AHA möchte sich verstärkt in der Stadt Aschersleben für den Schutz von Natur, Landschaft und Umwelt einsetzen

Der heutige, gemeinnützige und ehrenamtliche Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) setzt sich nunmehr seit 37 Jahren intensiv für den Schutz, den Erhalt und die Entwicklung von Umwelt, Natur und Landschaft ein. Dabei betrachtet der Umwelt- und Naturschutzverein globale, überregionale, regionale und örtliche Zusammenhänge, um fachlich-fundiert und effektiv seine Wirksamkeit entfalten zu können. In dem Zusammenhang hat der AHA seine Tätigkeit in den Ländern Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin sowie in den Freistaaten Sachsen und Thüringen entfaltet.

Zu einem der wichtigsten Aktivitäten gehört nach Ansicht des AHA das Wirken zum Schutz, Erhalt und zu Entwicklung der ca. 81 km langen Wipper und ihres ca. 40 km langen linken Zuflusses Eine.

Beide Flüsse und ihre Auen prägen die 156,2 km² große Stadt Aschersleben mit ihren 11 Ortsteilen und mit Stand vom 31.12.2015 angegebenen 27.793 Einwohnern.

Während die Eine das Kerngebiet der Stadt durchquert, durchfließt die Wipper in den 5 Ortsteilen Freckleben, Drohndorf, Mehringen, Groß Schierstedt und Klein Schierstedt, eher den südöstlichen Teil des gesamten Stadtgebietes.

Beide Flussgebiete und ihre mehr oder minder ausgeprägten Auenlandschaften haben eine sehr wichtige Funktion als Lebens- und Rückzugsräumen für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Sie zählen zu den markantesten Fließgewässern des Ostharzes und des Harzvorlandes. Ihre Flusstäler haben zudem wichtige Bedeutungen und Funktionen als Biotop- und Grünverbundraum, Ausbreitungsraum für Hochwasser sowie als einer der wichtigsten Frischluftentstehungsgebiete und Frischluftventilationsstrecken. Dazu trägt u.a. auch der weitgehend naturnahe und störungsarme Verlauf außerhalb der Ortschaften bei. Die sich daraus ergebende landschaftliche Vielfalt hat daher beiden Flusstälern durchaus eine große touristische Anziehungskraft verliehen.

Das Wippertal zählt zu den schönsten Tälern im Ostharz. Die Wipper ist zudem ebenfalls wie die Selke, ein Mittelgebirgsbach mit naturnahen Abschnitten, mit gewässertypischen Gehölzen und arten- und strukturreichen Auenbereichen.

Bestehende und geplante Rückhaltebecken dagegen bilden jedoch Barrieren bei besagten Frischlufttransport, Auffangräume für Schlamm- und Geröllmassen, zerstören bereits in der Bauphase Natur und Landschaft, unterbrechen den Biotopverbund sowie suggerieren den Menschen einen hundertprozentigen sogenannten Hochwasserschutz.

Der AHA beabsichtigt nunmehr auch seine Aktivitäten in der Stadt Aschersleben zu verstärken, um deren vielfältige Bedeutung am Übergang zwischen Ostharz und Harzvorland, auch im ökologischen Sinne zu stärken. Dazu zählt insbesondere der Einsatz für den Schutz, Erhalt und die Entwicklung der Fluss- und Auenlandschaften von Wipper und Eine, angrenzender Landschaften und Natur sowie das Wirken für einen nachhaltigen Umganges mit Hochwasser. Nach Auffassung des AHA gilt es dabei u.a. Möglichkeiten der naturnaheren bis naturnahen Entwicklung von Natur und Landschaft zu bestärken, des Rückbaus von Bodenversiegelung zu prüfen und umzusetzen sowie den Biotop- und Grünverbund zu stärken. Dazu bedarf es umfassender wissenschaftlich fundierter Schutz- und Entwicklungskonzeptionen. Als Partner kommen dabei zum Beispiel die Martin-Luther-Universität und die Hochschule Anhalt in Frage.

Ferner möchte der AHA der Bevölkerung eine Plattform geben, sich für den Schutz, den Erhalt und die Entwicklung von Umwelt, Landschaft und Natur einsetzen zu können.

Auf Grund dessen spielt die Umweltbildung eine sehr große Rolle, was eine Mitwirkung von Bildungseinrichtungen wie Schulen und der Volkshochschule sehr logisch erscheinen lässt.

Perspektivisch plant der AHA die Durchführung von Exkursionen und Begehungen, um den Menschen ihre sehr vielfältige Umwelt, Natur und Landschaft nahezubringen.

Nunmehr lädt der AHA Interessenten ein, eine Ortsgruppe Aschersleben zu bilden. Wer Interesse daran hat und dazu mit dem AHA Kontakt aufnehmen möchte, kann dies unter folgendem Kontakt tun:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA)
Internet: http://www.aha-halle.de
E-Mail: aha_halle@yahoo.de

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