AHA hält Schutz der Auen zwischen den Städten Weißenfels, Bad Dürrenberg, Leuna, Merseburg und Halle (Saale) für dringend geboten

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) kann es nicht oft genug erklären, dass der Schutz, der Erhalt, die Betreuung und die Entwicklung von Auenlandschaften eine sehr bedeutsame Erkenntnis beim Planen und Handeln sein muss. Dass die Realität leider oft anders aussieht, muss der AHA oft genug und immer wieder feststellen.

Um sich ein aktuelles Bild der Auenlandschaften zwischen den Städten Weißenfels, Bad Dürrenberg, Leuna, Merseburg und Halle (Saale) zu verschaffen, diente eine jüngst durchgeführte Fahrradexkursion in diesem Landschaftsraum.

Der Beginn der Fahrradexkursion führte den Weg in Weißenfels in den Auenwaldrest westlich der Großen Brücke und südlich der Eisenbahnstrecke. Im Rahmen der Vorlage von Anfragen und Vorschlägen an den Burgenlandkreis und die Stadt Weißenfels im Januar 2008, bildete dieser Restauenwald eine sehr wichtige Rolle. In nachfolgenden Gesprächen und Beratungen im Umweltausschuss des Stadtrates der Stadt Weißenfels, thematisierte man umfassend das sehr wichtige Thema. Immerhin hat auch dieser Teil der Saaleaue eine ökologisch und hydrologisch sehr wichtige Funktion, wobei dabei insbesondere die Funktionen als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sowie Überflutungsraum zu nennen sind. Damals spielten auch die Möglichkeiten der Entwicklung dieses Teils der Saaleaue in Folge des Abrisses der einstigen Getreidewirtschaft eine sehr wichtige Rolle.

Der südlich angrenzende Restauenwald gestaltet sich erfreulicherweise weitgehend standortgerecht sukzessiv. Jedoch erfüllte die Exkursionsteilnehmer mit Sorge, dass der Restauenwald weiter umfassend und verstärkt mit Vermüllung belastet ist und offenbar häufig als Partyplatz mit Feuerstellen fungiert. Hier waren sich die Exkursionsteilnehmer schnell einig, dass hier dringend Abhilfe erforderlich ist. Ferner nutzen offenbar Lastkraftwagen der angrenzenden Baustelle an der Bahnunterführung den Weg im Auenwald als Transportweg. Ein zerfahrener Weg legt diese Tatsache nah. Neben einer umfassenden Beräumung und Unterbindung des Befahrens mit Kraftfahrzeugen, sind verschärfte Kontrollen vor Ort, dringend geboten.

5-Weißenfels Westteill Auenwald Südlich Eisenbahnstreck Blick Auf Weg Nach Osten (1)

5-Weißenfels Westteill Auenwald Südlich Eisenbahnstreck Blick Auf Weg Nach Osten (1)

Nach Auffassung der Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer gilt es im Bereich der einstigen Getreidewirtschaft entstandenen Park an der Saale mehr naturnahe Entwicklungsmöglichkeiten zuzulassen. Insbesondere der Uferstreifen entlang der Saale bietet dafür sehr guten Raum. Störungen geführt haben, während der Errichtungsphase des Parks stattfand. Daher waren sich die Teilnehmer einig, dass die Arbeiten schnell ihr Ende finden müssen, um der Natur den Raum wieder zurückgeben zu können.

Aus dem linksseitigen Fahrradweg entlang der Saale zwischen Weißenfels und Großkorbetha heraus, stellten die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer immer wieder fest, dass der gesetzlich fixierte mindestens 10 m breite Gewässerschonstreifen sehr häufig bisher keine Berücksichtigung gefunden hat. Die Ackerflächen reichen da bis zum Ufer heran. Die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer unterstützten dabei die immer wieder vom AHA geforderte Einhaltung der Gewässerschonstreifen von mindestens 10 m. Daher sei noch einmal auf die vielfältige Bedeutung der Gewässerschonstreifen als hydrologischen und ökologischen Entwicklungsraum hingewiesen, da hier die Möglichkeit der Auslebung der Wechselwirkungen zwischen Prall- und Gleithängen sowie des Schutzes, Erhaltes und der weiteren Entwicklung als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sowie als Teil eines umfassenden Grün- und Biotopverbundes unter Einschluss der Nebengewässer und anderer angrenzender Landschaften und Biotope besteht.

So konnten die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer zum Beispiel feststellen, dass sich Biber in dem Teil der Saaleaue aufhalten müssen.

Auffällig für die Teilnehmer waren auch, die landschaftszerschneidenden und –prägenden Wirkungen der Brücken von B 91 bei Weißenfels und der BAB 38 bei Großkorbetha. Ferner nahmen die Exkursionsteilnehmer den Aufbau und die Gestaltung einer Zuwegung zum Klärwerk in Weißenfels zur Kenntnis. Diese stellt mit ihren zu kleinen Durchlässen eine Barrierewirkung für abfließendes Hochwasser dar. So können Rückstauwirkungen ein. Darüber hinaus gilt es perspektivisch zu prüfen, inwieweit ein Standort für das Klärwerk außerhalb des Hochwasserraumes der Saale möglich ist.

Ein Blick über die Saale zur Mündung des Rippachs in die Saale in Dehlitz führte zur Sorge der Teilnehmer, dass ein weiteres Heranrücken von Bauten, den verhältnismäßig naturnaheren Mündungsbereich, bedrohen könnte. Daher geht der dringende Appell diesen naturnaheren Mündungsbereich unbedingt zu schützen und zu erhalten.

Ferner riefen die Bauarbeiten am Ufer der Stadt Weißenfels, Ortsteil Kriechau große Sorge hervor. Die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer mahnten an, dass nicht nur eine weitere Verbauung am Ufer von Flüssen erfolgen darf, sondern das auch massive Rückbaumaßnahmen bei Ufer- und Sohlbefestigungen erfolgen müssen. Dies ist wichtig, um natürliche Lebensräume von Tier- und Pflanzenarten zu erhalten bzw. zu erweitern. Ferner benötigen Fließgewässer –so auch die Saale- naturnahe Entwicklungsmöglichkeiten, welche sich in Mäandrierung und Furkation ausdrücken. Außerdem entspricht das der Wasserrahmenrichtlinie der EU, welcher auch die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet ist.

Ein Bach, welcher seine Quelle in Tagewerben haben muss und den Ostteil von Schkortleben prägt, birgt ein umfassendes Potential einer naturnahen Entwicklung in sich. Dies ist daran zu erkennen, dass vereinzelte Tendenzen von Mäandrierungen erkennbar sind, welche es durch Störhölzer oder –steine zu unterstützen gilt. Im Mündungsbereich in die Saale sind jedoch zwei Kleinwehre erkennbar, welche die biologische Durchlässigkeit massiv einschränken. Im Zuge der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie der EU (WRRL) sind hier entsprechende Maßnahmen erforderlich. Dazu zählt auch die Überprüfung der Gewässerqualität, da offenbar Zuleitungen von Abwasser in den Bach erfolgen.

Im Bereich der Aue zwischen Schkortleben und Großkorbetha war deutlich zu erkennen, dass große Teile der Auenlandschaften ausgedeicht und damit keiner standortgerechten Wechselwirkung zwischen Fluss und Aue bei Hochwasser unterliegt. Neben dem allgemeinen Verlust an Hochwasserausbreitungsräumen, fehlen den Restauenwäldern und –wiesen die unregelmäßig hohen, langen und häufigen Überflutungen, welche sie aber für eine standortgerechte Entwicklung lebensnotwendig benötigen. Von daher mahnen die Exkursionsteilnehmer ein umfassendes, länderübergreifendes, wissenschaftlich fundiertes Hochwasserkonzept an, welches für die Auen als Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen und benötigten Wohnstätten als Hochwasserschutz dienen muss.

34-Weißenfels-Schkortleben Höhe Kreuzung Weißenfelser Straße & Jahnstraße Blick Bach Abwärts Nach Nordosten (2)

34-Weißenfels-Schkortleben Höhe Kreuzung Weißenfelser Straße & Jahnstraße Blick Bach Abwärts Nach Nordosten (2)

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AHA führt Radexkursion entlang der Saale von Bernburg nach Könnern durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) veranstaltet am Samstag, den 25.03.2017 eine ca. sechsstündige Fahrradexkursion entlang der Saale von Bernburg nach Könnern. Der Weg führt dabei zum Dröbelschen Busch, vorbei an dem Mündungsbereich der Wipper, durch das Naturschutzgebiet „Auwald bei Plötzkau“ und zum Severin bei Gnölbzig.
Im Rahmen der Fahrradexkursion ist vorgesehen die Bedeutung dieses wichtigen Teils der Saaleaue darzulegen und auf die umfassende arten- und strukturreiche Landschaft, ihre Schutzwürdigkeit, Gefahrenpotenziale sowie auf Möglichkeiten zum Schutz und Erhalt hinzuweisen. Besondere Augenmerke sollen dabei u.a. auf die Gefahren eines Saaleausbaus, der Errichtung und Inbetriebnahme der gigantischen Müllverbrennungsanlage auf dem Werksgelände von Solvay, des Baus der B 6n sowie Abholzungen in Auenwaldgebieten gerichtet sein. In dem Zusammenhang möchte der AHA seine eigenen umfassenden Schutz- und Entwicklungsvorschläge, zum Beispiel für den Dröbelschen Busch und der benachbarten Streuobstwiese, das Wippermündungsgebiet, das Naturschutzgebiet „Auwald bei Plötzkau“ sowie zum Severin bei Gnölbzig, vorstellen. Ferner beabsichtigt der AHA das diesbezügliche Wirken seiner Regionalgruppe Wettin – Könnern – Bernburg und Möglichkeiten einer Mitarbeit zu erläutern.
Treff ist 10.00 Uhr am Bahnhof Bernburg. Die Fahrradexkursion endet am Bahnhof Könnern.

Wer noch mehr über Vorstellungen und Aktivitäten des AHA erfahren bzw. gar im Rahmen seiner ehrenamtlichen Arbeit für den Schutz, Erhalt und Entwicklung der Auen- und Flusslandschaften mitwirken möchte, kann sich an folgende Anschrift wenden:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Regionalgruppe Wettin-Könnern-Bernburg

in attac-Villa Könnern
Bahnhofstraße 06
06420 Könnern (Saale)
Tel.:034691/52435
Fax.:01805-684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet:http://www.aha-halle.de

AHA fordert Stopp der Ausholzungen am halleschen Riveufer

3-Halle-Giebichenstein_RiveuferOstteil_BlickNachNordwesten (2)

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) hat mit Unverständnis die umfassenden Ausholzungen und das Heraussammeln von Alt- und Totholz sowie Efeu aus dem Gehölzstreifen entlang des Fußes des Lehmanns Felsen entlang des halleschen Riveufers aufgenommen. Für den AHA erschließt sich keinesfalls der Sinn und Zweck dieser Aktionen, welche massiv einen sehr wichtigen Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten schaden und stören. So ist bekannt, dass hier zum Beispiel Igel überwintern sowie Brutreviere der Amsel und des Zaunkönigs bestehen. Von daher fordert der AHA nicht nur den Stopp der Ausholzungen und Beräumungen, sondern das herausgeräumte Holz und die abgeholzten Efeubestände punktuell wieder in den Gehölzbereich zurückzubringen und aufzuschichten. Dies muss aber unverzüglich geschehen, um die beginnende Brutzeit nicht noch weiter zu stören.
Der AHA mahnt in dem Zusammenhang erneut mit Nachdruck einen sorgsamen Umgang mit den Gehölzen in der Stadt Halle (Saale) an, wozu auch die Gehölzbestände entlang der Saale und ihrer Nebengewässer gehören.

Fotos: Andreas Liste

AHA fordert massiven Schutz des Feldhamsters

Bekanntlich besitzt der Feldhamster den Status „streng zu schützende Tierart von gemeinschaftlichem Interesse“ gemäß des Anhangs IV der FFH-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG). Ferner ist bekannt, dass ein wesentliches Ziel der FFH-Richtlinie in der die Sicherung des günstigen Erhaltungszustandes der dort gelisteten Arten und Lebensräume besteht. So haben gemäß Artikel 11 der FFH-Richtlinie die Mitgliedstaaten den Erhaltungszustand der in Artikel 2 genannten Arten und Lebensräume zu überwachen. Über die Ergebnisse der Überwachung ist gemäß Artikel 17 durch die Mitgliedstaaten alle sechs Jahre ein Bericht zu erstellen. Der Erhaltungszustand wird in Artikel 1 näher spezifiziert.

Von daher sieht der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) in dem momentanen gemeinsamen Kesseltreiben von „Investoren“, Landkreis Mansfeld-Südharz, Stadt Sangerhausen und einzelner Medien gegen den Feldhamster nicht nur als unsinnig an, sondern stuft das Vorgehen als unverantwortlich und gefährlich ein. Hier vermengt man berechtigte Arbeitsplatz- und Zukunftssorgen der Menschen in der Stadt Sangerhausen mit einer falschen Zuordnung entsprechender Verantwortlichkeiten. Für den AHA kann doch dieses medial begleitete Bündnis im Ernst nicht daran glauben, dass der Feldhamster die Verantwortung für fehlende Arbeitsplätze trägt. Wenn diese Hassstimmung nicht solche gefährlichen Ausmaße hätte, könnte man das als Treppenwitz in einer angeblichen Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts ansehen.
Derweil lenken derartige Hassaktionen von den eigentlichen Ursachen von vernichteten bzw. nicht entstandenen Arbeitsplätzen ab. Am Beispiel des nunmehr insolventen Fahrradherstellers „Mifa“ haben sich deutliche Managementfehler aufgetan, welche nicht wie blumig versprochen zur Schaffung von weiteren Arbeitsplätzen, sondern zur Vernichtung bestehender Arbeitsplätze führt. Die Versprechungen zur Schaffung von Arbeitsplätzen des niederländischen „Investors“ für zwei Gewächshäuser zur angeblichen Produktion von „Bio“-Gemüse sind aus Sicht des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) sehr vage gehalten und nicht überzeugend. Daran ändert auch das gebetsmühlenartige Wiederholen dieser Versprechungen durch Politiker aller Parteien und Medien nichts.

Der AHA kann da nur der Aussage der Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie Prof. Dr. Claudia Dalbert im Interview in der „Mitteldeutschen Zeitung“ vom 11./12.03.2017 auf Seite 2 zustimmen, dass das Vorkommen der Hamster in Sangerhausen schon lange bekannt ist. Nach Auffassung des AHA spätestens seit der „Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung“ der Anfrage der Abgeordneten Nadine Hampel (SPD) vom 10.12.2012, Drucksache 6/1688. Diesem Dokument ist zudem ein sehr aufschlussreiches, von der ÖKOTOP GbR Büro für angewandte Landschaftsökologie „Monitoring des Feldhamsters im Land Sachsen-Anhalt zur Erfüllung der FFH-Berichtspflichten – – Monitoringdurchgang 2010 – vom 20. Oktober 2010 beigefügt.

AnfrageAndreasGehlmannLandtagLSA27.02.2017

Für den AHA ist es unverständlich, dass diese Angaben und die weiteren sechs von der Stadt Sangerhausen in Auftrag gegebenen Hamsterkartierungen und Gutachten keine weitere Berücksichtigung für den 260 ha großen, an der BAB 38 großen Industriepark Mitteldeutschland und der darin eingeschlossenen Planungen für die 50 ha Gewächshausfläche fanden bzw. finden.
Diesbezüglich sehr aufschlussreich ist ferner die „Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung“ des Abgeordneten Andreas Gehlmann (AfD), Drucksache 7/1061 vom 27.02.2017

AnfrageAndreasGehlmannLandtagLSA27.02.2017

Der AHA fordert daher die Planungen auf eine solide Basis zu stellen, dabei soziale Realitäten zu betrachten und die Belange des Schutzes von Umwelt, Natur und Landschaft zu berücksichtigen. Dabei gilt es nicht nur rechtliche Rahmenbedingungen zu beachten, sondern auch wissenschaftlich-fachliche Gesichtspunkte und Tatsachen zu Grunde zu legen.

Für den AHA gehört es nämlich zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe arten- und strukturreiche Natur- und Lebensräume zu erhalten und zu schützen sowie Raum zur sukzessiven Ausdehnung zu geben. Ferner gilt es Biotop- und Grünverbundräume zu sichern, zu erhalten, zu stabilisieren und räumlich auszuweiten. Dazu können die Randstreifen von bestehenden und wiederherzustellenden Wegen sowie nicht zuletzt mindestens 10 m breite Gewässerschonstreifen entlang von Fließgewässern aller Größen und Längen dienen. Dazu gehört für den AHA den Flächenfrass für Verkehrs-, Wohn- und Gewerbeflächen und –bauten, damit verbundener Zerschneidung und Einschränkung von Landschafts- Überflutungs- und Naturräumen sowie einer Verarmung der Agrarlandschaft durch Verringerung der Ackerkulturen, der Arten- und Strukturvielfalt durch Verlust bzw. Fehlen von Gehölz- und Grüninseln und –streifen und von Feuchtgebieten und Stauden-, Trocken- und Halbtrockenrasengesellschaften zu stoppen.

Dabei weisen das Umweltbundesamt und das Statistische Bundesamt in Deutschland eine tagtäglich Neuversiegelung von Boden im Umfang zwischen 66 ha Boden aus. Das entspricht in etwa einer Fläche von 66 Fußballfeldern und im Jahr in etwa einer Fläche von zwischen 24.090 ha. Im Vergleich dazu die Fläche der Stadt Leipzig, welche 29.760 ha beträgt.

Ferner führte die Art und Weise des Betreibens der Landwirtschaft auch im Gebiet der einstigen DDR nach 1990 zur Verarmung des Anbaus von Feldkulturen. Von einst 25 verschiedenen Kulturen, sind nur 7 übrig geblieben. Diese Bedingungen führen zur Verschlechterung der Lebensbedingungen vieler Tierarten wie Feldhase, Feldhamster und verschiedener Bienen- und Schmetterlingsarten sowie verschiedener Greifvogelarten wie Mäusebussard und Rotmilan. Der Erhalt, der Schutz und Entwicklung einer intakten Umwelt, Natur und Landschaft dient nicht nur der Tier- und Pflanzenwelt, sondern sichert auch das Überleben des Menschen. Letzteres ermöglicht zudem einen darauf angepassten Tourismus, welcher auch im Raum Sangerhausen einer weiteren Entwicklung bedarf. Dies kann auch der Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen dienen. Gleiches gilt auch für eine arten- und strukturreichere Landwirtschaft, welche einst neben dem Bergbau in der Region Sangerhausen die hauptsächliche Basis für Lohn und Brot bildete.
Daran mitzuwirken sollte Auftrag an die Bevölkerung sowie politische Gremien und Behörden sein.

Der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA bietet dahingehend Interessenten Raum im Rahmen von territorialen Regional- und Ortsgruppen bzw. thematischen Arbeits- und Interessengruppen –wie z.B. die Arbeitsgruppe Feldökologie- mitzuwirken.
Wer noch mehr zu den diesbezüglichen Aktivitäten des AHA erfahren möchte, wende sich bitte an folgende zentrale Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

AHA erhofft konstruktive Beratungen mit der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) erhofft sich mit der Amtseinführung der Direktorin und Vorstand der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz Dipl.-Ing. Brigitte Mang am 07.02.2017 eine neue Arbeits- und Herangehensweise in Bezug auf den Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz sowie Umweltbildung in den Auen- und Flusslandschaften von Elbe und Mulde.

Dazu gehört an erster Stelle eine einvernehmliche Lösung zum Konzept zu einem „Naturerkenntnispfad Mündungsgebiet der Mulde in die Elbe“, welche der AHA am 09.11.2008 erstellt und vorgelegt hatte. Das Vorhaben soll dazu beitragen zum Einem Grundsätzliches über Auen, ihre Bedeutung , ihre Schutzwürdigkeit und Bedrohungen zu erfahren sowie zum Anderen spezifische Erläuterungen zu der arten- und strukturreichen Aue im großräumigen Mündungsbereich der Mulde in die Elbe zu bekommen, welches zum ca. 1.191 ha großem Naturschutzgebiet „Untere Mulde“ gehört.
Nach den Überlegungen des AHA erscheint es am wenigstens natur- und landschaftsprägend sowie am kostengünstigsten zu sein, mit Steinen auf die 14 angedachten Stationen hinzuweisen und dazu ein Begleitheft herauszugeben. Bereits frühzeitig erfolgte eine schriftliche Information an das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalts und an die Stadt Dessau-Rosslau.

Der AHA hatte dazu bereits ein Begleitheft gestaltet und dann Kostenkalkulationen zu dessen Herstellung eingeholt. Ferner gilt es sich über die Gestaltung, Einbringung und Kosten für die Hinweissteine Gedanken zu machen.
Das hängt leider zurzeit an der unverständlichen Verweigerungshaltung der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz.

Ferner hat der AHA am 05.05.2008 „Grobkonzeptionelle Überlegungen zum Park am Sieglitzer Berg und zur Nutzung der wiederentstehenden Solitude beschlossen und vorgelegt. Anliegen dieser Grobkonzeptionelle Überlegungen ist es, räumlich punktuell Überlegungen anzustellen, Belange des Umwelt-, Landschafts- und Naturschutzes in die Entwicklung der großen Natur- und Kulturlandschaft einzubringen. Im konkreten Fall geht es erst einmal um den ca. 25 ha großen Park am Sieglitzer Berg und dem einst bedeutenden Zentrum die Solitude.
Um für den ca. 135 ha umfassenden Großen Busch in der Stadt Coswig (Anhalt) eine wissenschaftlich fundierte Schutz- und Entwicklungskonzeption befördern zu können, hatte der AHA am 02.08.2010 einen „Rahmenplan zur Erstellung einer Schutz- und Entwicklungskonzeption für den Großen Busch, Stadt Coswig (Anhalt) im Landkreis Wittenberg“ beschlossen und vorgelegt.

Die im Ergebnis der wissenschaftlich-fachlichen Bearbeitung entstandene Schutz- und Entwicklungskonzeption stellt eine grundsätzliche Basis zum weiteren Umgang mit dem Großen Busch dar und eröffnet ggf. Möglichkeiten der Unterschutzstellung als Naturschutzgebiet. Ferner gilt es sie als Handlungsgrundlage für den Eigentümer Kulturstiftung Dessau-Wörlitz sowie für Nutzer und zuständige Behörden zu verwenden. Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) sieht es als Aufgabe an, die Konzeption in enger Abstimmung mit Eigentümer und zuständigen Behörden umzusetzen. Besonders die im Aufbau begriffene AHA-Ortsgruppe Dessau-Roßlau wird hier die Arbeit vor Ort wahrnehmen. Eine eng damit verbundene Umweltbildungsarbeit soll zur dringend erforderlichen öffentlichen Akzeptanz und Mitwirkung beitragen.

Mit Schreiben vom 04.11.2008 beantragte der AHA bei der damaligen Ministerin für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Petra Wernicke eine Erweiterung des NSG „Untere Mulde“ und Vogelschutzgebietsneuausweisungen, welche den ca. 450 großen Hartholzauenwald „Salegaster Forst“ (ca. 450 ha), den ca. 20 ha großen Hartholzauenrestwald „Wolfener Busch“ sowie den Muldensteiner Berg mit seinen bewaldeten Hängen, stillgelegten Steinbrüchen und dem Stillgewässer „Walm“ umfasst.

Mit dieser Antragstellung zur Erweiterung des bestehenden NSG „Untere Mulde“ und zur Realisierung der Vogelschutzgebietsneuausweisungen (Salegaster Forst, Wolfener Busch und Muldensteiner Berg) möchte der AHA erreichen, dass die zu schützenden Gebiete – ihrem hohen ökologischen Wert entsprechend – sich als natürliche Waldökosysteme ohne anthropogene Beeinflussung weiterentwickeln können.

Alle ebengenannten Aktivitäten des AHA sind eng mit Eigentumsflächen und Handeln der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz verbunden, so dass ein konstruktiver Kontakt zwischen beiden Organisationen zwingend notwendig erscheint. Leider hat die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz seit dem Jahre 2011 jeglichen Kontakt zum AHA abgebrochen, was zu Einwendungen an den damaligen Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt Stephan Dorgerloh im Jahre 2012 und an den Petitionsauschuss des Landtages Sachsen-Anhalt im Jahre 2013 führte.

Nun appelliert der AHA an die nunmehrige Direktorin der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz Dipl.-Ing. Brigitte Mang gemeinsam konstruktiv, fachlich-fundiert und sachlich über die obengenannten Vorhaben und Anliegen zu beraten und Lösungen zu suchen.

Darüber hinaus möchte der AHA Interessenten einladen, die sich vorstellen könnten ehrenamtlich für den Schutz, den Erhalt, die Entwicklung und die Betreuung der Fluss- und Auenlandschaften an Elbe und Mulde sowie eine eng damit verbundene Umweltbildungsarbeit mitzuwirken.
Wer Interesse hat mehr zu diesen und anderen Vorhaben des AHA vor Ort zu erfahren bzw. gar ehrenamtlich mitarbeiten möchte, wende sich bitte an folgende Anschriften:

I. Ortsgruppe Dessau-Roßlau
Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
im Schwabehaus
Johannisstraße 18
06844 Dessau-Roßlau
Tel.: 0340 – 66158320
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

II. Ortsgruppe Bitterfeld-Wolfen
Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
über Evangelisches Kirchspiel Wolfen
OT Wolfen
Leipziger Straße 81
06766 Bitterfeld-Wolfen
Tel.: 0173 – 9917836
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

AHA hält Schutz der Saaleaue zwischen den Naturschutzgebieten „Nordspitze Peißnitz“ und ”Forstwerder“ für dringend geboten

Der heutige Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) weist seit über 36 Jahren darauf hin, dass es die Saaleaue zwischen den Naturschutzgebieten „Nordspitze Peißnitz“ und ”Forstwerder“ wieder verstärkt naturnaher zu entwickeln gilt. Dieses Saaleufer, welches einst weitgehend unverbaut geblieben war sowie in enger Korrelation mit dem Naturschutzgebieten „Nordspitze Peißnitz“ und ”Forstwerder“, welche zusammen das FFH-Gebiet „Nordspitze der Peißnitz und Forstwerder in Halle“ ergeben, dem geschützten Landschaftsbestandteil Amselgrund und Kreuzer Teichen, dem geschützten Landschaftsbestandteil Amtsgarten und dem flächenhaften Naturdenkmal Klausberge steht, gehört zu den wichtigsten Biotop- und Grünverbundräumen im halleschen Saaletal. Jedoch erlaubte die Stadt Halle (Saale) seit der Mitte der neunziger Jahre, als zuständige untere Naturschutzbehörde, die rasante Ausbreitung und Neuanlage von Schiffs- und Bootsanlegern, welche nicht nur das Landschaftsbild massiv beeinträchtigen, sondern zudem Eingriffe in die Natur und den Hochwasserraum der Saale sowie zunehmende Verlärmung und Belastung der Luft mit Abgasen zur Folge haben. Alles Maßnahmen, welche dem Schutzzweck des 2.314 ha großen Landschaftsschutzgebiets „Saaletal „in der kreisfreien Stadt Halle (Saale) zuwiderlaufen. Der AHA sieht hier massive Veränderungen erforderlich, um die bauliche Belastung entscheidend zu verringern und maximal auf das Niveau des Jahres 1989 zu beschränken.

2-Halle-Giebichenstein Saaleufer Zwischen Giebichensateinbrücke&Klausberge Silberweide

2-Halle-Giebichenstein Saaleufer Zwischen Giebichensateinbrücke&Klausberge Silberweide

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