Der Graebsee – Eine Idylle in mitten von Halle-Neustadt

I. Der Graebsee – eine Idylle in mitten von Halle-Neustadt

Im halleschen Stadtteil Halle-Neustadt befindet sich ein ca. 28.000 m² = 2,8 ha großes Idyll, Graebsee oder Bruchsee genannt. Der See entstand um etwa 1890 als man die während des Trias vor 240 bis 233 Millionen Jahren entstandenen Muschelkalke für die industrielle Nutzung als Branntkalk bzw. zur Zementherstellung abbaute. So entstand schrittweise das heutige Aussehen mit seinen klar strukturierten Muschelkalkschichten und der Wasserfläche, welche an der tiefsten Stelle bis 17 m tief ist. Der Name Graebsee stammt von den Familie Graeb ab, welche von 1921 bis Anfang der 50er-Jahre des vergangenen Jahrhundert einen Furnierbetrieb im näheren Umfeld und das Seegebiet besaßen. Im Graebsee ließ der Besitzer die Hölzer wässern, bevor sie zur Weiterverarbeitung in den Furnierbetrieb gingen. In den Jahren 1936 bis 1952 bestand am Graebsee eine Badeanstalt, die bis 1964 und darüber hinaus verbotenerweise weiter von Badenden genutzt wird. Dabei wirkten einige tragische Badeunfälle mit Todesfolge keinesfalls abschreckend.

II. Wie kann das Idyll erhalten bleiben?

Um diese wertvolle und vielfältige Landschaft bestehend aus besagten Muschelkalkhängen, Trockenrasengesellschaften sowie Gehölz- und Röhrichtbeständen zu sichern erfolgte am 12.09.1979 die Unterschutzstellung eines 1,3 ha großen Teils im Westen des Sees zum flächenhaften Naturdenkmal. Neben seiner recht reichhaltigen Ausstattung mit Pflanzengesellschaften nutzen viele Tiere das Gebiet als Rückzugs-, Lebens- und Rückzugsraum, wozu ganz besonders Wasservögel gehören. Zudem stellt der Graebsee einen wichtigen Bestandteil im Biotop- und Grünverbund zum Gebiet des Saugrabens, zur Saaleaue, zur Dölauer Heide bis in die Wohn- und Grüngebiete Halle-Neustadts dar. Diesen Verbund gilt es zu erhalten und entsprechend weiterzuentwickeln. Jedoch gefährden Trittschäden in den Ufer- und Hangbereichen zum Beispiel im Zusammenhang mit unerlaubtem Baden, Vermüllung, Verlärmung sowie bautechnische Eingriffe (z.B. Befestigungen und Ablockerungen an den Muschelkalkhängen, Befestigungen in den Wegbereichen) das Graebseegebiet nicht unerheblich. Um das Gebiet des Graebsee sowie seine Funktion im Sinne von Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz sowie Naherholung und Tourismus langfristig und nachhaltig zu schützen, zu erhalten und ökologisch weiter zu entwickeln erscheinen folgende Maßnahmen sehr sinnvoll:

  • Erhalt der Muschelkalkhänge und Sicherung vor unerlaubtem Betreten
  • Verhinderung und Beseitigung der voranschreitenden Vermüllung des Gesamtgebietes
  • Erhalt und ggf. Erweiterung von Trockenrasenflächen durch Abtrag von Rasen und Bodenaufschichtungen im Randbereich der Muschelkalkhänge, der Röhricht- und Gehölzbestände durch Schaffung natürlicher Entwicklungsmöglichkeiten
  • Erweiterung des Status flächenhaftes Naturdenkmal auf das gesamte ca. 3 ha große Graebseegebiet
  • Errichtung eines ökologisch-geologisch-bergbaulich-historischen Erkenntnispfades unter Einbeziehung des bestehenden Rundweges mit Aufstellen von zerstörungsresistenten Hinweisschildern

In dem Zusammenhang erscheint es erforderlich auf der Basis von bestehenden Erfassungen und Kartierungen sowie vorhandener konzeptioneller Gedanken eine aktualisierte und wissenschaftlich-fachlich fundierte Schutz- und Entwicklungskonzeption zum Beispiel von Studentinnen bzw. Studenten erstellen zu lassen. Darauf gilt es dann Entwicklungs-, Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen (z.B. Arbeitseinsätze) sowie Grad der Nutzung für Naherholung und Tourismus abzustimmen. Eine rechtzeitige aktive Einbeziehung der Bevölkerung ist dabei unabdingbar.

III. Was kann Jeder zum Schutz und Erhalt des Idylls Graebsee beitragen?

Um die ebengenannten und andere Aktivitäten zum Schutz, Erhalt und Betreuung des Graebsee zu initiieren und zu koordinieren sowie eine Plattform für interessierte Personen bieten zu können hat der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) begonnen eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe Graebsee zu bilden. In dieser Gruppe kann jeder Interessierte im Sinne von Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz, unabhängig von Beruf, Geschlecht, Alter und Nationalität mitwirken. Wer noch mehr über die in Bildung begriffene Arbeitsgruppe und ihre Zielstellung erfahren möchte wende sich bitte an nachfolgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
Fax.: 01805-684 308 363
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail UBM: ubh2004@yahoo.de

Fotos: Christine Fröhlich

Feldarbeit zur Erfassung des Arteninventars an Tieren und Pflanzen in ausgewählten Biotopen im Jahr 2015

Im Rahmen der Veranstaltungsplanung für das Jahr 2015 ist die Fortsetzung eines Projektes aus dem Jahr 2014 unter der Überschrift „Feldarbeit zur Erfassung des Arteninventars an Tieren und Pflanzen in ausgewählten Biotopen im Jahr 2015“ im Stadtgebiet von Bitterfeld-Wolfen vorgesehen. An 18 Tagen, jeweils aufgeteilt im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter beabsichtigt der AHA die Fauna und Flora im Erlen-Eschen-Wald „Reudener Busch“, im Salegaster Forst und im Auenwaldrest „Wolfener Busch“ zu untersuchen und zu erfassen. Hier kann jeder Interessierte daran mitwirken. Ganz besonders sind jedoch Schulen, die Kreisvolkshochschule AnhaltBitterfeld sowie Jugend- und Kinderinitiativen aufgerufen daran mitzuwirken. Als dritten Tag findet nunmehr am Samstag, den 31.01.2015 eine ca. vierstündige Erfassung der Avifauna des Erlen-Eschenwaldes „Reudener Busch“ und des näheren Umfeldes im Winter: Beobachtung der im Gebiet vorkommenden Vogelarten mit dem Fernglas und schriftliche Erfassung der gesichteten Tiere in Listen.

Treff: 10.00 Uhr am Bahnhof Wolfen
Wer noch mehr zu dem Projekt „Feldarbeit zur Erfassung des Arteninventars an Tieren und Pflanzen in ausgewählten Biotopen im Jahr 2015“ sowie allen anderen Aktivitäten des AHA im Raum Bitterfeld-Wolfen erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Ortsgruppe Bitterfeld-Wolfen über Stadt Bitterfeld-Wolfen, Ortsteil Bitterfeld
im historischen Rathaus Markt 07,
Büro in der Tourismusinformation
06749 Bitterfeld-Wolfen
Tel.: 0173 – 9917836
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

AHA führt Exkursion in die untere Geiselaue durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führt am Samstag, den 31.01.2015 eine ca. dreistündige Exkursion zum Naturschutzgebiet „Untere Geiselniederung“ zwischen Merseburg und Geusa, Ortsteil Zscherben durch. Der Weg soll auch in die Klyegrabenaue führen. Im Rahmen dieser Exkursion beabsichtigt der AHA die Bedeutung und Schutzwürdigkeit dieser Auenlandschaften mit ihren Fließgewässern, Wiesen, Gehölzen, Hochstaudenflächen und Streuobstbeständen sowie als bedeutsamer Lebens- und Rückzugsraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten und als Biotopverbundraum zwischen Saale und dem Geiseltalsee und zu Natur- und Landschaftsbestandteilen innerhalb der Stadt Merseburg zu erläutern. Ferner möchte der AHA eigene konzeptionelle Überlegungen zu Schutz und Entwicklung der Auenlandschaften von Geisel und Klyegraben darlegen sowie für eine diesbezügliche ehrenamtliche Mitwirkung in der Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg und in der Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt.Bärtl“ werben.

Treff ist 10.00 Uhr am Bahnhof Merseburg
Wer noch mehr zu der Exkursion sowie Möglichkeiten der ehrenamtlichen Mitwirkung in der Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg und in der Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg/Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“
Weiße Mauer 33
06217 Merseburg
Tel.: 0176 – 52562945
Fax.: 0180-5684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail UBM: ubh2004@yahoo.de

Fällungen der Bäume in Könnern waren unnötig!

Mit Unverständnis und Empörung hat der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) die Fällungen der Pappeln am Saaleufer in Könnern an der Georgsburg aufgenommen. Diese vollkommen unnötige Maßnahme verdeutlicht wieder einmal, welche Rolle das gegenwärtig zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) dem Fluss Saale und ihrer Aue zugedacht hat. Die fortgesetzten und dauerhaft zerstörerischen Aktivitäten des WSA an den Flüssen, so auch an der Saale, haben zu massiven Schädigungen und Zerstörungen an den Gehölzbeständen an den Flussufern geführt. Auf Grund der nicht zeitgemäßen und unlogischen vordergründigen Betrachtung der Saale als Wasserstraße geht die ökologische und landschaftsgestalterische Bedeutung der Baumbestände entlang der Saale komplett verloren. Das WSA, hat zum wiederholten Male nicht erkannt, dass es bei Bäumen dazugehört, dass sie Pilze, trockene Äste und auch Fäulnis aufweisen können. Wenn es nach der Logik dieses Flussausbauamtes gehen würde, gäbe es weit und breit keinen einzigen Baum mehr. Leider hatte wieder einmal die untere Naturschutzbehörde vorschnell derartige Sägeattacken des WSA den behördlichen Segen erteilt.

Der AHA fordert grundsätzlich, dass die Verantwortlichkeiten für die großen Flüsse dem WSA zu entziehen und einer Bundeseinrichtung zu übertragen gilt, welche vorrangig die Belange des Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes im Blick hat. Mit diesen Veränderungen verspricht sich der AHA, dass Flüsse wieder erstrangig als Natur- und Landschaftsraum und erst nachgeordnet als Möglichkeit der Nutzung für die Wasserschifffahrt Betrachtung, Einordnung und Beachtung findet. Wer sich im Raum Wettin, Könnern und Bernburg ebenfalls für einen nachhaltigen Schutz und Erhalt von Fluss- und Auenlandschaften interessiert, kann in der ehrenamtlichen AHA-Regionalgruppe Wettin-Könnern-Bernburg mitwirken und dazu folgendermaßen Kontakt aufnehmen:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Regionalgruppe Wettin-Könnern-Bernburg
in attac-Villa Könnern
Bahnhofstraße 06
06420 Könnern (Saale)
Tel.: 034691/52435
Fax.: 01805-684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail UBM: ubh2004@yahoo.de

Artikel der MZ: http://www.mz-web.de/bernburg/saale-ufer-an-der-georgsburg-naturschutzbehoerde-genehmigte-faellungen,20640898,29621468.html

Feldarbeit zur Erfassung des Arteninventars an Tieren und Pflanzen in ausgewählten Biotopen im Jahr 2015

Im Rahmen der Veranstaltungsplanung für das Jahr 2015 ist die Fortsetzung eines Projektes aus dem Jahr 2014 unter der Überschrift „Feldarbeit zur Erfassung des Arteninventars an Tieren und Pflanzen in ausgewählten Biotopen im Jahr 2015“ im Stadtgebiet von Bitterfeld-Wolfen vorgesehen. An 18 Tagen, jeweils aufgeteilt im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter beabsichtigt der AHA die Fauna und Flora im Erlen-Eschen-Wald „Reudener Busch“, im Salegaster Forst und im Auenwaldrest „Wolfener Busch“ zu untersuchen und zu erfassen. Hier kann jeder Interessierte daran mitwirken. Ganz besonders sind jedoch Schulen, die Kreisvolkshochschule AnhaltBitterfeld sowie Jugend- und Kinderinitiativen aufgerufen daran mitzuwirken.

Als zweiten Tag findet nunmehr am Samstag, den 24.01.2015 eine ca. vierstündige Erfassung der Avifauna des Salegaster Forstes im Winter: Beobachtung der im Gebiet vorkommenden Vogelarten mit dem Fernglas und schriftliche Erfassung der gesichteten Tiere in Listen statt. Treff: 10.00 Uhr am Bahnhof Wolfen

Wer noch mehr zu dem Projekt „ Feldarbeit zur Erfassung des Arteninventars an Tieren und Pflanzen in ausgewählten Biotopen im Jahr 201 5 “ sowie allen anderen Aktivitäten des AHA im Raum Bitterfeld-Wolfen erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Ortsgruppe Bitterfeld-Wolfen
über Stadt Bitterfeld-Wolfen, Ortsteil Bitterfeld
im historischen Rathaus
Markt 07, Büro in der Tourismusinformation
06749 Bitterfeld-Wolfen
Tel.: 0173 – 9917836
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de