Mitteilungen und Informationen

Aufruf zur Protestexkursion am Sonnabend, 13. März, 10 Uhr
Am Sonnabend, 13. März 2010 um 10:00 Uhr werden wir am Gesundbrunnenbad eine Protestexkursion gegen die Abholzungen durchführen. Treffpunkt: Eingang des Gesundbrunnenbades.
Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein teilzunehmen!

Unser Anliegen:
• Wir protestieren gegen den menschen- und naturfeindlichen Akt des Vandalismus – angeordnet von den Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) in Rechtswidrigkeit, Willkür und fehlender Demokratie –, dem mehr als 100 alte und überwiegend gesunde Bäume zum Opfer fielen.
• Wir protestieren gegen die überdimensionierte Erweiterung des Fußballstadions, wodurch die historisch gewachsene Gartenstadt Gesundbrunnen zum Hinterhof der Sportarena degradiert wird.
• Wir protestieren gegen die Aufhebung des Denkmalschutzes und den Abriss des vorsätzlich von der Stadt vernachlässigten Gesundbrunnenbades.
• Wir protestieren gegen die Absicht, auf dem Gelände des ehemaligen Gesundbrunnenbades Parkplätze und beheizbare Trainingsflächen zu errichten!
• Wir fordern die Wiederherstellung und Aufforstung des kahl geschlagenen Gesundbrunnenbades, das den Bürgern der Stadt Halle (Saale) gehört!
• Wir fordern die Wahrung des historisch gewachsenen Dreiklangs von Sport und Erholung für die Bürger mit Gesundbrunnenbad, Brunnenhäuschen und Sportstadion!

Vollendete Tatsachen - Fällungen im Gesundbrunnenbad
Seit der dritten Februarwoche wir auf dem Gebiet des unter Denkmalschutz stehenden Gesundbrunnenbades abgeholzt. Der mittlere Bereich des Geländes ist inzwischen kahl.

Kahlschlag im Gesundbrunnenbad
Foto: Stefan Ellermann
Weitere Fotos auf der Unterseite der Arbeitsgruppe Gesundbrunnen

Der AHA protestiert in einem offenen Brief gegen das Vorgehen. Lesen Sie hier den Text:

AHA unterstützt die Petition des Burgstetten-Vereins gegen die vorgesehene Errichtung eines Tagebaues zum Abbau von Porphyrgestein (Rhyolit) am Burgstetten
Der AHA unterstützt ausdrücklich die Petition des Burgstettenvereins vom 30.01.2010 und schließt uns dieser an.

Stellungnahme des AHA zum Entwurf des Bebauungsplans Nr. 135 "Sportareal am Gesundbrunnen"
I. Grundsätzliches
In der gegenwärtigen Phase setzen sich schrittweise die Erkenntnisse durch, dass es ein generelles Umdenken in Sachen Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sowie des Schutzes von wertvollen Kulturdenkmalgut dringend erforderlich ist. Leider bestehen weiterhin starke Diskrepanzen zwischen den Erkenntnissen und den praktischen Schritten. So führen, laut Statistischem Bundesamt und Umweltbundesamt, vorrangig Siedlungs- und Verkehrsbau, aber auch Baumaßnahmen für Sport und Freizeit in Deutschland zu einer täglichen Flächenversiegelung von gegenwärtig ca. 120 bis 130 ha. Das entspricht einer Fläche von etwa 66 bis 70 Fußballfeldern bzw. im Jahr in etwa der Fläche der Stadt München, also 31.041 ha. Das erfordert neben einem globalen, europäischen, bundes- und landesweiten sowie überregionalen Handeln ein entsprechendes regionales Handeln. Dazu soll die am 07.12.2009 in Kopenhagen beginnende Klimakonferenz beitragen. Ähnlich ist es mit der Entwicklung und dem Schutz von Kulturdenkmalen zu sehen. Diese Zeugnisse von menschlichem Denken und Handeln gilt es zwingend im Einzeln und noch wichtiger im Ganzen zu erhalten. Beide Fakten sind wichtig, um menschliches Zusammenleben ökologisch, baulich und historisch in der Gegenwart und für die Zukunft vernunftorientiert frei von partikularen Interessen zu gestalten und nachhaltig weiter zu entwickeln. Innerhalb einer Großstadt wie Halle (Saale), wo vielerorts wertvolle Natur- und Grünbereiche zusammen mit bedeutsamen und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Kulturdenkmalen eine ungemein interessante und erhaltenswerten Zusammenhang mit einem umfassenden Wohngebiet darstellen, erfordert das eine besondere Erhaltungsnotwendigkeit. Entsprechend sensibel, weitblickend und fachlich-inhaltlich müssen daher diesbezügliche Planungen sein. Der nunmehr vorliegende Entwurf des Bebauungsplans Nr. 135 "Sportareal am Gesundbrunnen" erfüllt wie nachfolgend dargestellt keinesfalls diese Bedingungen.

Nein zum Bau des Elbe-Saale-Kanals!
Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder fordert seit langem den Stopp aller Planungen zum Elbe-Saale-Kanal, eines ökologisch und ökonomisch widersinnigen Vorhabens. Wir unterstützen daher die Initiative "Rettet die Elbe und ihre Auen" und bitten Sie, mit Ihrer Unterschrift gegen den Bau des Kanals zu stimmen. Sie können online unterschreiben. Bitte folgen Sie dazu dem Link: Sagen Sie Nein zum Bau des Elbe-Saale-Kanals

Lesen Sie hier die Position des AHA zum Bau des Kanals: AHA fordert Stopp aller Planungen zum Saale-Elbe-Kanal