AHA sieht besonderen Schutz der Saaleaue zwischen Jena und Großheringen erforderlich

Bekanntlich gehören Auenlandschaften zu den arten- und strukturreichsten Natur- und Landschaftsräumen der gemäßigten Zonen. Sie bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebens- und Rückzugsräume, Hochwasser der Flüsse und Bäche den notwendigen Ausbreitungsraum, tragen zur Steuerung des Wasserhaushaltes bei sowie ermöglichen den Menschen Erholung und Entspannung. Diese vielfältigen Funktionen von Auen entlang von Flüssen und Bächen bedürfen nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) besonderer und umfassender Maßnahmen zum Schutz und Erhalt sowie zur Betreuung und Entwicklung. Dafür sich einsetzen sieht der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA als seine vorrangige Aufgabe an.

Ein sehr wichtiger Teil zur Umsetzung dieser Vorstellungen sieht der AHA z.B. neben Initiierung und Begleitung wissenschaftlicher Arbeiten, Erstellen von Stellungnahmen sowie Durchführung von Arbeitseinsätzen, in der Durchführung von Exkursionen zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Im Rahmen der Exkursionen beabsichtigt der AHA Interessenten die Schutzwürdigkeit von Umwelt, Natur und Landschaft, deren Bedrohung, Möglichkeiten zur Initiierung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen und Möglichkeiten der Mitwirkung eines jeden Einzelnen aufzuzeigen. Darüber hinaus besteht für die Mitglieder des AHA die Möglichkeit, sich immer wieder vor Ort ein aktuelles Bild zur Situation von Umwelt, Natur und Landschaft im Exkursionsgebiet zu verschaffen.

Genau diesem Anliegen diente auch die etwa sechsstündige Fahrradexkursion durch die Saaleaue zwischen den im Freistaat Thüringen liegenden Orten Jena und Großheringen. Der Ausgangspunkt bildete die Stadt Jena (Saale), welche u.a. sehr stark von der Saale, ihrer Aue sowie den zahlreichen Nebengewässern aus den umliegenden von Muschelkalk und Buntsandstein geprägten Bergen und Hochebenen gekennzeichnet ist. Immer wieder positiv auffallend ist, dass die Saale im Stadtgebiet weitgehend unverbaut im Ufer- sowie Sohlbereich und somit intensiv und vielfältig ausgeprägte Vegetationsstrukturen aufzeigen. Insbesondere Weichholzauengehölze wie z.B. diverse Weidenarten, Schwarz- und Grauerlen sowie Pappelarten sind signifikant. Jedoch ebenfalls Harthölzer wie Gemeine Esche, Feld- und Flatterulme, Weißdornarten, Frühblühende Traubenkirsche, Blutroter Hartriegel, Europäisches Pfaffenhütchen sowie sehr vereinzelte Stieleichen gedeihen zumeist sukzessiv entlang der Saale. Die Krautschicht setzt sich u.a. aus Wasserminze sowie Frühjahrsblühern wie Goldsternchen, Scharbockskraut, Veilchenarten efeublättriger Gundermann, Buschwindröschen und Gelbem Windröschen.

Diese Tatsache gilt es dringend zu schützen, zu erhalten und ggf. auszuweiten.

Im Mündungsbereich der Leutra war positiv aufgefallen, dass hier kein Verbau des Gebietes erfolgte. Jedoch verhindern u.a. Schwellen die ökologische Durchlässigkeit, welche eigentlich bis 2015 nach der Europäischen Wasserrahmenrichtline (WRRL) umzusetzen war.

02 Jena - Mündungsbereich der Leutra in die Saale

02 Jena – Mündungsbereich der Leutra in die Saale

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Bilder der Langen Nacht der Wissenschaft vom 03.07.2015

Es war eine gelungene Veranstaltung und wir hatten einige Interessenten trotz tropischer Wärme. Insgesamt kam unser Stand gut an und wir werden sicher das nächste Mal wieder dabei sein. Eine Präsentation von DVD, mit Videos von Horst Zeitz Naturbild Videoproduktion, die auch unter Videos zu finden sind, liefen als Dauerschleife und lockten einige Besucher an.

Klick euch durch die Gallery.

Bilder der Exkursion: Auen zwischen den Städten Weißenfels, Bad Dürrenberg, Leuna, Merseburg und Halle (Saale) vom 21.03.2015

Hier die Eindrücke die wir bei der Exkursion am 21.03.2015 sammeln konnten.

Fotos: Andreas Liste

Bilder der Winterexkursion in den Mündungsbereich der Weißen Elster und Pfingstanger

Hier die Eindrücke der Winterexkursion in den Mündungsbereich der Weißen Elster und den Pfingstanger

Fotos: Andreas Liste & Sabine Näser

Wintereindrücke Peißnitz & Gimritzer Damm in Halle

Die Wintereindrücke von Peißnitzinsel, Wilder Saale, Nutria und Saaleaue am Gimritzer Damm können nicht darüber hinwegtäuschen, dass man wider besseren Wissens den Deichbau fortsetzt. Dabei könnte mit der Beräumung des Eissporthallengeländes sowie anderer Bauten die Saale viel Aue und Überflutungsgebiet zurückerhalten.

Fotos: Andreas Liste

Bilder zur Exkursion Schutz des NSG „Untere Geiselniederung bei Merseburg

Fotos Andreas Liste