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Exkursionen

Sowohl der AHA als Gesamtverein als auch einzelne Orts- und Regionalgruppen führen Exkursionen in interessante, ökologisch bedeutsame Gebiete durch.
Sie können hier den aktuellen Plan für das Jahr 2010 als PDF herunterladen. Sie finden darin die zentralen Exkursionen des AHA, der einzelnen Orts- oder Regionalgruppen sowie die Termine unserer Versammlungen, der Arbeitseinsätze sowie weitere Informationen.

Exkursion zur Parkanlage Gatersleben, zum Hakel und entlang der Bode am 6. August 2011

Milan

Eine der zentralen Exkursionen des Vereins, gemeinsam mit der Bürgerinitiative Hakelwald unternommen, führte am 6. August 2011 zur Parkanlage in Gatersleben, durch das Natur- und Vogelschutzgebiet Hakelwald, über Hakeborn und Egeln und entlang der Bode bis nach Staßfurt. In einem unbeständigen Sommer hatten wir Glück mit dem Wetter und die Haufenwolken, die sich an ganzen Spätsommertag über malerisch am Himmel aufgebaut hatten, brachten nichts als Fototermine (danke Petrus).

Blick Richtung Harz

Brockenblick mit Wolken [zum Vergrößern Bild bitte anklicken]

Die Exkursion mit ca. 10 Teilnehmern startete am Bahnhof Gatersleben und führte zunächst in den Park der der ehemaligen Domäne Gatersleben, wo die Teilnehmer die Nachteile eines "überpflegten" Parkes diskutierten: die Beseitigung von Büschen und das übermäßige Mähen führen zum Verlust von Aufenthaltsbereichen und Nahrungsquellen für Vögel und Insekten und tragen zur Verarmung der Pflanzen- und Tierwelt (Biodiversität) bei.
Von Gatersleben ging es zum Hakelwald bergauf, denn der Hakel liegt oben auf einem Höhenzug ca. 200 m NHN. Atemberaubende Blicke taten sich auf ins Land: nach Nordwesten Richtung Harz und nach Südosten bis in die Senke des unglücklichen Concordiasees.

Blick Richtung Concordiasee

Blick zum Concordiasee

Exkursionsteilnehmer

kurze Besprechung auf dem Weg zum Hakel, im Hintergrund der Wald

Der sonst eher trockene Wald war nach dem regenreichen Juli nass; von den gewaltigen Holzstapeln, die im August 2010 die Wegränder gesäumt hatten, waren etliche inzwischen abgefahren worden. Die Schäden, die der Holzeinschlag in dem Naturschutzgebiet angerichtet hat und anrichtet, waren deutlich sichtbar. An einer künstlichen, durch Holzeinschlag entstandenen Lichtung diskutierten die Teilnehmer das sog. Verjüngungskonzept des Landesforstbetriebes, nach dem Buchen und alte Eichen gefällt werden sollen, um den Bestand zu verjüngen und den Hakel als Eichenwald zu erhalten bzw. auszubauen. Auf der Lichtung nämlich wuchsen keineswegs junge Eichen heran, sondern Ahornbäumchen, die viel schneller wachsen als Eichen. Was am Rande der Einschlagslichtung stehen geblieben war, alte Waldbäume also, ragte, der schützenden Nachbarschaft beraubt und zum plötzlichen Solitärdasein verdammt, dünn und dürftig empor, bruchgefährdet und jedem Wind ausgeliefert.

Holzstapel im Hakel

Diskussion über den Holzeinschlag und seine Folgen

Holzeinschlagslichtung

auf dieser künstlichen Lichtung wachsen junge Ahornbäume anstelle der erwünschten Eichen

Die Tour führte vom Hakel über den Wartweg nach Hakeborn weiter. Die Höhe vom Wartturm Hakeborn bot einen schönen Panoramablick zurück auf das Kleinod Hakel.

Hakelrückblick

auf dem Weg zur Alten Warte von Hakeborn, im Hintergrund der Hakel

Hakelrückblick

Blick zurück über das Land auf den schönen Hakelwald

Von Hakeborn aus ging es Richtung Egeln, vorbei an der Wasserburg, über den hübschen Marktplatz der Bördestadt und weiter entlang der Bode Richtung Staßfurt. Die Mirabellenbäume trugen reich, ein Schwarz- und ein Weißstorch standen einvernehmlich auf einem Bördefeld und philosophierten über die letzten Dinge. Die Landwirtschaft hatte es sich nicht nehmen lassen, wieder einmal Wege und Gehölzstreifen zu beschädigen. An einem Feld in der Egelner Mulde war das besonders sichtbar: ein Baum- und Gehölzstreifen war radikal beschnitten und bis hart an den Rand gepflügt worden. Diesem sinnlosen Raubbau werden wir nachgehen.

Bodeaue bei Egeln

in der Bodeaue bei Egeln, Bauern haben den Gehölz- und Baumstreifen radikal beschnitten

Bodeaue bei Egeln

von der anderen Seite gesehen

Die Exkursion folgte immer der Bode, führte schließlich durch den Gänsefurther Busch, an dessen Rand sich die einheimischen von Hallenser Teilnehmern trennten.