Exkursionen
Sowohl der AHA als Gesamtverein als auch einzelne Orts- und Regionalgruppen führen Exkursionen in interessante, ökologisch bedeutsame Gebiete durch.
Sie können hier den aktuellen Plan für das Jahr 2010 als PDF herunterladen. Sie finden darin die zentralen Exkursionen des AHA, der einzelnen Orts- oder Regionalgruppen sowie die Termine unserer Versammlungen, der Arbeitseinsätze sowie weitere Informationen.
Exkursion zum Geiseltalsee im August 2009
Eine der zentralen Exkursionen des Vereins führte im Spätsommer 2009 von Merseburg aus den Klyegraben und die die Geisel entlang zum Geiseltalsee. Das gewaltige Tagebaurestloch wird seit 2003 mit Saalewasser geflutet, 2010 soll der gewünschte Wasserstand erreicht sein. Der Geiseltalsee wird der größte See Sachsen-Anhalts werden. See und Umgebung sollen intensiv von der Tourismuswirtschaft genutzt werden. Entsprechende Anlagen wie die Marina Mücheln sind bereits entstanden. Angesichts der Ereignisse in Nachterstedt am Concordiasee vom 18. Juli 2009 - dort war ein etwa 350 m langes, bewohntes Uferstück abgebrochen und in den Tagebausee gerutscht - plädiert der AHA dafür, die Nutzungskonzepte zu überdenken und der Tagebaufolgelandschaft mehr Zeit zu lassen, damit sich die Erdmassen der Halden setzen und festigen können und sich eine natürliche Vegetation ausbilden kann.
Die Fahrradrundexkursion startete mit 10 Teilnehmern um 10 Uhr am Bahnhof Merseburg. Der Vorsitzende des Vereins, Andreas Liste, führte die Exkursionsgruppe und erläuterte unterwegs die Situation der örtlichen Gewässer Geisel und Klye in und bei Merseburg.

Andreas Liste erläutert den Teilnehmern die ökologische Situation des Geländes.
Der Mensch hat in vielfältiger Weise in den natürlichen Verlauf der Gewässer eingegriffen, sie aufgestaut, umgelegt oder gar unter Tage verbannt. Der Klyegraben führte aufgrund des vielen Regens im Juli 2009 sogar etwas Wasser.
Niederschlagswasser im Klyegraben
Gegen Mittag erreichte die Tour den See am Nordufer gegenüber der Spitze der dem südwestlichen Ufer vorgelagerten Halbinsel. Deutlich waren Abbauspuren zu erkennen, schwarze Gebiete, an denen der Kohlflöz offenlag sowie Erosionsspuren im noch nicht bewachsenen Gelände.
Die Exkursion hat das Nordufer erreicht.
Deutliche Spuren von Erosion an einer noch unbewachsenen Halde.

Kurze Rast über dem See. Auf der gegenüberliegenden Seite Abbau- und Erosionsspuren. Links ragt schwarz ein Kohleflöz an die Oberfläche.
Die Exkursionsroute führte am Seeufer entlang, vorbei am Weinhang (Weinbau am Geiseltalsee), der Marina Mücheln bis nach Frankleben und von dort aus über Zscherben zurück nach Merseburg. Die Exkursion dauerte insgesamt sechs Stunden.

Ein Winzer aus Freyburg baut an einem abgeflachten Haldenhang, der nach Süden schaut, Rot- und Weißweinreben an.

Abgestorbene Birken im Wasser an der Südseite des Sees. Die Bäume waren vor der Flutung nicht entfernt worden.