AHA führte Exkursion zu Goldgrundbach, Kliebigbach und Dippelsbach durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) hatte am Samstag, den 22.04.2017 eine ca. siebenstündige Exkursion u.a. entlang des Goldgrundbaches, des Kliebigbaches und des Dippelsbaches bis zur Bösen Sieben durchgeführt. Im Rahmen der Exkursion beabsichtigte der AHA die Vielfältigkeit von Fließgewässern, deren Schutz, Erhalt und Entwicklung darlegen.

Zu Beginn der Exkursion betrachteten die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer das momentan ausgetrocknete Bett des Saugrundbaches in Wimmelburg. Dabei erörterten sie die besondere geologische Situation und die eng damit verbundene Bergbaugeschichte der Region. Dazu gehören in Folge des Bergbaus veränderte Untergründe und hydrologischer Situationen. In dem Zusammenhang diskutierten die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer auch über die Notwendigkeit des Erhaltes und Schutzes der vielfältigen Halden. Dabei sind insbesondere die nunmehrige landschaftsgestalterische Wirkung sowie die Entstehung besonderer, häufig auf Schwermetallen und Salzen beruhender besonders wertvoller Biotope mit ihrer Fauna und Flora zu erwähnen. Daher darf es keinesfalls zur Zerstörung und Beseitigung der Haldenlandschaft kommen.
Im Bereich des Zusammenflusses von Saugrundbach und Wolferoder Graben bemängelten die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer den massiven Verbau der Ufer und Gewässersohle. Hier bedarf es einer wissenschaftlich fundierten Entsiegelung, um die beiden Fließgewässer naturnaher entwickeln lassen zu können. Dies entspricht u.a. auch dem Ansinnen der Wasserrahmenrichtlinie der EU.

Ebenso gilt es wissenschaftlich fundierte Überlegungen zum überbauten Bereich von Pfaffengrundbach und dem vollständigen versiegelten Mündungsbereich des Goldgrundbaches in die Böse Sieben.

39-Grenze Wimmelburg&Hergisdorf-Kreisfeld-Goldgrund Blick Auf Hunderücken Streuobstwiese Nach Südwesten (1)

39-Grenze Wimmelburg&Hergisdorf-Kreisfeld-Goldgrund Blick Auf Hunderücken Streuobstwiese Nach Südwesten (1)

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Die Dölauer Heide ist ein zu schützender Erholungswald!

Dölauer Heide (17) Hallweg, Gruppe der TeilnehmerInnen

Dölauer Heide (17) Hallweg, Gruppe der TeilnehmerInnen

An einem typischen Apriltag mit abwechselnden klaren Sonnenschein, stärkerem Wind und Schneeschauern am 19.04.2017 fanden sich mehrere Mitglieder und Freunde der Bürgerinitiative Heideweg, des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und der Initiative „Pro Baum“ zusammen. Folgende Ausgangssituation war der Anlass der Frühjahrsexkursion durch die Dölauer Heide ab der früheren „Knolls Hütte“ bis zum Heideweg, Zitat:
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AHA hält ein sofortiges Umdenken in der Verkehrs- und Wirtschaftspolitik dringend erforderlich

Mit sehr großer Besorgnis und gleichermaßen Unverständnis verfolgt der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) die gegenwärtige Verkehrspolitik und -entwicklung in Bund und Ländern. In jüngster Zeit seien ganz besonders die Vorhaben zur Nordverlängerung der Bundesautobahn 14, der Westumgehung Halle BAB 143 und die Einstufung der B6n zu einer Bundesautobahn. Ebenso gehören noch immer massive Versuche dazu, den Saaleseitenkanal und den Saale-Elster-Kanal zu errichten.

Neben der Verschärfung der Klimasituation führen derartige Entwicklung zur Verschärfung der Situation im Landschafts- und Naturschutz.

So weisen das Umweltbundesamt und das Statistische Bundesamt in Deutschland gegenwärtig eine tagtägliche Neuversiegelung von Boden im Umfang im Umfang von 69 ha Boden aus. Dies geht zumeist zu Lasten von fruchtbaren Böden und der Landwirtschaft. Das entspricht in etwa einer Fläche von ca. 100 Fußballfeldern und im Jahr in etwa einer Fläche von 25.185 ha -69 ha/Tag x 365 Tage/Jahr = 25.185 ha/Jahr. Im Vergleich dazu die Fläche der Stadt Leipzig, welche 29.760 ha beträgt.

Bundesweit ist man erschreckenderweise einen ganz anderen Weg gegangen und hat laut Eisenbahnbundesamt mit Stand 2013 allein ab dem 01.01.1994 insgesamt 499 Strecken bzw. 5.140,70 Streckenkilometer stillgelegt. Im Einzelnen sieht das folgendermaßen aus:
Stillgelegte Strecken seit dem 01.01.1994:

LandAnzahl stillgelegter StreckenLänge stillgelegter Strecken km
Baden-Württemberg28218,3
Bayern59533,0
Berlin11,9
Brandenburg48539,2
Hessen29284,0
Mecklenburg-Vorpommern19297,0
Niedersachsen40406,6
Nordrhein-Westfalen74595,7
Rheinland-Pfalz33408,1
Saarland14132,1
Sachsen60510,1
Sachsen-Anhalt45653,9
Schleswig-Holstein894,0
Thüringen41466,9
4995.140,7

Quelle: Eisenbahnbundesamt

Im Rahmen des Doppelhaushaltes 2015/2016 plante und realisierte die Landesregierung in Sachsen-Anhalt außerdem die Einstellung der Zugstrecken Klostermansfeld – Wippra (Wipperliese), Wittenberg – Bad Schmiedeberg sowie Merseburg – Schafstädt. Diese drei Bahnstrecken gehören zu touristisch bedeutsamsten Strecken, welche zum Südharz führt, die Wiege der Reformation der Kirche, den Kuranlagen in Bad Schmiedeberg und zur Dübener Heide verknüpft sowie die historische Stadt Merseburg mit den Historischen Kuranlagen & Goethe-Theater Bad Lauchstädt verbindet. Die Erhaltung der Bahnstrecken bildet ein Bindeglied zwischen landesspezifischen Tourismus und Beitrag zur Umsetzung notwendiger Ziele im Umwelt-, Landschafts- und Naturschutz. Dazu ist es erforderlich alles zu unternehmen, um Touristen von der Straße auf die Schiene zu bringen. Dazu gehören z.B. Koppelung von Eintrittskarten zu Stätten und Veranstaltungen mit den Fahrkarten, die Einrichtung von Rabattsystemen, die Verbesserung von Kapazitäten zur Mitnahme von Fahrrädern sowie verstärkte Werbung für diese Strecken.
Darüber hinaus hat die ortsansässige Bevölkerung die Möglichkeit, auch ohne Auto, alternativ Orte und Ziele in den jeweiligen Regionen zu erreichen.

Dies erfordert jedoch, dass der Bund und die Länder alle Ressourcen eher für umweltfreundlichere öffentliche Verkehrsmittel, als für Autobahnen, Straßen und Kanäle einzusetzen, welche zu weiteren Zerstörungen und Zerschneidungen von Landschaften und Natur sowie Beeinträchtigungen von Umwelt und Klima führen.

Ein fortgesetzter Ausstieg aus dem flächendeckenden Netz der Bahnen ist somit der falsche Weg. Stattdessen gilt es eher über Wiederbelebungen von Strecken wie z.B. zwischen Halle (Saale) und Hettstedt, Querfurt und Röblingen sowie Bitterfeld und Stumsdorf nachzudenken.
Dies erfordert jedoch ein u.a. vom AHA immer wieder angemahntes tiefgründiges Umdenken auch in der Verkehrspolitik der Mehrheit des Landtages und der Regierung des Landes Sachsen-Anhalt.

Doch das beeindruckt offenbar ein bestehendes Konglomerat aus konservativen und neoliberalen Kräften in Politik, Wirtschaft und Medien nicht. So nimmt man beispielsweise nicht nur einen vermehrten LKW-Verkehr auf Autobahnen und Straßen in Kauf, sondern fordert ihn auch noch. Das neben den massiven Zerstörungen, Störungen und Zerschneidungen von Umwelt, Natur und Landschaft, der Steuerzahler auch noch für fahrende Lagehäuser aufkommen soll ist höchstgradig verschwenderisch und somit in jeglicher Hinsicht unverantwortlich. Hier tut sich immer wieder die von der CDU geführte Landesregierung in Sachsen-Anhalt ganz besonders hervor. Dabei ist es offenbar unerheblich, ob FDP, SPD oder bzw. und Bündnis 90/Die Grünen als Koalitionspartner fungieren. Ganz besonders sind da gegenwärtig Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff (CDU) sowie die Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung Prof. Dr. Armin Willingmann (SPD) und Minister für Landesentwicklung und Verkehr Thomas Webel (CDU) zu nennen.

Eine reaktionäre Umwelt- und Verkehrspolitik mit einer darauf ausgerichteten Planungsarbeit sind ein Ausdruck dieser umwelt- und naturfeindlichen Herangehensweise.

Schwerste Bedenken gegen diese Art und Weise der Politik finden keine Berücksichtigung bzw. nur in einem vollkommenen ungenügenden Umfang Beachtung und haben u.a. im Fall der Nordverlängerung der BAB 14 den BUND und im Zuge der Planungen für die Westumfahrung Halle der BAB 143 den NABU zur Wahrnehmung der ohnehin eingeschränkten Klagemöglichkeiten beim Bundesverwaltungsgericht in dem viel gepriesenen Rechtsstaat geführt. Während diese Umweltverbände ihre Mitgliedsbeiträge und Spenden aufwenden müssen, bedient sich der Staat der Steuermittel.
„Waffengleichheit“ sieht anders aus. Das diese unmögliche Situation nicht schon ausreichend genug ist, entfesselt ein Bündnis aus Politik, Wirtschaft, Wirtschaftsverbänden und angeblich „unabhängigen“ Medien eine grenzenlose und widerwärtige Hetz- und Hasskampagne, was sich keinesfalls mit den eigentlichen Problemen auseinandersetzt, sondern propagandistisch mit Behauptungen und Unterstellungen arbeitet. Mit Demokratie und sachgerechtem Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz sowie verantwortungsvoller Verkehrspolitik hat diese Herangehensweise nichts zu tun.

Nach Ansicht des AHA spricht alles dafür, dass ein politischer und gesellschaftlicher Wandel dringend erforderlich, da die gegenwärtigen Macht- und Regierungspolitik wissentlich und unverantwortlich an der Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen arbeitet.

Der AHA ruft in dem Zusammenhang die Bevölkerung auf, sich nicht weiter den Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft, den Erhalt und Entstehung von Arbeitsplätzen sowie soziale Sicherung als Gegensätze einreden zu lassen. Ungezügelte und von verschiedenen poltischen Kräften im Bund und in den Ländern unterstützte ungezügelte Profitgier Einzelner, führt tatsächlich zur Beeinträchtigung aller ebengenannten Ziele.

Auf jeden Fall bietet der AHA Menschen eine ehrenamtliche Plattform, welche sich für eine ökologisch orientierte Verkehrs- und Wirtschaftspoltik einsetzen möchten.

Wer Interesse hat mit dem AHA Verbindung aufzunehmen, kann dies unter folgender zentralen Anschrift tun:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail UBM: ubh2004@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

Der Wolf gehört zur Fauna in Deutschland

Mit einer Mischung aus Verwunderung und Entsetzen hat der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) das fortgesetzte Agieren der sachsen-anhaltinischen CDU aufgenommen, welche verstärktes Vorgehen gegen die Rückkehr des Wolfes anmahnen. Dabei schrecken diese Leute nicht zurück Hand in Hand mit einigen unverbesserlichen Jägern und Landwirten Wölfe zum Abschuss freizugegeben.
Dabei scheinen diese Leute zu vergessen, dass ein ähnliches Vorgehen dazu führte, dass
in Folge intensiver Jagd das Gebiet des Deutschen Bundes 1850 weitgehend wolfsfrei war. Im Unterschied zum Luchs, gab es immer wieder Zuwanderungen aus dem Osten. Jedoch erlegte man sie immer wieder, was mit dem Beitritt der DDR zur BRD im Jahre 1990 und mit der damit verbundenen Unterschutzstellung auch im Osten Deutschlands sein Ende finden sollte.
Beide Tiere, welche klar als Nahrungskonkurrenten gelten, nehmen so wieder den obersten Teil der Nahrungspyramide ein. Einen Platz, welchen „ersatzweise“ die Jägerschaft über Jahrzehnte für sich beanspruchte. Die Unruhe der Jägerschaft ist daher nicht nachvollziehbar. Noch dazu man immer wieder, gebetsmühlenartig, nie wissenschaftlich begründet von steigenden Beständen an Reh-, Rot-, Dam- und Schwarzwild sprach bzw. spricht.
Nach Auffassung des AHA ist es unverantwortlich, wenn immer wieder CDU- Politiker zum Hass und Abschuss eines Tieres aufrufen, welches unweigerlich zu Deutschland gehört und daher eines besonderen Schutzes bedarf.
Die schrittweise Wiedereinstellung einer naturnaheren bis natürlichen Nahrungspyramide entspricht eher dem Ansinnen eines nachhaltigen Naturschutzes, als eine „Regulierung“ von Wild in die ausschließliche Hand des Menschen zu legen bzw. zu belassen.
Für den AHA gehört es eher zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe arten- und strukturreiche Natur- und Lebensräume zu erhalten und zu schützen sowie Raum zur sukzessiven Ausdehnung zu geben. Ferner gilt es Biotop- und Grünverbundräume zu schützen, zu erhalten, zu stabilisieren und räumlich auszuweiten. Dazu können die Randstreifen von bestehenden und wiederherzustellenden Wegen sowie nicht zuletzt mindestens 10 m breite Gewässerschonstreifen entlang von Fließgewässern aller Größen und Längen dienen.
Für den AHA ist es unverständlich, dass kein Aufschrei von Umweltpolitikern der CDU ertönt, wenn es um Fortsetzung des Flächenfrasses für Verkehrs-, Wohn- und Gewerbeflächen und –bauten, damit verbundener Zerschneidung und Einschränkung von Landschafts- Überflutungs- und Naturräumen sowie einer Verarmung der Agrarlandschaft durch Verringerung der Ackerkulturen, der Arten- und Strukturvielfalt durch Verlust bzw. Fehlen von Gehölz- und Grüninseln und –streifen und von Feuchtgebieten und Stauden-, Trocken- und Halbtrockenrasengesellschaften geht.
Dabei weisen das Umweltbundesamt und das Statistische Bundesamt in Deutschland gegenwärtig eine tagtägliche Neuversiegelung von Boden im Umfang im Umfang von 69 ha Boden aus. Dies geht zumeist zu Lasten von fruchtbaren Böden und der Landwirt-schaft. Das entspricht in etwa einer Fläche von ca. 100 Fußballfeldern und im Jahr in etwa einer Fläche von 25.185 ha -69 ha/Tag x 365 Tage/Jahr = 25.185 ha/Jahr. Im Vergleich dazu die Fläche der Stadt Leipzig, welche 29.760 ha beträgt.
Ferner führte die Art und Weise des Betreibens der Landwirtschaft auch im Gebiet der einstigen DDR nach 1990 zur Verarmung des Anbaus von Feldkulturen. Von einst 25 verschiedenen Kulturen, sind nur 7 übrig geblieben.
Hier erwartet der AHA auch mehr Handeln der Politiker der CDU in Sachsen-Anhalt, anstatt eine Hass- und Drohkulisse gegen den Wolf und womöglich irgendwann auch gegen den Luchs aufzubauen.
Nach Ansicht des AHA müssen ungehemmter Flächenfrass sowie ausgeräumte, monokulturell genutzte Agrarlandschaften schnellstmöglich der Vergangenheit angehören.
Daran mitzuwirken sollte Auftrag an die Bevölkerung sowie politische Gremien und Behörden sein.
Der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA bietet dahingehend Interessenten Raum im Rahmen von territorialen Regional- und Ortsgruppen bzw. thematischen Arbeits- und Interessengruppen –wie z.B. die Arbeitsgruppe Feldökologie- mitzuwirken.
Wer noch mehr zu den diesbezüglichen Aktivitäten des AHA erfahren möchte, wende sich bitte an folgende zentrale Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
Fax.: 01805-684 308 363
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

Initiative „Pro Baum“ und AHA fordern Stärkung des ÖPNV und SPNV

Bekanntlich verlieren der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) und der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) immer mehr an Attraktivität, da ständig Erhöhungen der Nutzungsgebühren bei ständiger Ausdünnung in der Fläche und im Takt stattfinden. Somit verteilen sich die Kosten immer mehr auf einen kleineren Nutzerkreis. Dabei lässt sich schon seit Jahren deutlich erkennen, dass man sich in einem entsprechenden Teufelskreis befindet, was den Geschäftsführer des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) Steffen Lehmann offenbar dazu veranlasste u.a. im Jahr 2014 in Medien in den Städten Halle (Saale) und Leipzig Vorstellungen zu einem Bürgerticket darzulegen.

Der Gedanke der fahrscheinlosen Nutzung des ÖPNV ist nicht neu und fand z.B. im Zeitraum von 1997 bis 2012 in der belgischen Stadt Hasselt Anwendung. Erst ein im Ergebnis der Kommunalwahl erfolgter Rechtsruck beendete dort das Vorhaben. Die estnische Hauptstadt Tallin mit 416.434 Einwohnern (Stand: 01.03.2012) hat im Ergebnis einer Volksabstimmung mit einer Mehrheit von 75,5 Prozent, im Jahre 2013 die fahrscheinlose Nutzung des ÖPNV eingeführt. Für Erfurt gibt es ähnliche Diskussionen. Dort geht man momentan von einer Bürgerumlage in Höhe von monatlich 20,00 Euro aus. Ferner können z.B. Umlagen bei Eintrittskarten für Konzerte und Rabattkarten im Einzelhandel zur Mitfinanzierung beitragen. Die Möglichkeit der finanziellen Einbindung bei kulturellen Veranstaltungen ist nicht neu.
Nach Meinung der Initiative „Pro Baum“ und des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) ist hier eine Ausweitung anzugehen. Der Einzelhandel gibt zurzeit häufig Rabatte für Kunden und Autofahrer zur Erstattung der Parkgebühren, welche ihre Autos in Tief- oder Hochgaragen geparkt haben. Warum soll so etwas nicht auch für die Nutzung von ÖPNV und SPNV möglich sein ?

Stattdessen drohte die Hallesche Verkehrs Aktiengesellschaft (HAVAG) eine massive Ausdünnung auf der mit 31 km europalängsten Überlangstrecke zwischen den Städten Halle (Saale) und Bad Dürrenberg, an welcher ebenfalls die Gemeinde Schkopau sowie die Städte Merseburg und Leuna angebunden sind. Dabei soll eine Reduzierung von 34 auf 20 Straßenbahnen erfolgen, was eine Reduzierung um 40,1 % auf 59,9 % bedeutet. Eine derartige Reduzierung des Straßenbahnverkehrs greift inakzeptabel und massiv in den Berufs- und Freizeitverkehr ein und setzt in Sachen Verkehrspolitik vollkommen die falschen Signale und Ansätze.

Neben der ordnungsgemäßen Finanzierung des Straßenbahnverkehrs durch das Land Sachsen-Anhalt, die Stadt Halle (Saale) und den Landkreis Saalekreis, gilt es andere Wege des Erhaltes der Zahlungsfähigkeit des Straßenbahnverkehrs in optimaler Qualität und Quantität abzusichern. Dazu ist es erforderlich alles zu unternehmen, um Autofahrer von der Straße auf die Schiene zu bringen. In dem Blickfeld betrachtet ist nun endlich die Prüfung der Einführung eines fahrscheinlosen Öffentlichen Personennahverkehrs zu prüfen und voranzutreiben, um so die finanziellen Lasten breiter verteilen zu können. Darüber hinaus hat die ortsansässige Bevölkerung die Möglichkeit, auch ohne Auto, alternativ Orte und Ziele in den jeweiligen Regionen zu erreichen. Dies erfordert jedoch, dass die politisch Verantwortlichen in Bund. Ländern und Kommunen alle Ressourcen eher für umweltfreundlichere öffentliche Verkehrsmittel, als für Autobahnen, Straßen und Kanäle einzusetzen, welche zu weiteren Zerstörungen und Zerschneidungen von Landschaften und Natur sowie Beeinträchtigungen von Umwelt und Klima führen.

Ein fortgesetzter Ausstieg aus dem flächendeckenden Netz der Bahnen und Straßenbahnen ist somit der falsche Weg. Stattdessen gilt es eher über Wiederbelebungen von Strecken und die allgemeine Erhöhung der Attraktivität des ÖPNV und SPNV nachzudenken und entsprechende Entscheidungen zu treffen und Beschlüsse zu fällen. Dies erfordert jedoch ein u.a. vom AHA immer wieder angemahntes tiefgründiges Umdenken in der Verkehrspolitik in der EU, im Bund, in den Ländern und in den Kommunen In dem Blickwinkel setzt nach Ansicht des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und der Initiative „Pro Baum“ die Stadt Halle (Saale) ein weiteres Parkhaus mit 175 Stellplätzen an der Halleschen Oper für bis zu 2,89 Millionen Euro aus Steuermitteln zu finanzieren. Beide Organisationen sehen hier ein vollkommen falsches Signal in Sachen Umwelt- und Naturschutz. Dieses steuerfinanzierte Vorhaben kann zu verstärkten Verkehrsströmen im Bereich der Straßen Universitätsring, Joliot-Curie-Platz, Große Steinstraße, Weidenplan und August-Bebelstraße führen. Das bedeutet eine weitere Verstärkung des innerstädtischen führt zu verstärkten Motorisierten Individualverkehrs (MIV) sowie die Vernichtung einer sukzessiven Gehölzfläche. Die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) fordern MDV und Stadt Halle (Saale) endlich stattdessen das Vorhaben Bürgerticket ernsthaft und unverzüglich voranzutreiben, um so wirklich zur Verbesserung der Umwelt beizutragen, indem durch eine unkomplizierte Nutzung die Attraktivität von ÖPNV und SPNV steigen, eine Reduzierung des Motorisierten Individualverkehrs (MIV) mit den Folgen wie Lärm, Abgas- und Feinstaubbelastung und Platzverbrauch stattfindet sowie somit eine diesbezügliche gesellschaftliche Gesamtverantwortung deutlicher in Erscheinung tritt.

Ein weiteres Parkhaus in Halles Innenstadt ist daher der falsche Weg und gilt somit planerisch nicht weiter zu verfolgen.

Aus den Gründen heraus rufen Initiative „Pro Baum“ und AHA weiter interessierte Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Halle (Saale) zur aktiven Mitwirkung auf, sich für eine alternative Verkehrspolitik einzubringen. Interessenten können folgendermaßen zum AHA Kontakt aufnehmen:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de
Tel.:: 0345 – 2002746

AHA möchte sich verstärkt in der Stadt Aschersleben für den Schutz von Natur, Landschaft und Umwelt einsetzen

Der heutige, gemeinnützige und ehrenamtliche Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) setzt sich nunmehr seit 37 Jahren intensiv für den Schutz, den Erhalt und die Entwicklung von Umwelt, Natur und Landschaft ein. Dabei betrachtet der Umwelt- und Naturschutzverein globale, überregionale, regionale und örtliche Zusammenhänge, um fachlich-fundiert und effektiv seine Wirksamkeit entfalten zu können. In dem Zusammenhang hat der AHA seine Tätigkeit in den Ländern Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin sowie in den Freistaaten Sachsen und Thüringen entfaltet.

Zu einem der wichtigsten Aktivitäten gehört nach Ansicht des AHA das Wirken zum Schutz, Erhalt und zu Entwicklung der ca. 81 km langen Wipper und ihres ca. 40 km langen linken Zuflusses Eine.

Beide Flüsse und ihre Auen prägen die 156,2 km² große Stadt Aschersleben mit ihren 11 Ortsteilen und mit Stand vom 31.12.2015 angegebenen 27.793 Einwohnern.

Während die Eine das Kerngebiet der Stadt durchquert, durchfließt die Wipper in den 5 Ortsteilen Freckleben, Drohndorf, Mehringen, Groß Schierstedt und Klein Schierstedt, eher den südöstlichen Teil des gesamten Stadtgebietes.

Beide Flussgebiete und ihre mehr oder minder ausgeprägten Auenlandschaften haben eine sehr wichtige Funktion als Lebens- und Rückzugsräumen für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Sie zählen zu den markantesten Fließgewässern des Ostharzes und des Harzvorlandes. Ihre Flusstäler haben zudem wichtige Bedeutungen und Funktionen als Biotop- und Grünverbundraum, Ausbreitungsraum für Hochwasser sowie als einer der wichtigsten Frischluftentstehungsgebiete und Frischluftventilationsstrecken. Dazu trägt u.a. auch der weitgehend naturnahe und störungsarme Verlauf außerhalb der Ortschaften bei. Die sich daraus ergebende landschaftliche Vielfalt hat daher beiden Flusstälern durchaus eine große touristische Anziehungskraft verliehen.

Das Wippertal zählt zu den schönsten Tälern im Ostharz. Die Wipper ist zudem ebenfalls wie die Selke, ein Mittelgebirgsbach mit naturnahen Abschnitten, mit gewässertypischen Gehölzen und arten- und strukturreichen Auenbereichen.

Bestehende und geplante Rückhaltebecken dagegen bilden jedoch Barrieren bei besagten Frischlufttransport, Auffangräume für Schlamm- und Geröllmassen, zerstören bereits in der Bauphase Natur und Landschaft, unterbrechen den Biotopverbund sowie suggerieren den Menschen einen hundertprozentigen sogenannten Hochwasserschutz.

Der AHA beabsichtigt nunmehr auch seine Aktivitäten in der Stadt Aschersleben zu verstärken, um deren vielfältige Bedeutung am Übergang zwischen Ostharz und Harzvorland, auch im ökologischen Sinne zu stärken. Dazu zählt insbesondere der Einsatz für den Schutz, Erhalt und die Entwicklung der Fluss- und Auenlandschaften von Wipper und Eine, angrenzender Landschaften und Natur sowie das Wirken für einen nachhaltigen Umganges mit Hochwasser. Nach Auffassung des AHA gilt es dabei u.a. Möglichkeiten der naturnaheren bis naturnahen Entwicklung von Natur und Landschaft zu bestärken, des Rückbaus von Bodenversiegelung zu prüfen und umzusetzen sowie den Biotop- und Grünverbund zu stärken. Dazu bedarf es umfassender wissenschaftlich fundierter Schutz- und Entwicklungskonzeptionen. Als Partner kommen dabei zum Beispiel die Martin-Luther-Universität und die Hochschule Anhalt in Frage.

Ferner möchte der AHA der Bevölkerung eine Plattform geben, sich für den Schutz, den Erhalt und die Entwicklung von Umwelt, Landschaft und Natur einsetzen zu können.

Auf Grund dessen spielt die Umweltbildung eine sehr große Rolle, was eine Mitwirkung von Bildungseinrichtungen wie Schulen und der Volkshochschule sehr logisch erscheinen lässt.

Perspektivisch plant der AHA die Durchführung von Exkursionen und Begehungen, um den Menschen ihre sehr vielfältige Umwelt, Natur und Landschaft nahezubringen.

Nunmehr lädt der AHA Interessenten ein, eine Ortsgruppe Aschersleben zu bilden. Wer Interesse daran hat und dazu mit dem AHA Kontakt aufnehmen möchte, kann dies unter folgendem Kontakt tun:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA)
Internet: http://www.aha-halle.de
E-Mail: aha_halle@yahoo.de