Arbeitsgruppe Feldökologie

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Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. - (AHA) - Arbeitsgruppe Feldökologie

Mit großer Sorge betrachtet der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) die weiterhin häufig vorhandene ausgeräumte Landschaft, wo es großflächig an Gehölz- und Krautsaumen und -flächen fehlt. Eine arten- und strukturreiche Natur und Landschaft ist aber auf einen Bestand von Gehölzen und Kräutern ange-wiesen. Sie dienen vielen Tier- und Pflanzenarten als Lebens-, Nahrungs- und Rückzugsraum, fungieren als Biotop- und Grünverbundräume, vermindern bzw. verhindern Wasser- und Winderosion, reduzieren zumindestens den Eintrag von Nähr- und Schadstoffen in Gewässer und Grund- und Schichtwasser sowie werten nachhaltig und umfassend das Landschaftsbild auf. Derartige Flächen und Saumenstreifen sind u.a. an Gewässerufern und Wegen zu finden bzw. entwickeln zu lassen. Daher hält es der AHA für dringend geboten, die Gewässerschonstreifen und Randstreifen der Wege von einer Bewirtschaftung freizuhalten. Ökologisch sinnvoll sind Streifen von einer Mindestbreite von jeweils 10 m. In diesen Bereichen besteht die Möglichkeit, dass sich Gehölze und Kräuter sukzessiv ansiedeln und entwickeln können. Entlang der Feldw-ge ist neben der sukzessiven Gehölzentwicklung, die gezielte Pflanzung von Obstgehölzen und Kopfweiden als Entwicklungsmöglichkeit anzusehen. Damit eng verbunden, hält es der AHA für dringend geboten, wieder umfassend die Vielfalt der Ackerkulturen zu erhöhen. Dazu gehört auch der Anbau von Kulturen wie Luzerne und Klee-Gras-Wicke Mischungen (z.B. "Landsberger Gemenge"). Neben der humusmehrenden Wirkung im Boden, erhöht sich auch das Futterangebot für Feldtiere, wie für den noch immer stark bedrohten Feldhasen. Die Umsetzung derartiger Vorhaben und Maßnahmen ist außerdem dringend geboten, um mit der bereits genannten Erhöhung der Arten- und Strukturvielfalt dem biologischen Pflanzenschutz auf der Ackerfläche Vorschub zu leisten, die Attraktivität der Acker- und Wiesenlandschaft für einen sanften, umwelt- und naturschonenden Tourismus zu erhöhen sowie zu einer wesentlichen Steigerung des Schutzes von Umwelt, Natur und Landschaft beizutragen. Der AHA möchte, unter Einbindung seiner Umweltbibliothek Merseburg (UBM) "Jürgen Bernt-Bärtl", durch Initiierung und Begleitung wissenschaftlicher Arbeiten, konzeptioneller Tätigkeit, Umweltbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit vor Ort sowie mit der Planung, Organisierung und Durchführung eigener Arbeitseinsätze zu einer umfassenden ökologischen, landschaftlichen und räumlichen Aufwertung der Ackerlandschaft beitragen. Dazu hat der AHA begonnen, eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe Feldökolgie zu bilden, welche sich der Thematik widmet und dafür eine Plattform zur Mitwirkung von Interessenten schafft. Wer Interesse hat, in der Arbeitsgruppe Feldökologie mitzuwirken, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Adresse: Große Klausstraße 11 • 06108 Halle
Tel.: 0345 200 27 46
E-Mail: aha-halle[at]yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de