unübersehbar von einem weiteren Beispiel schwerster Missachtungen naturschutzfachlicher und –rechtlicher Mindestnormen durch die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale).
Der AHA fordert daher erneut und mit Nachdruck die Stadt Halle (Saale) als zuständige untere Naturschutzbehörde auf, die Arbeiten unverzüglich zu stoppen. An die Verantwortlichen im Bund und im Land Sachsen-Anhalt appelliert der AHA die zur Zerstörung von Umwelt, Natur und Landschaft missbrauchten Steuergelder zurückzufordern. Ferner hält der AHA die Prüfung der strafrechtlichen Relevanz durch die Staatsanwaltschaft für dringend geboten. Ggf. ist eine Beschwerde bei der EU-Kommissionen zu prüfen, da die fortgesetzten massiven Eingriffe und Schäden an dem Schutzgebiet, hinsichtlich Häufigkeit und Heftigkeit zunehmen.

Derartige Vorkommnisse und Ereignisse führen nach Auffassung des AHA dazu, dass sein seit dem Jahr 1980 bestehendes Engagement zum Schutz, Erhalt, Betreuung und Entwicklung der Saaleaue zwischen den Naturschutzgebieten „Nordspitze Peißnitz“ und ”Forstwerder“ dringend geboten ist und sogar eher einer umfassenden Verstärkung bedarf.

Wer sich dazu ebenso ehrenamtlich mit einbringen möchte, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de
Tel.:: 0345 – 2002746

Fotos Andreas Liste