AHA und Initiative „Pro Baum“ führen Exkursion zum Tag des Baumes durch

Zum Tages des Baumes führen der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. und die Initiative „Pro Baum“ am Dienstag, den 25.04.2017 eine ca. fünfstündige Exkursion ab Peißnitzinsel durch das NSG Peißnitznordspitze, entlang von Teilen des Gimritzer Dammes und der Heideallee sowie des Saugrabens bis zum Landschaftsschutzgebiet „Dölauer Heide“ in Halle (Saale) durch.

Im Rahmen der Exkursion ist angedacht die Bedeutung und Schutzwürdigkeit der gehölzreichsten Regionen in der Stadt Halle (Saale) darzulegen. Ferner ist vorgesehen die Folgen der Holzungen an der Halle-Saale-Schleife im Zusammenhang des inakzeptablen Plans zur Errichtung eines neuen Hochwasserdeiches in Augenschein zu nehmen und zu werten. Dabei erläutern beide Organisationen ihre Position zu diesem angedachten Vorhaben und den damit verbundenen Umgang mit Hochwasser und Gehölzen.

Ebenfalls gilt es auf die Überlegungen einzugehen, im Zuge von Umbauten an der Heideallee wieder Bäume fällen zu wollen.

Darüber hinaus möchten die Veranstalter den Zustand der Gehölzbestände analysieren und Möglichkeiten zu ihrem Erhalt, Pflege und Schutz zu erörtern. Dies angesichts der zerstörerischen Fällpraxis der Stadt Halle eine notwendige Angelegenheit.
Andrerseits beabsichtigen die Veranstalter Möglichkeiten aufzuzeigen, in welcher Form ehrenamtlich Interessierte mitwirken können, um die Gehölzbestände zu erhalten, zu sichern, zu schützen und zu erweitern.

Treff: 16.30 Uhr am Peißnitzhaus (ehem. Pionierhaus)

AHA führte Exkursion zu Goldgrundbach, Kliebigbach und Dippelsbach durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) hatte am Samstag, den 22.04.2017 eine ca. siebenstündige Exkursion u.a. entlang des Goldgrundbaches, des Kliebigbaches und des Dippelsbaches bis zur Bösen Sieben durchgeführt. Im Rahmen der Exkursion beabsichtigte der AHA die Vielfältigkeit von Fließgewässern, deren Schutz, Erhalt und Entwicklung darlegen.

Zu Beginn der Exkursion betrachteten die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer das momentan ausgetrocknete Bett des Saugrundbaches in Wimmelburg. Dabei erörterten sie die besondere geologische Situation und die eng damit verbundene Bergbaugeschichte der Region. Dazu gehören in Folge des Bergbaus veränderte Untergründe und hydrologischer Situationen. In dem Zusammenhang diskutierten die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer auch über die Notwendigkeit des Erhaltes und Schutzes der vielfältigen Halden. Dabei sind insbesondere die nunmehrige landschaftsgestalterische Wirkung sowie die Entstehung besonderer, häufig auf Schwermetallen und Salzen beruhender besonders wertvoller Biotope mit ihrer Fauna und Flora zu erwähnen. Daher darf es keinesfalls zur Zerstörung und Beseitigung der Haldenlandschaft kommen.
Im Bereich des Zusammenflusses von Saugrundbach und Wolferoder Graben bemängelten die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer den massiven Verbau der Ufer und Gewässersohle. Hier bedarf es einer wissenschaftlich fundierten Entsiegelung, um die beiden Fließgewässer naturnaher entwickeln lassen zu können. Dies entspricht u.a. auch dem Ansinnen der Wasserrahmenrichtlinie der EU.

Ebenso gilt es wissenschaftlich fundierte Überlegungen zum überbauten Bereich von Pfaffengrundbach und dem vollständigen versiegelten Mündungsbereich des Goldgrundbaches in die Böse Sieben.

39-Grenze Wimmelburg&Hergisdorf-Kreisfeld-Goldgrund Blick Auf Hunderücken Streuobstwiese Nach Südwesten (1)

39-Grenze Wimmelburg&Hergisdorf-Kreisfeld-Goldgrund Blick Auf Hunderücken Streuobstwiese Nach Südwesten (1)

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AHA hält Schutz der Auenlandschaft zwischen Dessau und Roßlau für dringend geboten

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führte am 01.04.2017 eine Exkursion in der Aue in der Stadt Dessau-Roßlau zwischen den Stadtteilen Dessau und Roßlau durch. Die erste Station bildete der Mündungsbereich der Rossel in die Elbe. Hier gilt es nach Auffassung der Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer den entwickelten naturnaheren Charakter des Gebietes mit seiner ausgeprägten Weichholzaue, nitrophilen Staudenflächen und vereinzelten Hartholzaue unbedingt zu erhalten. Die voranschreitende Sukzession führt zur Entstehung eines arten- und strukturreichen Auenwaldes, welcher vielen Tier- und Pflanzen Lebens- und Rückzugsraum sowie dem Hochwasser von Elbe und Rossel Ausbreitungsraum bieten kann. Jedoch ist es dringend geboten, die Kopfweiden am Nordrand des Gebietet zu schneiden, um sie erhalten zu können.

Im Abschnitt der Rossel zwischen Wasserburg und Oberluch erachten es die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer für wichtig die Bestrebungen der Rossel zu befördern, Mäandrierungen zu entwickeln, welche den deutlich wasserbaulich begradigten Charakter des Fließgewässers aufhebt, zu einem strukturell vielfältigen Fließgewässer und einem Stopp der weiteren Eintiefung des Flussbettes beiträgt. Mit Skepsis nahmen die Exkursionsteilnehmer den Nutzen des im Bau befindlichen Schöpfwerkes Roßlau auf. Nach ihrer Auffassung sind eher die Beseitigung der Hauptursachen für vermehrtes Hochwasser wie u.a. Flächenversiegelung sowie das Fehlen einer nachhaltigen Forst- und Landwirtschaft anzugehen. Ebenso sind umfassende Reserven bei Deichrückverlegungen vorhanden. Die Deichrückverlegungsmaßnahme im Oberluch gehört eindeutig zu den
Schritten in die richtige Richtung.

1-Dessau-Roßlau Roßlau Dessauer Straße Höhe Bahnhof Forsythie (2)

1-Dessau-Roßlau Roßlau Dessauer Straße Höhe Bahnhof Forsythie (2)

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Neujahreswanderung mit dem Fremdenverkehrsverein Meisdorf und dem Heimatverein Meisdorf in das Waldgebiet zwischen Ballenstedt und Selketal

12- Falkenstein Meisdorf Falkensteiner Weg 2b Hotel Zum Falken Blick Nach Südosten (1)

12- Falkenstein Meisdorf Falkensteiner Weg 2b Hotel Zum Falken Blick Nach Südosten (1)

Update 24.01.2017: Mehr Bilder in der Gallery hinzugefügt.

Wie geplant fand am 21.01.2017 die gemeinsame Neujahreswanderung von Fremdenverkehrsverein Meisdorf, Heimatverein Meisdorf und AHA in das Waldgebiet zwischen Ballenstedt und Selketal statt. Treffpunkt war im winterlichen Selketal um 10:00 Uhr am Hotel zum Falken in der Falkensteiner Weg 2b in 06463 Falkenstein, Orsteil Meisdorf/Harz statt. Es hatten sich schätzungsweise 70 Personen eingefunden, um nach einführenden Erläuterungen der drei Veranstalter in das winterliche und malerische Selketal aufzubrechen. Im Laufe der Wanderung erläuterten die Veranstalter die Bedrohungen durch den geplanten Grauwackesteinbruch zwischen Ballenstedt und dem Selketal sowie die angedachten Hochwasserrückhaltebecken bei Straßberg und Meisdorf. Dabei besichtigten die Teilnehmerinnen den naturnahen Verlauf der Selke mit seinen Mäandern, Furkationen, Gehölzbeständen und Wiesen sowie die angrenzenden Felsenbereichen mit den ausgedehnten Hangwäldern und Kerbtälern.
Die Neujahreswanderung endete knapp auf der Hälfte des Selkeverlaufs mit einer Gesamtlänge von ca. 70 km. Fremdenverkehrsverein Meisdorf und Heimatverein Meisdorf sorgten mit Glühwein, Punsch und Fettschnitten für das leibliche Wohl. Das beförderte noch den fachlichen und organisatorischen Austausch, Planungen für weitere Veranstaltungen und Aktionen. Einig war man sich auf jeden Fall, dass es im Frühjahr 2017 einen Sternenmarsch zum angedachten Grauwackeabbaugebiet sowie im Januar 2018 eine Neujahreswanderung geben wird.

Fotos Andreas Liste & Werner Zabel

AHA und NABU führten gemeinsame mykologische Exkursion durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Fach-gruppe „Mykologie“ des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Regionalverband Halle/Saalkreis e.V. führten planmäßig im Hochherbst 2016 ihre gemeinsame myko-logische Exkursion in das ca. 92 ha große Naturschutzgebiet (NSG) „Brandberge“ durch.

13-halle-nsg-brandberge-suedostteil-espenrotkappe

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Bekanntlich bildet das Naturschutzgebiet einen sehr wichtigen arten- und struk-turreichen Lebens- und Rückzugsraum, welcher sich aus Trocken- sowie Halbtrocken-rasen und Zwergstrauchheiden auf Porphyrkuppen, Kleingewässer und Röhrichte, Bruchwald, anmoorige Standorte, Ruderalstellen sowie magere Ackerflächen zusam-mensetzt. Neben dieser Bedeutung, dient das NSG als Biotopverbundraum zwischen den Landschaftsschutzgebieten „Dölauer Heide“ und Saaletal.
Die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer erfuhren sehr viel Fach-kundiges zu Pilzen, ihrer Vielfalt und ihrer ökologischen Bedeutung. Alleine an dem Tag entdeckte man 29 verschiedene Pilzarten.
Ferner hat die Sukzession seit Anfang der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhun-derts zu einem vielfältig strukturreichen Gehölzbestand entwickelt. Diese Gehölzbe-stände reihen sich in die obengenannte Vielfalt an Natur- und Landschaftsbestandteile und –strukturen ein.
Alle Anwesenden waren sich sehr schnell einig, dass das NSG Brandberge eines be-sonderen Schutzes bedarf. Dafür gilt es sich massiv einzusetzen.

Fotos Dietmar Hörner